







Grundlegende Sanierung und Neubau an Karlstraße
Jetzt ist es amtlich: Mit der Rathaussanierung wird in wenigen Monaten begonnen – und an der Karlstraße wird es einen Neubau mit Büros und einer gewerblichen Fläche im Erdgeschoss geben. Kosten: 10,4 Mio. Euro.
Niemand ließ auch nur einen Funken Zweifel aufkommen, dass der Rathaus-Altbau aus den 50er-Jahren dringend saniert werden und dass damit unverzüglich begonnen werden muss, umriss Baubürgermeister Herbert Holl die Ausgangslage. Auch am Beschluss, einen Realisierungswettbewerb für den beschlossenen Ersatz von Karl- und Blezingerbau durchzuführen und den Arkadenbau mit einem Ideenwettbewerb einzubeziehen, wurde nicht gerüttelt.
Offen waren Entscheidungen zur Lage des Bürgerbüros, zum zweiten Steg zwischen Rathaus-Hauptbau und Amtshaus, zum Aufzug im Hauptbau, zu den Nebenflächen des Ratssaales, zur Ratspassage (Überdachung der Ratsgasse), zu gewerblichen Nutzungen und zum Kauf der von der Stadt genutzten, benachbarten Sparkassenräume.
Drei Kriterien spielten bei der Bewertung von neun Alternativen zum Gesamtkomplex eine Rolle: die Kosten, die Lage des Bürgerbüros (im Hauptbau oder im Neubau) und die innerstädtische Belebung (gemessen an der Lage des Bürgerbüros und im Blick auf neue gewerbliche Flächen im Neubau-/Arkadenbau). Bürgermeister Herbert Holl unterstrich, dass das Bürgerbüro im Hauptbau und eine gewerbliche Fläche im Neubau aus seiner Sicht am besten zur Belebung beitrage.
Wie von der Verwaltungsspitze vorgeschlagen, entschied sich die Gemeinderatsmehrheit für das
– Bürgerbüro im Hauptbau
– Neubau von 784 qm Büros (Ersatz für Abbruch Karlstraßen/Blezingerbau) und 60 qm Nebenflächen Ratssaal
– 200 qm Gewerbefläche im Neubau an der Karlstraße
– Aufzug im Hauptbau
Mit klaren Mehrheiten abgelehnt wurden ein weiterer Steg zum Amtshaus und der Kauf der Sparkassenräume (1,2 Mio. Euro). Gegen den Verzicht auf die Einkaufspassage in der Ratsgasse stimmten sieben Stadträte. Die vom AWV-Stadtrat Armin Augner beantragte Variante, bei der praktisch alle Erdgeschossflächen im Neubau und im Arkadenbau gewerblich genutzt (Bürgerbüro im Hauptbau) und die Einkaufspassage gebaut worden wäre, wurde von seinem Kollegen Peter Bechtel abgewandelt zur Abstimmung gestellt. Die Passage sollte als Option im Rennen bleiben. Dennoch fanden sich nur neun Befürworter (AWV plus je eine Stimme von CDU und SPD).
Knapp wurde es trotzdem für den mit 19 gegen 17 Nein-Stimmen (je sieben AWV und SPD sowie vier UGL) akzeptierten Verwaltungsantrag und die mit 19:12 beschlossene Gewerbefläche im Neubau. Die Mehrheit der SPD- und die vier UGL-Stadträte wollten das Bürgerbüro im Neubau. Der von Armin Augner vehement geforderte Bau von gewerblichen Flächen im Rathaus und der Einkaufspassage sollte Investoren überlassen werden, was auch die CDU so sieht.
Zuvor hatte Armin Augner in einer langen, leidenschaftlichen Rede die Aufwertung der Innenstadt durch konsequente gwerbliche Nutzung der neuen Erdgeschossflächen im Rathaus gefordert. Er sah darin eine „Jahrhundertchance für die Stadtentwicklung”. Alle anderen Varianten („ein bisschen Gewerbe, ein bisschen Büro, ein bisschen Bürgerbüro”) lehnte er kategorisch ab. Damit würde man zwar viel Geld sparen, aber „Schilda läge dann in Zukunft in Crailsheim”. Wenn der Gemeinderat dem Verwaltungsvorschlag folge, gehöre er „zu den Totengräbern der Innenstadt”, so Augner wörtlich.
Damit rief er entschiedenen Widerspruch hervor. Visionen dürfe man schon haben, aber dann müsse man auch die Kosten aufzeigen, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Gulden. Als der AWV-Fraktionschef Norbert Berg vorrechnete, dass die von der AWV befürwortete Variante ohne die Passagen-Option nur 5,5 Mio. Euro koste, der Verwaltungsvorschlag knapp fünf Mio. Euro, fragte der UGL-Stadtrat Wilfried Kraft, wer die neuen Gewerbeflächen eigentlich nutzen solle. Schon jetzt habe man leerstehende Läden in der Innenstadt. Sein Kollege Peter Gansky rief in Erinnerung, dass man ursprünglich eine Rathaussanierung wollte, einen Teilneubau beschlossen und ein Stadthaus diskutiert habe. „Und jetzt bauen wir ein Kaufhaus!?”, gab er zu bedenken.
Nicht zur Abstimmung kam der Vorschlag der UGL-Stadträtin Jutta Dickmanns-Kempf, das Rathaus als Vorbild („Leuchtturm”) nach neuesten energietechnischen Gesichtspunkten zu bauen.

