CR ist bestes Marketing

Die Idee von Prof. Ralf Bochert, Altkennzeichen wieder einzuführen, findet in Crailsheim breite Unterstützung. Foto: Siewert

Fast einstimmiger Beschluss des Gemeinderates für altes Auto-Kennzeichen


Nicht die Türme sind’s, nicht die Jagst und auch keine Kombination aus beidem ist die beste Werbung für Crailsheim: „CR” ist unverwechselbar – und deshalb soll es als Autokennzeichen wiedergeboren werden.


Wenn es nach dem Willen der Stadträte (mit zwei Ausnahmen) und des Oberbürgermeisters geht, sollen Menschen aus Crailsheim und im Altkreis ihre Motorfahrzeuge wieder mit dem 1973 verabschiedeten Kennzeichen CR durch die Welt chauffieren dürfen. Crailsheim schließt sich der „Gmünder Erklärung” an, mit der eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) auf den Weg gebracht werden soll. Stadtrat Günther Herz (SPD) stimmte dagegen, Rolf Klunker (AWV) enthielt sich bei der Abstimmung. Um das Projekt zum Erfolg zu führen, müssen noch hohe Hürden genommen werden, denn die Änderung der Verordnung bedarf der Zustimmung dreier Bundesministerien (Verkehr, Umwelt,
Inneres) im Einvernehmen mit zwei weiteren Berliner Ministerien (Justiz sowie Wirtschaft und Technologie), und auch der Bundesrat muss sein Plazet geben. Außerdem sind das Land und nicht zuletzt der Landkreis gefragt. Crailsheim fühlt sich in bester Gesellschaft, denn auf Einladung von Schwäbisch Gmünd, hat Crailsheim neben Leonberg, Neckarsulm und Nürtingen an einem Fachgespräch zur Wiedererlangung der Altkennzeichen teilgenommen. Im ganzen Bundesgebiet sollen 150 Städte an dem Modell interessiert sein, das der Heilbronner Hochschul-Professor Ralf Bochert geboren hat. Am letzten Donnerstag leistete er im Gemeinderat Überzeugungsarbeit. Nach seiner Aussage ist der Bund in dieser Sache „neutral – er will nur keinen Wildwuchs.” Crailsheim war die erste Stadt, die auf seine Idee zur Wiedereinführung der Altkennzeichen reagiert hat und hier wurde auch die erste Bürgerbefragung durchgeführt. Die Zustimmung war überwältigend, auch wenn die Zahl der Befragten mit 182 Personen (darunter 127 aus Crailsheim und 55 aus dem Umland) klein war. Doch die 71 Prozent Zustimmung zum CR entsprechen den Ergebnissen aus 80 Befragungen im Bundesgebiet, so Bochert. Die Stadtverwaltung steht der Idee positiv gegenüber, erklärte Oberbürgermeister Rudolf Michl, denn niemand ist gezwungen, das CR an sein Auto zu schrauben – und es entstehen laut Prof. Bochert auch keine zusätzlichen Kosten für die Bürger. Als vehementen Verfechter des CR-Kennzeichens erklärte AWV-Stadtrat Peter Bechtel, dass Professort Bochert recht hat mit seiner Feststellung, CR sei bestes Marketing nach außen und nach innen. „Die Bürger identifizieren sich über das Kennzeichen mit ihrer Heimatstadt”, so Bechtel. Er freue sich, dass die Verwaltung jetzt auch hinter dem Modell stehe: „Wir sollten unbedingt zustimmen”, appellierte er. Er erhielt Unterstützung vom CDU-Stadtrat Franz Köberle („die Jugend will’s”), der dafür warb, CR auch für die anderen Altkreis-Gemeinden als Option offen zu halten. SPD-Sprecher Gernot Mitsch war ebenfalls der Auffassung, dass jeder, der das CR wiederhaben wolle, es auch bekommen solle. Grundsätzliche Zustimmung signalisierte zudem die UGL-Sprecherin Jutta Dickmanns-Kempf. Trotz aller Liebe zu seiner Heimatstadt erklärte als einziger Stadtrat Günther Herz (SPD), er sehe keinen Sinn darin, das Rad der Zeit zurückzudrehen. Zudem werde das „CR” ja auch gar nicht durchgehend verwendet: Auf den städtischen Briefbögen prange nur ein C.

 

 

Im neuen Jahr neue Buslinie

Gemeinderat


Der Gemeinderat unterstützt den Ausbau des Stadtbus-Netzes weiter. Zu Beginn des neuen Jahres startet die neue Linie 54. Sie verknüpft das Klinikum und die Stadtmitte mit dem Gebiet Fliegerhorst/Hardt, mit der Musikschule, dem LMG und dem Gewerbegebiet Hofwiesen. Der Bus fährt zudem nach Roßfeld und Onolzheim.

 

 

Zwei Vorträge und ein Bürgerempfang

Von Napoleons Gnaden 1806 erster König von Württemberg: Friedrich I. (starb 1816).

200 Jahre Crailsheim beim Königreich Württemberg


Vor 200 Jahren kam Crailsheim zum Königreich Württemberg. Aus diesem Anlass ist die Bevölkerung zu zwei Vorträgen des Stadtarchivs und zum Bürgerempfang der Landes-SPD eingeladen.


„Ein gänzlicher Umsturz aller Verhältnisse – Die Neuordnung des Südwestens 1802-1810” ist das Thema von Dr. Thomas Schnabel im Ratssaal am 24. November um 19.30 Uhr. Der Leiter des Hauses der Geschichte in Stuttgart beleuchtet die napoleonische Flurbereinigung, die mit einem großen Gebietsaustausch zwischen Württemberg, Bayern und Baden abgeschlossen wurde. Es ging dabei darum, einen möglichst großen Anteil an der von Frankreich eroberten Kriegsbeute zu erhalten. Damals kam u.a. auch Crailsheim zum Königreich Württemberg. „Es lebe Friedrich, unser Vater hoch! – Die Einverleibung Crailsheims in das Königreich Württemberg 1810” hat Folker Förtsch seinen Vortrag für den 8. Dezember überschrieben. Der Crailsheimer Stadtarchivar wird ab 19.30 Uhr im Ratssaal die beiden Eckpunkte dieser Zäsur erklären: den in Paris unterzeichneten Territorial-Staats-Vertrag” vom 18. Mai 1810 und den Einmarsch der württembergischen Truppen im November, einhergehend mit der Verpflichtung der weltlichen und geistlichen Dienerschaft. Damit fand die über 400-jährige Zugehörigkeit zum mittelfränkischen Raum sein jähes Ende. Die Stadtverwaltung hatte die zuständigen Landtagsabgeordneten angeschrieben und nur von der SPD-Fraktion eine Zusage für eine von Crailsheim gewünschte Veranstaltung, in die sich das Jubiläumsthema einbetten ließ, erhalten. Der Wahlkreisabgeordnete Nik Sakellariou hat erreicht, dass seine Kollegen am 2. Dezember in Crailsheim tagen und –wie im letzten Stadtblatt berichtet – am Abend um 19 Uhr die Bevölkerung zu einem Bürgerempfang einladen. AVW-Stadtrat Hermann Wagner („ich habe nichts gegen die SPD”) hatte in der jüngsten Gemeinderatssitzung gefragt, warum die Stadt nicht selbst eine Veranstaltung organisiere.

 

 

Echte Aufhellung 2010

Gemeinderat: Finanzwischenbericht


Die anziehende Konjunktur und die damit verbundenen Mehreinnahmen bringen in Crailsheim nur 2010 eine deutliche Aufhellung. Auf das Jahr 2011 sind die Positiveffekte „sehr gering”.


