Historisches Portal

So soll das restaurierte Rathausportal aussehen. CDU- Stadtrat Helmut W. Rüeck bat zu prüfen, ob die oberste Stufe nicht als kleine Bühne ausgebildet werden kann. Entwurf: Stadtverwaltung

Gemeinderat erneut für Wiederherstellung von Treppe und Eichentor


Es ist schon der zweite Beschluss des Gemeinderates, das Rathausportal so herzustellen, wie es bis zur Zerstörung am Kriegsende 1945 ausgesehen hat.
Schon im September 2007 war eine klare Mehrheit für die historische Variante, die Baubürgermeister Herbert Holl stets favorisiert hatte, um das Gesamtbild des einzigartigen Rathausturms wieder herzustellen. Im Zuge der Überlegungen zur Rathaus-Sanierung und Neuordnung hatte die AWV moderne Alternativentwürfe gefordert. Die Stadtverwaltung hatte deshalb alle Crailsheimer Architekten aufgefordert, ihre Ideen zu Papier zu bringen.
Die im Rahmen der Generalsanierung des Rathauses ohnehin anfallenden Kosten sind bei allen vorgelegten Entwürfen in etwa gleich: Die Außentreppe und die Anhebung des Niveaus im Vorraum des Turmes kostet etwa 40000 Euro, das Portaltor 53000 Euro. Bei allen Entwürfen wurde die Freitreppe wieder hergestellt. Der barrierefreie Zugang zum Bürgerbüro des Rathauses ist damit in jedem Fall beim heutigen Haupteingang. Das Portal sollte, erklärte Bürgermeister Holl in seiner Sitzungsvorlage, ohnehin nur zu besonderen Anlässen benutzt werden.


Vorgesehen ist, den neu gestalteten Vorraum als Erinnerungsstätte oder Dokumentationsraum  (Kriegszerstörung) zu nutzen. Die Stelen, die 2005 auf einem Rundweg durch die Innenstadt das historische Bild und die Zerstörung darstellten könnten hier einen Platz finden. Auch eine Multivisionsschau zur Kriegszerstörung 1945 wäre denkbar.


Der AWV-Fraktionsvorsitzende Norbert Berg machte Front gegen den an das historische Vorbild anknüpfenden Vorschlag der Verwaltung. Solange nicht klar sei, wie der neue Rathausflügel (an der Karlstraße) aussehe und die „Funktionalität” im sanierten Rathaus nicht annähernd klar sei, sehe er keine Notwendigkeit, jetzt einen Beschluss zu fassen, was auch der SPD-Stadtrat Günter Herz  und die UGL-Stadträtin Jutta Dickmann-Kempf so sahen.
Die AWV ist im Übrigen, so Norbert Berg, nicht bereit, für einen „toten Raum” so viel Geld auszugeben. Sein Fraktionskollege Armin Augner  meinte, „100000 Euro für eine Tür, die nicht aufgemacht wird – damit kann ich nicht leben.” Er bat außerdem, die Belange der 1224 Rollstuhlfahrer, 3844 Rolator-Benutzer und 902 Kinder im Kinderwagenalter zu berücksichtigen.


Kein Problem mit dem Portal nach historischem Vorbild hatten die Ratsmitglieder Helga Hartleitner, Gernot Mitsch, Eva Kochendorfer (alle SPD) und Jens Zielosko (CDU). Er betonte, dass die Stadt ja nicht viele alte Ansichten habe. Die Variante der Verwaltung enspreche dem Portal, das ohne Zerstörung vorhanden wäre.


Der Vertagungsantrag von Rolf Klunker (AWV) wurde mit 14 zu 18 Stimmen abgelehnt und der Verwaltungsantrag mit 19 zu 13 (eine Enthaltung) angenommen.