Die Haushaltsrede von Oberbürgermeister Andreas Raab / Städtische Investitionen wirken wie Konjunkturprogramm
Die Stadt verhält sich „antizyklisch, das heißt, sie investiert 2009 mehr, gerade weil die Wirtschaftsentwicklung auf Talfahrt gehen soll. Das kündigte Oberbürgermeister Raab in seiner Etatrede an:
„Wenn man derzeit die Zeitungen liest, ins Fernsehen schaut oder Radio hört, dann kann man leicht den Eindruck bekommen, dass die schlimmste Nachricht und die übelste Voraussage die größte Schlagzeile erhält. Ich rede hier von der Finanzkrise und von den allenthalben sichtbaren Auswirkungen.
Wie aber wollen wir damit umgehen bei unserer Haushaltsplanung für 2009? Wer nun derzeit bei all den Unsicherheiten und Verunsicherungen im Vorhinein behauptet, dass er das Haushaltsjahr 2009 exakt vorhersehen könne, der ist kein großer Spezialist oder gar ein besonders großer Haushaltsexperte, sondern schlichtweg ein Hellseher. Und Hellseher sind wir nicht, deshalb denke ich, haben wir uns für den richtigen Weg entschieden, wir wollen ohne Aufgeregtheit, aber vorsichtig zu Werke gehen.
Ich werde dieser Tage immer wieder gefragt, „Wie wird die Finanzkrise die Stadt Crailsheim treffen?“ Auch wir leben nicht in einem Kokon, auch wir werden die Auswirkungen leider noch zu spüren bekommen. Aber wir sind sehr breit aufgestellt, was unsere Wirtschaft betrifft. Wir hängen nicht so dicht am Automobil, wie dies in Sindelfingen oder Böblingen der Fall ist. Wir sind nicht von einem Großbetrieb abhängig, sondern haben eine Vielzahl von Mittelständlern. Wir sind insgesamt etwas unempfindlicher als andere.
Außerdem haben wir, und dies ist auch nicht ganz zu verachten, recht große Erfahrung mit Finanzlöchern. Dies alles zusammen macht bei aller Krise auch Mut. Und den braucht man gerade auch in schwierigeren Zeiten.
So haben wir auch zusätzlich noch den Mut, uns in dieser Zeit antizyklisch zu verhalten, indem wir nächstes Jahr im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich stärker investieren wollen. Auch das ist ein Konjunkturprogramm.
Natürlich werden wir auch mit diesen größeren Investitionen in diesem Haushaltsjahr nicht alle Wünsche erfüllen können, aber wir können doch in manchen Bereichen ein gutes Stück vorankommen. Also lassen Sie uns mit der nötigen Ruhe und vielleicht auch mit etwas Gelassenheit und vor allem unaufgeregt an die Haushaltsplanberatungen 2009 gehen.
Was wir nicht außer Acht lassen dürfen, ist, dass wir noch extremer, als wir es schon gewohnt sind, das Haushaltsjahr und dessen Verlauf beobachten und bei Schwierigkeiten sofort reagieren. Ich bedanke mich bei Herrn Kollegen Rilk und bei Herrn Stadtkämmerer Eisele mit all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Fleißarbeit, dieses Werk zu erstellen.
Ich wünsche uns gute und fruchtbare Haushaltsberatungen und ein hoffentlich von großen Überraschungen verschontes Haushaltsjahr 2009.”

Investitionen im Konversionsgebiet, Realschule am Karlsberg, Sanierung des Rathauses, Kläranlage und Feuerwehr
Die Stadt erhöht die Investitionen 2009 um 2,5 auf 20,5 Mio. Euro. Damit gehen die Arbeiten an der Umwandlung des ehemaligen Militärgeländes und die Sanierung Realschule am Karlsberg weiter. Neues, wie die Rathaussanierung wird begonnen, berichtet Finanzbürgermeister Harald Rilk in seiner Haushaltsrede.
Der Haushalt 2009 ist durch drei Themen geprägt:
• durch den Crailsheimer Weg – die Kindertagesbetreuung und Betreuung in den Schulen –
• die Bildung und
• die Konversion.
Der Gemeinderat hat am 13. Juli 2007 den Crailsheimer Weg beschlossen. Die Kinder- und Schülerbetreuung soll
bedarfsorientiert ausgebaut werden. Das Besondere daran: Die Betreuung soll durchgängig sein, d. h. die Eltern sollen sich darauf verlassen können, dass für ihre Kinder durchgehend bis zum 16. Lebensjahr eine Betreuung gewährleistet ist. Im September 2009 werden wir, wenn alles klappt und auch die Schulbehörde ihre Zustimmung gibt, eine der ersten Kommunen in Baden-Württemberg sein, die eine durchgängige Betreuung anbietet – vom Krippenplatz über den Regelkindergarten, Ganztageskindergarten bis zur Betreuung in allen Schularten. Die Stadt Crailsheim wurde für dieses Projekt vom Förderkreis „Pakt Zukunft“ ausgezeichnet und erhielt eine finanzielle Anerkennung in Höhe von 2000 Euro.
