







Teilnehmer der Bürgerreise nach Worthington durchweg begeistert
Zu ihren Eindrücken am Schluss der Reise befragt, äußerten sich alle Teilnehmer sehr positiv. Seit vier Jahren ist die städtische Verwaltungsfachangestellte und Sekretärin der Ingersheimer Geschwister-Scholl-Schule, Carola Schnabl (45), ehrenamtliche Präsidentin des rund 40 Personen umfassenden Worthington-Komitees.
Ihr Jahr in Worthington als Austauschschülerin im Schuljahr 1985/86 hat die vielseitig Interessierte und Beschäftigte sowie Mutter von drei Kindern nachhaltig geprägt. Über ihren Laptop zu Hause liefen im Vorfeld alle Korrespondenzen mit Worthington in einer zirka einjährigen Vorbereitungszeit. Oberbürgermeister Rudolf Michl sprach ihr und ihrem sie unterstützenden Ehemann Ralf am letzten Tag der Expedition ein herzliches Dankeschön namens aller 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus. Für Carola Schnabl war es sehr wichtig, nach fünf Jahren erneut eine Bürgerreise nach Worthington anzubieten. Zufrieden zeigte sie sich, dass immerhin 13 Jugendliche und Studenten mitfahren konnten. Sie dankte den Freunden in Worthington, dass sie ein abwechslungsreiches Programm für die Crailsheimer vorbereitet und alle Unternehmungen begleitet haben. Besonders stolz ist sie, dass die beiden ersten Austauschschüler Gene Janssen und Eddie Blair ohne Vorankündigung, spontan die Crailsheimer Gruppe sehen wollten und hierfür weite Anreisen nicht scheuten. Die Familie von Martha und Bill McCarthy haben sich große Mühe gegeben um den deutschen Freunden einen angenehmen Aufenthalt in Santa Fe zu ermöglichen. Für den zwölfjährige Sandy war bei seinem ersten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten der Besuch in Pipestone bei den Indianern ein besonderes Erlebnis. Irene Sandel geb. Keck lebt seit 43 Jahren in der Pfalz. Für sie war es der vierte Besuch seit dem Aufenthalt in der Partnerstadt als Austauschschülerin vor genau 50 Jahren. Dass ihre einstige Austauschpartnerin Carol Scherff noch bei guter Gesundheit ist, gefällt ihr am besten. Mit ihrer Freundin und Gastgeberin Carol habe sie „Tag und Nacht“ geredet. Die ersten Austauschschüler Eddie Blair und Gene Janssen in das Programm einzubinden, war für die einstige Onolzheimerin eine gute Gelegenheit, diese persönlich kennen zu lernen. Der neunjährigen Emelie, der jüngsten Teilnehmerin der Gruppe, hat es die Fahrt mit dem Wassermotorad auf dem Okabena See besonders angetan. Hierfür ist sie dem Gastvater Jeff Williamson sehr dankbar. Für den zwanzigjährigen Studenten David Etzel war es eine große Freude nach zwei Jahren seine Gastfamilien und viele Freunde, wieder zu sehen. Ebenso erging es Sophia Düll, die an allem Spaß hatte, besonders aber am Jet-Ski-Fahren auf dem Okabena-See.
fk

Den ersten Austauschschülern, Gene Janssen und Eddie Blair, geht es gut
Die Rundreise der Crailsheimer Bürgergruppe in die Vereinigten Staaten hat sich dank moderner Medien schnell „herumgesprochen“. So erwiesen Gene Janssen und Eddie Blair, die beiden ersten Austauschschüler Worthingtons in Crailsheim im Schuljahr 1956/1957, dem Oberbürgermeister und den mitgereisten Mitgliedern des Crailsheimer Worthington-Komitees die Ehre.
Beide hatten Worthington bereits vor fünf Jahrzehnten verlassen und waren nach dem Studium „in der Fremde“ beruflich tätig. Gene Janssen (73) ist pensionierter Kirchenmusiker und besuchte die Crailsheimer im Hotel in Minneapolis, der größten Stadt von Minnesota. Er erzählte von seinem ereignisreichen Leben, das mitgeprägt wurde durch seinen Aufenthalt in Crailsheim. Im Ruhestand beschäftigt er sich intensiv mit der Erforschung der Geschichte seiner einst aus Ostfriesland ausgewanderten Vorfahren. Er hat bereits über 26 000 Adressen zusammengetragen, er erforscht die verschiedensten Verbindungen und wird sein Werk auch veröffentlichen. Den Familien Joachim Thierley und Dietrich Stoll gilt sein besonderer Gruß. Eddie Blair (73), pensionierter Pfarrer, ist vor zwei Jahren mit seiner Frau von Minnesota in das wärmere Arizona gezogen, um seinen Leidenschaften, dem Golfspiel und dem Skifahren, besser nachkommen zu können. Zum 4-stündigen Treffen in Flagstaff hatte er einen vollen Karton mit Fotoalben, Berichten und weiteren Erinnerungsstücken mitgebracht. Begeistert zeigte er sich, dass seine langjährige Bekannte Irmgard Mayer-Pompe der Reisegruppe angehörte. Bei seiner einstigen Gastmutter Emilie Krauß im Roten Buck hatte er die damals Zehnjährige und ihre Familie oft getroffen. Sein herzliches und lautes Lachen hat er noch nach über 50 Jahren beibehalten.
fk

Zu Gast bei Freunden
Crailsheimer besuchen Worthington / 25 000 Kilometer zurückgelegt
Mit unvergesslichen Eindrücken nach Crailsheim zurück gekehrt sind kürzlich die 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der von der Stadtverwaltung angebotenen und innerhalb weniger Tage ausgebuchten vierten Bürgerreise in die nordamerikanische Partnerstadt Worthinton in Minnesota und in den Südwesten der USA, mit Bereisung der Staaten New Mexico, Arizona und Nevada.
