Crailsheim geht aus sich heraus

Mit solchen Hinweistafeln an den Autobahnen A 6 und A 7 will Crailsheim auf sich aufmerksam machen. Rohentwürfe: stv

Tafeln an Autobahnen, Werbebanner an Zufahrten


Werbung ist nicht alles, aber  ohne Werbung ist alles nichts! Das gilt natürlich auch für die Stadt Crailsheim. Auf Initiative des Wirtschaftsförderers Dr. Jürgen Ludwig geht die Stadt mehr aus sich heraus und präsentiert ihre Stärken.


In seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht für sein erstes Jahr in Crailsheim (dazu gesonderter Bericht auf der Seite 3) nahm das Thema ­Öffentlichkeitsarbeit breiten Raum ein. Der neue Gemeinderat hatte zudem in seiner ersten Sitzung nach der Som­mer­pause über zwei feste „Imageträger” zu befinden: Touristische Hinweisschilder an den Autobahnen 6 und 7 sollen mit dem Motiv „Crailsheim – Türme an der Jagst” die Aufmerksamkeit auf die Stadt und ihre Besonderheiten lenken. Damit die Werbung nicht im luftleeren Raum bleibt, sollen dazu auch spezielle Angebote entwickelt werden, kündigte Dr. Ludwig an. Er denkt an ein Prospekt „Türme an der Jagst”, Abendführungen Türme und ähnliches mehr.  Zusätzlich sollen an der Jagstbrücke touristische (braune) Hinweisschilder auf den Fluss angebracht werden. Die Entscheidung, ob, was und wie realisiert wird, fällt beim Regierungspräsidium Stuttgart bzw. bei der Autobahndirektion Nordbayern / Nürnberg. Die Kosten für die Aufstellung liegen bei 25000 Euro zuzüglich des Honorars für  professionelle Entwürfe.


Für dieses Geld könne man Sinnvolleres z.B. für die Jugend erreichen, meinte UGL-Stadtrat Peter Gansky, der auch die im Anschluss beschlossenen festen Werbeanlagen an den Stadteingängen aus Kostengründen ablehnte: „Mit tun die 80000 Euro echt weh.” Der Fraktionschef der UGL, Winfried Kraft kritisierte das Türme-Motiv, er wollte das Stadtmuseum an den Autobahnen darstellen. Die Stadträte Uwe Berger (CDU) und Gernot Mitsch (SPD) zeigten sich mit den Türmen zufrieden. Es gab je eine Gegenstimme und Enthaltung.


Fünf Stadträte lehnten feste Werbeanlagen (Pylonständer) an fünf Stadteinfahrten ab (eine Enthaltung). Künftig werden Veranstaltungen, Einrichtungen, „Stärken” der Stadt und z. B. der Wochenmarkt mit Bannern angezeigt. Stadt­rä­tin Brigitte König (CDU) hatte Bedenken, weil es an Pylon­ständern in Mannheim  Auf­fahr­un­fäl­le ge­geben habe. Die AWV-Stadträte Werner Pikuls­ki und Jochen Lehner begrüßten die fünf Werbeständer, die 40000 Euro plus 9000 Euro für vier Motivbanner an fünf Stand­orten kosten.  

 

 

Rilk und Holl machen weiter

Beigeordnetenwahlen im Dezember und Februar

 

Die beiden Beigeordneten, Erster Bürgermeister Ha­rald Rilk und Bürgermeister Herbert Holl, wollen ihre Tätigkeit fortsetzen. Darauf wird in der Stellenausschreibung hingewiesen.


Die Amtszeit des für Finanzen, Organisation und Personal sowie Bildung und Familie (inklusiv Kindergärten und Schulen sowie der Sport) zuständigen Ersten Bürgermeisters endet am 14. Februar 2010. Ha­rald Rilk strebt jedoch eine dritte achtjährige Amtszeit an. Der Gemeinderat entscheidet über diese Stellenbesetzung  am 10. De­zember. Bewerbungen sind bis 6. November möglich.