Das erklärte Finanzbürgermeister Harald Rilk, der den mit Spannung erwarteten Finanzwischenbericht im Gemeinderat vortrug. Er erwartet bei der Gewerbesteuer bis zu 5,1 Mio. Euro mehr – auch aus Forderungen, die bis zu zehn Jahre zurückreichen. Von diesen Einnahmen kann die Stadt aber nur ein Drittel behalten. Anders bei den einmaligen Zinseinnahmen in Höhe von einer Million Euro aus diesen Nachforderungen. Die kann Rilk voll einbuchen. Diese Gewerbesteuernachzahlungen bewirken für 2010 einen „Einmaleffekt”, wie Rilk erklärte. Die Vorauszahlungen für künftigen Jahre sind nicht nach oben korrigiert worden. Mit den Einnahmeverbesserungen aus der Einkommensteuer (plus eine Million Euro), beim Finanzausgleich (100 000 Euro), beim Familienlastenausgleich (200 000 Euro) sowie bei Entwässerungsgebühren (150 000 Euro) hat die Stadt 2010 rund 7,6 Mio. Euro Mehreinnahmen – aber auch höhere Umlagen zu bezahlen. Unterm Strich wird das ursprüngliche „Loch” im Verwaltungshaushalt aufgefüllt, und es kommt eine Zuführungsrate zum Investitionshaushalt in Höhe 400 000 Euro heraus, die aber immer noch unbefriedigend niedrig ist. Der Inestitionshaushalt bleibt fast unverändert. 2011 erwartet Rilk 600 000 Euro mehr Einkommenssteuer und 200 000 Euro mehr aus dem Finanzausgleich. Diese Änderungen wird die Verwaltung zur Schlussabstimmung über die Änderungsanträge der Fraktionen und den Gesamtetat einbringen.

 

 

Etat wird durchleuchtet

Gemeinderat beschließt auf Antrag der AWV eine Strukturkommission

 

Die Haushaltsstrukturen durchleuchten und grundlegend darüber nachdenken, wie gespart werden kann und wie Aufgaben und Projekte der nächsten Jahre zu bewältigen sind – das haben sich Gemeinderat und Verwaltung vorgenommen.


Ein mit zwölf Stadträten aller Fraktionen besetztes Gremium soll gemeinsam mit der Verwaltung in einem überschaubaren Zeitraum die Einnahmen, Ausgaben und Aufgaben der Stadt Crailsheim genau unter die Lupe nehmen und Vorschläge erarbeiten, wo strukturell gespart werden kann und wie damit wieder mehr Handlungs- und Entscheidungsspielraum für Zukunftsprojekte entsteht. Die CDU schickt fünf Stadträte, SPD und AWV je drei und die UGL ein Mitglied in diese „Spar- oder Haushaltsstrukturkommission”, die der AWV-Fraktionschef Norbert Berg beantragt hatte. Laut Tagesordnung stand der CDU-Antrag zur Einsetzung eines gemeinderätlichen Haushaltsausschusses zur Entscheidung an. In seiner Etatrede hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Neidlein diesen Ausschuss beantragt. Offen war die Frage, ob der Ausschuss beratend oder auch beschließend tätig werden sollte. Schnell war klar, dass zwischen den ähnlich erscheinenden Anträgen von CDU und AWV ein gravierender Unterschied besteht: Die CDU wollte eine auf Dauer angelegte vorbereitende Arbeit im Ausschuss, während die AWV die klar umrissene Aufgabe (sparen und strukturieren) erledigen und das von Norbert Berg „Kommission” genannte Gremium wieder auflösen möchte. Auf keinen Fall wollte die SPD-Fraktion die Wiedereinführung der 2005 abgeschafften Ausschussarbeit, wie ihr Sprecher, Stadtrat Gernot Mitsch betonte. Alle Stadträte sollten gleichermaßen in jeder Phase beteiligt sein. Für die UGL steht die Transparenz der Arbeit und der Entscheidungen im Vordergrund, wie die UGL-Sprecherin Jutta Dickmanns-Kempf betonte und damit ausdrücklich Unterstützung von Mitsch erhielt. Damit könne man das Interesse der Bürger wecken. Dass nicht hinter verschlossenen Türen getagt wird – es sei denn, die Nicht - öffentlichkeit ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben – war für Gerhard Neidlein und die CDU ebenso klar wie für Norbert Berg und die AWV. CDU-Stadtrat Uwe Berger wies zudem darauf hin, dass die Verwaltung bei Fragen der Nichtöffentichkeit bisher großzügig gewesen sei und eher zu öffentlichen Sitzungen tendiert habe. Grundsätzlich gehe es der CDU darum, den Einfluss des Gemeinderats bei der Aufstellung des Haushaltsplanes zu stärken. Daher sei der Antrag der CDU weiter gefasst als der auf Sparvorschläge begrenzte Vorschlag der AWV. Nach einer Sitzungsunterbrechung stimmten dem CDU-Antrag, einen beratenden Haushaltsausschuss einzurichten, die 13 anwesenden Mitglieder der CDU-Fraktion und Oberbürgermeister Rudolf Michl zu. Dennoch fand er keine Mehrheit, denn die an diesem Tag anwesenden acht AWV-, sieben SPD- und zwei UGL-Stadträte hielten dagegen. Der Antrag der AWV, eine beratende Haushaltsstrukturund Sparkommission einzusetzen, erhielt bei zwei Enthaltungen (SPD) eine klare Mehrheit. Auf Vorschlag von Finanzbürgermeister Harald Rilk wird der beratende Ausschuss unter Vorsitz des Oberbürgermeisters zwölf Mitglieder haben. Die Sitze verteilen sich nach d’Hondt auf die Fraktionen.