Besonders erfreulich war, dass erstmals wegen der Pfingstferien auch Schüler, Studenten, deren Eltern und auch Lehrer teilnehmen konnten. Gene Janssen und Eddie Blair, die beiden ersten Austauschschüler aus Worthington im Jahre 1956, ließen es sich nicht nehmen, lange Anfahrtszeiten auf sich zu nehmen, um die deutsche Reisegruppe zu sehen und über ihre guten Erfahrungen in Crailsheim vor 57 Jahren zu erzählen. Angeführt wurde sie von Oberbürgermeister Rudolf Michl und der ehrenamtlichen Präsidentin des Worthington-Komitees, Carola Schnabl.
Die erste Überraschung erlebte die Gruppe, als ihr Bus 28 Stunden nach Reisebeginn nachts um 1 Uhr von drei Polizeifahrzeugen ab dem Stadtrand von Worthington mit Blaulicht zum neuen städtischen Event-Center geleitet wurde. Dort warteten die Gastfamilien. Nach dem Ausstieg aus dem Bus wurden die Gäste aus „Old Germany“ von einer über 50-köpfigen Kapelle mit Jugendlichen der Worthington Senior High School und ihrem Dirigenten Jon Loy musikalisch begrüßt. Eine deutsche und eine amerikanische Flagge flatterten im Wind. Während eines fünftägigen Aufenthalts bei ihren Gastfamilien erlebten viele Deutsche erstmals in ihrem Leben hautnah den echten „American way of life“.
Abwechslungsreiche Tage
Tagsüber gab es in Worthington und Umgebung ausreichend Gelegenheit die Stadt und ihr ländliches Umland kennen zu lernen. Für fünf mitgereiste ehemalige Crailsheimer Austauschschüler (Irene Sandel, geb. Keck, Schuljahr 1963/1964; Ingrid Konrad, 1972/1973; Carola Schnabl, geb. Stiller, 1985/1986; David Etzel, 2011/2012 und Sophia Düll, 2012) bereitete die Eingewöhnung keine Schwierigkeit, da sie bereits ein Jahr ihres Lebens in den Vereinigten Staaten verbracht haben. Allen anderen fielen etliche Besonderheiten auf. Ein abwechslungsreiches Programm, vorbereitet vom Crailsheimer Komitee mit Janice Berger an der Spitze, dem Gewerbeverein mit der Vorsitzenden Darlene Macklin sowie Janice Oberloh vom Rathaus sorgte für Abwechslung. Die männlichen Gäste erlebten u.a., wie täglich 21.000 Schweine beim größten Arbeitgeber der Stadt mit 2.300 Beschäftigen, dem Lebensmittelkonzern JBS, geschlachtet, zerlegt, und haushaltsgerecht verpackt werden. Die Schlachttiere werden je Tag von bis zu 120 Transportfahrzeugen angeliefert. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb zu zehn Stunden, sieben Tage die Woche. Weiter auf dem Programm standen der Besuch auf einem landwirtschaftlichen Milchbetrieb mit 1.100 Kühen und Kälbern, sowie die Besichtigung eines Angus-Mastbetriebs mit ca. derselben Anzahl an Rindern. Der Besuch auf einer Obstplantage mit Veredelungsabteilung fehlte ebenso wenig wie die Besichtigung des neuen, geräumigen Feuerwehrmagazins mit zahlreichen Landfahrzeugen und auch einem Feuerwehrboot für Einsätze auf dem innenstadtnah gelegenen großen Okabena See.
Die Frauen besuchten eine Bäckerei, waren bei drei der über 20 gleichberechtigten Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen eingeladen und besichtigten das unter Denkmalschutz stehende und als Museum eingerichtete Haus von George D. Dayton, der ein bedeutender amerikanischer Geschäftsmann war. Die Besichtigung der neu renovierten Stadthalle Memorial Auditorium mit ihrer allen Erfordernissen moderner Technik ausgestatteten Einrichtung war sehr interessant.
Wenige Feiertage
Die Amerikaner müssen sich teilweise mit nur 10 Tagen Urlaub im Jahr und wenigen gesetzlichen Feiertagen begnügen. So war auch der Pfingstmontag kein Feiertag und man konnte an diesem Tag eine Grundschule mit Kindergarten, eine Mittelschule und das Gymnasium besichtigen und den Unterricht beobachten.
Worthington ist erst ca. 140 Jahre alt. Wie die einst vor allem aus Mitteleuropa übergesiedelten Menschen früher lebten, erfuhren die Crailsheimer im aufschlussreich gestalteten Freilandmuseum Pioneer Village. In der weiten Prärie rund um Worthington lebten seiner Zeit noch viele Indianer. In der Nachbarstadt Pipestone ist den Ureinwohnern des Mittleren Westen der USA ein Informationszentrum gewidmet. Abkömmlinge fertigen dort noch heute aus „rotem Stein“ für Einheimische und Touristen Friedenspfeifen, Schmuck und weitere Gegenstände. Eine Friedenspfeife bekam Oberbürgermeister Rudolf Michl von seinem Kollegen Alan Oberloh zum Abschluss für alle Crailsheimer überreicht. Sie wird im Rathaus einen Ehrenplatz finden.
Erfolgreiche Entwicklung im ländlichen Raum
Oberbürgermeister Rudolf Michl führte mit seinem Kollegen Alan Oberloh ausführliche Gespräche. Beide waren sich einig, dass es sich im ländlichen Raum sowohl in Worthington als auch in Crailsheim gut leben lässt. Vielen Crailsheimern ist Alan Oberloh wegen seines langen Bartes in bester Erinnerung. Er ist seit 12 Jahren im Amt und wurde nach jeweils vierjähriger Amtszeit zweimal wiedergewählt. Er und seine Ehefrau Janice waren zweimal in Crailsheim und möchten in naher Zukunft erneut nach Deutschland kommen. Das Stadtoberhaupt liebt Oldtimer, ist im Hauptberuf Besitzer einer Autowerkstatt an der Mall (Hauptstraße) in Worthington. Er beschäftigt sechs Mitarbeiter, ist vielseitig und engagiert sich in diversen Gremien. In Worthington hat sich seit seinem Amtsantritt einiges verändert. Dies merkt man, wenn man längere Zeit nicht in der Partnerstadt war. Investiert wurde nicht nur von Firmen und Privatpersonen sondern auch von der öffentlichen Hand. Ein neues Feuerwehrmagazin, renovierte Straßen, neue Schulen und ein neues Hallenbad zeugen von einer regen Bautätigkeit. Das Hallenbad ist erst drei Jahre alt. Ein privater Investor baut eine Klinik, das Eventcenter für gehobene Veranstaltungen geht seiner Vollendung entgegen. Ein weiteres Hotel soll das Stadtbild der inzwischen auf 12.500 Einwohner angewachsenen Stadt prägen. Man entdeckt weitere Supermärkte. Die 10th-Street in der Down-Town hat ihre frühere Bedeutung als Haupteinkaufsstraße verloren. Trotzdem werden dort sehr gute Umsätze von den inzwischen angesiedelten Asia-Läden erzielt. Die vielen spanisch sprechenden Einwanderer aus Südamerika sind für die Einkaufsmöglichkeiten von günstigen Waren dankbar.
Eissturm sorgte für Millionenschäden
Eine seiner schwärzesten Stunden erlebte Worthington Mitte April diesen Jahres. Ein schwerer Eissturm fegte über die Stadt und das Umland, wie Bürgermeister Alan Oberloh berichtete. Ein Fünftel der Häuser wurden abgedeckt. Strommasten knickten um, es gab zwei Tage lang keinen Strom mehr. Alte Bäume und viele Bauten wurden schwer beschädigt. Überall sieht man es noch im Stadtbild. Die Aufräumarbeiten dauern auch nach sechs Wochen noch an. Präsident Barack Obama erklärte die betroffenen Landkreise im Südwesten von Minnesota zum Katastrophengebiet. Dies bedeutet, dass es vom Staat für Reparaturen an öffentlichen Einrichtungen finanzielle Unterstützung gibt. Firmen und Privatpersonen sind hiervon ausgenommen. Für letztere sieht es düster aus, wenn sich die Eigentümer nicht gegen Elementarschäden abgesichert haben. Ein großer Steuerzahler ist der städtische Liquorstore, welcher das Monopol für den Verkauf von Alkoholischem besitzt. Dies freut besonders den dortigen Stadtkämmerer. Ein neuer städtischer Bauhof ist am Entstehen. Es wird mehr Platz geben für die Einsatzfahrzeuge der Stadt. Stolz ist Bürgermeister Alan Oberloh auf die Städtepartnerschaft mit Crailsheim und ihren Aktivitäten. All seine Kollegen im weiten Umkreis beneiden ihn darum. Ihre Städte haben teilweise noch mehr Partnerschaften und es geschieht viel weniger als zwischen Crailsheim und Worthington. Bei zahlreichen Arbeitsgesprächen während des Aufenthaltes stellten die beiden Stadtoberhäupter übereinstimmend fest, dass sowohl in Crailsheim als auch in Worthington trotz weiter Entfernungen zu den Oberzentren sich namhafte Firmen entwickeln konnten. Einige haben es dank der Cleverness ihres Managements zu „Hidden Champions“ gebracht. Sie bieten sichere Arbeitsplätze für die Landbevölkerung. Bodenständige und fleißige Mitarbeiter aus einem weiten Einzugsbereich sind sowohl in Worthington als auch in Crailsheim die Garanten der erfolgreichen Entwicklung. Zum Abschluss der Reise zeigte sich OB Michl erfreut darüber, dass er in seiner inzwischen über dreijährigen Amtszeit endlich auch die vierte und älteste Partnerstadt Crailsheims persönlich kennen lernen konnte. Ein Traum von Alan Oberloh ist es, bald Crailsheim zum dritten Mal zu besuchen. Viel sagend und verschmitzt zwinkernd bemerkte er, dass er schon nach Flugtickets schaue.