Dieses Engagement spiegelt sich natürlich auch im Haushalt wieder. Die Bildung steht in Crailsheim schon seit Jahren in der Priorität ganz oben. Crailsheim gibt im Jahr 2009 für die Bildung sage und schreibe 12,936 Mio. Euro aus. Hinzu kommen für die Kinderbetreuung 6,615 Mio. Euro. Damit ist die Stadt Crailsheim in unserer Region die Nummer Eins. Crailsheim investiert mit Abstand am meisten in unserer Region in die Bildung und damit in die Zukunft. Crailsheim liegt selbst vor Städten wie Schwäbisch Hall oder Neckarsulm.
Aber nicht nur in unserer Region sind wir Spitze, sondern auch im Land. Crailsheim ist auf dem richtigen Weg.
Das Crailsheimer Angebot für Kinder im Alter bis zu 7 Jahren:
– 6 Kinderkrippen, eine weitere ist für 2009 geplant. Sollte der Bedarf steigen, können es auch mehr sein.
– 50 Kindergartengruppen mit 1216 Plätzen
– 5 Ganztagesgruppen mit 100 Plätzen
Wir bieten alle Betreuungszeiten: 6 / 7 / 8,5 / 10,5 Stunden, mit und ohne Mittagsverpflegung.
Für die Schülerinnen und Schüler bieten wir Betreuung in zwei Hortgruppen mit 40 Plätzen, Ganztagesbetreuung an Grundschulen, Hauptschulen und an der Förderschule. Ab September 2009 kommen noch eine Realschule und ein Gymnasium hinzu.
Dann ist das erste große Ziel des Crailsheimer Weges erreicht: die Durchgängigkeit und Angebote von
0 bis 16 Jahren.
Das macht sich im Stellenplan und bei den Personalausgaben bemerkbar. Die Anzahl der Stellen für die Betreuungsangebote erhöht sich gegenüber dem Haushalt des Vorjahres um rund 17,5 Stellen auf 90 Vollzeitstellen. Diese 90 Vollzeitstellen teilen sich 133 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen. Die Personalausgaben für die Betreuung steigen allein vom Jahr 2008 zum Jahr 2009 um 469000 Euro. Crailsheim ist für die Zukunft gut gerüstet.
Haushalt der Verwaltung
Der Verwaltungshaushalt weist ein Volumen von 80.063.187 E auf und liegt damit um rund 5 Mio. Euro über dem Volumen des Vorjahres. Zieht man die inneren Verrechnungen und kalkulatorischen Kosten heraus, so liegt der Verwaltungshaushalt bei rund 65,5 Mio. Euro.
Wichtige Einnahmen
Nach der Steuerschätzung vom November sollen die Einnahmen der Gemeinden 2009 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,5 Prozent sinken. Der Einkommenssteueranteil soll sich nochmals um 3,4 Prozent erhöhen, während für die Gewerbesteuer ein Minus von 4 Prozent erwartet wird.
Die Stadt Crailsheim konnte im Jahr 2007 Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 21,3 Mio. Euro erzielen. Für das Jahr 2008 zeichnen sich Einnahmen in Höhe von 23,7 Mio. Euro ab. Anfang November 2008 lagen wir noch bei 25,1 Mio. Euro. In den letzten Wochen ist das Gewerbesteueraufkommen kontinuierlich gesunken. Für 2009 wurden 22 Mio. Euro veranschlagt. Das Aufkommen der Grundsteuer B liegt bei 3,45 Mio. Euro, der Einkommensteueranteil erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. E auf 12,915 Mio. Euro.
Die Finanzausgleichszuweisungen steigen kräftig um rund 2 Mio. Euro auf 9,611 Mio. Euro an. Das Gebührenaufkommen steigt um 0,8 Mio. E und liegt dann bei 7,325 Mio. Euro.
Ausgaben
Die Personalausgaben liegen bei rund 19 Mio. Euro. Sie steigen um 5 Prozent. Der Crailsheimer Weg schlägt sich hier nieder. Durch zusätzliche Betreuungsangebote steigen die Personalkosten im Bereich Kindergärten/Kinderkrippen um 284000 Euro und für die Ganztagesbetreuung an den Schulen um 185000 Euro. Die für 2009 vereinbarte Tariferhöhung der Beschäftigten mit 2,8 Prozent und die vereinbarte Einmalzahlung von 220 Euro führt zu Mehraufwendungen von 560000 Euro. Für die Beamten wurde keine Lohnerhöhung eingeplant.
Der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand ohne kalkulatorische Kosten und innere Verrechnungen steigt um rund 1 Mio. Euro auf rund 14,3 Mio. Euro. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf folgende Positionen zurückzuführen:
– Die Mittel für die Unterhaltung werden noch einmal um 354000 Euro auf rd. 3,9 Mio. Euro erhöht. Der schlechte Zustand der Straßen und der Gebäude erfordert zusätzliche Mittel. Für die Straßen– und Feldwegeunterhaltung sind 144000 Euro mehr bereitgestellt. Für die Unterhaltung der Schulen benötigen wir zusätzlich rd. 129000 Euro und für die Unterhaltung der Wohngebäude 88000 Euro.
– Auf die sonstigen Verwaltungs- und Betriebsausgaben entfallen Mehraufwendungen in Höhe von insgesamt 677000 Euro. Als wesentliche Positionen sind zu nennen: Für Stadtmarketing, Wirtschafts- und Industrieförderung werden zusätzlich 140000 Euro bereitgestellt. Die Wahlen im Jahr 2009 werden den Haushalt mit 110000 Euro zusätzlich belasten. Der Aufwand für die Reststoffabfuhr des Klärschlammes steigt um 77000 Euro und für Geräte und Ausstattungen um 75000 Euro.
