






Karlstraße wie Wilhelmstraße / Gemeinderat folgt Empfehlung
Breite Zustimmung – auf diesen Nenner lässt sich das Ergebnis der Umgestaltung in der Wilhelmstraße bringen. Deshalb hatte der Bauausschuss kein Problem mit seiner Empfehlung: Weiter so!
Nahtlos geht es im Prinzip mit der Umgestaltung der Karlstraße weiter, denn der Gemeinderat folgt in der Regel dieser Empfehlung. Ausgespart bleiben der Anschluss des Marktplatzes und die „Drehscheibe“ am Finanzamt, denn dort soll eines Tages ja ein Kreisel entstehen.
Bürgermeister Herbert Holl schlug vor, die Faberggasse mitzuplanen. Finanziert werden sollen die zusätzlich notwendigen 25 000 Euro durch Einsparungen im Rahmen des Gesamtprojekts, das für Wilhelm- und Karlstraße sowie für den Postplatz 1,7 Millionen Euro Umbaukosten veranschlagt.
An der Fabergasse entzündet der Fraktionschef der Unabhängigen Grünen Liste (UGL), Nils Kaiser, eine Debatte mit den übrigen Stadträten und dem Baubürgermeister. Er befürwortete ausdrücklich auch diese Umgestaltung. Er sah aber keinerlei Notwendigkeit, die Fabergasse gerade jetzt zusätzlich ins Sanierungsprogramm zu nehmen.
Mit dem Aufstellung der Sparliste habe der Gemeinderat beispielsweise den Toilettenbau auf dem Hauptfriedhof (50 000 Euro) zurückgestellt. Den Einwohnern ab 80 wolle man nur noch alle fünf Jahre eine Flasche Wein zukommen lassen. Und Kaier erinnerte auch an das Goldbacher Freibad. Im übrigen wollte er den Haushaltsentwurf für 2004 abwarten, bevor er über zusätzliche Ausgaben (etwa für den Karlsplatz) reden wolle.
Dem Eindruck (falls ein solcher aufkommen sollte), es werde bei der Sanierung der Hauptstraßen unnötig viel Geld ausgegeben, trat Herbert Holl entschieden entgegen. „Wir haben eine sehr gute Lösung zu einem sehr guten Preis bekommen – da ist nichts überteuert.“ Nur Stadtrat Kaiser stimmte letztlich gegen die Fortführung der Umgestaltung, wobei die Fabergasse nur mit der Planung eingeschlossen ist.
Geprüft wird jetzt noch, ob am Finanzamt zwei zusätzliche Parkplätze möglich sind (Anregung vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred David). Vier statt nur zwei Parkplätze wünscht sich der AWV-Fraktionsvorsitzende Rolf Klunker vor dem Textildiscounter AWG. „Das wird Crailsheims teuerster Baum“, orakelte der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Gulden mit Blick auf das Leitungsgewirr, das unter dem Gehweg vor dem Café Frank steckt. Hier sieht die Planung einen großen Baum vor, doch die Sachlage wird jetzt erneut geprüft. Mit der Planung der Fabergasse sei noch nicht über die Ausführung entschieden, so Gulden. Ob Sonderwünsche möglich sind, werde erst die Haushaltslage offenbaren.
(ks)
Karlsplatz nur Einbahn?
Platz oder Straße – diese Grundsatzfrage stellt sich erneut bei den Überlegungen, wie man die Situation auf dem Karlsplatz verbessern kann. Wenig überzeugend fanden die Stadträte die vorgelegten Alternativen. Manfred David (SPD) befand: „Noch nicht ganz ausgereift“ – und CDU-Stadtrat Friedrich Ludwig meinte, eine „Schwarzdecke“ sei hier „das völlig falsche Signal.“ Bevor man nicht den Mut zu einer richtigen Lösung habe, solle man lieber „alles so lassen, wie es ist“. Nils Kaier (UGL) sah die ursprüngliche Absicht, den Platzcharakter zu betonen, mit der neuen Planung in Frage gestellt. Für die Fußgänger werde die „Aufenthaltsqualität“ verschlechtert, das Auto erhalte wieder eindeutig Vorrang.
Sichtlich erfreut griff Baubürgermeister Herbert Holl den „Ball“ einer Einbahnlösung auf, den Manfred David wieder ins Spiel brachte. Friedrich Ludwig hatte vor einigen Wochen von einer Ideallösung gesprochen, wenn Autos nur noch in den Karlsplatz einbiegen, aber nicht mehr von dort in die Karlstraße ausfahren dürften. Damit habe der Stadtrat einen „richtigen Ansatz“ aufgezeigt, so Holl, der jetzt an der Lösung der Platzproblematik weiter tüfteln will.
