Archive

Stadtarchiv Crailsheim

Rathaus Crailsheim, ca. 1935

Trotz großer Archivverluste infolge der Kriegszerstörung Crailsheims 1945 findet sich im Stadtarchiv Crailsheim eine Fülle   von lokalgeschichtlich interessanten Unterlagen zur Geschichte der Juden in Crailsheim und zur Epoche der nationalsozialistischen Herrschaft.Urkunden, Akten, Bild- und Textzeugen berichten über die Aufnahme und die Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerungsminderheit vom 15. Jahrhundert bis zur Vertreibung und Ermordung auch der Crailsheimer Juden während der NS-Diktatur. Einzelaspekte der Zeit des Nationalsozialismus werden sichtbar, etwa im Bereich der Kommunalpolitik, des Vereinslebens  oder des Kriegsalltags.

 

 

 

 

 

Juden-Schutzbrief, 1677

Eindrucksvolles Quellenmaterial sowie umfangreiche Literatur beleuchten Umstände und Ausmaß der totalen Zerstörung Crailsheims in den letzten Kriegsmonaten 1945.

Darüber hinaus entsteht am Stadtarchiv Crailsheim eine Sammlung zur Geschichte der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", die mit Hans Scholl und Eugen Grimminger in enger Verbindung zu Crailsheim steht.

 

 

 

 

Publikationen:

  • Fastnacht, Kathrin: Crailsheim während des Nationalsozialismus, Crailsheim/Gerabronn 1997 (= Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken 14).
  • Gräser, Hans (Hg.): Die Schlacht um Crailsheim.
  • Förtsch, Folker: "Nur noch die Gräber sind übrig geblieben und die Wunde im Herzen". Die Geschichte und das Ende der jüdischen Gemeinde in Crailsheim, in: Heimatbuch Crailsheim. Hg. v. Johann Schumm u. a. Erw. Neuauflage der Ausgabe von 1928, Crailsheim 2001, S. 421-490.
    Das Kriegsgeschehen im Landkreis Crailsheim im 2. Weltkrieg, Crailsheim 1997 (= Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken 13).
  • Schubsky, Karl W./Illich, Heinz u.a.: Jüdisches Leben in Crailsheim.
    Der jüdische Friedhof. Herausgegeben von der Stadt Crailsheim, Crailsheim/Gerabronn 1996 (= Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken 12).

 

 

Kreisarchiv Schwäbisch Hall

Träger der Einrichtung:

Landkreis Schwäbisch Hall

 

Anschrift:

Münzstraße 1

74523 Schwäbisch Hall

Tel.: 0791/755-398

Fax: 0791/755-362

 

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag 8-12 Uhr

Montag und Mittwoch 13.15-16.30 Uhr

 

Erfassung jüdischer Emigranten durch die NSDAP-Kreisleitung Hall, 1934

Das seit 1981 bestehende Kreisarchiv verwaltet neben seiner umfangreichen Präsenzbibliothek und zahlreichen Sammlungen Schriftgut zur Geschichte des Landkreises vornehmlich im 19. und 20. Jahrhundert. Dies gilt natürlich auch für die jüdische Geschichte und die Zeit des Nationalsozialismus. Hier seien etwa die Akten zur sogenannten Machtergreifung, zur Judenverfolgung einschließlich des Pogroms von 1938 oder zum Einsatz der ausländischen Zwangsarbeiter 1939 bis 1945 erwähnt.

Zur Geschichte der Juden bietet das Archiv zusätzlich zu seinen Akten einen beachtlichen Literaturbestand sowie eine Spezialsammlung. Seit  jüngster Zeit wird schließlich eine für die gesamte Region Franken einmalige kulturhistorische Quelle hier verwahrt: die aus der Michelbacher Synagoge stammende "Genisa", also religiöse hebräische Druckfragmente aus der Zeit um 1800.

 

Die Findbücher für die vom Kreisarchiv geordneten, jedoch vor Ort belassenen gemeindlichen Archive im Landkreis können hier eingesehen werden. Diese Bestände sind jedoch im Regelfall für die Zeit von 1933 bis 1945 stark dezimiert.