Der Gewinn der Stadtwerke des Wirtschaftsjahres 2008 soll nicht thesauriert, sondern den Stadtwerken zur Eigenkapitalstärkung belassen werden. Der Betriebskostenzuschuss für die Bäder wird dadurch um 438000 Euro steigen.
Die Höhe der Gewerbesteuerumlage orientiert sich an den geplanten Gewerbesteuereinnahmen. Die eingeplanten 22 Mio. Euro Gewerbesteuer führen zu einer Umlage von rund 3,9 Mio. Euro. Der Landkreishaushalt ist mit einem Hebesatz für die Kreisumlage von 36 Punkten eingebracht worden. Der Hebesatz ist unverändert zum Vorjahr. Die Kreisumlage wird auf 12,3 Mio. Euro steigen. Die Finanzausgleichsumlage bleibt unverändert bei 7,8 Mio. Euro. Der Zinsaufwand liegt bei rund 1,1 Mio. Euro.
Insgesamt ergibt sich im Verwaltungshaushalt eine Zuführungsrate von rund 4,4 Mio. Euro. Sie liegt über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzuführung, reicht aber bei weitem nicht aus, um die geplanten Investitionen zu finanzieren.
Das Gesamtvolumen des Haushaltes 2009 liegt bei rund 100,6 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr waren es 92,8 Mio. Euro. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen rund 80,1 Mio. Euro und auf den Vermögenshaushalt rund 20,5 Mio. Euro.
Für den Haushalt 2009 können folgende Merkmale definiert werden:
– Das Haushaltsvolumen überschreitet das erste Mal in der Geschichte der Stadt die 100 Mio.-Euro-Marke.
– Für 2009 wird noch eine geordnete Einnahmesituation erwartet. Die Finanzkrise, die erwartete Rezession und der absehbare Abbau der Arbeitsplätze wird erst im Haushalt 2010 größere Spuren hinterlassen.
– Die hohe Steuerkraft der letzten Jahre führt weiter zu hohen Umlagen.
– Die gesetzliche Zuführungsrate wird erreicht.
– Rund18,5 Mio. Euro werden investiert.
– 6,7 Mio. Euro Kredite müssen aufgenommen werden.
Verteilung der Investitionen
Der Vermögenshaushalt hat 2009 rund 20,5 Mio. Euro und damit um 2,5 Mio. Euro mehr Volumen als im Vorjahr. Die Ausgaben teilen sich auf:
– 0,4 Mio. Euro entfallen auf Investitionsförderungen
– 0,8 Mio. Euro Grunderwerb
– 1,6 Mio. Euro Anschaffungen
– 1,9 Mio. Euro Kredittilgung
– Sage und schreibe 15,8 Mio. Euro sind für Baumaßnahmen bereitgestellt.
Prozentual gesehen sieht es so aus:
– 77 % Baumaßnahmen
– 9 % Tilgungen
– 8 % Anschaffungen
– 4 % Grunderwerb
– 2 % sonstige Ausgaben
Der „Hintergrund“ des Investitionshaushalts
Finanziert wird der Vermögenshaushalt 2009 wie folgt:
– Erschließungs- und Entwässerungsbeiträge
0,25 Mio. Euro
– Veräußerungen 2,4 Mio. Euro
– Zuschüsse in Höhe von 3,3 Mio. Euro
– Rücklagenentnahme 3,45 Mio. Euro
– Die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt ist eingeplant mit 4,4 Mio. Euro
– Kreditaufnahme insgesamt 6,7 Mio. Euro
Stellt man den Nettoinvestitionskosten die notwendigen Kreditaufnahmen gegenüber, ergibt sich eine Kreditfinanzierung von 44 %. Der Schuldenstand steigt auf rund 30,6 Mio. Euro oder 929 E pro Einwohner.

(nur Investitionen über einer viertel Million Euro)
Bei der Feuerwehr sind Anschaffungen in Höhe von 362000 Euro mit Zuschüssen von 120000 Euro vorgesehen, darunter der Abrollbehälter Wasser mit bis zu 12000 Liter Tankvolumen... Mit der Kombination der Abrollbehälter Wasser und Sonderlöschmittel (bereits vorhanden) können mit einer Tankfüllung ca. 7,2 Mio. Liter Löschschaum erzeugt werden. Mit der Beschaffung kann das 27 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 ausgesondert werden. Der Abrollbehälter Kran/Pritsche hat eine Ladepritsche mit abklappbaren Bordwänden und angebautem Hydraulikkran. Er dient als Logistikkomponente zum Transport und für leicht bis mittelschwere Bergungs- und Hebearbeiten.
An der 1974 erbauten Realschule am Karlsberg (RaK) werden derzeit rund 780 Schüler in 26 Klassen unterrichtet. Die Generalsanierung hat im letzten Jahr begonnen. An Gesamtkosten werden 3,5 Mio. Euro erwartet. Der Gemeinderat hat am 22. Oktober 2007 der Entwurfsplanung zugestimmt. Im Etat 2008 waren 1,5 Mio. Euro eingestellt, die Restfinanzierung mit 2 Mio. Euro erfolgt über den Haushalt 2009. An Zuschüssen werden 1,075 Mio. Euro erwartet, so dass die Nettofinanzierung 2009 rund 925000 Euro beträgt.