 

 

Sondersitzung zu Waffenklau

Gemeinderat


Der Gemeinderat hat am Donnerstag auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen (20 Ja-Stimmen, elf Enthaltungen), eine Sondersitzung durchzuführen. Dabei sollen offene Fragen im Zusammenhang mit dem „Waffenklau” im Ordnungsamt behandelt werden. Termin ist am 14. Juli, 17 Uhr. Die AWV-Fraktion hat an Oberbürgermeister Raab Fragen gestellt.

 

 

AWV-Fragen, als Rücktritt schon klar war

Fragen der AWV-Fraktion vom 24. Juni


Mit Datum vom 23. Juni hat die AWV an Oberbürgermeister Andreas eine Anfrage gerichtet.  AWV-Fraktionschef, Norbert Berg legt Wert auf die Tatsache, dass Raab schon einen Tag, bevor die AWV-Anfrage am 24. Juni als Mail versandt wurde, Regierungspräsident Schmalzl seinen Rücktritt erklärt habe. Damit könne die AWV nicht Auslöser gewesen sein. Norbert Berg moniert auch, dass Andreas Raab auf die AWV-Fragen nicht eingegangen sei.
Der Oberbürgermeister hat in seiner Sachdarstellung zum Waffenklau im Rahmen seiner Rücktrittserklärung am letzten Donnerstag Stellung bezogen (siehe Sonderausgabe des Stadtblatts) und angekündigt, keine weiteren Ausführungen zu machen. In seiner persönlichen Stellungnahme, in der er seinen Rücktritt als Oberbürgermeister erklärte, hatte Andreas Raab
u. a. auf die AWV-Anfrage und eine SPD-Stellungnahme  als Beispiele für das Verhalten von Stadträten genannt, das ihn zermürbt habe.   ks
Die AWV-Anfrage:
Über die skandalösen Geschehnisse im Crailsheimer Rathaus und Entwendung von elf Waffen samt Munition gibt es bislang keine Stellungnahme der Verwaltung an die Bürgerschaft oder den Gemeinderat.
Die Pressedarstellungen des Hohenloher Tagblatts blieben unwidersprochen.
Die Allgemeine Wählervereinigung fordert deshalb von Oberbürgermeister Raab in der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, den 25. Juni 2009, eine umfassende Berichterstattung über diese hochnotpeinlichen Ereignisse.
Insbesondere erwartet die AWV eine Stellungnahme zu den zitierten Äußerungen von Oberbürgermeister Raab:
- „so was kann halt mal passieren ...“
- „... das ist allenfalls leichte Fahrlässigkeit“
- „und das Offenlassen eines Tresors ist doch wohl auch nicht strafbar“
- wenn im Rathaus etwas Gravierendes passiere, dann „trage ich hier die Verantwortung für den Laden und sonst niemand“
- „wir vertuschen nichts, wir wollen aber auch nichts hochspielen. Die ganze Sache wird viel zu hoch bewertet. Da schleichen doch jetzt keine bewaffneten Gestalten durch Crailsheim.“

 

 

Die AWO startet in drei Schulen

Die Ganztagesbetreuung wird weiter ausgebaut


Der „Crailsheimer Weg” ist ein Erfolgsmodell und deshalb wird die Ganztagesbetreuung an Schulen weiter ausgebaut. Dafür wird jetzt die AWO engagiert – zunächst befristet auf ein Jahr.
Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die AWO für drei Jahre ins Boot zu holen und ihr die Ganztagesbetreuung an der Eichendorff-, der Leonhard-Sachs- und der Geschwister-Scholl-Schule anzuvertrauen. Die bisher tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dabei übernommen. Letzten Donnerstag teilte der CDU-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Helmut W. Rüeck mit, dass die Anträge für die Astrid-Lindgren-Schule, die Realschule am Karlsberg und das Lise-Meitner-Gymnasium genehmigt werden.


