Jahnhalle ohne Zukunft

Die Tage der alt-ehrwürdigen Jahnhalle scheinen gezählt zu sein. Noch ist offen, welche Konsequenzen eine Abbruchentscheidung hat: eine kombinierte Kultur- und Sporthalle oder eine auf gutes Sehen und Hören beschränkter Kulturbau. Archivfoto: Siewert

Stadt will Schnellschuss vermeiden/Alternativen für Ersatz werden entwickelt

 

In einem waren sich fast

alle Stadträte und die Verwaltung letzten Donnerstag einig: Die Jahnhalle hat ihre Zeit hinter sich. Daher werden jetzt Alternativen für einen Ersatz entwickelt.

Soll man den sehr kranken „Patienten Jahnhalle“ reanimieren? Soll man das 80 Jahre alte Gebäude sanieren oder abreißen? fragte Baubürgermeister Herbert Holl, und er gab die Antwort im Gemeinderat mit Blick auf die Untersuchungsergebnisse (siehe Seite 4) selbst: „Die Halle hat keine Zukunft mehr.“

Allerdings will die Stadtverwaltung jeden Schnellschuss vermeiden und genau ausloten, welche Anforderungen ein Ersatzbau erfüllen muss. In großer Mehrheit folgten die Stadträte nach intensiver Diskussion der Bestandsanalyse und dem Vorschlag der Verwaltung, alternative Ansätze für den Ersatz der Jahnhalle zu entwickeln (fünf Gegenstimmen). Den Planungsausgaben in Höhe von 10000 Euro widersprachen acht Stadträte, drei enthielten sich.

Die Verwaltung vermied ganz bewusst das Wörtchen „Stadthalle“. Dagegen war für Norbert Berg, den Fraktionsvorsitzenden der Allgemeinen Wähler völlig klar, dass es jetzt um den Bau einer Kulturhalle geht. Man müsse „die Chance jetzt ergreifen“, denn „Crailsheim braucht so eine Halle.“

CDU-Chef Werner Gulden rückte den Eindruck gerade, seine Fraktion wolle eine Stadthalle im klassischen Sinn, auch wenn der Schwerpunkt der Nutzung sicher bei kulturellen Veranstaltungen liegen sollte. Aber die frühere Zielvorgabe „gut hören und gut sehen hat uns an den Rand des Nichts gebracht“. Man müsse Kompromisse eingehen.

Dagegen wetterte AWV-Stadtrat Rolf Klunker („ich möcht‘ meinen Blutdruck jetzt nicht messen“), er habe das „Rumgeeiere“ jetzt endgültig satt: „Das ist das Übel dieser Sitzungsvorlage.“ Ähnlich unwirsch hatte der SPD-Fraktionschef Manfred David die Diskussion auf den Punkt „Stadthalle“ gebracht. Seine Fraktion fühle sich von der Stadtverwaltung „übergangen und über den Tisch gezogen“, weil sie bewusst eine eindeutige Festlegung vermied. Er verlangte, dass der Gemeinderat von Anfang an daran beteiligt wird, wenn das Nutzungsprofil und die Größe, der Standort und der Kostenrahmen festgelegt werden. Sein Kollege Gernot Mitsch verlangte eine zupackendere und konkretere öffentliche Diskussion.

Die UGL fand die offene Haltung der Stadtverwaltung dagegen völlig in Ordnung. Auch wenn die für 1,4 Millionen Euro sanierte Jahnhalle ein schlichter Zweckbau bleibe, müsse das ja nichts Schlechtes sein, meinte UGL-Stadtrat Markus Schmidt. Fraktionschef Nils Kaiser erinnerte, wie Oberbürgermeister Andreas Raab, an unerledigte Aufgaben (Halle auf dem Kreuzberg, Sanierung der Jagstheimer Halle, marode Straßen und Gebäude...). Die UGL warnte davor, jetzt Begehrlichkeiten zu wecken und in Träumereien zu verfallen. Sie tendiert zu einer Grundsanierung der Jahnhalle, um sie noch vier bis fünf Jahre nutzen zu können.   

 

Das kostet Sanierung

Jahnhalle

 

Die Stadt hat die Jahnhalle 1988 zum Abbruch erworben und seither 366000 Euro investiert. Jetzt wären weitere 1,4 Mio Euro fällig.

Für die Jahnhalle blätterte die Stadt vor bald 20 Jahren knapp 170000 Euro hin. Für den Weiterbetrieb der Jahnhalle müssen das Dachtragwerk und die Dachdeckung, die Bühnentechnik und die Elektroinstallation mit Kosten von 264000 Euro erneuert werden. Für die Erfüllung der Brandschutzauflagen werden weitere 300000 Euro fällig, rechnet die Bauverwaltung.

Wird eine Generalsanierung ins Auge gefasst, müssen weitere 788000 Euro investiert werden. Dann wird die altehrwürdige Jahnhalle aber nur den Minimalansprüchen  gerecht. „Im Kern wird die Halle weiterhin ein 80-jähriges Gebäude sein“ – mit allen Vor- und Nachteilen, aber ohne architektonisches oder historisches Flair. Sie wird „ein schlichter Zweckbau sein und bleiben“, betont Baubürgermeister  Herbert Holl. Deshalb hat er um 10000 Euro zur Planung von Alternativen gebeten und bekommen. 

 

Der Gewerbepark Roßfeld

Der Gewerbepark Roßfeld kommt:

 

Daran lassen die Stadtverwaltung und der Gemeinderat keinen Zweifel. Deshalb wurde jetzt bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung eine Baulandumlegung auf den Weg gebracht. Ein nicht ständiger Ausschuss wird unter dem Vorsitz von Bürgermeister Herbert Holl mit folgenden Mitgliedern gebildet: Friedrich Ludwig (Gerhard Neidlein), Helmut Hofmann(Helga Hartleitner), Rolf Klunker (Norbert Berg) und Nils Kaiser (Peter Gansky) gebildet. Ohne Neuordnung der Besitzverhältnisse  innerhalb des 19,5 Hektar großen Gebietes (die Stadt besitzt 17 Hektar) ist eine Erschließung nicht möglich. Einzig die UGL bezweifelt den Sinn und das Recht auf diese Baulandumlegung, und ihr Fraktionschef Nils Kaiser „befürchtet, dass Rechtsmittel eingelegt werden“. Dagegen sah CDU-Fraktionschef Werner Gulden „keine andere Möglichkeit“). Der AWV-Fraktionsvorsitzende Norbert Berg sah im Eigentum auch Verpflichtung. Die Umlegung sei „längst überfällig“. Nicht geregelt wird bei der Baulandumlegung die gewünschte Zufahrt von der Hofwiesenstraße in den Gewerbepark. 

Künftig nicht mehr alles erlaubt

Künftig wird es für Geschäftsauslagen und die Gestaltung von Freiluftgastronomie Empfehlungen geben. Foto: Siewert

Knappe Mehrheit für Empfehlungen zur Gestaltung von Außengastronomie und Werbeeinrichtungen

 

Über die Sondernutzungserlaubnis für öffentliche Flächen will die Stadt empfehlend Einfluss auf das Erscheinungsbild von Freiluft-Gastronomie und Geschäftsauslagen nehmen.

„Überzeugen, nicht maßregeln“ will die Stadtverwaltung mit zwei Faltblättern, die den Geschäftsleuten ausgehändigt werden. Damit soll die Umsetzung der Empfehlungen zur Außengastronomie und zur Werbung im öffentlichen Raum ab 2008 vorbereitet werden. Die Richtlinien werden dann Teil der ergänzten „Richtlinien für die Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen“. Über diese Ergänzung muss der Gemeinderat ein weiteres Mal beschließen.

Für den Grundsatz, diese Gestaltungsfragen mit Empfehlungen in Form der beiden Faltblätter und über die Sondernutzungserlaubnisse zu regeln, gab es mit 15:13  (bei vier Enthaltungen) nur eine knappe Mehrheit im Gemeinderat.

Den Anstoß gegeben hatte vor geraumer Zeit der AWV-Fraktionsvorsitzende Norbert Berg. Er hatte auf die Initiative der Stadt Stuttgart  hingewiesen, die  die „Möblierung“ des öffentlichen Raumes geregelt hat. In der Landeshauptstadt hatte es daraufhin eine breite öffentliche Diskussion gegeben.