Die RaK will im September 2009 zunächst in den Klassenstufen 5 und 6 mit dem Ganztagesbetrieb beginnen. Ein Jahr später sollen die Klassenstufen 7 bis 10 folgen. Die schulischen Gremien und der Gemeinderat (am 16.10.2008) haben zugestimmt. Noch offen ist die Entscheidung der Schulbehörde.Während der Sanierungsmaßnahmen sollen die für den Ganztagesbetrieb erforderlichen Räumlichkeiten und Voraussetzungen geschaffen werden.
Die Großsporthalle ist 34 Jahre alt, das Flachdach undicht und stark sanierungsbedürftig. Die Planungen waren darauf ausgerichtet, dass wir mit dieser Maßnahme 2009 in das Sportförderprogramm des Landes kommen... Aus dem letzten Jahr steht noch 1 Mio. Euro zur Verfügung, so dass für 2009 nur 500000 E eingestellt sind. Wir erwarten 930000 Euro Zuschüsse, und der Landkreis soll sich mit 525000 Euro beteiligen. Für die künftigen Jahre ist eine Verpflichtung von 2,9 Mio. Euro erforderlich.
Einzige wesentliche Position im Rahmen der Sanierung der westlichen Innenstadt ist 2009 die Sanierung des Rathauses. 1 Mio. Euro sind dafür bereitgestellt. Nach Abzug der Zuschüsse ergibt sich 2009 eine Nettofinanzierung in Höhe von 529000 Euro. Der Architektenwettbewerb für den Neubau als Ersatz für die bisherigen Gebäude Blezinger- und Karlsbau wird frühestens im Herbst 2009 abgeschlossen sein. Es wurden Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 10 Mio. Euro aufgenommen.
Für die Hauptkläranlage sind insgesamt 410000 E eingestellt. Zur Erneuerung des Blockheizkraftwerkes ist eine Restfinanzierung von 91000 Euro notwendig. Hinzu kommen 319000 Euro für weitere Sanierungsmaßnahmen.
Die Entwicklung der ehemals militärisch genutzten Flächen ist eine riesige Chance für die Stadt – aber kann die Stadt Crailsheim die notwendige Finanzierung dazu schultern? Diese Frage löste 1995 eine hitzige Debatte im Gemeinderat aus. Es galt, 150 ha Fläche oder anders ausgedrückt 1,5 Mio. Quadratmeter zu entwickeln. Aus ehemals militärisch genutztem Gebiet sollten Wohn- und Gewerbeflächen entstehen – eine Mammutaufgabe für Crailsheim.
Nach dem derzeitigen Planungsstand werden die Gesamtinvestitionen bei 72,9 Mio. Euro liegen. 51,4 Mio. Euro sind reine Konversionsausgaben – 21,5 Mio. Euro werden für städtische Einzelbaumaßnahmen ausgegeben. Mit den Zuschüssen vom Land und Rückflüssen aus den Grundstücksveräußerungen werden Gesamteinnahmen von 45,8 Mio. Euro erwartet. 27,1 Mio. Euro werden bei der Stadt Crailsheim als Aufwand verbleiben.
Die Stadt hat die Chance der Konversion genutzt und neben der Entwicklung und Erschließung des ehemaligen militärisch genutzten Gebietes auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen geschaffen. Die Aufwendungen für das Gymnasium betrugen 7,86 Mio. Euro, für die Hirtenwiesenhalle 3,85 Mio. Euro, für den Bauhof 3,68 Mio. Euro, für die Musikschule 1,93 Mio. Euro und für das Feuerwehrgerätehaus II 1,26 Mio. Euro. Insgesamt wurden für diese Einrichtungen 18,57 Mio. Euro aufgewendet. Den Ausgaben standen Förderungen in Höhe von 8,08 Mio. Euro gegenüber, so dass für die Stadt ein Aufwand von 9,58 Mio. Euro verblieb.
Auch 2009 wird deutlich durch die Konversion geprägt. 9,15 Mio. Euro sind dafür bereitgestellt. Belasten wird sie den Haushalt mit 7,25 Mio. Euro – eine stolze Summe. Auf den Fliegerhorst entfallen 5,173 Mio. Euro, auf das Hirtenwiesen II 3,55 Mio. Euro und auf das Gewerbegebiet Hardt 427000 Euro.
Die Ausgaben im Fliegerhorst teilen sich wie folgt auf:
– Kanalisation und Entwässerung 2760000 Euro
– Abbrucharbeiten 1017 000 Euro
– Straßenbau 585000 Euro
– Lärmschutzwall 450000 Euro
– Modernisierung städtischer Gebäude 361000 Euro
Die vertraglichen Verpflichtungen mit dem Bund erfordern, dass 2009 die restlichen Abbruch- und Rückbauarbeiten im ehemaligen Gerätedepot durchgeführt werden. Die Arbeiten müssen bis zum 20.12. 2009 abgeschlossen sein.
Die Verbindung von der Gaildorfer Straße bzw. Friedrich-Bergius-Straße zum Fliegerhorst soll 2009 umgesetzt werden. Auf dem Plan können Sie den Verlauf sehen. Es handelt sich um rund 500 laufende Meter.
Für die weitere Erschließung des Baugebietes Hirtenwiesen II, die abhängig von der Nachfrage der Bauplätze ist, sind für den Straßenbau 1,87 Mio. Euro und für die Kanalisation und Entwässerung 1,1 Mio. Euro eingestellt. Hinzu kommen für Geh- und Radwege 250000 Euro und für den geplanten Kinderspielplatz 329000 Euro.