Ganztagsbetreuung ist der Kern des „Crailsheimer Weges”. Sie wird seit Juli 2007 angeboten, wenn es Bedarf gibt und die Räume zur Verfügung stehen. Mit der Entscheidung in der letzten Gemeinderatssitzung wird das Angebot weiter ausgebaut. Ab September wird Ganztagesbetreuung in der Krippe und im Kindergarten (Safari, Kinderhaus Sonnenschein) sowie für Grund-, Haupt-, Förder- und Realschüler sowie Gymnasiasten angeboten. Darauf wies die Fachbereichsleiterin Margarete Ruck hin. Sie verdeutlichte, dass  Ganztagesbetreuung nicht zum Nulltafif zu haben sei. Entweder müsste weiteres Personal eingestellt oder die Betreuung in die Hände eines freien Trägers gegeben werden. Die AWO (Arbeiterwohlfahrt), die auf diesem Gebiet tätig ist, sei an die Stadt herangetreten. Die Gespräche seien unter Einbeziehung der Schulleitungen positiv verlaufen.


Die SPD-Sprecherin Helga Hartleitner zeigte sich erfreut, dass die Stadt mit dem Crailsheimer Weg positive Schlagzeilen mache. Mit der AWO als Träger der Ganztagesbetreuung sei man sehr einverstanden.
Für die CDU sei unstrittig, dass die Ganztagesbetreuung gebraucht werde und dafür zusätzliches Personal notwendig sei, erklärte ihr  Fraktionsvorsitzender Werner Gulden. „AWO ja, aber begrenzt auf ein Jahr”, war sein Antrag. Damit könne man auf Veränderungen im Schulbereich besser reagieren. Zudem bat er, auch nach anderen freien Trägern Ausschau zu halten. Der Argumentation pflichteten der  UGL-Sprecher Peter Gansky und der AWV-Fraktionsvorsitzende Berg bei.


Eine Prüfung hinsichtlich der ehrenamtlichen Tätigkeit von SPDlern im AWO-Kreisverband ergab keine Befangenheit. Der Verwaltungsantrag (drei Jahre mit der AWO) erhielt nur acht Ja-Stimmen. Der CDU-Antrag (zunächst ein Jahr mit der AWO) wurde bei einer Enthaltung einstimmung angenommen.
Die Betreuung begann an der Eichendorfschule mit dem Schuljahr 2001/02 mit drei und in der Hausaufgabenhilfe mit fünf Mitarbeitern. Mit dem Schuljahr 2009/10 sind über 70 Mitarbeiter in Betreuungsaufgaben eingebunden. Sie verteilen sich auf folgende Bereiche: 15 Teilzeit-/Honorarkräfte in der Hausaufgaben- und Sprachhilfe an der Astrid-Lindgren-, der Reußenberg-, der Leonhard-Sachs-, der Eichendorff-, der Geschwister-Scholl-Schule und an der Schule Altenmünster sowie an der Realschule am Karlsberg. Dazu kommen 19 Kräfte an den Grundschulen und Grundschulförderklassen im Rahmen der sogenannten Verlässlichen Grundschule bzw. in der Mittagszeit und am Nachmittag. Im Rahmen des „Crailsheimer Weges” werden neben den Schulsozialarbeitern an der Käthe-Kollwitz-, Eichendorff- und Leonhard-Sachs-Schule Betreuungskräfte an der Käthe-Kollwitz-, Eichendorff- und Leonhard-Sachs-Schule sowie an der Realschule am Karlsberg und am Lise-Meitner-Gymnasium eingesetzt. Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Jugenbetreuer ist an allen Schulen inklusive Jugendbegleitermanager auf 33 angewachsen (Tendenz steigend) und in den beiden Hortgruppen an der Schule Altenmünster sind es vier Mitarbeiter. 

