






Lokale Agenda 21 zieht Fazit/Bericht kostenlos im Rathaus erhältlich
„In Crailsheim ist die Welt noch in Ordnung.“ Das ist das Fazit eines Lesers, der den Nachhaltigkeitsbericht 2004 studiert hat. Interessenten erhalten das Heft im Agenda-Büro im Rathaus.
„Wir müssen aber auch weiterhin für unsere Zukunft aktiv werden“, unterstreicht die Agenda-Beauftragte der Stadt, Susanne Vogt. Im jetzt vorgelegten Bericht wird die Nachhaltigkeit und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde anhand von festgelegten Indikatoren gemessen. Erstellt wurde der Bericht von einer Projektgruppe aus den Agenda-Gruppen.
Das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg hat zusammen mit der Landesanstalt für Umweltschutz (LfU) und weiteren Behörden einen Leitfaden „Indikatoren im Rahmen einer lokalen Agenda 21“ erarbeitet. Mit dieser Grundlage sollen möglichst viele Gemeinden Nachhaltigkeitsberichte erstellen, um die Zukunftsfähigkeit transparent zu machen. Im Crailsheimer Bericht wurden 23 der vorgeschlagenen 24 Indikatoren ausgearbeitet.
Neue Wege ging die Crailsheimer Projektgruppe mit dem Foto-Künstler Nikolaus Schyra, dem Dipl. Ing. Umwelttechnik Armin Ehrmann, dem Journalisten Knut Siewert und der Agenda-Beauftragten Susanne Vogt bei der Umsetzung. Erstmals wurde der Bericht aus Kostengründen im DIN A4-Format gedruckt und auch auf Farbe wurde weitgehendst verzichtet. Bei den Bildern wurde auf den regionalen Bezug geachtet, hiesige Motive waren gefragt. Dass eine Druckerei in der Region beauftragt wurde, war selbstverständlich: Klunker & Ewald erhielt den Zuschlag.
„Sehr übersichtlich, mit regionalem Bezug und sachlich griffig“, bezeichnet Gerd Oelsner vom Agenda-Büro der LfU den Crailsheim-Bericht. Die Aufmachung habe Modell-Charakter und werde sicher viele Nachahmer finden.
Interessierte erhalten den Nachhaltigkeitsbericht kostenlos im städtischen Informationsbüro (Karlstraßenbau).
Info:
Agenda-Büro, Susanne Vogt, Telefon 403-291, Fax 403-121, susanne.vogt@crailsheim.de
Sprechzeiten Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr
Hebeiss-Gelände: An den Lebensmitteln entzweiten sich die Geister
Damit hatte ganz sicher niemand gerechnet, als die Hände zu den Abstimmungen hoch gingen: dass am Ende alles abgelehnt war – mit unerwünschter Konsequenz.
Neue Märkte nur noch in verträglichem Maß – das ist das erklärte Ziel des Märktekonzeptes, das auf Vorschlag von Baubürgermeister Herbert Holl Ende Januar 2003 beschlossen wurde. Darin war für das Gelände des ehemaligen Mercedes-Autohauses Hebeiss ein Lebensmittelmarkt vorgeschlagen, aber vom Gemeinderat gestrichen worden, was die Vermarktung der leer stehenden Hallen und des Geländes nicht gerade erleichterte.
Dann aber entschloss sich die Reifenhandelskette Reiff zum Kauf und Umzug auf das Grundstück (das Stadtblatt berichtete). Der neue Bebauungsplan „Spitalfeld“, der die alten praktisch uneingeschränkten Nutzungsrechte auf dem Grundstück einschränken sollte, sah, dem Märktekonzept folgend, keine Lebensmittel vor, was im Bauausschuss jedoch ins Gegenteil verkehrt wurde.