Die erste Amtszeit von Bau­bürgermeister Herbert Holl geht am 30. April 2010 zu Ende. Zum Geschäftskreis gehö­ren Baurecht, Stadtplanung, Liegenschaften, Tiefbau, Baubetriebshof und Technisches Gebäude und Kaufmännisches Baumangement. Holl bewirbt sich (in der Stellenausschreibung vermerkt) erneut. Der Gemeinderat entscheidet über diese Stelle am 25. Februar  (Bewerbungen bis 22. Januar).


Ausschreibungen im Stadtblatt bzw. Staatsanzeiger (Finanz-BM: 8./9. Oktober; Bau-BM: 10./11. Dezember).  

 

 

Saniert wird auch das Amtshaus. Der Gemeinderat hat beschlossen, das Gebäude in das Sanierungsgebiet „Westliche Innenstadt” aufzunehmen. Damit sind die Voraussetzungen für einen Förderantrag gegeben. In den Sanierungskosten des Rathauses (5,62 Mio. Euro) ist das Amtshaus mit einem Anteil von gut 420000 Euro enthalten. Im Rahmen der Gesamtkonzeption fürs Rathaus sollen die Mängel im Amtshaus beseitigt werden. Foto: Siewert

 

 

Profilieren und kooperieren

Jede Menge guter Ideen und Vorschläge: Dr. Jürgen Ludwig. Foto: Siewert

Das Aufgabenfeld des Wirtschaftsförderers ist äußerst vielfältig/Anlaufstelle für Betriebe


„Crailsheim ist ein Wirtschaftsstandort mit klarem Profil und vielen interessanten Stärken.” Zu diesem Fazit kommt Dr. Jürgen Ludwig, der seit einem Jahr als Wirtschaftsförderer in Diensten der Stadt steht.


Wie sein ausführlicher Bericht im Gemeinderat zeigt, ist der erfahrene Fachmann mit großem Elan auf das weite Feld der Wirtschaftsförderung gestartet – und was der bekennende Netzwerker in diesem ersten Jahr geleistet hat, kann sich mehr als sehen lassen. Das bestätigten ihm die Stadträte mit anhaltendem Beifall und lobenden Worten.


Manfred David, der Fraktionsvorsitzende der SPD,   die zusammen mit der UGL auf den Bericht des Wirtschaftsförderers gedrängt hatte, bat darum, auch unterjährig über wichtige Entwicklungen informiert zu werden. Falls der Wirt­schafts­förderer Personal und externe Unterstützung benö­tige, soll er sich melden. Davids Fraktionskollege Gün­ther Herz wünschte, dass der touristische Bereich größere Beachtung erhalte.


Nor­bert Berg, der als AWV-Fraktionschef die Arbeit von Dr. Ludwig überschwenglich lobte, bat um konkrete, aber nichtöffentliche Informationen in Ansiedlungsfragen. Mit Dr. Ludwig habe man die richtige Person gefunden, die diese Stelle auch ausfülle, zeigte sich der UGL-Frak­tionsvorsitzende Winfried Kraft überzeugt. Er meinte aber auch, dass bei einem Jahresbudget von 500000 Euro nach der wohl durchdach­ten Grundlagenarbeit in ein bis zwei Jahren konkrete Erfolge sichtbar sein sollten.


Ganz aktuell präsentierte Crailsheim in dieser Woche auf dem Gemeinschaftsstand der Region Heilbronn-Franken bei der Immobilienmesse expo.real in München seine Gewerbeflächen. Ebenfalls in diesen Tagen war Dr. Ludwig maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung von zwei Veranstaltungen des Magischen Dreiecks beteiligt.


Der Abschluss der Studien zum Wirtschaftsstandort, zum Einzelhandel, zur Identität und zum Image von Crailsheim steht bevor. Die Internetseite der Stadt wird nutzerfreundlicher. Erarbeitet bzw. fertiggestellt werden die Broschüren „Gewerbegebiete” und „Freizeit”. Für den Wochenmarkt wird momentan ein Werbepaket geschnürt. Nicht zuletzt ist Dr. Ludwig in den Prozess der Stadtentwicklungsplanung (STEP) eingebunden.