 

 

Erfolg sucht Fortsetzung

Die Linien 52 (Schießberg – Stadtmitte – Altenmünster – Flügelau – Hirtenwiesen) und 53 (Ingersheim – Kreuzberg – Stadtmitte – Sauerbrunnen – Roter Buck – Hirtenwiesen) und die auf der Strecke Hallenbad – Sadtmitte Hofwiesen – Roßfeld verkehrende Überlandlinie 66 werden ab 3. Januar mit der Linie 54 ergänzt. Sie fährt vom Krankenhaus durch die Stadtmitte zum ZOB, ins Gebiet Fliegerhorst/Hardt, zum LMG, in die Hofwiesen, nach Roßfeld und Onolzheim.

Dritte Stadtbuslinie 54 bindet Stadtteile an

 

„Auf Bewährung” wird die neue Stadtbuslinie 54 ab Montag, 3. Januar fahren. Innerhalb von zwei Jahren muss sich zeigen, ob sie ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Crailsheimer ÖPNV schreibt.


Mit der neuen Linie 54 ergibt sich samstags auch auf den Linien 52 und 53 eine Verbesserung: Der Stunden-Takt wird auf den Halbstundentakt umgestellt. Denkt man fünf Jahre in die Vergangenheit und betrachtet das heutige Liniennetz des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Bussen im Stadtgebiet, ist nur Positives zu berichten. Mit der stetigen Erweiterung der Leistungen haben der Betreiber, die Stadt-Bus Crailsheim GbR mit Peter Röhler an der Spitze, und die Stadtverwaltung namentlich mit Bürgermeister Herbert Holl und Siegfried Hundt vom Sachgebiet Kaufmännisches Baumanagement eine beispielhafte Pionierarbeit geleistet. Nicht zu unterschätzen ist zudem die konstruktive Zusammenarbeit mit der Kreis-Verkehr GmbH, insbesondere mit der Geschäftsführerin Ingrid Kühnel und mit Erwin Tiroke, dem Leiter des Amtes für Straßenbau und Nahverkehr beim Landratsamt. Im vergangenen Jahr benutzten knapp 866 000 Fahrgäste die Stadtbusse – Tendenz steigend. „Es ist fast besorgniserregend”, scherzte Bürgermeister Herbert Holl, „wie gut sich der ÖPNV bei uns entwickelt.” Zudem koste die Förderung nicht sehr viel. Der Stunden-Takt auf der neuen Linie ist natürlich noch nicht optimal, räumte Peter Röhler bei der Vorstellung der neuen Linie im Gemeinderat ein. Doch nach einem halben Jahr steht die Entscheidung an, ob die Linie 54 ebenfalls im Halbstunden-Takt fahren kann. Es müssen genügend Fahrgäste einsteigen, „damit sich's rechnet”, so Oberbürgermeister Rudolf Michl. Unisono lobten die Stadträte aller Fraktionen letzte Woche die konzeptionelle und praktische Arbeit von Peter Röhler, Siegfried Hundt und Herbert Holl, dessen Antrag im Kreistag die Linie 54 finanziell erst erschwinglich machte. Der Beschluss des Kreistags bringt mit der „Durchtarifierung” Einnahmeanteile für den Crailsheimer StadtBus, wenn auswärtige Fahrgäste auf Stadtlinien umsteigen. Mit der Ausweitung Förderung des „Horaffen-Tickets” räumte der Gemeinderat zudem ein weiteres Hindernis aus dem Weg: Damit können auch die Fahrgäste aus Onolzheim die RegioMonats- und die RegioAbo-Karte zu den gleichen Konditionen wie die anderen Stadtbus-Benutzer lösen. Einstimmig stockten die Stadträte letzte Woche die Gesamtförderung des ÖPNV in Crailsheim um 5000 auf 165 000 Euro auf. Peter Röhler zeigte sich zuversichtlich, dass in wenigen Jahren mehr als eine Million Fahrgäste mit dem StadtBus durch Crailsheim fahren. Als nächste Ziele hat er sich die bessere Verknüpfung der innerstädtischen Linien mit den Überlandlinien und die Gewinnung neuer Fahrgäste, die mit dem Bus zur Arbeit fahren, gesetzt. Wenn dieses Signal von Firmen im Gebiet Fliegerhorst /Hardt kommt, dass ihre Mitarbeiter mit der mit der Einführung der neuen Linie 54 verstärkt den Bus nutzen wollen, erhält das Modell einen neue Qualität. „Wir versuchen, in kleinen Schritten weiterzukommen,” so Röhler. Nicht realisierbar ist das Anliegen des AWV-Stadtrats Peter Bechtel, der die Crailsheimer Linien 52, 53, 54 in Linie 1, 2, 3 umbenennen möchte. Das für den gesamten Landkreis inklusive der Verknüpfungen in andere Bereiche hinein geltende System mache Sinn, da könne man nicht mit den Stadtbuslinien ausscheren, machte der Fachmann deutlich.

