Wandern

Mit den vom Schwäbischen Albverein markierten und betreuten Wanderwegen sind wir sehr gut erreichbar. Durch Crailsheim führt der 440 km lange "HW 4" Main-Donau-Bodensee-Weg (Würzburg-Friedrichshafen), die Nordvariante des Europäischen Fernwanderwegs "E 8" - (Nordsee - Karpaten - Schwarzes Meer) und der Fränkisch-Schwäbische-Jakobsweg von Prag nach Santiago de Compostela in Nordspanien.

 

Der Aussichtsturm Burgberg

Burgberg

Er liegt auf der Markung unserer Nachbargemeinde Frankenhardt. Von Crailsheim aus ist er zu Fuß von den Wanderparkplätzen Maulach (Saarbergstraße), Freibad/parc vital (Badwiesen) und Onolzheim (Aspenstraße) bequem zu erreichen.  

 

Mit einer Höhe von 537 m und seiner freien Lage die Umgebung überragend, gestattet er von seinem Aussichtsturm (28 m) einen einmaligen Rundblick weit über das Hohenloher Land. Bei günstigen Sichtverhältnissen sind der Odenwald, der Steigerwald und die Schwäbische Alb zu sehen. Der Burgberg bei Oberspeltach ist ein beliebtes Ausflugsziel für alt und jung. Neben einem Rast- und Spielplatz ist der Burgberg für eine Einkehr auch ganzjährig (in den Wintermonaten nach Absprache) bewirtschaftet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Gemeinde Frankenhardt

Crailsheimer Straße 3; 74586 Frankenhardt; Telefon: 07959/9105-0; Telefax: 07959/9105-99; info(at)frankenhardt.de  / www.frankenhardt.de

 

Der Burgberg ist eine Bergkuppe, die in Franken ein Wahrzeichen und gleichzeitig eine Wetterscheide bildet. Ursprünglich war er wahrscheinlich ein altgermanischer Opferplatz und Zufluchtsort in Kriegszeiten. Als um die Mitte des 15. Jahrhunderts der Wunderglaube auf's Neue Kraft in den Gemütern gewann, entstand auch eine Wallfahrt auf den Burgberg. Ein Hirte, der in den Gipfeln einer "gezwieselten", d.h. gegabelten Buche Wasser fand, glaubte eine wundertätige Quelle in der Buche entdeckt zu haben. Die Quelle sollte besonders gegen Augenleiden helfen. Man baute zu Ehren der Maria eine Kapelle, welche zur Pfarrei Roßfeld gehörte. Dieselbe erscheint von 1473 an in den Urkunden. Im Jahr 1499 war die Kapelle schon so wohlhabend, daß man einen Priester anstellen konnte.

 

Neben dem Priesterhaus und der Kapelle entstand ein Wirtshaus und ein Badhaus. In der Reformationszeit schloß sich der Kaplan der neuen Lehre an. Die Wallfahrten nahmen 1521 ein Ende. Die Kapelle zerfiel allmählich. Doch hielt der Pfarrer von Roßfeld noch alljährlich eine Kirchweihpredigt unter freiem Himmel oder in dem Bauernhaus, das südwestlich vom Forsthaus stand. Man setzte einen Wildmeister auf den Burgberg. An Stelle der Wunderquelle wurde ein tiefer Brunnen angelegt.

 

Ein einstockiges Forsthaus wurde 1746 erbaut. Der letzte Krieg ist jedoch auch am Burgberg nicht spurlos vorüber gegangen. Das einsame Forsthaus, in dem sich auch ein einfaches Wanderheim des Albvereins befand, wurde in den letzten Kriegstagen 1945 von Fliegern in Brand geschossen. Das Haus – mit ihm der Aussichtsstand - brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Staatsforstverwaltung hat die Försterstelle nach Onolzheim verlegt. Damit fehlte aber auch auf diesem, die ganze Hohenloher Ebene beherrschenden Berg, ein umfassender Aussichtsstand. Nach einigem Zögern hat der Schwäbische Albverein dem Drängen nachgegeben und Architekt Brüninghaus aus Crailsheim mit der Anfertigung eines Planes für einen – nun selbständigen – Turm beauftragt. Der Staat hat dem Schwäbischen Albverein für den Turmbau einen ausreichend großen Platz langfristig überlassen. So gibt es seit 1960 den Aussichtsturm auf dem Burgberg.

 

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