Baubürgermeister Herbert Holl ist sich bewusst, wie er in der Gemeinderatssitzung betonte, das die Gestaltungsfragen vielfältig und subjektiv zu diskutieren seien. „Wir wollen überzeugen und  nicht maßregeln.“ Dabei könne es Konflikte geben. Mit den Gastronomen und Gewerbetreibenden solle  daher geredet werden. Bevorzugt werden natürliche Materialien, Bepflanzung statt Einfriedung, maßvolle und zurückhaltende Werbung – insgesamt soll das Erscheinungsbild qualitätvoll sein. Bei Werbeauslagen (z. B. Tischen, Ständern und sogenannte „Passantenstoppern“) wird es Beschränkungen geben.

Dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred David waren die geplanten Empfehlungen zu restriktiv. UGL-Sprecher Wilfried Kraft sah darin „keinen Beitrag zur Deregulierung“ und Friedrich Otterbach wollte der Stadtverwaltung mit der Zustimmung des Gemeinderats „kein Alibi“ für ihr Vorgehen geben.

Dagegen sah der AWV-Fraktionsvorsitzende Norbert Berg durchaus Handlungsbedarf. Ihm waren die Faltblatt-Empfehlungen „zu schwammig“. Es müsse zwar nicht alles geregelt werden, aber es müsse eben „ordentlich aussehen“. Die Stadt gebe im Rahmen der Innenstadtsanierung Millionenbeträge für die Gestaltung aus. Daher könne man von den Bürgern  ein gewisses „Geschmacksempfinden“ erwarten, meinte der CDU-Sprecher Uwe Berger.  Es gebe Auswüchse, aber man solle „nicht gleich mit dem Hammer kommen“.    

 

Lichtblick oder Fehler?

Das 2000 Quadratmeter große Gelände des ehemaligen, leer stehenden Möbelhauses Brumm in Roßfeld soll belebt werden. Dafür wurde ein „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ auf den Weg gebracht. Bei diesem neuen Rechtsinstrument werden Aufstellungs- und Auflegungsbeschluss zusammengefasst. Das Verfahren wird damit beschleunigt. Foto: Siewert

Möbel-Brumm-Gelände in Roßfeld

 

Einen „Lichtblick“ sieht die Roßfelder Ortsvorsteherin darin, dass die Nutzungsmöglichkeiten des leerstehenden ehemaligen Möbelhauses Brumm geändert werden. Im Rathaus liegen mehrere Anfragen vor.

Ihr stimmt der UGL-Stadtrat Nils Kaiser zu, da auch aus seiner Sicht die Vorteile der Neuregelung überwiegen. Es sollen künftig Einzelhandelsbetriebe bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern mit nahversorgungsrelevantem Sortiment zugelassen werden.

Genau darin sieht der SPD-Stadtrat Manfred David „einen schlimmen Fehler“. Ein großer Supermarkt sei „genau das, was wir nicht haben wollen sollten.“ Hier würde sich Wohnbau anbieten.

Gegen den Bebauungsplan „Maulacher Straße“ stimmten sechs Stadträte, drei enthielten sich.  

 

Finanzorakel hat gute Vorhersage

Eventuell ist für Jagststeg andere Förderung in Sicht

Mit dem abgelaufenen Finanzjahr kann die Stadt richtig zufrieden sein. Und auch für 2007 stehen die Vorzeichen tendenziell gut. Das erklärte Finanzbürgermeister Harald Rilk im Gemeinderat.

Für das laufende Haushaltsjahr zeichnen sich  überplanmäßige Gewerbesteuereinnahmen von gut 1,7 Mio. Euro ab. Doch dieses Steueraufkommen wird vier Millionen Euro hinter dem sehr guten Jahr 2006 zurückbleiben.

Die Gewerbersteuereinnahme lag erheblich über Plan. Insgesamt liefen 23 Mio. Euro von den Betrieben ein. Doch die Freude über den Geldsegen ist nur von kurzer Dauer, denn 70 Prozent fließen über die Umlagen wieder ab. Voll erhalten bleibt der Stadt aber der Zinserlös aus einer Gewerbesteuernachzahlung. Hier freut sich Bürgermeister Rilk über ungeschmälerte 1,9 Millionen Euro. Insgesamt verbesserte sich die Einnahme der Stadt (nach Umlagenzahlung) um 9,6 Millionen Euro. Diese absolut erfreuliche Entwicklung bewirkte, dass die Zuführungsrate aus dem laufenden Haushalt an den Investitionshaushalt um 14 Millionen Euro überschritten wurde. Statt einer Entnahme wurde die Rücklage um 6,9 Mio. Euro aufgestockt. Zudem konnte die Stadt 2006 auf 7,5 Mio. Euro Kreditaufnahme verzichten.