 

 

 

Weg zwischen Wohnen und Arbeiten

Kurze Wege zwischen dem Gewerbegebiet Hardt und den Wohngebieten Hirtenwiesen bzw. Sauerbrunnen werden realisiert: Die Verbindung (hier schematisch dargestellt) verläuft am östlichen Dammfuß in Nord-Süd-Richtung mit Anschlüssen in die Wohngebiete. Foto: Hahn

Gemeinderat beschließt Geh- und Radweg „Hirtenwiesen – Hardt”


Lang diskutiert und jetzt zügig beschlossen: Die neue Fuß- und Radwegverbindung zwischen dem Gewerbegebiet Hardt und dem Wohngebiet Hirtenwiesen wird gebaut.


Der Gemeinderat hat den neuen Weg einstimmig beschlossen und den Bauauftrag für 246400 Euro an die Firma Leonhard-Weiss vergeben. Der Weg beginnt auf Höhe des Hangars (Automobilforum Stegmaier & Büeck) und führt am östlichen Fuß des Erdwalles Richtung Norden. Am südlichen Ende der Sauerbrunnensiedlung wird eine Abzweigung gen Osten gebaut, die zur Friedrich-List-Straße abknickt. Der insgesamt rund 1000 Meter lange Weg wird am östlichen Rand des Hirtenwiesen-Gebietes mit Anschlüssen an die OstWest-Erschließungen bis zur Christoph-Probst-Allee geführt. Der 2,50 Meter breite, asphaltierte Weg wird durchgehend beleuchtet.


Der neue Weg sei nötig, aber ein Aufwand wie beim Ausbau des Trutenbachweges übertrieben, erklärte der CDU-StadtratFriedrich Ludwig. Eine Viertel Million Euro sei sehr viel Geld. „Gut investiertes Geld”, konterte der UGL-Stadtrat Peter Gansky, da er auch als Verbindung für Schüler und für Naherholungssuchende diene. Allerdings bemängelte Gansky, dass die Anbindung bis zum Lidl-Markt an der Haller Straße fehle. Dieser Weg zum Einkaufen solle im nächsten Jahr vervollständigt werden.  Baubürgermeister Herbert Holl betonte gegenüber Gansky, dass noch weitere Fuß- und Radwegeverbindungen vorhanden seien, und dem CDU-Stadtrat Ludwig verdeutlichte er, dass der Ausbau des Trutenbachweges längst notwendigt war. Das Geld dort sei gut, weil nachhaltig investiert.  

 

 

 

Drei Generalsanierungen

Die Außensanierung und die Arbeiten an den Klassenzimmern der Realschule am Karlsberg sind abgeschlossen. Foto: stv

Vergaben für Turn- und Festhalle Altenmünster, Großsporthalle und Realschule


Millionenteuere Projektsanierungen laufen derzeit in der Stadt: Begonnen wurde mit der Großsporthalle, seit Monaten laufen die Runderneuerungen in der Realschule am Karlsberg und in der Festhalle Altenmünster.
Der Gemeinderat hat weitere Aufträge vergeben. In Altenmünster, wo die Halle  schon seit einiger Zeit wieder in Betrieb ist, wird jetzt noch ein Wärmeverbundsystem installiert. Den Auftrag erhielt die Fa. Rolf Gieselmann, Herford, für 73423 Euro.


Über 760000 Euro umfasst das nächste Vergabepaket für die Großsporthalle. Die Zuschläge erhielten für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten die Fa. Oppenländer, Tübingen (3005000 Euro), für das Wärmeverbundsystem die Fa. Erbau Malerbetrieb, Karlsruhe (78127 Euro), für Stahlbauarbeiten die Fa. Leuteritz Anlagen, Penitz (69925 Euro), für Fliesen- und Plattenarbeiten die Fa. Fliesen Röhlich, Wendelstein (48900 Euro), für die Trockenbauarbeiten die Fa. BA-MA Trockenbau, Stuttgart (107939 Euro), für Tischlerarbeiten die Fa. Stegmaier, Jagstheim (43076 Euro), für Malerarbeiten die Fa. Gruhn, Rohrbach (42820 Euro) und für das Gewerk „hinterlüftete Fassade” die Fa. Zimmer Bach GbR, Stödtlein-Gaxhardt (69547 Euro).