Theaterstück zur Partnerschaftsgeschichte
Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes in Worthington war ein festliches Essen in der Cafeteria der Worthington-Senior-High-School. Das Programm wurde musikalisch umrahmt von der „Amazing“ City Band unter Musikdirektor Jon Loy. Es spielte auch das Great Plains String Quartett, welches vor zwei Jahren in der Ingersheimer Matthäuskirche ebenfalls begeisterte. Jessica Zuehlke aus Minneapolis, sie stammt aus Worthington, stellte ihr Theaterprojekt vor, das die Verbindung zwischen Worthington und Crailsheim zum Thema hat. Am darauffolgenden Abend gab es ein feierliches Konzert des neu gegründeten Worthington Area Symphonie Orchesters unter der Leitung von Dr. Christopher Stanichar im Memorial Auditorium.
In nur wenigen Tagen wurden lange Jahre bestehende Freundschaften gefestigt und viele neue Verbindungen aufgenommen. So war es unausweichlich, dass beim Abschied auch einige Tränen flossen. Die Freunde aus Worthington werden sicher wieder nach Crailsheim kommen, um die 1947 gegründete älteste und intensivste Städtepartnerschaft zwischen einer deutschen und einer amerikanischen Stadt auch nach 66 Jahren ihres Bestehens weiter zu pflegen und fortzusetzen.
Die Crailsheimer Reisegruppe bei der Besichtigung des Schlachthofes in Worthington.
fk

Crailsheimer besuchen den Ehrenbürger
Vor elf Jahren wurde er zum Dank für seine jahrzehntelangen Verdienste für die Völkerverständigung zum Ehrenbürger Crailsheims ernannt. Bei der Straßenbenennung der Bürgermeister-Demuth-Allee im Jahre 2004 beim Lise-Meitner-Gymnasium war er auch persönlich anwesend. Inzwischen ist er 86 Jahre alt und erfreut sich immer noch einer guten Gesundheit.
Bob Demuth und seine von einem leichten Schlaganfall erholte Ehefrau Betty ließen es sich nicht nehmen, Oberbürgermeister Rudolf Michl, seine Frau Eva-Maria und einige langjährige Crailsheimer Freunde mit seinen ebenfalls in Worthington wohnenden Angehörigen zu einem Abendessen einzuladen. Das Haus an der Fox-Farm-Road mit Park und See hat er altershalber verkauft. In seinem neuen Reihenhaus am Woodland Court wurden anschließend Erinnerungen ausgetauscht. Bob Demuth war neben seinem Hauptberuf im Immobiliengewerbe fast 20 Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister der Partnerstadt von 1967 bis 1971 sowie von 1986 bis 2002. Zudem bekleidete er jahrelang das Amt eines Landrates (County Commissioner) von Nobles County, dem Landkreis, dem auch die inzwischen 12.500 Einwohner zählende Stadt Worthington angehört. Zur Großfamilie Demuth zählen fünf Kinder, 14 Enkelkinder und inzwischen acht Urenkel. Sie leben zerstreut im „Mittleren Westen“ der Vereinigten Staaten. Untätig kann der Crailsheimer Ehrenbürger trotz seines hohen Alters nicht sein. Er geht täglich in die Frühmesse der St. Mary's Kirche und erstellt regelmäßig in seiner Werkstatt geschmackvolle Gebrauchs- und Kunstgegenstände aus Holz. Als Problem sieht er es an, dass die meisten Jugendlichen nichts von der großartigen Partnerschaft zwischen Crailsheim und Worthington wissen. Diese seien teilweise auch uninteressiert, weil sie die schlimme Zeit des Zweiten Weltkriegs und der folgenden Jahre nicht persönlich erlebt haben. Die meisten der Zeitzeugen der ersten Stunden der Partnerschaft seien inzwischen verstorben. Nur diese hätten miterlebt, was es heißt, materielle Hilfen vom einstigen Feind zu erhalten und die Hand zum Frieden entgegengestreckt zu bekommen. Nach Crailsheim würde er schon noch einmal gerne reisen. Seiner Frau Betty ist dies zu beschwerlich. Besonders grüßt der Crailsheimer Ehrenbürger auf diesem Wege seine persönlichen Freunde und alle, die ihn kennen. Namentlich erwähnte er Joachim Scharr, Dr. Otto Burkhardt, Werner Schmidt-Weiss, den Bürgermeisterkollegen Hellmut Zundel und seine Nachfolger sowie auch Oskar Weeber. Er wünscht ihnen gute Gesundheit und ein unbeschwertes Leben. Eingeschlossen in seine guten Wünsche hat er auch die gesamte Bürgerschaft Crailsheims.