Im Gemeinderat verteidigte die SPD-Stadträtin Eva Kochendörfer den Wunsch, nun doch Lebensmittel zuzulassen, mit der Einkaufssituation auf dem Roten Buck. Unterstützt wurde sie vom SPD-Fraktionschef Manfred David und CDU-Stadtrat Christoph Heisig, der diese Frage dem freien Markt überlassen wollte. Beide argumentierten, so nah gehe der Gemeinderat ohnehin nicht mehr am Märktekonzept entlang. Vehement dagegen hielten die Stadträte Peter Gansky, Nils Kaiser (UGL) und Jochen Lehner (AWV) - im Einklang mit Baubürgermeister Holl, dem das Märktekonzept „ernst und wichtig“ ist. Lehner stellte die Frage, wie die Stadt nach einem erfolgreichen Verdrängungswettbewerb durch Discounter in 15 Jahren aussehen werde.
Abgelehnt wurde sowohl der Antrag Kaisers (Ausschluss von Lebensmitteln) als auch der Bebauungsplan (inklusive Lebensmittel-Zulassung), sodass jetzt das
„alte“ Recht gilt, das praktisch alles offen lässt. Allerdings ist (im Moment) weit und breit kein Lebensmitteldiscounter für das Hebeiss-Grundstück in Sicht, sondern ein Reifenhändler.
(ks)
Das Gelände des ehemaligen Sägewerkes und Fertighausherstellers Speer & Gscheidel zwischen Ferdinand-von-Steinbeis-Straße und Friedrich-Bergius-Straße entwickelt sich immer mehr zum Kunden-Magnet.
Mit dazu beitragen wird auch das neue Nutzungskonzept, das der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mit 20 Ja-Stimmen bei neun Gegenstimmen und drei Enthaltungen auf den Weg gebracht hat. Vorgesehen ist, dass ein weitere Discount-Markt - möglicherweise als Ersatz für den Lidl-Markt in Altenmünster - ansiedeln kann. Das jetzt überplante und in die frühzeitige Bürgeranhörung geleitete Gebiet umfasst etwa ein Drittel des Gesamtareals. Der SPD-Stadtrat Manfred David hatte einer Einzelbaugenehmigung den Vorzug vor einem Bebauungsplan gegeben, während Bürgermeister Herbert Holl betonte, dass man um einen Bebauungsplan nicht herumkomme: "Wir müssen hier dringend Ordnung reinbringen." Das Nutzungskonzept sieht neben einem Lebensmittel-Discounter auch einen Getränkemarkt, Gartenbaumarkt und einen KfZ-Handel vor.
(ks)
Ein neuer Stadtteil wächst
Mit atemberaubender Geschwindigkeit wächst das Fundament eines neuen Stadtteils. Der Gemeinderat hat die rechtlichen Grundlagen für Hirtenwiesen II einstimmig beschlossen.
Wie der neue Stadtteil auf dem 34 Hektar großen Teilgelände der ehemaligen McKee Baracks gestaltet werden soll, ist erschöpfend erörtert. „Hirtenwiesen II“ liegt zwischen der Willi-Brandt-Straße und dem Stadtteil Sauerbrunnen.
Bemerkenswert ist das sonnengestützte Versorgungskonzept für Hirtenwiesen II, das Crailsheim in die Energiezukunftsliga aufsteigen lässt. Es können 86 freistehende Einfamilienhäuser, 30 Doppelhaushälften, 39 Reihenhäuser und elf Wohnblocks neu gebaut werden. Sie werden mit Energie versorgt, die zu 50 Prozent aus der Sonne gewonnen wird. Die Erschließungsstraßen werden schon gebaut, die Vermarktung beginnt in Kürze.
(ks)
Prüfer sieht die Bau- und Entwicklungsgesellschaft auf dem richtigen Weg
„Allgemein schätzen wir die Finanzlage der CBE als zufriedenstellend ein, im Verhältnis zum Vorjahr hat sie sich weiter entspannt.“ Das stellt der Rechnungsprüfer Christoph Jung für das Jahr 2002 fest.