Tendenziell ist die Lage auch 2007 positiv, aber nicht so gut wie 2006. Die Zuführungsrate soll um 2,7 Millionen Euro besser als geplant ausfallen. Eventuell lässt sich der Jagststeg mit einer Zuschussquote von 50 Prozent aus einem alternativen Fördertopf mitfinanzieren. Harald Rilk will eine Sporthalle im Energiefördertopf platzieren, nachdem aus der Sportförderung für keine der angemeldeten Hallen etws zu erwarten ist.                      

 

Nur noch ein Windrad

Gemeinderat

 

Im Verwaltungsraum Crailsheim, der die Markungen von Stimpfach, Frankenhardt und Satteldorf beinhaltet, ist nur noch bei Appensee/Sandhof eine Windrad-Baufläche. Allerdings dürfen dort nur zwei Windmühlen errichtet werden (eine ist bereits genehmigt). Die noch freie Option erlaubt den Bau eines Windrades, das maximal eine Nabenhöhe von 50 Meter haben darf. Das legen die Fortschreibungen des Regionalplanes und des Flächennutzungsplanes für den Raum Crailsheim fest. Hier sind regionalbedeutsame Windenergieanlagen ausgeschlossen worden.     

Der Rathausturm

Foto: Stadtarchiv

Der Rathausturm hat nach Ansicht von Baubürgermeister Herbert Holl verdient, in seiner historischen Form zur Geltung zu kommen. Daher regt er an, die mächtige historische Treppe und vor allem das beeindruckende Portal wieder herzustellen. Beim Wiederaufbau des Rathausturmes war, wie die Bilder aus dieser Zeit zeigen, die Treppe belassen bzw. hergestellt worden. Erst zehn oder 15 Jahre später wurde sie dann „dem Verkehr geopfert“, wie Herbert Holl im Gemeinderat formulierte. Für ihn hat der Turm in seiner historischen Form eine hohe baukulturelle Bedeutung. Er setzt darauf, dass diese Idee in der Bevölkerung Freunde findet und sich mit bürgerschaftlichem Engagement realisieren lässt.  

Sehr herzlich willkommen

Weitere Außenklasse für körperbehinderte Schüler

 

Die Kinder der Konrad-Biesalski-Schule sind an der Geschwister-Scholl-Schule

eine echte Bereicherung. Das wurde in der letzten Gemeinderatssitzung deutlich, als die Stadträte eine zweite Außenklasse einstimmig befürworteten. Es werden weitere 15 körperbehinderte Kinder aus dem Raum Crailsheim aufgenommen.

Die Geschwister-Scholl-Schule war einst viereinhalbzügig. Jetzt wird sie noch zweizügig geführt, sodass Klassenräume frei waren. Diese Räume sind für die Konrad-Biesalski-Schule ideal, erklärte Schul- und Finanzbürgermeister Harald Rilk. Nachdem nun ein weiteres Klassenzimmer abgegeben wird, sind nur noch kleinere Gruppenräume frei.

„Sehr bewährt“ hat sich dieses Miteinander, betonten der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Gulden (der früher geschäftsführender Schulleiter der Crailsheimer Schulen war) und Oberbürgermeister Andreas Raab. „Ideale Möglichkeiten“ bietet  die Geschwister-Scholl-Schule für das gemeinsame Aufwachsen von Schülern mit und ohne Behinderung, unterstrich der UGL-Fraktionschef (der Schulleiter in Honhardt ist).  

 

Ratskeller wird Thema

Der Ratskeller ist eine Jugendeinrichtung und damit ist auch klar, dass er nur für Jugendveranstaltungen genutzt werden darf – eigentlich. In der Praxis kommt es schon vor, dass auch Geburtstage und andere private Feiern mit Personen stattfinden, die nicht mehr zur Zielgruppe zählen, das räumte Bürgermeister Harald Rilk gegenüber der SPD-Stadträtin Helga Hartleitner ein. Sie hatte lediglich wissen wollen, nach welchen Kriterien der Ratskeller überlassen wird. Sie forderte Transparenz. Es sei auch nicht einzusehen, dass KULTiC (die „Kulturinitiative in Crailsheim“) den Ratskeller nicht nutzen dürfe. Jetzt wird das Thema mit dem Stadtjugendring, an den der Ratskeller vergeben ist, erörtert.