fk

Begründerin der Städtepartnerschaft lud ein
1997 wurde zum 50-Jährigen Bestehen der Partnerschaft im Crailsheimer Wohngebiet Hirtenwiesen eine Straße nach ihr benannt. Deshalb war ein weiteres Ziel der inzwischen auf 43 Personen geschrumpften Delegation der „Bürgerreise 2013“ der Wohnort der Familie Mc- Carthy, die Stadt Santa Fe im Südwesten der USA, zirka 1600 Kilometer von Worthington entfernt. Dort in New Mexico lebt seit fast 40 Jahren wegen der schönen Landschaft und des gesunden Höhenklimas die inzwischen 77-jährige Martha McCarthy, geborene Cashel. Sie hat als Zehnjährige kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges ihre Mutter Theodora Cashel veranlasst, eine Hilfsaktion für Menschen im notleidenden Crailsheim zu starten. Tonnenschwere Hilfssendungen halfen das schwere Leid zu lindern. Die gastfreudige Martha McCarthy und ihr Mann Bill ließen es sich nicht nehmen, alle 43 Hohenloher zu sich nach Hause einzuladen, zu bewirten und mit ihnen vier Stunden zusammen zu sein. Zur Unterstützung der Eltern war die Tochter Molly gekommen sowie Sohn Dan mit Ehefrau Annie mit den Enkelinnen Claire und Hannah. Martha McCarthy ist dankbar für die vielen Erinnerungen an Crailsheim, welche in den fast sieben zurückliegenden Jahrzehnten gewachsen sind und noch gepflegt werden. Tränen der Rührung standen ihr in den Augen, als sie über ihren Volksfestaufenthalt im Jahre 1987 mit ihrer 1992 verstorbenen Mutter Theodora Cashel berichtete. Beide Amerikanerinnen durften bei den Festumzügen in einer festlich geschmückten Ehrenkutsche mitfahren. Betagte Crailsheimerinnen und Crailsheimer, in der Nachkriegszeit Empfänger von Gaben aus Worthington, stürmten während des Festzugs aus der Menge heraus immer wieder auf die Kutsche zu, drückten die Hände beider Frauen und überreichten Blumen. Mit dieser Geste dankten sie noch nach vier Jahrzehnten persönlich für die hilfreiche Unterstützung, welche sie in großer Not von Theodora Cashel und den Worthingtonern erhalten hatten. Martha McCarthy und ihr demnächst 80 Jahre alt werdender Mann Bill sind nicht untätig. Sie gehen fast täglich schwimmen und erteilen regelmäßig Spanisch sprechenden Kindern von Einwandererfamilien aus Südamerika Englischunterricht. Namentlich grüßt Martha McCarthy ihre Freundin Gudrun Gscheidle-Katz, die Familien Siegfried Baier, Harald Bourzutschky, die früheren Oberbürgermeister sowie auch die Kinder und den Bruder der erst kürzlich verstorbenen Pauline Ertler (Ernst Röhm). Gute Wünsche aus New Mexico sollen ausgerichtet werden an ihre namentlich nicht erwähnten Bekannten in Crailsheim.
fk

Lars Opaczek (16) kann ein Jahr in der US-amerikanischen Partnerstadt Worthington verbringen
Der siebzehnjährige Lars Opaczek vom Wirtschaftsgymnasium Crailsheim wird das nächste Schuljahr in der Senior High School der amerikanischen Partnerstadt Worthington in Minnesota verbringen.
Das Worthington-Komitee tagte diesmal in der Kaufmännischen Schule und wurde vom Hausherren, dem Schulleiter Peter Kottenstein, herzlich begrüßt. Dieses hat den in Altenmünster wohnenden Lars in geheimer Wahl mit Mehrheit zum 55. deutschen Austauschschüler gewählt. Zwei weitere Bewerberinnen waren mit ihm angetreten. Alle stellten sich dem rund dreißigköpfigen Gremium vor, machten Angaben zu ihrer Person, zu ihrer Familie und ihren Tätigkeiten in der Freizeit. Irmgard Gschwind und Elena Fernandez leiteten die Vorstellung und stellten den drei Kandidaten 30 Minuten lang in Interviewform Fragen (auch auf englisch) zum Grund der Bewerbung, zu den Erwartungen bei dem einjährigen Auslandsaufenthalt, zur Partnerstadt Worthington und zu dem aktuellen Zeitgeschehen sowohl in Crailsheim, in Baden Württemberg, in Deutschland und auch in den USA. Stellvertreterin im Verhinderungsfall wird die fast sechzehnjährige Marilena Pratz aus Oberspeltach sein. Bürgermeister Harald Rilk bedankte sich bei den drei Jugendlichen für deren Mut zur Bewerbung und ihrer Bereitschaft, im Falle der Wahl ein Jahr lang eine unbekannte Umgebung im Ausland zu erleben.

Vergangene Woche tagte das Crailsheimer Worthington-Komitee / 46 Bürgerinnen und Bürger reisen in den Pfingstferien in die USA
Den Termin für die Wahl des neuen Austauschschülers nützte Carola Schnabl, Präsidentin des Crailsheimer Worthington-Komitees, vergangene Woche für einen ausführlichen Bericht. Auch Austauschschüler John Martin zog über seinen bisherigen Aufenthalt in Crailsheim Bilanz.