In der Realschule am Karlsberg geht es in den Endspurt, aber noch nicht auf die Zielgerade. Einstimmig vergeben wurden die Lieferung der  Fachklassenmöblierung (Fa. Weber & Kunz, Stollberg, 67075 Euro), der Unterrichtsküche (Fa. Zeltner-Küchen, Künzelsau, 53932 Euro), der  Mensaküche (Fa. Omega Sorg, Essingen, 73 257 Euro) und der mobilen Trennwände (Fa. Dorring, Keltern-Dietlingen, 49629 Euro). Die Sanierung der Außenhaut und der Mehrzahl der Klassenzimmer ist bereits abgeschlossen. In den Sommerferien werden die Fachräume hergerichtet und die Baumaßnahmen für die Ganztagesbetreuung erledigt.


Weitere Vergaben
Die elektrotechnischen Arbeiten zu Erneuerung der  speicherprogrammierbaren Steuerung in der Hauptkläranlage bei der Heldenmühle werden von der Firma Schiele, Hornberg für knapp 190000 Euro ausgeführt.
Den Fußweg zwischen dem Baugebiet „Kohlgasse” und dem „Renngässle” in Westgartshausen baut die Firma Rossaro aus Aalen zum Angebotspreis von knapp 60000 Euro.
Die Vergaben erfolgten allesamt einstimmig.  

 

 

 

Standort wird untersucht

Auf diesem Gelände zwischen dem Pamiersring und den Spitalsee-Hochhäusern wird ein weiterer städtischer Kindergarten gebaut. Foto: Siewert

Kreuzberg: weiterer städtischer Kindergarten


Für einen weiteren städtischen Kindergarten auf dem Gelände des Spiel- und Bolzplatzes zwischen den Hochhäusern an der Spitalseestraße und dem Pamiersring auf dem Kreuzberg hat der Gemeinderat die Grundlagen beschlossen.


Baubürgermeister Hebert Holl legte dem Gemeinderat zwei Varianten vor: ein Winkelgebäude (etwa wie der neue Kindergarten am Betty-Essinger-Weg), das entweder entlang des Pamiersrings oder parallel zu den Garagen  gebaut werden soll. In Variante A (Nord-Süd-Ausrichtung) erfolgt die Zufahrt nahe der Kreuzung Lerchenstraße vom Pamiersring aus. In Variante B (Ost-West-Stellung) ist die Zufahrt über die Spitalseestraße geplant. Welche der Varianten die bessere ist, wird im Zuge eines Wettbewerbes untersucht.
Einstimmig gab der Gemeinderat dem Realisierungsverfahren, wie es beim Kindergarten am Betty-Essinger-Weg erfolgreich erprobt wurde, sein Plazet. Das Gremium stimmte auch für die erforderliche Änderung des Bebauungsplanes Kreuzberg I.


Als „mittlere Katastrophe” bezeichnete der AWV-Stadtrat Armin Augner die Situa­tion an der Kreuzung Pamiersring/Lerchenstraße. Eine Zufahrt zum Kindergarten in diesem Bereich würde die ohnehin schon schwierige Situation verschlimmern. Der von Augner spontan vorgeschlagene Kreisverkehr mit Anbindung der Kindergartenzufahrt bringt nach erster Einschätzung von Baubürgermeister Holl auch keine Lösung, da der Kreisel zu weit weg wäre. Stadtrat Harald Gronbach (CDU) fand weder Gefallen an der Zufahrt vom Pamiersring noch an der Anbindung über die enge Spitalseestraße. Beides würde zum Chaos führen, meinte er. Baubürgermeister Holl setzt ein Stück weit darauf, dass der Kindergarten in zentraler Lage von den Eltern weniger stark angefahren wird als der Kindergarten am Betty-Essinger-Weg.
Untersucht wird auf Anregung des AWV-Fraktionsvorsitzenden Norbert Berg eine Photovoltaikanlage für den Kindergarten. Baubürgermeister Holl rechnet nicht mit Einsprüchen der Anwohner, da bereits ein Spiel- und Bolzplatz besteht. Der Kindergarten sei hinsichtlich Lärm weniger belastend.  