Im Jahr 2010 stehen folgen­de Schwerpunkte auf der Agenda:
– Bestandspflege
– Standortmarketing
– Stadtmarketing (in Koope­ra­tion mit dem Einzelhandel)
– Ideen und Projektvorschläge aus den Studien und aus dem STEP-Prozess
– Kooperationen auf regionaler Ebene und verstärkte Positionierung in der Region Heilbronn-Franken sowie in der Europäischen Metropolregion Stuttgart.
Allein aus dieser Aufzählung lässt sich die Bandbreite ablesen, die das Amt des Wirtschaftsförderers umfasst. Dr. Ludwig lobte seinerseits die Zuarbeit vieler Rathausmitarbeiter und die enge Zusammenarbeit mit dem Baudezernat.
Im ersten Jahr besuchte Dr. Jürgen Ludwig zahlreiche  Firmen oder er nahm anlassbezogen Kontakt auf. Dabei ging es im Rahmen der „Bestands­pflege” einerseits um konkrete Vorhaben und Projekte. Er war und ist sowohl Lotse im Rathaus und zu Behörden als auch Unterstützer bei Förderanträgen. Wichtig war der Besuch der Firmen auf Mesen in Hannover, Frankfurt und Nürnberg. Viele dieser Aktivitäten schlugen sich in Stadtblatt-Berichten nieder.


Begleitet hat er ansiedlungs- bzw. in Crailsheim umsiedlungswillige Firmen. Obwohl Neuansiedlungen sehr selten geworden sind, waren auch auf diesem Feld Kontakte zu verzeichnen. Dabei entwi­ckel­te sich aus einigen Anfragen  reges Interesse bis hin zu konkreten Absichten und Umsetzungen. Einbezogen wird die  Anregung des Stadtrates Hermann Wagner (AWV), einen Gewerbehof für junge Firmen zu gründen.


In zahlreichen regionalen Medien war die Stadt das ganze Jahr über mit Anzeigen und Artikeln präsent. Angemeldet ist Crailsheim als Namenspate für ein Lufthansa-Flugzeug. Intensiv waren die Kooperationen im Rahmen des Magischen Dreiecks und zum Verein Packaging Valley.


Auf dem Feld des Stadtmarketings sieht der Wirtschaftsförderer großartige Möglichkeiten, die Stärken der Stadt bei der eigenen Bevölkerung und bei den heimischen Firmen bewusst zu machen. „Crailsheim ist erfolgreich, aber erklärt das zu wenig!” Neben den touristischen Schildern an den Autobahnen und  festen Werbepylonen an fünf Stadtein­fahrten  (siehe Seite 1) sind neue Broschüren (Freizeit, Gewerbegebiete, Wirtschafts­standort und Campus) in Vorbereitung.


Folgendes hat Dr. Jürgen Ludwig  außerdem im Visier:  „neben dem Bürgerbüro eine  Stadt­in­forma­tion, die den Namen auch verdient”, eine Hotel­aus­schil­derung, ein Park­­­leit­system,  Stadtinformationen am Bahnhof, einen Bierpass  sowie ein Netzwerk „Er­nä­h­rung”. Beim Thema „Energie” hat Crailsheim heraus­ragende Stärken, die künftig noch besser herausgestellt werden sollen.  

 

 

 

Kleingartenanlage gefragt

Anstelle der abgeräumten Kleingartenanlage entstehen südlich der Burgbergstraße bis 2010 neue Parzellen.

Gemeinderat stimmt der Neuanlage zu: Kosten 180000 Euro / Jahrespacht nur 50 Euro


Über 100 Anträge, darunter die Hälfte aus dem Fliegerhorst, liegen bereits auf dem Rathaus: Die 41 Parzellen der neuen Kleingartenanlage südlich der Burgberg­straße sind begehrt.


Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Neuanlage einstimmig gutgeheißen. „Diese 180000 Euro sind sehr sinnvoll angelegt”, brachte es der UGL-Stadtrat Peter Gansky auf den Punkt. Jetzt werden die Pläne zur Ausführung vorbereitet. Die Anlage soll 2010 fertig sein.