Carola Schnabl teilte dem versammelten Gremium unter anderem mit, dass die geplante Bürgerreise nach Worthington und in den Südwesten der USA in den Pfingstferien mit 46 Personen ausgebucht sei. Gleich nach der Bekanntgabe bei der Sitzung im November hatten sich 78 Interessenten hierfür vormerken lassen. Nur wenige auf der langen Warteliste konnten bisher nachrücken. Zu Beginn gab John Martin, der derzeitige Austauschschüler aus Worthington, er besucht ein Jahr lang das Lise-Meitner Gymnasium, einen Zwischenbericht nicht nur zu seinem Schulalltag sondern auch zu den Unternehmungen mit den Gastfamilien. Kürzlich absolvierte er im Rahmen eines Schulprojekts ein einwöchiges berufliches Praktikum bei der Stadtverwaltung. Er arbeitete im Rathaus, bei der Stadtbücherei und auch bei der städtischen Volkshochschule. Die Adventszeit, ein Besuch in Dresden und deutsches Weihnachten sowie Skiausfahrten ins Allgäu und nach Österreich hatten es ihm besonders angetan. Die vergangenen Monate seien die besten in seinem Leben gewesen, betonte der Siebzehnjährige voller Begeisterung. Besonders freue er sich auf die restlichen fünf Monate in Crailsheim. Derzeit wohnt er noch bei der zweiten Gastfamilie in Brunzenberg, demnächst wird er zur dritten nach Ilshofen umziehen. Ende des Monats werden ihn auch seine Großeltern aus Worthington besuchen. Der Nachfolger von John Martin wurde am Sonntag bei einem Bankett von Worthington-Crailsheim International in der amerikanischen Partnerstadt gewählt. Es ist der sechzehnjährige Jaron Sternke.
Info
Die Partnerschaft mit Worthington (Minnesota) wurde 1947 begonnen, der regelmäßige Schüleraustausch bereits 1956 vereinbart. 109 Jugendliche aus beiden Ländern kamen bisher in den Genuss des von der Stadt Crailsheim und dem privat organisierten Komitee in Worthington, dort mit Spenden finanzierten Schüleraustauschs.
Von: fk

Austauschschüler John Martin berichtet über seine bisherige Zeit
Hallo Stadt Crailsheim!
Meine Zeit in Deutschland ist bisher ganz gut. Ich finde, Crailsheim eine ganz schöne Stadt. Ich bin in Deutschland schon sechs Monate. Ich geh auf das Lise-Meitner-Gymnasium in die zehnte Klasse. Ich find die Schule prima. Die Lehrer und Lehrerin sind ganz behilflich und mit meiner Klasse macht die Schule auch viel Spaß. Ich wohne jetzt in Brunzenberg bei Gründelhardt bei Familie Mertens. Da habe ich drei Brüder. Wir haben im Dezember einen Ausflug nach Dresden gemacht. Es war wirklich cool. Da es während der Weihnachtszeit war, gab es viele Weihnachtsmärkte. Wir waren auch in der Frauenkirche. Diese war so schön, riesig mit so viel Goldfarbe überall. Wir waren auch bei einem Gottesdienst dabei. Am zweiten Tag sind wir in die Sächsische Schweiz gefahren. Da war es ganz herrlich, und ich habe viel Landschaft gesehen und viele Fotos gemacht. Die Weihnachtsmärkte in Crailsheim hab ich auch sehr schön gefunden. Ich war jedes Wochenende auf einem und alle waren ganz cool. Die Weihnachtszeit in Deutschland hat mir gut gefallen. Wir haben tolles Wetter gehabt und sind viel spazieren gegangen. Natürlich haben wir auch ganz tolles Essen gehabt, ich liebe das deutsche Essen. Wir haben einen Fondueabend gemacht, das hat mir sehr gut gefallen. Nach Weihnachten waren wir shoppen in Stuttgart. Dann hat die Schule wieder angefangen. Mit Familie Mertens war ich auch Eislaufen. Vergangene Woche war ich auch auf dem Stadtfeiertagsempfang. Die Musik (der Bürgerwache) war super und das Programm war toll. Jetzt freue ich mich auf das Skifahren in den Faschingsferien.
John Martin, Worthington, Austauschschüler 2012-2013
Die Stadtverwaltung bietet in den Pfingstferien vom 18. Mai bis 2. Juni 2013 eine Bürgerreise in die amerikanische Partnerstadt Worthington in Minnesota an. Dies wurde in der letzten Sitzung des Worthington-Komitees von Präsidentin Carola Schnabl bekanntgegeben.
Nach einem fünftägigen Aufenthalt in Gastfamilien der Partnerstadt geht es mit Bus und Flugzeug weiter in den Südwesten der Vereinigten Staaten. Santa Fe in New Mexico, Arizona und Las Vegas in Nevada sind unter anderem Stationen der geplanten Bürgerreise. Für die rund 45 zur Verfügung stehenden Plätze sind auf dem Rathaus innerhalb weniger Tage schon über 55 schriftliche Vormerkungswünsche eingegangen, so dass bereits eine Warteliste geführt wird.
Info
Ausführliche Informationen über die Reise erhalten Interessierte bei der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 403-1292, E-Mail: franz.kasimir@crailsheim.de. Hier wird auch die Warteliste geführt.