 

 

Es wird wieder enger

Haushaltsplan genehmigt / Finanzzwischenbericht vorgelegt / Prüfbericht 2007


Die Finanzfachleute sind sich einig: Das Rathaus hat sehr solide gewirtschaftet und seine Hausaufgaben in Sachen Schuldenabbau gemacht. Aber es wird wieder enger werden.
Die (erwartete) gute Nachricht: Der Etat 2009 ist genehmigt. Die Aufsichtsbehör­de weist jedoch darauf hin:  „Die zuletzt erfreulich robuste Finanzlage der Stadt hat sich ausweislich der Daten im Haushaltsplan 2009 spürbar verschlechtert.”
Die Ursachen für die geringere Ertragskraft des Etats der laufenden Verwaltung liegen außerhalb des Rathauses: weniger Gewerbesteuer und Tariferhöhungen. Die negative Netto-Investitionsrate (Überschuss aus dem Verwal­tungshaushalt 1,5 Mio. Euro abzüglich 2 Mio. Euro Schuldentilgung) wird aus der Rück­lage noch gedeckt, „so dass der Haushaltsausgleich ohne Schwierigkeiten gewährleistet werden kann.”
Die Aufsichtsbehörde lobt, „dass die Etat-Konsolidierung... erkennbar gute Fortschritte gemacht hat und erfreulich breit angelegt ist.” Der Eigenanteil der Erschlie­ßung des Konver­sions­ge­län­des und etliche millionenschwere Sanierungen (Rathaus, Großsporthalle, Realschule am Karlsberg) können damit ohne deutlich höheren Kreditbedarf im Jahr 2009 aus dem „stattlichen Finanzpolster der Allgemeinen Rücklage” finanziert werden. „Zusätzliche strukturelle Entlastungseffekte konnten durch den beachtlichen Schuldenabbau in den letzten Jahren erzielt werden”, schreibt die Aufsichtsbehörde (2009: 23,1 Mio. / 2005: 39 Mio. Euro).
Bis 2011 geht die Eigenfinanzierung für das „wiederum stattliche Investitionsprogramm” gegen Null. Der Kreditbedarf wird auf 13,4 Mio. Euro beziffert. Die Rücklage wird abgeschmolzen.
„Um den Stadthaushalt dauerhaft im Lot zu halten, sind deshalb weiterhin strikte Ausgabendisziplin, umfassende Ausgabenkritik, bestmögliche Einnahmeausschöpfung und eine nachhaltige Schuldenbegrenzung unverzichtbar.” Anerkennung gibt es für das bei Verwaltung und Gemeinderat erkennbare Be­streben, die Konsolidierung energisch fortzusetzen und keine Hypotheken für die Zukunft aufzubauen.
Der Finanzbereich der Verwaltung hat im Jahr 2007 solide gewirtschaftet”, bestätigt Rechnungsprüfer Christoph Jung. Die künftige Entwicklung sei auf Faktoren zu­rück­zuführen, die die Kom­mune nicht zu vertreten habe. Er hebt warnend den Finger: Investitionen werden künftig größtenteils fremdfinanziert. Verstärkt sollten daher städtische Aufgaben kritisch hinterfragt werden, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist und ob er fortgeführt werden soll. Jung nannte das  Stadtblatt – „eine kommunalpolitische Frage”.
Die Stadt  rechnet aktuell mit 5,7 (netto 4,7) Mio. Euro weniger Gewerbesteuer. Im Verwaltungsetat fehlen 1,155 Mio Euro, im Investitionsetat stehen 500 000 Euro mehr zur Verfügung. Die Deckungs­lücke derzeit: 0,6 Mio. Euro bei einem Volumen von insgesamt 100,1 Mio. Euro.  