Natürlich gibt es Unwägbarkeiten, wenn die geplante Vermarktung der restlichen, überwiegend noch nicht sanierten Wohnungen bis 2006/07 vorhergesagt werden soll. So stellt Jung fest, dass“nach wie vor nicht genau einschätzbar ist, welche Fremdkapitallast nach Abschluss der Sanierung des östlichen Teils im Hinblick auf das Anlagevermögen des Eigenbetriebs verbleibt.“ Er rechnet außerdem mit einer höheren Zinslast, weil die Vermarktung zeitlich gestreckt werden soll, der Rückfluss des eingesetzten Sanierungskapitals also länger dauert. Aber: Noch ist gar nicht abschließend beraten und beschlossen, was mit den 90 Wohnungen in den fünf Wohnblocks östlich der Willi-Brandt-Straße in der neu benannten Julie-Pöhler-Straße geschehen soll. Deshalb begrüßt Jung ausdrücklich, dass „die weitere Vermarktungsstrategie für die östlichen Gebäudeteile noch im ersten Quartal dem Betriebsausschuss“ vorgestellt wird. Positive Effekte für die Vermarktung erwartet Jung, weil die Eigenheimzulage nun doch noch, wenn auch in verringertem Umfang, gewährt wird.
Abgesehen von Formalien und lästigen Unstimmigkeiten, die aus verschiedenen Buchungsverfahren herrühren (ab 2004 ist das ausgeräumt), ist der Rechnungsprüfer mit dem CBE-Ergebnis des Jahres 2002 zufrieden. „Als Erfolg zu beurteilen“ ist der Verkauf von 21 Wohnungen im Jahr 2002, auch wenn mit 25 gerechnet wird. Aber die wirtschaftliche Gesamtlage gab offenbar nicht mehr her. Der tatsächliche Gewinn in Höhe von 202000 Euro bleibt bei der CBE als Vortrag auf die Jahresrechnung 2003. Einstimmig wurde die Jahresrechnung im Gemeinderat festgestellt, auch wenn Stadtrat Friedrich Ludwig (CDU) bemerkte, man könne darüber streiten, ob dieses Betriebsergebnis positiv oder negativ zu bewerten sei. Der Eigenbetrieb könne jedenfalls „noch nichts an die Stadt abführen.“
(ks)

Umstellung, wo es möglich ist/Hoher Schulungsaufwand
Schwäbisch Hall und München sind Linux-Domänen. Doch ob wirklich so viel gespart worden ist, wie die Rathäuser vorrechnen, versieht die Crailsheimer EDV-Spezialistin Iris Buchholz-Bögel mit einem Fragezeichen.
Wo das freie Betriebssystem Linux und die kostenlose Bürosoftware OpenOffice Kosten einsparen, werden sie in der Crailsheimer Verwaltung eingesetzt. Aber nicht überall laufen die 193 Rechner im Rathaus, Bauhof, Jugendbüro, in VHS, Bücherei, Museum und Musikschule mit diesen Programmen problemlos, unterstrich die „IuK“-Chefin im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Sie setzt in der Information und Kommunikation (IuK) der Verwaltung auf eine „sanfte Migration von Linux“. Die steht mit der nächsten Generation von Novell ohnehin ins Haus: „Das warten wir ab.“
Ersatzrechner werden heute schon mit Linux und OpenOffice ausgestattet, wenn der Betrieb nicht gestört und der (Schulungs-)Aufwand nicht zu hoch wird. Microsoftprodukte werden in den 16 Kindergärten durch kostenlose Anwendungen ersetzt.
In der Crailsheimer Verwaltung sind 61 verschiedene Programme im Einsatz, und viele setzten Microsoft-Anwendungen voraus. Bereits komplett auf Linux umgestellt ist die Stadtbücherei. Der Intranetserver und der Internetzugang werden durch Linux-Server abgebildet. In Crailsheim werden jährlich 750000 Euro für die Datenverarbeitung ausgegeben. Linux könnte jährlich 20 Euro pro Rechner sparen.