 

Die Angebote

Halbstundentakt:
montags bis freitags auf den Linien 52 und 53, frühmorgens und spätnachmittags sogar viertelstündlich, ab 3. Januar auch samstags

 

Stundentakt:
bisher samstags und ab 3. Januar auf der neuen Linie 54

 

Zwei-Stunden-Takt:
sonn- und feiertags


Kirchen-Bus:
in der Kirchengemeinde Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit


Nightliner:
Freitag- und Samstagnacht


Kunden-Center:
Karlstraße


Busse:
kundenfreundliche Absenkung auf der Einstiegseite und Rampe Fahrplaneinfach zu merken

 

 

Zuwachs im Ahornweg

Im Ahornweg sollen zwei hochwertige Bauplätze entstehen.

Bebauungsplan Karlsberg


Zwei hochwertige Bauplätze möchte die Stadt anbieten können und sie legt dafür eine Bebauungsplanerweiterung am Karlsberg im Bereich Ahornweg auf.


Dort hat Oberbürgermeister i.R. Hellmut Zundel Anfang der 80er-Jahre in exklusiver Lage sein Haus gebaut. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Neidlein ist es eine gute Ergänzung, das städtische Grundstück für zwei Bauplätze zu nutzen, zumal es, wie Baubürgermeister Holl erklärte, im Flächennutzungsplan ausgewiesen, nicht im Landschaftsschutzgebiet liegt und er schlossen ist. Der Fußweg zur Beuerlbacher Straße bleibt erhalten, erfuhr CDU-Stadtrat Uwe Berger. Auf die Nähe zu den Schulen wies AWV-Stadtrat Wagner hin. Ein Stadtrat stimmte gegen den Plan, zwei enthielten sich.

 

 

Kernkraft im Rat

Die SPD-Fraktion hat beantragt, die „Auswirkungen der Laufzeitverlängerungen bei den Atomkraftwerken auf die Stadtwerke Crailsheim” im Gemeinderat öffentlich zu debattieren. SPD-Fraktionssprecher Gernot Mitsch begründete den Antrag. Es solle um Auswirkungen in wirtschaftlicher Hinsicht, im Hinblick auf die allgemeine Entwicklung, auf die Investitions tätigkeit und auf die Energiepreise (Auswirkungen auf die Verbraucher) gehen. Sie hat Oberbürgermeister Michl signalisiert, dass sie damit einverstanden sind, wenn das Thema im Januar aufgerufen wird.

 

 

Verkehrsfragen im Rat

Eine ganze Reihe von Verkehrsfragen haben die Stadträte in der letzten Sitzung angesprochen. So wies Franz Köberle (CDU) auf einen möglicherweise gefährlichen Zaun an der neuen Verbindungsstraße zwischen der Musikschule und der Einmündung beim Eberl-Firmengelände sowie auf die ungenügende Auffüllung der Bankette an der Straße nach Goldbach hin. Sein Kollege Helmut W. Rüeck gab Hinweise auf die Ampelschaltungen am Alten Postweg bei der Einmündung in die Haller Straße weiter. Und Karl Druckenmüller bat darum, in der Goldbacher Straße auf höhe der neuen Wohnbauten zu prüfen, ob die parkenden Autos eine Gefahr darstellen.

 

 

Zukunft der Bücherei

Die ungenügende Situation in der Stadtbücherei, die der SPD-Stadtrat Magnus Krause mit Fakten belegte, ist der Verwaltung durchaus bewusst, räumte Bürgermeister Harald Rilk ein. Im städtischen Haushalt fehle aber das Geld und die Stadt habe auch keine Gebäude, um die erforderliche Verdoppelung der Fläche zu realisieren. Daher müsse das Projekt zurückgestellt werden.

 

 

Überfälle aufgeklärt

Erneut thematisierte der SPDStadtrat Gernot Mitsch Überfälle auf ältere Menschen in Crailsheim, die er schon in seiner Haushaltsrede angesprochen hatte. Oberbürgermeister Rudolf Michl erklärte in der Gemeinderatssitzung, dass „etwas unternommen wird”, er aus „spezifischen ermittlungstaktischen Gründen” aber nicht mehr sagen könne. Jetzt gab die Kripo bekannt, dass acht tatverdächtige 16- bis 19-Jährige aus dem Raum Crailsheim ermittelt wurden. Ihnen wird zur Last gelegt, im September vier Senioren überfallen und beraubt sowie Kennzeichen gestohlen und Tankbetrügereien begangen zu haben. Sie sind geständig und, da sie einen festen Wohnsitz haben, auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an.

 

 

Grünes Licht gegeben

Gemeinderat


Das Quartier Hirtenwiesen erfährt an der Haller Straße eine weitere Aufwertung, wenn ein neues Geschäftshaus, wie gewünscht, realisiert wird. Der Gemeinderat gab jetzt grünes Licht.


Joachim Heitzmann, der mit einem Kaminofen-Verkauf in Ilshofen ansässig ist, wollte Rechtssicherheit für seine Baupläne und daher von der Stadt eine Grundstückszusage. Der Gemeinderat gab jetzt seine Zustimmung zum Verkauf des Grundstücks. Im Erdgeschoß sollen ein Kaminofen-Studio und die Filiale einer Bäckerei mit Café eingerichtet werden. Im Obergeschoß des zweitstöckigen Gebäudes an der Haller Straße sind Büroräume und ein Frisörgeschäft geplant. Erschlossen wird das Grundstück über eine Gewerbestraße, die von der Haller Straße abzweigt und nach Bedarf ausgebaut wird. Die Diskussion im Gemeinderat drehte sich um die Frage, warum die Stadt dort so viele Parkplätze baut (Stadträtin Jutta Dickmanns-Kempf, UGL). Man sollte Investoren schon „zumuten”, ausreichend Parkplätze anzubieten, meinte Stadtrat Rolf Klunker (AWV). Baubürgermeister Herbert Holl wies darauf hin, dass ein Investor jedoch immer auch die geforderten Parkplätze nachweisen müsse. Aus Erfahrung wisse man, dass diese Parkplätze aber nicht ausreichten. Daher sei auch die Stadt gehalten, Parkplätze bereitzustellen. Es wäre „hanebüchen, wenn man die jetzt weglässt”. Erfreut zeigte sich Stadtrat Uwe Berger (CDU) über die Tatsache, dass die Gewerbeflächen an der Haller Straße nachgefragt werden. Dort war ursprünglich ein Lärmschutzwall geplant. Sein Fraktionskollege Helmut W. Rüeck regte für die Parkplätze in den Gebiet ein nächtliches Parkverbot für Lkw an.