Vorläufige Übersicht über wichtige Investitionen bis 2011
Aus dem Haushalt 2009 ergeben sich für die künftigen Jahre folgende Vorbelastungen, die in Form von Verpflichtungen vorgetragen werden:
– Rathaus 10.000.000 Euro
– Großsporthalle 2.900.000 Euro
– Kindergarten Ingersheim 100000 Euro
– Anschluss von Ofenbach an die Kläranlage 150000 Euro
Im investiven Bereich ist für den Zeitraum 2010 bis 2012 nur das aufgenommen worden, was halbwegs finanziert werden kann.
Im Wesentlichen sind dies:
– Konversion 14,6 Mio. Euro
– Sanierung des Rathauses 10 Mio. Euro
– Abwassermaßnahmen 5,6 Mio. Euro, die über die Abwassergebühren wieder refinanziert werden und damit den Haushalt nicht zusätzlich belasten
– Baugebietserschließungen 3,6 Mio. Euro
– Sportstätten 2,9 Mio. Euro
– Anschaffungen 2,9 Mio. Euro
– Grunderwerb 2,4 Mio. Euro
– Schulgebäude 1,6 Mio. Euro
– Kindergärten 1,6 Mio. Euro
– Sonstiges 1,7 Mio. Euro
Insgesamt sind dies 46,9 Mio. Euro. Die Verschuldung wird Ende 2012 bei rund 41,4 Mio. Euro oder rund 1250 E pro Einwohner liegen. Es stehen noch viele weitere notwendige Projekte auf der Vorhabensliste der Stadt. Deren Finanzierung konnte aber nicht mehr dargestellt werden.

Vier Planvarianten vorgestellt/Stadt verhandelt mit dem Land über die Realisierung/Planung ist Sache des Landes
Zwei Nordumfahrungsvarianten, eine von der Verwaltung favorisierte Südumgehung und eine vor allem aus Kostengründen kaum realistische Tunnellösung stellte die Verwaltung dem Gemeinderat vor.
Alle vier Varianten führen zu einer spürbaren Entlastung der Ortsdurchfahrt Roßfeld (derzeit 11800, im Jahr 2025 hochgerechnet 13500 Fahrzeuge am Tag), unterstrich Baubürgermeister Herbert Holl. Am meisten Verkehr (10500 Fahrzeuge pro Tag = 80 Prozent) „saugt” der Tunnel an, doch ergeben sich am Roßfelder Kreisel beim Kaufland gravierende Anschlussprobleme ans Straßennetz. Der Kreisel ist zudem jetzt schon überlastet, so dass Holl von dieser Lösung Abschied nahm.
Die Nordumfahrung bringt sowohl in der Variante 1 (unter Umgehung von Hagenhof) als auch in der Variante 2 (näher an Roßfeld) eine Entlastung von gut 50 Prozent (7000 Fahrzeuge pro Tag). Diese Umfahrung beginnt nach Maulauch auf der alten B 14 (jetzt L 2218) und mündet nördlich des geplanten Gewerbegebietes beim Kreisel in die Nordwestumgehung. Die topographischen Verhältnisse sind im Norden „eher ungünstig”, betonte Herbert Holl. Zudem sei mit Lärmschutzmaßnahmen zu rechnen
Sein Favorit ist die Südumfahrung, die (wie die roßfeldnahe Nord 2) beim Parkplatz an der alten B 14 beginnt. Sie schwenkt durch relativ ebenes Gelände auf Höhe von Roßfeld an die Bahnlinie heran und mündet beim geplanten Kreisel Willy-Brandt-/Ludwig-Erhard-Straße ins bestehende Verkehrsnetz. Bei dieser Südvariante ist mit einer Entlastung von 9000 Fahrzeugen am Tag (= 70 Prozent) zu rechnen.
Die Tunnelvariante ist auf 43 Mio. Euro ohne Umbau des Kreisels beim Kaufland berechnet. Die Nordumfahrungen schlagen mit 9,5 Mio. Euro (3400 m Länge) bzw. mit 9,2 Mio. Euro (3100 m Länge) zu Buche. Die Südvariante wird mit 8,3 Mio. Euro (2900 m Länge) veranschlagt. Die Umfahrung dürfte erst in zehn bis 15 Jahren gebaut werden, sagte Herbert Holl.
Während sich die CDU-Fraktion der Verwaltung anschloss, hatten AWV, SPD und UGL dagegen Bedenken. Denn vor allem der Anschluss an die Ludwig-Erhard-Straße sei kritisch. Velangt wird von der Verwaltung, die Auswirkungen auf das gesamte Straßennetz der Stadt aufzuzeigen. Da die Tunnelvariante aus realistischer Sicht ausscheide, befürwortet die SPD die längere Nord-Trasse. Die UGL-Fraktion verlangt insgesamt „kreativere Lösungsansätze” für das Verkehrsproblem von Roßfeld und die Verkehrsbelastung überhaupt.
Bevor es zu einer kontroversen Diskussion um Varianten, die ohnehin das Land zu planen hat, kommen konnte, zog Oberbürgermeister Raab den Beschlussantrag, die Südumfahrung weiter zu verfolgen, aus dem Verkehr. Baubürgermeister Holl verhandelt mit dem Land. Der Antrag des SPD-Fraktionschefs Manfred David, die Auswirkungen durch ein Fachbüro untersuchen zu lassen, wurde zurückgestellt.
