







(von links): Jürgen Breit, technischer Geschäftsführer Stadtwerke Crailsheim, Eva Reu, Projektleiterin SWOT-Analyse, Stadtwerke Crailsheim, Heinz Kastenholz, Projektleiter energieZENTRUM Wolpertshausen, Uwe Macharzenski, kaufmännischer Geschäftsführer Stadtwerke Crailsheim, Susanne Kraiß, Projektleitern VIS NOVA von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH des Landkreis Schwäbisch Hall, bei der Übergabe des Analyseergebnisses. Foto: STW
Was haben die Schwäbisch Alb, der Schwarzwald und die Hohenloher Ebene gemeinsam? Alle drei weisen die größten Windpotentiale in Baden-Württemberg aus.
Dies bestätigt eine Studie der Stadtwerke Crailsheim GmbH, die diese im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Schwäbisch Hall mbH durchgeführt haben. Im Rahmen des EU-Projektes VIS NOVA entstand speziell für den Landkreis Schwäbisch Hall eine SWOT-Analyse, die das Potential im Bereich Erneuerbare Energien untersuchte. „Der Landkreis ist schon auf einem guten Weg“, so Eva Reu, Projektleiterin der Stadtwerke Crailsheim, „denn allein in 2010 wurden bereits 31 Prozent des Strombedarfs und 10 Prozent des Wärmebedarfs über Erneuerbare Energien abgedeckt.“ Crailsheim. Wie sind die regionalen Potentiale in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Landkreis Schwäbisch Hall? Diese Frage galt es im Rahmen des EU-Projektes VIS NOVA zu klären. Die Stadtwerke Crailsheim arbeiteten hierzu eine SWOT-Analyse für den Landkreis Schwäbisch Hall aus. Beauftragt wurde das Unternehmen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwäbisch Hall. Die Studie zeigt die Stärken, Schwächen, aber auch Chancen und Risiken die im Bereich der Erneuerbare Energien für den Landkreis Schwäbisch Hall liegen. Das Ergebnis der Analyse wurde vor kurzem von den Stadtwerken an Heinz Kastenholz vom Energiezentrum Wolpertshausen überreicht. Die deutsche Studie steht unter www.stw-crailsheim.de oder www.energie-zentrum.com zur Verfügung. Die englische Fassung kann über www.vis-nova.eu herunter geladen werden. Nach einer Datenerhebung und Potentialermittlung ließ sich schnell feststellen, dass die Bereiche Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen und Biomasse aus heimischen Hölzern nahezu ausgeschöpft sind. Die Solarthermie, das Biogas aus biogenen Abfällen, die Umgebungswärme und insbesondere die Windkraft sind im Landkreis hingegen noch weiter ausbaufähig. Die Stadtwerke Crailsheim leisten mit der thermischen Solaranlage Hirtenwiesen dazu bereits einen nennenswerten Anteil um die Wärmeenergie der Sonne zu nutzen. Auf den Landkreis Schwäbisch Hall bezogen wird das Potential der Solarthermie derzeit lediglich mit 32 Prozent genutzt. Noch deutlicher wird die mangelnde Potentialnutzung im Bereich der Windkraft. Aktuell werden hier lediglich ein Prozent der möglichen Stromerzeugung im Landkreis über die Windkraft genutzt. Da Teile der windreichen Hohenloher Ebene im Landkreis Schwäbisch Hall liegen, gibt es hier reichlich Potential. Das Unternehmen ingenia projects GmbH & Co. KG mit Sitz in Crailsheim im Wasserschloss Erkenbrechtshausen setzt genau hierauf. Das junge innovative Unternehmen ist im Bereich Erneuerbare Energie zuhause. Die Studienergebnisse der Stadtwerke bestärken das Unternehmen in seiner Strategie. Bereits in 2011 wurde zum Beispiel ein vier Megawatt großer Solarpark direkt vor der Haustür in Kirchberg / Jagst fertiggestellt. Der dort erzeugte Strom wird in das Stromnetz der Stadtwerke Crailsheim eingespeist. Aktuell verfolgt ingenia projects die Umsetzung eines Windparks, ebenfalls in Kirchberg/Jagst. „Wir wissen, wie schwer umkämpft der Markt für Windkraft momentan ist, insbesondere wenn es um die Flächenakquise geht. Als regionales Unternehmen mit entsprechender Projektierungserfahrung und vorwiegend lokalen Partnern sind wir aber überzeugt, als seriöser Entwickler und Nachfrager von Flächen auftreten zu können“, so ein Sprecher von ingenia projects“.