(ks)
Auch wenn der Gemeinderat die Sanierung der Karlstraße zustimmend zur Kenntnis genommen hat, ist damit keine Festlegung zur Fabergasse und zu Gehweg bzw. zur Parkbucht vor dem Finanzamt gemacht. Das versicherte Bürgermeister Herbert Holl dem UGL-Stadtrat Nils Kaiser. Vorrang hat die Parkbucht am Finanzamt vor der Fabergasse, so der SPD-Fraktionschef Manfred David. Die Fabergasse wäre nach Ansicht Holls der Einstieg in die Sanierung der Adam-Weiß-Straße, was von Nils Kaiser ebenso gesehen wird. Allerdings fragte Kaiser: „Können wir uns das leisten?“ Die Anliegergespräche in der Adam-Weiß-Straße verliefen laut Holl positiv (Anfrage Jochen Lehner, AWV). Er kündigte auf eine baldige Vorlage im Gemeinderat an. – Die Sanierung der Wilhelm- und Karlstraße hat den Kostenrahmen von 1,7 Millionen Euro bislang nur um 60000 Euro überzogen.
(ks)
Die Natursteinarbeiten am Lise-Meitner-Gymnasium führt die Firma Klinger+Gösele, Ellwangen, zum Preis von 56500 Euro aus. Die Steine werden verklebt und nicht, wie ursprünglich ausgeschrieben, in Mörtel verlegt. – Fast 120000 Euro bleiben die Baukosten für das zweite Gymnasium nach derzeitigem Stand unter der Kostenberechnung. Veranschlagt sind 8,13 Mio. Euro. Etwa die Hälfte der Arbeiten sind vergeben.
In Roßfeld werden in der Hauptstraße, der Forstamts-, der Wasser-, der Rathausgasse, im Schanzbuck, am Hummelsberg und im Kirchbühl von den Stadtwerken die Versorgungsleitungen ausgewechselt. Die folgenden Straßenbauarbeiten und Installation der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße wird von der Firma Steinbrenner, Wiesenbach, für knapp 47000 Euro ausgeführt.
Den Jahresvertrag für die Straßen- und Feldwegunterhaltung erhielt die Firma Leonhard Weiß, Satteldorf in Höhe von 221 789 Euro.
(ks)
Fast vier Millionen Euro aus dem Jahr 2003 werden ins Jahr 2004 übertragen.
Verkehrsengpass Roßfeld
Grundsätzlich soll diskutiert werden, wie der Verkehrsengpaß Roßfeld entlastet werden kann. Das erklärte Bürgermeister Holl dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred David, der nach Verbesserungsmöglichkeiten gefragt hatte. Dem morgendlichen Lkw-Verkehr im „Lehenbusch“, der zu Beanstandungen führt, wird auf den Grund gegangen, sicherte Holl dem Stadtrat zu.
(ks)
Nicht nach einer Prioritätenliste, sondern dort, wo Gefahr im Verzug ist“, werden Straßen ausgebessert. Das erklärte Bürgermeister Herbert Holl der SPD-Stadträtin Eva Kuhr. Holl ist es ein Anliegen, die Hardtstraße ganz auszubauen und nicht zu flicken.
(ks)
Noch gar nicht umgesetzt ist die Delegation der Schlüsselgewalt für die Sporthallen im laufenden Übungsbetrieb. Doch es hat bereits Irritationen und Verärgerung bei einzelnen Hausmeistern gegeben, berichtete CDU-Stadtrat Harald Bourzutschky. Bürgermeister Harald Rilk berichtete, dass mit den Vereinen derzeit Gespräche laufen. Verwaltungsintern wird überlegt, den Bereitschaftsdienst nicht auf die Hausmeister sondern auf die Elektrikertruppe zu übertragen. Der Gemeinderat verabschiedete die (nur im Punkt Schlüsselgewalt) geänderte Benutzungsordnung für städtische Sportplätze und Sporthallen einstimmig.