 

 

Weitere 14 Millionen Euro bis 2013

Auch diese große Gewerbefläche an der Ludwig-Erhard-Straße zwischen den Lärmschutzwällen Fliegerhorst und Hardt wird erschlossen. Foto: Siewert

Zahlreiche Erschließungs- und Infrastrukturmaßnahmen in Hirtenwiesen, Hardt und Fliegerhorst / Gesamtkosten Konversion: 70 Mio. Euro


Die restlichen Arbeiten zur Umgestaltung und Neunutzung der 152 Hektar großen ehemaligen Militärgebiets sollen bis spätestens Ende 2013 beendet sein. Immerhin sind noch 14 Millionen Euro zu investieren.


Es ist die größte Konversionsfläche in Baden-Württemberg, und was daraus geworden ist, kann sich absolut sehen lassen. Hier werden Wohnen und Arbeiten vereint. Außerdem sind fünf Schulen (Lise-Meitner-Gymnasium, Realschule zur Flügelau, Musikschule, Sprachheilschule und Waldorfschule) sowie viele Freizeitangebote Teil der Infrastruktur. Ein neuer Stadtteil ist entstanden: Hirtenwiesen I mit der ehemaligen Wohnsiedlung der Amerikaner und Hirtenwiesen II mit Ein-, Zweiund Reihenhäusern für rund 2000 Bewohner, wobei im westlichen Teil noch Bauflächen mit einem Infrastrukturnetz erschlossen werden. Modellcharakter hat die Wärmeenergieversorgung in Hirtenwiesen II, die zu gut 50 Prozent über die größte thermische Solaranlage Deutschlands erfolgt. Auch in und um die Burgbergsiedlung herum hat sich allerhand getan- dort stehen auf der Zielgeraden der Konversion weitere Arbeiten im Millionenumfang an. Der zweite Schwerpunkt im Konversionsgebiet sind die Gewerbe- und Industriefirmen. Einheimische Unternehmen wie Voith und HBCradiomatic, R.Weiss, das Bezirksmilchwerk, Terex und zurzeit das Zeitungsdruckzentrum haben dort expandiert bzw. werden neu gebaut. Nicht zu vergessen: die Automeile und speziell das Automobilforum Stegmaier & Büeck mit dem Hangar, der auch als (städtische) Veranstaltungshalle genutzt wird. Gebaut wurde als neue „Hauptschlagader” die Ludwig-Erhard-Straße mit Querverbindung zur Friedrich-Bergius-Straße bzw. zur Gaildorfer Straße neben zahlreichen neuen Haupt- und Nebenstraßen in den Wohn- und Gewerbegebieten. Markant ist der riesige Lärmschutzwall zwischen Hirtenwiesen und Hardt/Fliegerhorst. Beachtlich sind die Regenwasserrückhaltemaßnahmen sowie die Kleingartenanlage südlich der Burgbergsiedlung. Dies alles hat rund 56,4 Millionen Euro gekostet – und weitere 14,1 Millionen Euro sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren verbaut werden. Die Bauverwaltung informierte den Gemeinderat in der letzten Sitzung über den Stand der Planungen. Das Regierungspräsidium hat signalisiert, dass die Frist für die vorgesehenen Maßnahmen wenigstens bis 2012 verlängert wird. Beantragt ist eine Verlängerung bis 2013. Fast zehn Millionen Euro sind für folgende Maßnahmen meist ab 2012 vorgesehen: In Hirtenwiesen II Ost sind 2012 die Staßenendausbauten und Begrünungsmaßnahmen sowie die Verdolung des Sauerbronnenbachs projektiert (zusammen 860 000 Euro). In Hirtenwiesen II West werden 2011/12 für fast 1,5 Mio. Euro Straßen und Kanäle sowie ab 2012 Geh- und Radwege an der Haller Straße gebaut. Der Gehweg Hirtenwiesen/Sauerbronnen bis zur Haller Straße, Geh- und Radwege sowie die Gestaltung der Außenbereiche sind mit Kosten von fast 1,4 Millionen Euro ab 2012 vorgesehen, der Jugendplatz für ältere Kinder wird 2011/12 realisiert. Für die Bepflanzung des Lärmschutzwalles und den Jochweg zur Wallzentrale des Wärmespeichers der Stadtwerke sind ab 2012 rund 460 000 Euro eingeplant. Im Gewerbegebiet Hardt sind ab 2012 Straßen- und Gehwegbauten in einem Umfang von 2,6 Mio. Euro ab 2012 anvisiert, darunter ein Kreisverkehr an der Einmündung der Ludwig-Erhard- in die Willy-Brandt-Straße und die Sanierung der Straße „Im Fliegerhorst” bei der Feuerwache II. Mit weiteren 2,6 Mio. Euro schlagen im Fliegerhorst Straßen- Gehweg- und Parkplatz- und Kanalbau an verschiedenen Stellen sowie der Quartiersplatz oberhalb der Musikschule und die Verbesserung der Hardtstraße und deren Einmündung in den Alten Postweg zu Buche. Für die Bepflanzung des Lärmschutzwalls Fliegerhorst sind 200 000 Euro vorgesehen. Weitere über vier Millionen Euro werden ab 2012 investiert darunter für den Sportplatz am Lise-Meitner-Gymnasium 1,3 Mio. Euro und für die Modernisierung städtischer Gebäude in der Burgbergsiedlung 1,74 Mio Euro.
Mit rund 1,1 Mio. Euro schlagen die Kosten für Vermessung, Vergütung und Sonstiges zu Buche.

 

 

An der Seite Ellwangens

Resolution zum Bundeswehrstandort

 

Crailsheim reiht sich in die Unterstützerlinie zur Erhaltung des Bundeswehrstandortes Ellwangen ein. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, sich der Ellwanger Resolution in vollem Umfang anzuschließen.


Auf Anfrage von Stadtrat Hermann Wagner gab die Verwaltung bekannt, dass der Standort für 1550 Menschen einen Arbeitsplatz bietet, darunter für zwölf Arbeitnehmer aus Crailsheim und für 32 aus den Umlandgemeinden. Beim Bundeswehrdienstleistungszentrum erhalten 110 junge Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung. Pro Jahr werden 3000 Lehrgangsteilnehmer im Sprachenzentrum auf Auslandseinsätze vorbereitet. Ellwangen war 1956 der erste Bundeswehr-Standort in Baden-Württemberg; die Reinhardt-Kaserne hat seit der Strukturreform 2004 einen hervorragenden Zustand. Die Bundeswehr ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. So sollen in den nächsten drei Jahren für 26 Mio. Euro Aufträge an die Industrie und an Handwerker vergeben werden. Die jährlichen Bewirtschaftungskosten schlagen mit 3,4 Mio Euro zu Buche. Ellwangen besitzt eine ausgezeichnte Infrastruktur für die Familien sowie Bildungseinrichtungen und Angebote von 200 Vereinen. CDU-Stadtrat Helmut W. Rüeck erklärte, Crailsheim sei oft hilfreich und „gut”. Das könne man, so sein Seitenhieb in Richtung Dinkelsbühl von anderen Mitgliedern im Magischen Dreieck nicht immer behaupten. „Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit und kann auf Dauer keine Einbahnstraße sein”, betonte Rüeck.

 

 

Ein Blick auf die Kosten

Eine aktuelle Kostenübersicht mit detailliertem Rückblick auf die Sanierung des Hauptbaus legte die Verwaltung vor. Foto: stv

Verwaltung legt dem Gemeinderat detaillierten Bericht zum Rathauskomplex vor


Die Gesamtkosten für die bereits abgeschlossene Sanierung des Hauptbaus, für den Neubau an der Karlstraße und für die Sanierung des Arkadenbaus liegen bei 11,57 Mio. Euro.


Vom 27. Juli 2009 bis zum Tag der Offenen Tür am 16. Oktober in diesem Jahr wurden 3,2 Mio. Euro in den Hauptbau gesteckt. Damit wurden die Mängel, die sich in Jahrzehnten addiert hatten, beseitigt. Für den Neubau an der Karlstraße sind 5,3 Mio. Euro kalkuliert, der Arkadenbau schlägt mit jetzt 1,95 Mio. Euro zu Buche (+160 000 Euro aufgrund der Dachanhebung). Mit 425 000 Euro ist beim Amtshaus zu rechnen. Wettbewerb, Abbruch und Sonstiges summieren sich auf 700000 Euro. ks

 

 

Große Kreisstadt Crailsheim

Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Telefon: 07951/403-0
Fax: 07951/403-1400

Öffnungszeiten Rathaus:

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  7.30 - 12.00 Uhr
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7.30 - 17.00 Uhr
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