 

 

 

Ringgasse wird ausgebaut

Nicht selten geht es in der Ringgasse eng zu. Der Ausbau und die Gestaltung werden daran nichts ändern. Foto: Siewert

Gemeinderat


Aus ihrem Hinterhofdasein wird die Ringgasse optisch  befreit, aber es wird auch nach dem Ausbau und der Neugestaltung sehr beengt zugehen.
Der Gemeinderat hat die Arbeiten an die Firma Ernst Hähnlein, Feuchtwangen, ver­ge­ben. Für 105541 Euro werden die Flächen im Detail „angelehnt” an den Ausbau der Karl­straße teils asphaltiert und teilweise gepflastert. Dazu gehören auch neue Stra­ßenlampen wie in der Karlstraße. Der Ausbau soll bis zum Volksfest abgeschlossen sein. Für die Gestaltung der privaten Flächen gewährt die Stadt einen 30-prozentigen Zuschuss (insgesamt maximal 6900 Euro).
Die sehr beengte Situation und Ausfahrt in die Karlstraße wurden angesprochen. Weder an den Parkmöglichkeiten noch an der Verkehrsführung wird sich etwas ändern können, erklärte Bau­bürgermeister Holl. Die Autofahrer verhielten sich aber dort sehr vorsichtig.  

 

 

 

 

 

 

Aus der letzten Gemeinderatssitzung

Weiterer STEP-Impuls

Die Stadtverwaltung wird eine weitere Impulsveranstaltung zur Stadtentwicklungsplanung vorbereiten. Das Thema ist „Kultur” im weiteren Sinne (also auch Bildung/Weiterbildung und Integrationschance; zudem Wirtschaftsfaktor). Den Antrag dazu brachte Gernot Mitsch im Namen der SPD-Fraktion ein. Baubürgermeister Herbert Holl, Initiator des Stadtentwicklungsprozesses, freue sich, dass die SPD „jetzt aktiv eingestiegen ist”. Der SPD-Antrag wurde bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen.

 

 

Fragen zu Petitionen

Der AWV-Fraktionsvorsitzende Berg möchte von der Verwaltung wissen, warum der Petitionsausschuss zweimal in Crailsheim war. Er nahm den Artikel „So kann man mit Bürgern nicht umgehen” zum Anlass für seine Frage.

 

 

Stadtblatt-Diskussion

Der neue Gemeinderat wird sich grundsätzlich mit dem  Stadtblatt befassen. Das sicherte Bürgermeister Herbert Holl auf Anfrage des AWV-Stadtrates Norbert Berg (wegen eines Berichts über die Insolvenz des Bauträgers mfb) und Nachfragen der Stadträtin Helga Hartleitner, SPD zum Bericht des Rechnungsprüfers Christoph Jung zu. Dann wird über die inhaltlichen Vorgaben (über was berichtet werden soll) gesprochen und die Frage geklärt, ob das Stadtblatt wieder an alle Haushalte verteilt werden sollte. Das erklärte Herbert Holl auf eine Frage des SPD-Stadtrates Günther Herz.

 

 

Wahlausschuss

Aus der Führungsspitze des Rathauses steht für den Gemeindewahlausschuss zur Begleitung der Jugendgemeinderatswahl vom 6. bis 11. Juli keine Person zur Verfügung. Als stellvertretender Vorsitzender wurde vom Gemeinderat daher Stadtoberamtsrat Gerhard Bauer bestimmt (fünf Enthaltungen).