(ks)
Den Wahlen der Feuerwehr stimmte der Gemeinderat zu
Damit sind Werner Groß und Werner Weinmann Chef und stellvertretender Chef der Hauptabteilung. In Tiefenbach stehen Gerhard Kellermann und Michael von Berg (Stellvertreter) an der Spitze. Für die Triensbacher Abteilung sind Helmut Schenkel und Harald Wüstner (Stellvertreter) bestätigt worden.
(ks)
Über Beschwerden von Anliegern des Volksfestplatzes berichtete SPD-Stadtrat Günther Herz, nachdem dort Landfahrer campiert hatten. Bürgermeister Rilk wies darauf hin, dass die Stadt keinen Platz mehr hat, der Landfahrern zugewiesen werden kann.
(ks)
Das Regierungspräsidium hat den Etat der Stadt und den Wirtschaftsplan der Crailsheimer Bau- und Entwicklungsgesellschaft (CBE) genehmigt. Danach kann die Stadt fünf Millionen Euro Kredit aufnehmen, um die Verwaltungsaufgaben mit 61,7 Mio. Euro und die Investitionen (und Schuldentilgung) in Höhe von 11,4 Mio. Euro zu finanzieren. Dazu muss – trotz aller von der Aufsichtsbehörde anerkannten Konsolidierungsbemühungen – in die „Sparbüchse“ gegriffen und der Grundstücksverkauf, wie geplant, abgewickelt werden. Sehr bedenklich sei der absehbare weitere „Substanzverzehr“ in den Jahren 2005, 2006 und 2007. Es sei „unumgänglich“, den Sparkurs und die strukturelle Haushaltsentlastung inklusive Ausgabendisziplin und Ausschöpfung aller eigenen Einnahmen „sogar noch angemessen zu intensivieren“. Durch stetige Aufgabenkritik und Überprüfung der Leistungsstandards sollen weitere Möglichkeiten zur Rationalisierung ausgelotet werden. Der reale Vermögensverbrauch sollte „alsbald“ gestoppt und versucht werden, angemessen Eigenmittel für Investitionen bereit zu stellen.
(ks)
Der Jahresabschluss für 2003 ist zur „Punktlandung“ geworden, berichtete Finanzbürgermeister Harald Rilk im Gemeinderat. Beim Gesamtetat von 70 Millionen Euro waren am Schluss 700000 Euro mehr in der Kasse. Die kalkulierten Einnahmen aus der Gewerbesteuer wurden in einem Wechselbad von unerwarteten Einnahmen und Rückzahlungen um 1,6 Millionen Euro übertroffen. Die Zinsleistungen fielen um 340000 Euro geringer, die Konzessionsabgabe um 250000 Euro höher aus. Dafür musste mehr Kreis- und Gewerbesteuerumlage bezahlt werden. Beim Personal und im laufenden Betrieb wurde eine halbe Million Euro gespart. Die Eigenmittel für Investionen gingen um 1,9 Mio. nach oben. Doch 2,2 Mio. weniger Zuschüsse trübten das positive Bild.
(ks)
Bis 2400 Besucher erlaubt
Die Beschränkung der Besucherzahl auf 600 Menschen war bei der Hirtenwiesenhalle vom Kreisbrandmeister beanstandet worden. Der Grund war die Auslegung der Fluchtwege.
Bei mehr als 200 Besuchern müssen die Fluchtwege gleich auf 2400 Personen ausgericht werden. Das erfuhr die SPD-Fraktion auf eine entsprechende Anfrage der SPD. Eine Beschränkung auf 600 Personen, wie sie der Gemeinderat gewollt hatte, sieht das Gesetz einfach nicht vor.