Heikles Thema

Ein weiteres heikles Thema sprach der UGL-Stadtrat Nils Kaiser an. Er verwies darauf, dass es seit geraumer Zeit im Partnerschaftskomitee für Pamiers „kriselt“. Man könne das Problem nicht dadurch lösen, „indem man so tut, als sei es keins“. Es gebe Animositäten und die Tatsache, dass sich Komitteemitglieder nicht mehr mit dem Vorsitzenden identifizieren. Kaiser regte daher „demokratische Strukturen“ an. Oberbürgermeister Raab bat darum, das Thema nicht öffentlich im Gemeinderat zu diskutieren. Er habe schon viel Gespräche geführt, auch „manches geschlichtet und manches beendet“. Er brauche noch weitere Zeit, „bis nach der Sommerpause“.

Ampelfehler

Der Fehler in der neu programmierten Steuerung der Ampel an der Einmündung Haller Straße / Hofwiesenstraße, der zu Rückstaus führt, wird beseitigt. Das versprach Oberbürgermeister Raab dem CDU-Stadtrat  Helmut Hasel. Er erfuhr außerdem, dass das im Etat 2007 für die Umfahrung Roßfeld eingeplante Geld zur Grundlagenerhebung bestimmt ist.

Dem Roten Buck stinkts

Die wiederkehrende Belästigung durch Gestank vom Schlachthof ist ein Fall für die Gewerbeaufsicht, verdeutlichte Baubürgermeister Herbert Holl dem Stadtrat Uwe Berger. Dagegen könne man im Rahmen des laufenden Genehmigungsverfahrens für die Schlachthoferweiterung nicht vorgehen. Das habe nichts miteinander zu tun.

Keine Aufklärung

Das Lohnniveau bei  Zeitarbeitsfirmen bleibt weiter im Verborgenen – offiziell jedenfalls. Die Stadt hat keine Informationen über die 14 in Crailsheim gemeldeten Zeitarbeitsfirmen, und auch eine Anfrage bei der Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) ging ins Leere. Der SPD-Stadtrat Gernot Mitsch hatte wegen der nach seinen Informationen zufolge „katastrophalen Zustände“ eine Anfrage gestartet. Oberbürgermeister Raab konnte ihm nur bestätigen, dass es „manchesmal unglaublich ist“, was auch ihm immer wieder zu Ohren komme.

Bänke und der Müll

Wo neue Bänke aufgestellt werden – so wie jetzt an einem Spazierweg beim Roten Buck – entsteht ein Müllproblem. Andererseits wäre die Stadt überfordert, antwortete Oberbürgermeister Raab dem CDU-Stadtrat Uwe Berger, wenn sie bei jeder Bank einen Mülleimer aufstellen würde. Der Stadtrat und Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Roter Buck hatte sich dafür bedankt, dass die Anregung, die Bänke aufzustellen, so schnell umgesetzt wurde. Aber jetzt lassen dort Leute ihren Abfall liegen.

Geräte rausnehmen

Die in beunruhigend großer Zahl gemeldeten Autoaufbrüche, bei denen Mobilfunktelefone und Navigationsgeräte geklaut werden, nahm CDU-Stadtrat Köberle zum Anlass für eine Anfrage.  Oberbürgermeister Andreas Raab bedeutete dem Stadtrat, dass die Stadt hier den Rat geben könne, solche Geräte nicht provokativ offen sichtbar im Auto zu lassen. „Wir können nur appellieren: Nehmen Sie die Geräte raus.“

Einstimmig

Die Satzung für das kleine Baugebiet Gaildorfer-/Friedhofstraße in Altenmünster ist vom Gemeinderat einstimmig beschlossen worden. Damit ist der Weg frei für vier Einfamilienhäuser. Die Anlieger mussten damit rechnen, dass auf der Fläche gebaut wird. Die private Stichstraße darf nicht zugeparkt werden: Sie muss als Feuerwehrzufahrt frei bleiben.  ks

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