Austauschschülerin Sarah Meiser berichtet aus Worthington (USA)
Liebe Crailsheimerinnen und Crailsheimer,
wieder geht eine ereignisreiche Zeit in einer tollen Gastfamilie für mich zu Ende. Vor zwei Wochen bin ich von der Familie Wetering zu meiner dritten Gastfamilie, der Familie Lopez, gezogen. Zusammen mit Jorge, Julie, Ari (15) und Ben (10) lebe ich nun auf einer kleinen Farm etwas außerhalb von Worthington. Wir haben Hunde und Pferde, und ich freue mich sehr darüber, nun noch ein wenig das Leben auf dem Land kennenzulernen. Meine Gastschwester Ari ist in derselben Klassenstufe wie ich und ich verstehe mich mit ihr und der gesamten Familie prima! Im Januar war ich mit dem Schwimmteam auf dem State-Wettkampf in Minneapolis. Das war ein großes Erlebnis für mich, da ich bisher noch nie an einem so großen und wichtigen Wettkampf teilgenommen hatte. In einer riesigen Halle mit so vielen Teilnehmern und Zuschauern zu sein, war einfach überwältigend. Wir haben in einem Hotel übernachtet und auch noch die Mall of America besucht. Ich finde es sehr schade, dass meine Zeit im Schwimmteam nun schon vorbei ist. Aber ich habe jetzt noch die Möglichkeit, Leichtathletik zu wählen was mir auch großen Spaß macht. In der Schule beginnt nun das letzte Viertel unseres Schuljahres. Es ist mir nicht schwergefallen, im Unterricht mitzuhalten, und wir alle freuen uns jetzt schon auf unsere drei Monate langen Sommerferien, in denen meine Familie aus Deutschland mich besuchen wird und ich noch viel mit meinen Freunden unternehmen werde. Mit meiner ersten Gastfamilie, den Janssens, war ich in Siox Falls (ca. 1 Stunde von Worthington entfernt) zum Rodeln. Leider gab es diesen Winter im Gegensatz zu den normalen Worthington-Wintern nicht genügend Schnee und so rodelten wir auf Kunstschnee! Wir hatten trotzdem sehr viel Spaß! Ganz herzlich grüßen möchte ich noch an die neugewählte Austauschschülerin Sophia Düll. Sie hat ein ganz tolles und wundervolles Jahr vor sich und kann sich schon jetzt auf die vielen neuen Erfahrungen, Freundschaften und Erlebnisse hier in den USA freuen!
Ihre Austauschschülerin aus Worthington,
Sarah Meiser

Sophia Düll ist Austauschschülerin 2012/13
Sophia Düll aus Gründelhardt konnte sich gegen acht Mitstreiter durchsetzen. Sie wurde vom Worthington-Komitee zur nächsten Austauschschülerin gewählt und kann sich auf ein Jahr USA freuen.
Bereits am vergangenen Mittwoch standen neun Schüler Crailsheimer Realschulen vor der rund 30-köpfigen Wahlversammlung. Alle hatten sich das Ziel gesetzt, in den Sommerferien für ein Jahr als neue Austauschschülerin oder neuer Austauschschüler nach Worthington zu fliegen. Das Bewerbungsverfahren war in diesem Jahr ein neues: Zunächst mussten sich alle Bewerber in drei Minuten kurz selbst porträtieren. Alle engagieren sich in einem Verein, machen Sport oder sind ehrenamtlich engagiert. Es folgten Fragen des Komitees zum Geschehen in Crailsheim, Worthington, der Geschichte des Schüleraustauschs sowie Fragen, die auf spontane Antworten der Kandidaten abzielten. Und auch auf Englisch wurden die Neunt- und Zehntklässler in einer Gesprächsrunde gefordert. Letztendlich kürte das Komitee Sophia Düll aus Gründelhardt zur nächsten Austauschschülerin. Die 16-Jährige spielt Westerngitarre, ist aktive Schwimmerin, joggt und unterstützt das Kinderturnen. Außerdem ist sie Schulsprecherin an der Realschule am Karlsberg. Zweitplatzierte wurde die Jugendgemeinderätin Julia Vogt, ebenfalls Schülerin der RaK. Der ehemalige Austauschschüler David Etzel und die aktuelle Worthington-Botschafterin Kayli Kuhl berichteten vor der Wahl von ihren Auslandsaufenthalten. Beide ließen keine Zweifel offen: Der einjährige Schüleraustausch bringt tolle, unwiederbringliche Erfahrungen mit sich. Am Ende der Wahl gratulierte Erster Bürgermeister Harald Rilk der neuen Austauschschülerin, tröstete aber auch die anderen Bewerber: „Wer sich in ihrem Alter dazu entscheidet, sich für einen einjährigen Aufenthalt im Ausland zu bewerben, zeigt großen Mut. Das verdient große Anerkennung.“

Austauschschülerin Kayli Kuhl berichtet über ihre ersten Eindrücke
Liebe Crailsheimerinnen, liebe Crailsheimer,