Die 41 Parzellen sind 90 bzw. 80 Quadratmeter groß. Verlangt wird eine Jahres­pacht von 50 Euro. Kostendeckend wären 360 Euro: „Aber darum geht es nicht”, betonte Baubürgermeister Herbert Holl. Bei der Vergabe werden die Antragssteller zuerst berücksichtigt, die zuvor ihren Garten dort hatten. Danach ist die Reihenfolge der Anmeldungen maßgebend.


Lediglich zur Frage, ob es in der neuen Anlage Regelungen geben soll, zeigten sich unterschiedliche Ansich­ten: Bürgermeister Herbert Holl setzt darauf, dass man zunächst ohne „obrigkeitsstaatliches Auftreten” auskommt. Er sieht in der Anlage, die anstelle der früher teils wild entstandenen Kleingärten neu entsteht, insbesondere für die Bewohner der angrenzenden Burgbergstraße einen Freiraum, der die Lebensqualität verbessert und ein „Element zur Stärkung der sozialen Struktur”. Werner Pikulski (AWV) und Lilly Venohr (SPD) traten für Regelungen ein, Uwe Berger (CDU) regte  an, die Rahmenbedingungen eventuell auf Ver­eins­­ebene zu regeln.  

 

 

OB-Kandidaten in Hirtenwiesenhalle

Am Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr Bewerbervorstellung


Am Montag, 12. Oktober ist um 18 Uhr Bewerbungsschluss für das Amt des neuen Oberbürgermeisters.  Am Mittwoch, 21. Oktober, stellen sich die Kandidaten öffentlich vor.


Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Bewerber­vorstellung in der Hirtenwiesenhalle um 19.30 Uhr beginnt (Saalöffnung 18.30 Uhr).  Für die Vorstellungsrunde sind 150 Minuten (gleichmäßig auf die zugelassen Kandidaten verteilt) reserviert. Wäh­rend der Vorstellungsreden ist jeweils nur der Kandidat am Rednerpult im Saal. Der Gemeinderat legte auf Anregung der CDU fest, dass in der auf die Vorstellungsrunde folgenden Befragung durch das Publikum alle Bewerber auf eine an einen bestimmten Bewerber gerichtete Frage antworten können (nicht müssen). Die Veranstaltung endet mit den Schlussworten der Kandidaten (in umgekehrter Reihenfolge der Vorstellung). Sie haben jeweils drei Minuten Zeit.


Die CDU hatte mit ihrem Antrag, im Vorfeld der OB-Wahl bzw. der Kandidatenvorstellung eine Vollausgabe des Stadtblattes erscheinen zu lassen, keinen Erfolg. Die Mehrheit der Stadträte lehnte mit 18 zu 15 Stimmen ab.  Die CDU wollte die Aufmerksamkeit stärker auf die OB-Wahl lenken, auch um eine gute Wahlbeteiligung zu erreichen. Bürgermeister Rilk verwies auf die Kosten-Nutzen-Frage und betonte, dass in jedem Fall alle Neutralitäts- und Objektivi­tätsregeln einzuhalten seien. Die Neutralität zu wahren, war für den AWV-Fraktionschef Norbert Berg Grund genug, die Vollausgabe abzulehnen, bei anderen standen die Kosten im Vordergrund.                   

 

 

Weitere Ganztagesschulen

Ganztagesbetrieb an LMG, RaK und an Grundschulen in Ingersheim und auf dem Kreuzberg


Das Regierungspräsidium hat für vier weitere Schulen den Ganztagesbetrieb genehmigt. Damit ist Crailsheim mit Blick auf das Land überdurchschnittlich versorgt.


Die Genehmigung wurde im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung bekanntgegeben: Sie betrifft das Lise-Meitner-Gymnasium, die Realschule am Karlsberg sowie die Grundschulen in Ingersheim und auf dem Kreuzberg. „Damit verfügt Crailsheim als eine der ersten Städte in Baden-Württemberg durchgängig in allen Schularten über eine Ganztagesbetreuung”, schreibt Schulbürgermeister Harald Rilk dazu. Daneben besteht für berufs­tätige Eltern von Grundschulkindern bis zur sechsten Klasse die Möglichkeit, die Schüler im Anschluss an den Unterricht bis 17.30 Uhr sowie während der Ferien in den beiden Gruppen des Schülerhorts in der Schule in Altenmünster unterzubringen. Crailsheim hat jetzt für sieben von elf Schulen eine  Ganztagesbetreuung.  

