Geschichte der Musikschule

50 Jahre Musikschule Crailsheim 1960 - 2010

„…. Die heutigen Verhältnisse in unserer Jugend und das Musikleben in unserer Stadt machen es erforderlich, dass die musikalische Erziehung auf breiterer Grund- lage geschieht. Das kann am besten durch den Aufbau einer Jugendmusikschule geschehen, wie es in anderen Städten schon durchgeführt wird.“ So steht es im Antrag an den Gemeinderat Crailsheim vom 5. Januar 1960, der von Musiklehrer Hanselmann, Rektor Dr Deeg, Rektor Messer, stv. Rektor Januske, Schulrat Schwenk, Kantor Mühlichen, Frl. Bauer und Studienassessor Scharr unterzeichnet wurde. Nach Beratungen im Gemeinderat konnte die Jugendmusikschule als Städt. Einrichtung am 1. Mai 1960 mit Hauptlehrer Ernst Hanselmann als Leiter den Unterricht in vier Räumen der Leonhard-Sachs Schule beginnen, ausgestattet mit 4000,-- DM für Instrumentenkauf.

Mit 130 Schülern, die von 10 Lehrkräften in Blockflöte, Geige, „Blechinstrumenten aller Art“, Gitarren, Orff’sches Instrumentarium und Rhythmik unterrichtet wurden, begann die Jugendmusikschule Crailsheim.

Die Stadt Crailsheim war die erste Gemeinde den Altkreisen Crailsheim und Schwäbisch Hall, die eine Musikschule einrichtete.

Nach 10 Jahren war die Schülerzahl auf über 340 angestiegen, die von 18 Lehrkräften unterrichtet wurden. Die Leitung hatte Dr. Ernst Imbescheid nebenberuflich übernommen.

Nach den Anfängen in der Leonhard-Sachs-Schule bekam die Jugendmusikschule 1973 mit der alten Kinderschule in der Spitalstr. ein eigenes Gebäude. Dort standen nach Umbaumaßnahmen 11 Räume und ein Büro zur Verfügung.

1975 wurde mit Horst Karcher die Musikschule zum ersten Mal hauptamtlich geleitet.

1985 steht zum 25 jährigen Jubiläum in der Zeitung „Aus zarter Pflanze wurde ein starker Baum“. Inzwischen war die Schülerzahl auf 700 Schüler angewachsen, die von 28 Lehrern unterrichtet wurden.

In den nächsten Jahren wuchs die Schülerzahl auf über 1000 Schüler. Als nach einer Entgelterhöhung auswärtige Schüler ein höheres Entgelt zahlen mussten, sank der Anteil der auswärtigen Schüler und damit die Gesamtschülerzahl auf unter 900. 1997 übernahm Christina Riedesel die Leitung Heute sind ca 850 Schüler, aber ca 1000 Unterrichtsbelegungen, die von 26 Lehrkräfte unterrichtet werden.

 

Ein Höhepunkt war vor 10 Jahren der Umzug der Musikschule von der Spitalstr in die Burgbergstr. Für die Lehrer wurde ein Traum wahr. Endlich standen Räume zur Verfügung, die auf die besonderen Bedürfnisse des Musikschulunterrichts hergerichtet wurden. Für diese Entscheidung, das Casino der Bundeswehr für die Musikschule umzubauen, sind alle immer noch sehr dankbar und sehr stolz auf das wunderbare Gebäude.

Was hat sich im Lauf der 50 Jahre verändert?

Die Kinder fangen früher an. Schon mit 18 Monaten können Kinder mit ihren Eltern in den Musikgarten kommen; dann folgt die Musikalische Früherziehung. Die klassische Grundausbildung mit integriertem Blockflötenunterricht für Kinder der 1. und 2. Klasse gibt es nicht mehr. Stattdessen können die Vorschulkinder oder 1. Klässler in der Orientierungsstufe/Instrumentenkarussell alle Instrumente in die Hand nehmen, ausprobieren, einfache Instrumente basteln und sich so leichter für ein Instrument entscheiden. Möchten Kinder verstärkt Rhythmus erleben, können sie am Orffkurs teilnehmen, hier wird u. a. mit selbst gebastelten Trommeln viel geklopft, getrommelt, gerasselt. Den Einstieg in den Instrumentalunterricht über die Blockflöte machen nur wenige Kinder. Dafür bleiben die, die sich für die Blockflöte entschieden haben, länger bei dem Instrument. So hat die Schülerzahl gerade hier sehr abgenommen, aber den Wert der Blockflöte als vollwertiges Instrument sehr gesteigert. Im letzten Jahrzehnt sind sehr viele Kinderinstrumente entwickelt worden, so dass auch schon Kinder der 1. Klasse nicht nur mit Streichinstrumenten sondern auch mit Blasinstrumenten z. B. Querflöte, Klarinette, Trompete, Kinderhorn beginnen können. Der Bereich Popularmusik ist in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut worden mit Keyboard, Schlagwerk und seit 2007 endlich auch mit E- Gitarre. In zahlreichen Ensembles können die Schüler zusätzlich zum Instrumentalunterricht mitwirken. Die Kooperation mit den Kindergärten und allgemeinbildenden Schulen ist in den letzten Jahren intensiviert worden, aber in dem Bereich gibt es noch sehr viel zu tun.

Seit 2000 heißt die Jugendmusikschule auch „Städt. Musikschule“. Denn immer mehr Erwachsene lernen ein neues Instrument oder frischen ihre in der Jugendzeit erworbenen Kenntnisse wieder auf.

 

50 Jahre Musikschule Crailsheim Unter dem Motto „Mit Musik bewegt durchs Leben“ wird das ganze Jahr über in jedem Monat gefeiert.
Einige Höhepunkte in dem Jahr sind


 

"GRANDE CONCERTO FANTASTICO"
Künstlerische Leitung: Christoph Wyneken

Samstag, 17. April, 17.00 Uhr, Hirtenwiesenhalle
Das Landesjugendorchester freut sich nach 10 Jahren wieder auf die Zusammenarbeit mit dem Musikakrobaten Gogol & Mäx im Rahmen eines Konzertprojekts für die ganze Familie.
Solisten: Gogol & Mäx (Musikakrobaten)

 
Festakt „50 Jahre Musikschule Crailsheim“

Freitag, 14. Mai, 17.00 Uhr, Musikschule Saal

 

Konzert mit dem Orchester der Musikschule und ehemaligen Schülern und Schülerinnen

in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium

und dem Lise-Meitner-Gymnasium
Sonntag, 11. Juli, 11.00 Uhr, Jahnhalle

 

Lehrerkonzert

Samstag, 09. und Sonntag, 10. Oktober, 15.00 Uhr

Musikschule Saal

 
Adventsmusik

100 Jahre Neuapostolische Kirche Crailsheim

50 Jahre Musikschule Crailsheim
Sonntag, 28. November, 16.00 Uhr

Städtische Musikschule

Burgbergstr. 29
74564 Crailsheim
Telefon 07951 279466
Telefax 07951 279473
musikschule(at)crailsheim.de

Öffnungszeiten Sekretariat der Musikschule:

Montag bis Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr

Montag und Dienstag: 14.00 - 16.00 Uhr

Donnerstag: 14.00 – 17.00 Uhr

Die Musikschule der großen Kreisstadt Crailsheim ist eine Bildungseinrichtung als Ergänzung zu öffentlichen Schulen:

Gefördert von Kommune und Land

Mitglied im Verband deutscher Musikschulen und Landesverband der Musikschulen Baden-Württemberg e.V.

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