 

 

Grundstück verkauft

Im Gebiet Hirtenwiesen II-West wird am oberen Ende der Achse Haller Straße zum Durchgang zwischen den Lärmschutzwällen in der Nähe des Lise-Meitner-Gymnasiums wird ein 2000 qm großes Grundstück verkauft. Dort wollen ein Coffee-Shop und ein Blumengeschäft gemeinsam ein Gebäude erstellen. SPD-Stadträtin Eva Kochendörfer bat die Bauverwaltung, darauf hinzuwirken, dass möglichst nicht mit Flachdach gebaut wird. Peter Gansky wandte sich als Sprecher der UGL gegen den Verkauf, weil er dort „ansprechendere Bauten” auf dem als „Sahnestück” bezeichneten Grundstück sehen will. Die Stadt solle nicht einfach verkaufen, weil sie Geld brauche. Der Wirtschaftsförderer solle sich be­mühen, in dieser Angelegenheit mit allen Beteiligten eine gute Lösung zu finden. Es gab vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

 

 

Fast eine Million Euro

Die ursprünglich auf 460 000 Euro geschätzten Sanierungskosten für die Sport- und Festhalle Altenmünster sind durch Vergaben inzwischen auf 955000 Euro angewachsen. Das erfuhren die Stadträte Harald Gronbach (CDU) und Norbert Berg (AWV) auf ihre Nachfrage. Der Frak­tionsvorsitzende bat darum, künftig immer den Kostenfortschritt darzulegen, nachdem Baubürgermeister Herbert Holl erklärt hatte, dass der Gemeinderat alle Vergaben beschlossen habe. Zu der einfachen Sanierung des Daches, der Küche und des Innenbereichs seien Anbauten, Verbesserungen an der Prallwand, Wärmerückgewinnung und Brandschutzmaßnahmen hinzu gekommen. CDU-Stadtrat Friedrich Ludwig meinte, es sei nicht immer sinnvoll, „Millionenbeträge in bestehende Gebäude zu stecken”. In anderen Gemeinden würden mit dem gleichen Kostenaufwand, wie bei einer Sanierung, neue Gebäude erstellt.

 

 

Rückbau bald beendet

Die letzten Reste der ehemaligen Landebahn im Fliegerhorst werden beseitigt. Den Auftrag für 81514 Euro den Rückbau von  Betonplatten, -schwel­len, -schächten und  Randeinfassungen sowie der  teerhaltigen Flä­chen nördlich des Baubetriebshofes zu erledigen, erhielt einstimmig die Firma Schneider, Gammesfeld.

 

 

Kanalisation Ofenbach

Der Anschluss von Ofenbach an die öffentliche Kanalisa­tion kann in die Wege geleitet werden. Der Gemeinderat vergab den Auftrag für die Tiefbauarbeiten mit der Auftragssumme in Höhe von fast 361000 Euro einstimmig an die Firma Hans Fuchs, Ellwangen. Das Land hat eine 30-prozentige Förderung (76600 Euro) zugesagt. Von einem Pumpwerk in der Ortsmitte wird das Abwasser durch eine 850 Meter lange Druckleitung nach Westgartshausen geleitet.

 

 

Neue Gräber

Der Bedarf an tiefergelegten Wahlgräbern auf dem Hauptfriedhof ist groß. Im Jahr 2007 wurden 22 Gräber dieses Typs benötigt, im letzten Jahr waren es 14. Freie Grabstellen sind fast nicht mehr vorhanden. Deshalb werden im neuen Friedhofsteil 57 neue tiefergelegte Wahlgräber angelegt. Den Zuschlag gab der Gemeinderat einstimmig für das Angebot der Firma Deeg, Frankenhardt (46160 Euro).

 

 

Ohne Kosten

Der Steinbruch von Schön + Hippelein wird nach Süden und Westen erweitert. Dafür muss die Landesstraße zwischen Neidenfels und Wollmershausen verlegt werden. Crailsheim ist nur am Verfahren beteiligt, trägt aber keinerlei Kosten. Der Beschluss zum Bebauungsplan erfolgte bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.  ks

Große Kreisstadt Crailsheim

Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Telefon: 07951/403-0
Fax: 07951/403-400

Öffnungszeiten Rathaus:

Montag-Freitag:  7.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag:        7.30 Uhr - 12.00 Uhr
                          13.00 Uhr - 17.30 Uhr

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