 

 

Aus der Gemeinderatssitzung

Loader in Stein

Die Stadt erhält vom Steinmetzbetrieb Messerschmidt (Roßfeld) den beim Volksfest gezeigten Loader in Stein als Geschenk. Das erfuhr Stadtrat Manfred David (SPD). Die Frage ist noch, wo der Loader aufgestellt wird.

 

 

Übergangszeit

Die Astrid-Lindgren-Schule hat für eine Übergangszeit mit der Aufnahme des Ganztagesbetriebes ein Raumproblem. Sie wird damit aber, wie das Lise-Meitner-Gynmasium auch, vorläufig auskommen müssen, erklärte Schulbürgermeister Harald Rilk auf einen entsprechenden Hinweis der SPD-Stadträtin Helga Hartleitner. Die ALS werde eine, wenn auch nicht optimale  Lösung finden.

 

 

Vandalismus

Stadtrat Uwe Berger (CDU) fragte die Verwaltung, ob ihr bekannt sei, dass es auf dem Roten Buck Klagen über Vandalismus gebe. Bürgermeister Rilk wird sich um Aufklärung der Sachlage kümmern.

 

 

Gestutzt

Dass für die Riesenschaukel auf dem Volksfestplatz Bäume gestutzt werden mussten, ist für den UGL-Stadtrat Peter Gansky nicht nachvollziehbar. Die Verwaltung wird in der November-Sitzung des Gemeinderates, wenn eine  „Manöverkritik” zum Volksfest ansteht, darauf eingehen.

 

 

Kein Geld

Die außerordentlich erfolgreichen Tischtennis-Schülerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums müssen nach derzeitigem Stand ihre Fahrt zur Weltmeisterschaft in Tschechien selbst finanzieren. Darauf machte der CDU-Stadtrat Gerhard Neidlein aufmerksam. Bürgermeister Rilk will klären, ob diese Kosten nicht über das Budget der Schule abgedeckt werden können.

 

 

Gefahr

Das mehrfach diskutierte Anwesen bei der Kirche in Altenmünster („ein Schandfleck”) thematisierte erneut der AWV-Stadtrat Werner Pikulski. Bau­bürgermeister Holl betonte, dass die Stadt bislang vergeblich versucht habe, mit dem Eigentümer eine Lösung zu finden. Stadtrat Norbert Berg brachte den Aspekt der Eigengefährung ins Spiel. 

 

 

Sanierungsaufträge


Im Rahmen des Konjunkturpakets II erhält die Stadt Geld. Deshalb muss der Etat ergänzt werden: Dachsanierungen Kindergarten Tiefenbach 22000 Euro, Eichendorffschule 25000 Euro, Festhalle Roßfeld 30000 Euro. Die Deckung ergibt sich aus nicht benötigten Mitteln bei der Wärmedämmung Schule Altenmünster und bei der
Generalsanierung Realschule am Karlsberg.

 

 

Widerstand

Der Gemeinderat musste nur Kenntnis nehmen von der Teilfortschreibung „Fotovoltaik” des Regionalplanes Heilbronn-Franken. Bürgermeister Herbert Holl unterstrich in diesem Zusammenhang, dass die Stadt die „zu starke Reglementierung” durch den Regionalverband nicht hinnehmen möchte. Sie wird vorschlagen, in Abstimmung mit den Kommunen ein Konzept „Erneuerbare Energien” für die ganze Region aufzustellen.

 

 

Kindergarten Kreuzberg

Der Bebauungsplan Kreuzberg I  (Realsierung eines weiteren Kindergartens) wird jetzt öffentlich ausgelegt.