(ks)
Beschlossen
Als Satzung beschlossen wurde der Bebauungsplan „Kirchstraße/Weickstraße“ im Bauauschuss (die Zustimmung im Gemeinderat am heutigen Donnerstag dürfte eine Formalie sein). In dem Gebiet in Altenmünster können jetzt zehn Einfamilien-, gegebenenfalls auch Doppelhäuser entstehen. Baubürgermeister Holl versicherte dem UGL-Stadtrat Nils Kaiser, dass Ausgleichsmaßnahmen nach dem Naturschutzrecht innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Die ursprünglich von der Stadt beabschichtige Frist von zehn Jahren war vom Umweltschutzamt beim Landratsamt moniert worden. Nils Kaiser: „Das kommt einer Ohrfeige gleich.“
Im Vorschuss
Sämtliche Hausanschlüsse werden im Baugebiet Hirtenwiesen II (Gelände der Manschaftsgebäude der ehemaligen McKee Baracks) schon jetzt komplett hergestellt. Die Stadt legt das Geld dafür vor. Somit wird verhindert, dass später, wenn Häuser gebaut werden, fertige Straßen in Mitleidenschaft gezogen werden. Abgerechnet und refinanziert wird über die Grundstückserlöse. Dieser sehr wirtschaftlichen und sinnvollen Vorgehensweise zuzustimmen, empfahl der Bauausschuss dem Gemeinderat, der das Thema in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause heute entsprechend abhaken sollte.
Arbeiten vergeben
Den Auftrag für die Schlosserarbeiten am Lise-Meitner-Gymnasium erhält die Firma Gerhard Kellermann (Tiefenbach) zum Angebotspreis von knapp 170 000 Euro. Die Rauch- und Brandschutzelemente liefert die Firma Georg Diezinger, Leutershausen für knapp 55 000 Euro.
Dach für Eingang
Eingang zur Tiefgarage wird geschützt
Der Eingang zur Tiefgarage auf dem Schweinemarktplatz bekommt ein Dach. Immer wieder waren auf dem Treppenabgang im Winter Menschen ausgerutscht, doch ernsthaft passiert war nichts. Außerdem setzte die Witterung den mit Steinplatten belegten Treppen bereits so stark zu, dass sie in absehbarer Zeit gänzlich zerstört worden wären. Darauf hatte unlängst auch der CDU-Stadtrat Rainer Strauß aufmerksam gemacht.
Die Stahlkonstruktion wird aus statischen Gründen bis an den „Fuß“ des Treppenabgangs geführt. Die außerplanmäßigen Kosten für die Überdachung: 25 000 Euro.
Förderprogramm
Für Roßfeld wird Antrag gestellt
Das Interesse an einer Förderung nach dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist in Roßfeld groß, die Zustimmung zur Rahmenplanung reine Formsache. Der Plan (das Stadtblatt berichtete) ist Grundlage der weiteren Entwicklung des Ortskerns sowie der privaten und öffentlichen Maßnahmen. 18 Bürger hatten bis Ende Oktober ihre Vorhaben erläutert, fünf Förderanträge zur Verbesserung des Wohwertes wurden weitergereicht. Im Bauausschuss hörte man aus allen Fraktionen Freude darüber, dass Roßfeld Aussicht hat, vom ELR zu profitieren. Allerdings wurde deutlich, dass die Stadt auf absehbare Zeit selbst nichts beitragen kann, auch wenn Stadtrat Nils Kaiser (UGL) von einer „Initialzündung“ sprach. Stadtrat Helmut Hofmann (SPD) reklamierte für Westgartshausen die gleiche Dringlichkeit.
(ks)
Förderprogramm
Für Roßfeld wird Antrag gestellt
Das Interesse an einer Förderung nach dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist in Roßfeld groß, die Zustimmung zur Rahmenplanung reine Formsache. Der Plan (das Stadtblatt berichtete) ist Grundlage der weiteren Entwicklung des Ortskerns sowie der privaten und öffentlichen Maßnahmen. 18 Bürger hatten bis Ende Oktober ihre Vorhaben erläutert, fünf Förderanträge zur Verbesserung des Wohwertes wurden weitergereicht. Im Bauausschuss hörte man aus allen Fraktionen Freude darüber, dass Roßfeld Aussicht hat, vom ELR zu profitieren. Allerdings wurde deutlich, dass die Stadt auf absehbare Zeit selbst nichts beitragen kann, auch wenn Stadtrat Nils Kaiser (UGL) von einer „Initialzündung“ sprach. Stadtrat Helmut Hofmann (SPD) reklamierte für Westgartshausen die gleiche Dringlichkeit.
(ks)