Festakt am 14.Mai 2010

Musikschulleiter und Stellvertreter: Horst Karcher (1975-1996), Ulrike Durspekt-Weiler (Stellvertreterin 1960-2002), Ernst Hanselmann (1960-1965) und Ehefrau Inge, Christina Riedesel (seit 1997) und Norbert Sprave (Stellvertreter seit 2003).

Mindestens weitere 50 Jahre des Bestehens wünschte sich beim Festakt zum 50-jährigen Jubiläum der Musikschule der Landtagsabgeordnete Helmut W. Rüeck. Darin dürften sich alle Gäste einig gewesen sein.
Musikalisch wurde der Festakt am Freitagabend im Konzertsaal von einem Blechbläserensemble aus heutigen wie ehemaligen Musikschülern unter der Leitung von Franz Matysiak umrahmt: vom "Einzug des Sarastro" aus Mozarts "Zauberflöte" bis zum ruhig-hymnischen "Mr. Jums" aus Chris Hazells "Brass Cats". Dazwischen wurde natürlich auch musiziert, allerdings von den Musiklehrern.
Mit Witz hatte Patrick Riegler auf dem Marimbafon Keiko Abes "Tambourin Paraphrase" versehen. Leicht melancholische Züge verlieh Norbert Sprave auf dem Akkordeon Jacob Gades "Tango Jalousie". Aufs Zusammenspiel von Solisten kam es bei Paolo Canonicos "Polka Concertata" für Klavier zu 16 Händen an. Auch der Gesang kam mit Gerhard Rabes "Rondeau" nicht zu kurz, aufgeführt vom Lehrerchor.
Christina Riedesel sprach allen 28 Lehrern an der Musikschule ihren Dank aus und unterstrich die anhaltende Freude über das neue Gebäude. Erster Bürgermeister Harald Rilk setzte Diskussionen darüber, ob man sich eine Musikschule in finanziell schwierigen Zeiten noch leisten könne, ein Ende: Sie sei aus der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Manfred Koch von der Eichendorff-Schule nannte stellvertretend für alle Schulen der Stadt die Zusammenarbeit mit der Musikschule beispielhaft. Er wies auf deren Entwicklung von einer Freizeiteinrichtung zu einem integrativen Bestandteil schulischer Entwicklung hin. Landtagsabgeordneter Helmut W. Rüeck verband Erinnerungen an seine Kindheit und das Akkordeonspiel mit der damals noch Jugendmusikschule genannten Einrichtung. Und er stellte fest: "Die Musikschule ist uns sehr wichtig."
Manfred Hegedüs drückte als Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim seinen Respekt und seine Anerkennung für die Arbeit der Musikschule aus. Die "Stiftung Förderung der Städtischen Musikschule Crailsheim" habe mitgeholfen, Inventar von Instrumenten bis zu Stimmgeräten anzuschaffen. Zum Jubiläum hatte er noch ein Geburtstagsgeschenk mitgebracht (siehe dazu Seite 18).
Die Festansprache hielt Ulrike Durspekt-Weiler, stellvertretende Leiterin der Crailsheimer Musikschule von ihren Anfängen bis 2002. Sie berichtete auch von persönlichen Erlebnissen. So sei die Zustimmung der Stadt für die Einrichtung einer Jugendmusikschule 1960 an ihrem Geburtstag erfolgt. Verwaltungstätigkeiten seien zu Beginn mit einem Gläschen Wein und Skat danach versüßt worden.
Auch von der Not mit der einzigen Lehrertoilette im Gebäude in der Spitalstraße und dem Benutzen von Kindertoiletten wusste sie zu erzählen. Und: Nach wenigen Jahren sei die Musikschule - die erste in der Region - so berühmt gewesen, dass Städte wie Schwäbisch Gmünd und Bruchsal angefragt hätten, wie man eine Musikschule gründet.
Ernst Hanselmann nannte in einer Ansprache Durspekt-Weiler die "gute Seele der Musikschule". Er schloss mit einem Gedicht auf die Musikschule: "Mög sie auch weiterhin gedeihn, für Stadt und Land ein Segen sein! Es gratuliert so herzlich, wie er kann, der Gründer einst, Ernst Hanselmann."

Das Festprogramm:

Städtische Musikschule

Burgbergstr. 29
74564 Crailsheim
Telefon 07951 279466
Telefax 07951 279473
musikschule(at)crailsheim.de

Öffnungszeiten Sekretariat der Musikschule:

Montag bis Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr

Montag und Dienstag: 14.00 - 16.00 Uhr

Donnerstag: 14.00 – 17.00 Uhr

Die Musikschule der großen Kreisstadt Crailsheim ist eine Bildungseinrichtung als Ergänzung zu öffentlichen Schulen:

Gefördert von Kommune und Land

Mitglied im Verband deutscher Musikschulen und Landesverband der Musikschulen Baden-Württemberg e.V.

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