Aufwandsentschädigung wird nach Qualifikation bezahlt
Derzeit nehmen acht städtische Schulen am Jugendbegleiterprogramm teil. Zusätzlich zum pauschalen Landeszuschuss beteiligt sich die Stadt mit Aufwandsentschädigungen.
Die Jugendbegleiter werden nach ihrer Qualifikation mit Stundensätzen bezahlt. Für Hausaufgabenbetreuung erhalten Schüler ab 14 Jahren sieben Euro, ab 17 Jahren 9,40 Euro. Dieser Betrag gilt auch für pädagogisch qualifizierte Kräfte und für Arbeitsgemeinschaftsangebote. Für die Beaufsichtigung und die Mithilfe werden pro Stunde sechs Euro bezahlt, für die Mittagsbetreuung acht Euro. Jugendbegleiter mit besonderen Qualifikationen (Meister, Studium) erhalten zwölf Euro vergütet, in Einzelfällen bis zu 15 Euro.
Der Gemeinderat verabschiedete die neuen Richtlinien einstimmig.

Die Sanierung wird im Sommer begonnen: 4,4 Millionen Euro Kosten
Ein seit langer Zeit undichtes Flachdach und Mängel, wo man hinschaut: In der Großsporthalle ist eine Generalsanierung mehr als überfällig. Der Gemeinderat hat grünes Licht gegeben.
Rund 4,4 Millionen Euro kostet die Sanierung, die im nächsten Sommer beginnt. Mit der Planung wird die Architektengemeinschaft Patricia Knodel + Jochen Fessel beauftragt. Die Fachplanungen werden von den Bpros Edwin Göggerle (Elektro), Crailsheim und Sausele (Energietechnik), Schrozberg ausgeführt.
Es ist nicht möglich, das Dach der Großsporthalle mit Sonnenstrom produzierenden Modulen zu bestücken: Die Statik des Daches reicht gerade für die zusätzliche Wärmedämmung und die berechneten Schneelasten, verdeutlichte Baubürgermeister Herbert Holl dem UGL-Stadtrat Markus Schmidt. Der hatte eine solche Voltaikanlage als „unabdingbar“ bezeichnet. Wenn die Hauptträger der Halle ausgetauscht werden müssten, so Holl, dann könnte man die Halle gleich neu bauen. Diese Kosten lägen bei 6,5 Millionen Euro.
Dass überhaupt so lang mit der Generalsanierung der 34 Jahre alten Halle zugewartet werden musste, liegt an der Sportförderung des Landes. Für den Förderantrag muss ein Gesamtkonzept für die Generalsanierung vorgelegt werden. Abzüglich der erwarteten Sportstättenförderung (510000 Euro) und des Landkreisanteils (1,6 Mio. Euro) und einem Zuschuss aus dem Ausgleichstock (eine Million Euro) muss die Stadt 1,3 Mio. Euro selbst bezahlen. Dafür wird das 2300 qm große Hallendach durch ein Satteldach ersetzt. Saniert und begrünt wird das Flachdach über den Umkleide und Duschräumen. Die Außenwände werden gedämmt und die Fenster ausgetauscht. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und ein Speicherladesystem senken den Energieverbrauch. Die Beleuchtungsanlage wird ersetzt. Die abgehängte Decke wird ebenso erneuert wie der 1700 qm große Hallenboden. Im Sanitärbereich sind umfangreiche Erneuerungen erforderlich. Schließlich müssen zusätzliche Notausgänge und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.
Sauerbrunnen
Die Siedlungsgemeinschaft Sauerbrunnen hat den Antrag gestellt, den Bau eines Gemeinschaftsraumes zu bezuschussen. Die Stadt übernimmt nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats die Materialkosten bis zu einem Höchstbetrag von 27780 Euro. Vorbild für die städtische Förderung ist der Umbau des Gebäudes Kellerweg 7 in Westgartshausen.
Hirtenwiesen II
Auf Antrag des CDU-Stadtrates Christoph Heisig wurden die Sortimentsbeschränkungen, die die Innenstadt schützen sollen, mit 16 gegen 14 Stimmen aus dem Bebauungsplan Hirtenwiesen II herausgenommen. Heißig will die Vermarktungschancen der gewerblichen Flächen verbessern. Baubürgermeister Holl meint, die Aufsichtsbehörde werde widersprechen.
Die Stadt wird im laufenden Jahr den Zustand von fünf Straßen mit erheblichem Aufwand verbessern.
In der letzten Sitzung vor der Weihnachtspause folgte der Gemeinderat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, für die Wittauer Straße 77000 Euro, für die Zeppelinstraße in Altenmünster 112000 Euro, für die Daimlerstraße in der Sauerbrunnensiedlung 120000 Euro, für die Hirtenstraße in Tiefenbach 87000 Euro und für die Trutenbachallee 120000 Euro einzuplanen. Für einen Feldweg westlich der Bruckstraße in Altenmünster werden 56000 Euro verwendet. Die Hugo-Sachs-Straße wird 2009 saniert (bereits vergeben). Insgesamt stehen 2009 für die Straßenunterhaltung 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.
In der zweiten Jahreshälfte legt die Verwaltung eine aktualisierte Übersicht über den Zustand des Straßennetzes vor.