Das Archiv sieht es als wichtige Aufgabe an, die heimatkundliche Forschung auch zu den Bereichen Nationalsozialismus und Geschichte der Juden zu fördern. Mehrere einschlägige Publikationen stützen sich unter anderem auch auf Quellen aus seinen Beständen. Es war 1984 federführend mit der Gestaltung der Ausstellung in der Synagoge Michelbach betraut und an weiteren derartigen Ausstellungen beteiligt.

 

Eigene Publikationen:

  • Das "Dritte Reich" und seine Vorgeschichte in Stadt und Altkreis Schwäbisch Hall. Quellen für den Geschichtsunterricht, Schwäbisch Hall 1992 (vergriffen).
  • Gedenkstätte Synagoge Michelbach/Lücke (Gemeinde Wallhausen). Dokumentation zur Geschichte der Juden in der Region Franken. Hg. vom Kreisarchiv Schwäbisch Hall, Schwäbisch Hall 1984.
  • Müller, Hans P.: Soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklung 1900-1950, in: Der Kreis Schwäbisch Hall. 2. Aufl., Aalen 1987, S. 129-156.

 

 

Stadt- und Hospitalarchiv Schwäbisch Hall

Träger der Einrichtung:

Stadt Schwäbisch Hall

 

Anschrift:

Am Markt 5

74523 Schwäbisch Hall

Tel.: 0791/751-359

Fax: 0791/751-485

Email

 

Öffnungszeiten:

Montag - Mittwoch 9-16 Uhr

Donnerstag 9-17 Uhr

Freitag 9-13.30 Uhr

 

Gedenkstein zur Reichspogromnacht auf dem Haller Marktplatz

Das Stadtarchiv Schwäbisch Hall verwahrt umfängliche Bestände zur Geschichte der Juden in der Reichsstadt Schwäbisch Hall (ab dem 17. Jahrhundert) und in Steinbach (ab dem 19. Jahrhundert). Dokumente zur älteren Geschichte der jüdischen Gemeinde Steinbach befinden sich im Staatsarchiv Ludwigsburg. Gut dokumentiert ist auch der Nationalsozialismus, trotz einiger Verluste durch den Rathausbrand 1945. Die Bibliothek des Stadtarchivs, die Verwaltungsbücherei und die Bibliothek des Historischen Vereins für Württembergisch Franken sammeln die regionalgeschichtliche Literatur zur Geschichte der Juden und des Nationalsozialismus. Über Fernleihe können Bücher aus der Württembergischen Landesbibliothek bestellt werden. 

 

 

 

 

 

 

Publikationen:

  • Förtsch, Folker/Maisch, Andreas (Hgg.): Frauenleben in Schwäbisch Hall 1933-1945. Realitäten und Ideologien, Schwäbisch Hall 1997 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall 7).
  • Koziol, Michael S.: Rüstung, Krieg und Sklaverei. Der Fliegerhorst Schwäbisch Hall-Hessental und das Konzentrationslager. Eine Dokumentation. 2., überarbeitete Aufl., Sigmaringen 1989 (= Forschungen aus Württembergisch Franken 27).
  • Maisch, Andreas: Geschichte der Juden in der Reichsstadt Schwäbisch Hall und Steinbach 1688-1802, Schwäbisch Hall 2000 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall 14).
  • Marski, Ulrike: Weltanschaulich. Der Amateur- und Presse- fotograf Friedrich Gschwindt 1900-1971, Schwäbisch Hall 1998 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall 10).

Große Kreisstadt Crailsheim

Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Telefon: 07951/403-0
Fax: 07951/403-400

Öffnungszeiten Rathaus:

Montag-Freitag:
Donnerstag:        

  7.30 - 12.00 Uhr
  7.30 - 12.00 Uhr
13.00 - 17.30 Uhr 

 

Öffnungszeiten Bürgerbüro:

Montag-Mittwoch:
Donnerstag:
Freitag:
Samstag:

7.30 - 17.00 Uhr
7.30 - 17.30 Uhr
7.30 - 12.00 Uhr
9.00 - 12.00 Uhr

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