Dieser unumgänglichen Vorschrift leistete die Bauverwaltung während des Hallenbaus Folge. Durch Umplanung und zusätzliche Fluchttüren entstanden knapp 20000 Euro Mehrkosten – auf dem Papier, denn günstige Ausschreibungsergebnisse fingen diese Kostensteigerung auf.
Jetzt sind also bis zu 2400 Besucher in der Hirtenwiesenhalle erlaubt. Über eine Nutzungsordnung lässt sich der außersportliche Betrieb allerdings regeln.
Klar ist, dass alle Kosten für die Bestuhlung der Halle, für Transport und Aufbau einer Bühne, für „Anschaffung und Verlegung eines zusätzlichen Bodens über die Vermietung gedeckt“ werden, heißt es dazu in einer Sitzungsvorlage. Dazu stellte Bürgermeister Harald Rilk unmissverständlich fest, dass im Haushalt für einen Boden kein Geld vorgesehen ist.
(ks)
Bis 2400 Besucher erlaubt
Die Beschränkung der Besucherzahl auf 600 Menschen war bei der Hirtenwiesenhalle vom Kreisbrandmeister beanstandet worden. Der Grund war die Auslegung der Fluchtwege.
Bei mehr als 200 Besuchern müssen die Fluchtwege gleich auf 2400 Personen ausgericht werden. Das erfuhr die SPD-Fraktion auf eine entsprechende Anfrage der SPD. Eine Beschränkung auf 600 Personen, wie sie der Gemeinderat gewollt hatte, sieht das Gesetz einfach nicht vor.
Dieser unumgänglichen Vorschrift leistete die Bauverwaltung während des Hallenbaus Folge. Durch Umplanung und zusätzliche Fluchttüren entstanden knapp 20000 Euro Mehrkosten – auf dem Papier, denn günstige Ausschreibungsergebnisse fingen diese Kostensteigerung auf.
Jetzt sind also bis zu 2400 Besucher in der Hirtenwiesenhalle erlaubt. Über eine Nutzungsordnung lässt sich der außersportliche Betrieb allerdings regeln.
Klar ist, dass alle Kosten für die Bestuhlung der Halle, für Transport und Aufbau einer Bühne, für „Anschaffung und Verlegung eines zusätzlichen Bodens über die Vermietung gedeckt“ werden, heißt es dazu in einer Sitzungsvorlage. Dazu stellte Bürgermeister Harald Rilk unmissverständlich fest, dass im Haushalt für einen Boden kein Geld vorgesehen ist.
(ks)
Das Gelände des ehemaligen Sägewerkes und Fertighausherstellers Speer & Gscheidel zwischen Ferdinand-von-Steinbeis-Straße und Friedrich-Bergius-Straße entwickelt sich immer mehr zum Kunden-Magnet
Mit dazu beitragen wird auch das neue Nutzungskonzept, das der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mit 20 Ja-Stimmen bei neun Gegenstimmen und drei Enthaltungen (nicht einstimmig, wie versehentlich berichtet) auf den Weg gebracht hat. Vorgesehen ist, dass ein weiterer Discount-Markt – möglicherweise als Ersatz für den Lidl-Markt in Altenmünster – ansiedeln kann. Das jetzt überplante und in die frühzeitige Bürgeranhörung geleitete Gebiet umfasst etwa ein Drittel des Gesamtareals. Der SPD-Stadtrat Manfred David hatte einer Einzelbaugenehmigung den Vorzug vor einem Bebauungsplan gegeben, während Bürgermeister Herbert Holl betonte, dass man um einen Bebauungsplan nicht herumkomme: „Wir müssen hier dringend Ordnung reinbringen.“ Das Nutzungskonzept sieht neben einem Lebensmittel-Discounter auch einen Getränkemarkt, Gartenbaumarkt und einen Kfz-Handel vor.
(ks)