ich bin jetzt schon zwei Monate hier in Deutschland! Als ich mit David Etzel in Frankfurt auf dem Flughafen ankam, wurde ich von meiner ersten Gastfamilie Gunter und Esther Etzel begrüßt. Die ersten Eindrücke auf dem Weg nach Satteldorf waren, dass alles viel kleiner und enger ist, und die Landschaft ist so hügelig. Es war alles sehr aufregend, und ich war auch sehr müde und froh, als wir in Satteldorf ankamen. Am Abend gabt es noch eine Willkommensparty im Gemeindehaus. Viele meiner Freunde von die Amazing Worthington City Band waren da und Freunde und Familie von den Etzels. In meiner ersten Woche war ich mit der Band unterwegs, wir besuchten Dachau, München, Rothenburg, Aalen und Neuschwanstein. Es war für mich sehr schön und ich habe schon viel von Deutschland gesehen. Bei den Konzerten der Amazing Worthington City Band am Kulturwochenende spielte ich Alt Saxophon. Während der Sommerferien habe ich noch einiges erlebt und gesehen (Charlottenhöhle, Bamberg, Wackershofen) und auch viele kulturelle Unterschiede festgestellt. In der ersten Septemberwoche war ich mit meiner Gastfamilie noch in der Schweiz am Lago Maggiore. Die Schweizer Berg sind sehr schön, jeden Tag sind wir gewandert und die Ausblicke waren immer wunderschön! Nach der Schweiz waren es nur noch ein paar Tage bis die Schule anfing. Am letzten Sonntag der Ferien ist in Satteldorf Gemeindefest. Der ganze Tag war voller Spaß und Spiel. Ich gehe jetzt auf das Wirtschaftsgymnasium in die 11. Klasse. Die erste Woche verging sehr schnell. Die deutsche Schule ist ganz anders als die Schule in Amerika. Dort ist jeden Tag Unterricht bis 15 Uhr. Es gibt keine große Pause (nur eine halbe Stunde fürs Mittagessen). Aber der größte Unterschied ist, dass die Lehrer/-innen den ganzen Tag im gleichen Zimmer sind und die Schüler zu den Lehrern ins Zimmer gehen. Ich war am ersten Schultag sehr aufgeregt. Alles war neu, aber alle waren so freundlich und hilfsbereit. Nach einer Schulwoche war Volksfest. Auf dem Volksfest hatte ich viel Spaß. So ein großes Fest gibt es bei uns in Worthington nicht. Ich habe gerne am Umzug teilgenommen. Es war schön, so viele Menschen am Straßenrand zu sehen. Auch neue Freunde aus meiner Klasse traf ich auf dem Volksfest. Ich war jeden Tag auf dem Volksfest und das Wochenende verging ganz schnell. Das Feuerwerk war ein besonderer Höhepunkt.
Es grüßt Sie
Kayli Kuhl, Austauschschülerin aus Worthington

Amerikanische Austauschschülerin Kayli Kuhl berichtet aus Crailsheim
Welchen Monat haben wir gerade, Februar? Die Zeit rast, die letzten paar Monate sind so schnell vergangen. Die letzten zwei Monate habe ich sehr genossen. Die Zeit in Crailsheim neigt sich für Ausstauschülerin Kayli Kuhl dem Ende entgegen.
Anfang Mai war ich sehr froh, über den Besuch meiner Schwester und ihrer Freundin. Wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen. Während ihres Besuchs waren wir zuerst ein paar Tage in Paris. Paris ist eine sehr schöne Stadt. Ich habe den Eiffelturm, Notre Dame, die Mona Lisa und die schöne Stadt der Liebe gesehen. Aber ich war dann doch sehr froh, wieder nach Crailsheim zu kommen, um ihnen den Ort zu zeigen und ihnen meine wundervollen Familien und Freunde vorzustellen. Meine Schwester war begeistert. Sie freute sich, Katrin Staudacher, die auch ein Jahr in Worthington war und mit ihr in die gleiche Klasse ging, wiederzusehen. Zusammen mit Katrin besuchten wir die schönsten Städte von Hohenlohe. In dieser Zeit bin ich 18 geworden. Ich wurde mit einer fantastischen Party überrascht. Ich war sehr glücklich, dass ich diesen besonderen Tag mit all meinen Schulfreunden und meinen drei Gastfamilien feiern durfte. Diese Party war für mich der Höhepunkt meines ganzen Jahres, und ich werde sie nie vergessen. Es machte mir klar, wie schwer es wird wieder nach Hause zufliegen. Kurze Zeit nach dem Besuch meiner Schwester ging ich in den Urlaub. Mit Familie Reining war ich in den Pfingstferien auf der Insel Rügen. Auf der Hinfahrt haben wir eine Nacht in Hamburg übernachtet. Ich glaube, Hamburg ist eine der schönsten Städte, die ich gesehen habe. Ich genoss die frische Luft am Hafen. Wir gingen zum Musical „König der Löwen“. Es war fabelhaft! Von Hamburg fuhren wir weiter nach Rügen. Die Insel ist viel größer als ich dachte. Fahrrad fahrend und wandernd haben wir die Landschaft gesehen. Die Insel ist wunderschön! Ich hatte sogar die Chance, mit einem großen Boot nach Kopenhagen in Dänemark zu fahren. Auch das ist eine schöne Stadt, aber die Zeit war zu kurz. Seit den Pfingstferien habe ich meine Zeit in der Schule verbracht und weiterhin im TSV-Handball-Team gespielt. Ich habe auch viel Fußball angeschaut und am besten hat es mir in der Arena Hohenlohe gefallen. Schade, dass Deutschland gegen Italien verloren hat, aber die EM hat mir trotzdem viel Spaß gemacht. Am 29. Juni bin ich mit Familie Binder nach München gefahren. Der Englische Garten hat mir besonders gut gefallen! Das Wetter war perfekt und es war ein fantastisches Wochenende! Nun habe ich nicht mal mehr einen Monat in dieser Stadt, die ich nun meine Heimat nenne. Aber ich werde jede Minute genießen. Am meisten freu ich mich auf das Kulturwochenende. Das war letztes Jahr mein erstes Wochenende in Crailsheim und es hat mir sehr gefallen! Ich bin sehr froh, so viele nette und freundliche Menschen kenngelernt zu haben und dankbar, dass sie mich so toll aufgenommen und unterstützt haben. Danke Crailsheim!