Das Regierungspräsidium hat zu der in Anlehnung an das „Oberkochener Modell“ vom Gemeinderat beschlossenen Freistellung von den Kindergartenbeträgen im dritten Jahr kritisch Stellung bezogen. In einem Erlass wird nahe gelegt, die Folgen zu bedenken. Die Aussichtsbehörde betonte, dass jede Kommune gehalten sei, ihre eigenen Finanzierungsquellen voll auszuschöpfen, bevor es um Zuschüsse beim Ausgleichsstock nachfrage. Das Thema kommt erneut in den Gemeinderat, erklärte Bürgermeister Rilk auf Frage von CDU-Stadtrat Uwe Berger.
In der letzten Sitzung des Gemeinderates im alten Jahr wurde mitgeteilt, dass das Amtsgericht folgende Schöffen gewählt hat: Klaus-Jürgen Mümmler, Helmut Hofmann, Gudrun Bareither, Steffen Meiser, Sebastian Klunker, Hans-Jürgen Nonnenmann, Friedrich Ludwig, Helga Hartleitner, Roland Klie und Franziska Zielosko.
Das Sozialministerium ist vom medizinischen Konzept für die Gesundheitsholding überzeugt, betonte Oberbürgermeister Raab. Der SPD-Stadtrat Gernot Mitsch fragte nach der Zukunft des Klinikums Crailsheim. Er meinte, Bürger seien in Sorge, dass die Spezialisierung so weit führe, dass Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten nicht mehr vor Ort in Crailsheim erstversorgt werden könnten. Die Grund- und Regelversorgung sei in Crailsheim gesichert, hielt Andreas Raab, der Mitglied im Aufsichtsrat der Holding ist, entgegen. Das Medizinkonzept sehe außerdem Schwerpunktbildungen vor: in Crailsheim die Endoprothetik und ein Bauchzentrum. „Wir hatten zwei Millionen Euro Abmangel pro Jahr. Jetzt stimmen die Zahlen und die Braut ist hübsch geworden“, sagte er. Nun müsse der Neu- bzw. Ausbau der Kliniken in Crailsheim und Hall parallel vorangetrieben werden. Zur Frage von Mitsch, wie das Stadtoberhaupt die Neuordnung der Kreisbehörden sehe, sagte Andreas Raab, der Mitglied der Arbeitsgruppe war: „Ich bin nicht unzufrieden.“ In Crailsheim werde der Sitz des Gesundheitsamtes sein. Flurneuordnung und Vermessung sollen mit einem gemeinsamen Sitz in Crailsheim konzentriert werden.
Derzeit laufen Verhandlungen über die Zukunft des privaten Tierheimes, um das es zwischen dem Tierschutzverein Crailsheim und der Eigentümerin zu einer Auseinandersetzung gekommen ist. Das Thema wird demnächst auch den Gemeinderat beschäftigen, erklärte Oberbürgermeister Raab dem SPD-Stadtrat Manfred David.
Vereine unzufrieden
Am dritten Advent sei traditionell der Weihnachtsmarkt der Vereine und sozialen Institutionen, sagte Oberbürgermeister Raab auf den Hinweis von Manfred David, die Vereine seien mit dem sehr späten Termin unzufrieden. Man müsse das im Auge behalten und darüber reden, meinte Raab.
Er sei nicht allein mit seiner Meinung, dass die Steinkörbe (Gabionen) in der Langen Straße „hässlich“ seien, erklärte AWV-Stadtrat Peter Bechtel. Dem pflichtete UGL-Stadtrat Peter Gansky bei: Selten hätten so viele Menschen etwas zu ihm gesagt. Bürgermeister Holl betonte, dass dieses Gestaltungselement aus dem Bürgerwerkstattgespräch stamme. Auch er werde darauf angesprochen, aber er stehe dazu und er vertrete diese Gestaltung. Poller würden noch aufgestellt und die neue Beleuchtung installiert. Man müsse auch einmal „ein bisschen etwas aushalten. „Sie werden sehen, wie schön das wird.“
Eine „Ungehörigkeit“ ist es, so der AWV-Fraktionsvorsitzende Norbert Berg, dass Inhalte einer nichtöffentlichen Vorberatung des Gemeinderates zur Rathaussanierung in einem Zeitungsvorbericht „breitgetreten“ wurden – und Oberbürgermeister Andreas Raab pflichtete dem bei. Der CDU-Fraktionschef Werner Gulden betonte, dass er zudem „total falsch“ dargestellt worden sei. Es sei eine „Unverschämtheit von denen, die die Zeitung informiert haben: Der Stil ist unmöglich.“ Dagegen stellte UGL-Stadtrat Winfried Kraft im Widerspruch zu Oberbürgermeister Raab infrage, ob die Nichtöffentlichkeit der Vorberatung überhaupt rechtens war.
Die zweiteilige Ampel bei Bücher Baier sei keine „Lex Crailsheim“ betonte Bürgermeister Herbert Holl. Stadtrat Peter Gansky hatte die Ampel als gefährlich bezeichnet.

Die Hauptkläranlage erhält ein weiteres Betriebsgebäude. Es wird zwischen das Maschinenhaus (links) und das Gebäude, in dem die Schlammentwässerung (rechts) untergebracht ist, eingefügt. Der Gemeinderat vergab in seiner letzten Sitzung im alten Jahr die Bauarbeiten einstimmig an die Firma Pümmerlein (Insingen) zum Preis von 171744 Euro. Der Anbau wird notwendig, weil die Aggregate der beiden neuen Blockheizkraftwerke aus sicherheitstechnischen Gründen im Werkstatt- und Garagenbereich eingebaut werden und daher Ersatzraum geschaffen werden muss. ks