 

 

Zukunft fest im Blick

Stadtwerke-Abschluss 2008 vom Gemeinderat genehmigt/Überschuss in Rücklage
Fest verwurzelt in der Stadt und in der Region Hohenlohe-Franken und mit einer klaren energiepolitischen Zielsetzung haben die Stadtwerke Crailsheim (STW) die Zukunft fest im Blick.
Die Stadtwerke sind nicht nur der Energieversorger aus der Region. Sie sehen sich auch in der Verantwortung, sich für die Region zu engagieren, heißt es im Geschäftsbericht für das Jahr 2008. Und der Stadtwerke-Chef Josef Wagner betont, das die drei „E’s” (Energieeffizienz, Energieeinsparung und Erneuerbare Energien) das Handeln der 100-prozentigen Tochter der Stadt bestimmen.
Weiter vorangetrieben wird der Ausbau der regenerativen Energien: Die Stadt steht in der Solarbundesliga unter den Mittelstädten momentan auf Platz 2 – auch weil die Stadtwerke in die größte Sonnenwärmeanlage Deutschlands investieren. Mit der Klärschlammverwertung in Kombination mit einem Biomasse-Heizkraftwerk leisten die Stadtwerke ihren Beitrag zum Umweltschutz und vereinen so Ökologie und Ökonomie”, betont Josef Wagner. Diese Anlage in Dinkelsbühl-Waldeck ist Teil des Kooperationskonzeptes, mit dem die STW als Dienstleister Synergien nutzen, ihr Knowhow ausbauen und gleichzeitig anderen Unternehmen zur Verfügung stellen (u.a. den Stadtwerken Rothenburg). Indem die STW als Multiplayer am Markt agieren, können sie eine sichere Energievesorgung zu marktgerechten Preisen, fachkompetente Serviceleistungen und Möglichkeiten zur individuellen Preisgestaltung gewährleisten.
Die Stadtwerke sind ein wichtiger Auftraggeber in der Region und von jedem Euro, den die Bürger für Leistungen der Stadtwerke Crailsheim ausgeben, fließt ein Teil an die Stadt zurück (Konzessionsabgabe 2008: 1,444 Mio Euro). Wieder wird der Gewinn (nach Abdeckung des Bäderverlustes) in Höhe von 922218,80 Euro der Rücklage zugeführt. Da größere Investitionen anstehen, überweisen die Stadt ihrerseits für den Bäderverlust 722000 Euro an die STW. Bei einer Enthaltung wurde vom Gemeinderat so beschlossen. UGL-Stadtrat Peter Gansky hatte kritisiert, dass für ihn nicht erkennbar sei, wie sich die Bäderverluste zusammensetzen.

 

 

Schafscheuer wird größer

Die Schafscheuer am Wacholderberg bei Westgartshausen wird erweitert. Damit ist die Beweidung der ökologisch wertvollen Wacholderweiden auch künftig gesichert. Foto: Siewert

Der Gemeinderat hat die Vergabe der Erweiterung der Schafscheuer bei Westgartshausen einstimmig beschlossen. Das Land gibt 70 Prozent Zuschuss.
Die Vergabe der Bauarbeiten musste sehr rasch erfolgen, da das Regierungspräsidium die Förderung noch in diesem Jahr überraschend zugesagt hatte: Es wurden Gelder nicht abgerufen. Im nächs­ten Jahr wäre eine Förderung „wenig aussichtsreich” gewe­sen, so die Aufsichts-und Genehmigungsbehörde.


Die Scheuer wird von Schäfer Fenn sehr gut genutzt. Eine Erweiterung des 1994 erbauten, vom Landkreis als vorbildliche Architektur ausgezeicheten Gebäudes um 15 mal 15 Meter nach Westen ist für den wirtschaftlichen Betrieb unerlässlich.


Unter acht angefragten Unternehmen gab Holzbau Rieger, Stimfpach das günstigste Angebot ab und erhielt für 73356 Euro den Zuschlag. ks

Große Kreisstadt Crailsheim

Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Telefon: 07951/403-0
Fax: 07951/403-400

Öffnungszeiten Rathaus:

Montag-Freitag:
Donnerstag:        

  7.30 - 12.00 Uhr
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13.00 - 17.30 Uhr 

 

Öffnungszeiten Bürgerbüro:

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7.30 - 17.00 Uhr
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7.30 - 12.00 Uhr
9.00 - 12.00 Uhr

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