







Trotz großer Archivverluste infolge der Kriegszerstörung Crailsheims 1945 findet sich im Stadtarchiv Crailsheim eine Fülle von lokalgeschichtlich interessanten Unterlagen zur Geschichte der Juden in Crailsheim und zur Epoche der nationalsozialistischen Herrschaft.Urkunden, Akten, Bild- und Textzeugen berichten über die Aufnahme und die Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerungsminderheit vom 15. Jahrhundert bis zur Vertreibung und Ermordung auch der Crailsheimer Juden während der NS-Diktatur. Einzelaspekte der Zeit des Nationalsozialismus werden sichtbar, etwa im Bereich der Kommunalpolitik, des Vereinslebens oder des Kriegsalltags.

Eindrucksvolles Quellenmaterial sowie umfangreiche Literatur beleuchten Umstände und Ausmaß der totalen Zerstörung Crailsheims in den letzten Kriegsmonaten 1945.
Darüber hinaus entsteht am Stadtarchiv Crailsheim eine Sammlung zur Geschichte der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", die mit Hans Scholl und Eugen Grimminger in enger Verbindung zu Crailsheim steht.
Publikationen:
Träger der Einrichtung:
Landkreis Schwäbisch Hall
Anschrift:
Münzstraße 1
74523 Schwäbisch Hall
Tel.: 0791/755-398
Fax: 0791/755-362
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 8-12 Uhr
Montag und Mittwoch 13.15-16.30 Uhr

Das seit 1981 bestehende Kreisarchiv verwaltet neben seiner umfangreichen Präsenzbibliothek und zahlreichen Sammlungen Schriftgut zur Geschichte des Landkreises vornehmlich im 19. und 20. Jahrhundert. Dies gilt natürlich auch für die jüdische Geschichte und die Zeit des Nationalsozialismus. Hier seien etwa die Akten zur sogenannten Machtergreifung, zur Judenverfolgung einschließlich des Pogroms von 1938 oder zum Einsatz der ausländischen Zwangsarbeiter 1939 bis 1945 erwähnt.
Zur Geschichte der Juden bietet das Archiv zusätzlich zu seinen Akten einen beachtlichen Literaturbestand sowie eine Spezialsammlung. Seit jüngster Zeit wird schließlich eine für die gesamte Region Franken einmalige kulturhistorische Quelle hier verwahrt: die aus der Michelbacher Synagoge stammende "Genisa", also religiöse hebräische Druckfragmente aus der Zeit um 1800.
Die Findbücher für die vom Kreisarchiv geordneten, jedoch vor Ort belassenen gemeindlichen Archive im Landkreis können hier eingesehen werden. Diese Bestände sind jedoch im Regelfall für die Zeit von 1933 bis 1945 stark dezimiert.
Das Archiv sieht es als wichtige Aufgabe an, die heimatkundliche Forschung auch zu den Bereichen Nationalsozialismus und Geschichte der Juden zu fördern. Mehrere einschlägige Publikationen stützen sich unter anderem auch auf Quellen aus seinen Beständen. Es war 1984 federführend mit der Gestaltung der Ausstellung in der Synagoge Michelbach betraut und an weiteren derartigen Ausstellungen beteiligt.
Eigene Publikationen:
Träger der Einrichtung:
Stadt Schwäbisch Hall
Anschrift:
Am Markt 5
74523 Schwäbisch Hall
Tel.: 0791/751-359
Fax: 0791/751-485
Öffnungszeiten:
Montag - Mittwoch 9-16 Uhr
Donnerstag 9-17 Uhr
Freitag 9-13.30 Uhr

Das Stadtarchiv Schwäbisch Hall verwahrt umfängliche Bestände zur Geschichte der Juden in der Reichsstadt Schwäbisch Hall (ab dem 17. Jahrhundert) und in Steinbach (ab dem 19. Jahrhundert). Dokumente zur älteren Geschichte der jüdischen Gemeinde Steinbach befinden sich im Staatsarchiv Ludwigsburg. Gut dokumentiert ist auch der Nationalsozialismus, trotz einiger Verluste durch den Rathausbrand 1945. Die Bibliothek des Stadtarchivs, die Verwaltungsbücherei und die Bibliothek des Historischen Vereins für Württembergisch Franken sammeln die regionalgeschichtliche Literatur zur Geschichte der Juden und des Nationalsozialismus. Über Fernleihe können Bücher aus der Württembergischen Landesbibliothek bestellt werden.
Publikationen: