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Ordnungsangelegenheiten

Kommunale Kriminalprävention (KKP) – was ist das?

Die KKP umfasst alle Maßnahmen und Projekte auf kommunaler Ebene, die geeignet sind,

  • das Begehen von Straftaten zu erschweren, 
  • die Anzahl und Schwere von Straftaten zu vermindern oder 
  • das subjektive Sicherheitsempfinden zu verbessern.


Dabei gilt der Grundgedanke: „Prävention geht vor Repression“, d.h. eine erfolgreiche Präventionsarbeit kann maßgeblich dazu beitragen, Straftaten einzudämmen und die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.
Grundlage bildet dabei die Vernetzung der beteiligten Institutionen wie z.B. Polizei, Stadt- und Landkreisverwaltung und ehrenamtliches Engagement. Flankierend unterstützen Förderprogramme beispielsweise der Landesstiftung die Maßnahmen.


Welche konkreten Ziele verfolgt die KKP?

Die KKP verfolgt allgemeine Ziele wie

  • die Bekämpfung der Jugendkriminalität oder
  • die Eindämmung des Alkoholkonsums bei jungen Menschen.


Ein wichtiger Baustein dazu bildet die sogenannte „Neue Festkultur“. Es handelt sich um ein Netzwerk baden-württembergischer Landkreise und Städte, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Alkoholkonsum auf Veranstaltungen zu reduzieren.
Die Veranstalter erhalten durch die Stadtverwaltung zusätzliches Informationsmaterial ausgehändigt und unterzeichnen eine Selbstverpflichtung, in der sie die Ziele der Neuen Festkultur akzeptieren und umsetzen.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter 


Die KKP legt ihren Schwerpunkt auch auf aktuelle Entwicklungen. Beispielsweise ist die Zunahme der Wohnungseinbrüche Anlass, die Bevölkerung weiter zu sensibilisieren. 

Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt für den Einbau von einbruchshemmenden Türen und Fenstern Zuwendungen. Für weitere Informationen verwenden Sie den folgenden Link:

Ansprechpartner

Herr Christoph Jung  
Tel.: 07951 / 403-1204
Fax: 07951 / 403-2204
E-Mail: christoph.jung(at)crailsheim.de

Wohnungsverweis, Rückkehrverbot und Annäherungsverbot bei häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt im persönlichen Bereich kann sich in verschiedenen strafrechtlich bedeutsamen Verhaltensweisen bis hin zu massiven Gewaltdelikten äußern.
Das Polizeigesetz bietet in § 27a PolG eine spezielle Handlungsgrundlage, um eine gewalttätige Personen vorübergehend der Wohnung zu verweisen.

Bei einem polizeilichen Wohnungsverweis muss die gewalttätige Person

  • die gemeinsam mit dem Opfer bewohnte Wohnung und den unmittelbar angrenzenden Bereich verlassen und
  • sich für einen bestimmten Zeitraum von dort fernhalten.


Die Polizei kann z.B. die Hausschlüssel beschlagnahmen, eine Gewahrsamnahme anordnen oder ein Rückkehr- oder Annäherungsverbot gegen die gewalttätige Person aussprechen.
Ein durch die Polizei ausgesprochener Wohnungsverweis beträgt max. 4 Werktage, ein durch den Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste ausgesprochener Wohnungsverweis max. 14 Tage.

Sind Sie von häuslicher Gewalt betroffen, empfehlen wir dringend, rechtzeitig vor Ablauf dieser Fristen Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz beim örtlichen Amtsgericht zu beantragen.
Der Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste kann den Wohnungsverweis in diesem Fall um weitere zwei Wochen verlängern.
Bedingung ist, dass die Voraussetzungen für den Wohnungsverweis weiter vorliegen.


Die Maßnahme endet mit

  •     einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung,
  •     einem gerichtlichen Vergleich oder
  •     einer einstweiligen Anordnung.


Ausführliche Informationen zum Wohnungsverweis sowie zu Schutz und Beratung finden Sie unter
Opens external link in new windowwww.gewaltschutz-info.de
Opens external link in new windowwww.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de

Diese Broschüre können Sie auch in türkischer Sprache
Opens external link in new windowwww.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de

beziehen.


Ansprechpartner

Frau Birgit Herterich
Tel.: 07951 / 403-1206
Fax: 07951 / 403-2206
E-Mail: birgit.herterich(at)crailsheim.de

Herr Christoph Jung
Tel.: 07951 / 403-1204
Fax: 07951 / 403-2204
E-Mail: christoph.jung(at)crailsheim.de

Bäume, Sträucher und Hecken

Bäume, Sträucher und Hecken entlang von Straßen verschönern das Landschafts- und Ortsbild.
Sie können aber auch die Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs beeinträchtigen, wenn sie nicht regelmäßig ausgeästet und auf das erforderliche Maß zurückgeschnitten werden.

Der 1. März ist der meteorologische Frühlingsanfang und laut Naturschutzgesetz der Beginn der Schutzperiode für Bäume, Sträucher und Röhrichtbestände.
Diese Schonzeit endet erst Ende September.
Deshalb sollten diejenigen, die ihre Gehölze noch schneiden wollen oder müssen, dies bis Ende Februar tun.

Pflanzen zurückschneiden ist auch wegen der Verkehrssicherungspflicht wichtig.
Wir weisen darauf hin, dass Grundstückseigentümer allzu üppig wuchernden Bäumen und Sträuchern zu Leib rücken müssen, wenn das Grünzeug in Gehwege, Feldwege und Straßen hineinragt.
Es muss bis an die Grundstücksgrenze zurückgeschnitten werden.

Eigentümer von Bäumen, Sträuchern und Hecken an öffentlichen Straßen sind verpflichtet, diese Anpflanzungen so zurückzuschneiden, dass folgende Lichträume freibleiben.


  • 4,50 m über der gesamten Fahrbahn und über den Straßenbanketten
  • 2,50 m über Rad- und Gehwegen
  • 2,30 m über Gehwegen


An Straßeneinmündungen und Kreuzungen sowie im Innenkurvenbereich müssen Hecken, Sträucher und andere Anpflanzungen sowie Einfriedungen stets so nieder gehalten, werden, dass eine ausreichende Sicht für die Kraftfahrer gewährleistet ist.
Diese Anpflanzungen und Einfriedungen dürfen gemessen über der Fahrbahnoberkante 0,80 m nicht übersteigen.

Die Zweige von Bäumen, Hecken und Sträuchern sind auch dort zurückzuschneiden, wo Fußgänger evtl. belästigt oder gefährdet werden können.

Bedenken Sie: Bei Unfällen oder Beschädigungen an Fahrzeugen kann der Besitzer von Bäumen und sonstigen Anpflanzungen, die nicht auf das notwendige Maß zurückgeschnitten sind, gem. § 28 Straßengesetz ersatzpflichtig gemacht werden. Bei Körperverletzungen kann es unter Umständen auch zu strafrechtlichen Folgen kommen. 

Hinweise zur Durchführung der Rattenbekämpfung

Wie kann Rattenbefall im Vorfeld eingedämmt werden?

Entfernen Sie konsequent Abfallstoffe, vor allem Küchen- und Futterabfälle, Müll und Gerümpel von allen den Ratten leicht zugänglichen Orten und bewahren sie sie in geschlossenen Behältnissen auf.


Wer muss die Rattenbekämpfung durchführen?

Die Polizeiverordnung der Stadt Crailsheim vom 29. April 2004 regelt dazu Näheres in § 22. Demnach sind die Eigentümer von:

  • bebauten Grundstücken
  • unbebauten sowie landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken innerhalb der geschlossenen Ortschaft
  • Lager-und Schuttplätzen, Kanalisationen, Garten-und Parkanlagen,
  • Friedhöfen, Ufern, Wassergräben und Dämmen sowie
  • Eisenbahnanlagen innerhalb der geschlossenen Ortschaft

verpflichtet, unverzüglich der Ortspolizeibehörde den Rattenbefall anzuzeigen und eine Rattenbekämpfung durchzuführen.
Die Bekämpfungsmaßnahmen sind so lange zu wiederholen, bis kein Rattenvorkommen mehr nachweisbar ist.

Der Verpflichtete hat der Ortspolizeibehörde oder deren Beauftragten das Betreten seiner Grundstücke zu gestatten und auf Verlangen Auskunft zu erteilen.


Wer trägt die Kosten der Rattenbekämpfung?
Die Kosten der Bekämpfungsmaßnahmen hat derjenige zu tragen, der zur Durchführung der Rattenbekämpfung verpflichtet ist.


Welche Mittel dürfen angewendet werden?
Die Anwendung von Rattenbekämpfungsmitteln (Biozid – Produkte) richtet sich nach der Gefahrstoffverordnung (GefstoffV) vom 26.11.2010 Anhang I (zu § 8 Absatz 8, § 11 Absatz 3) sowie den besonderen Vorschriften für bestimmte Gefahrstoffe und Tätigkeiten Nr. 3 Schädlingsbekämpfung.

Welche Schädlingsbekämpfungsmittel Sie als nicht sachkundige Privatperson erwerben dürfen, erfragen sie bitte im Fachhandel.


Welche Schutzvorkehrungen müssen beim Auslegen der Köder getroffen werden?

  • Das Gift ist so auszulegen, dass Menschen nicht gefährdet werden. Giftköder dürfen im Freien oder in unverschlossenen Räumen nicht unbedeckt oder ungesichert ausgelegt werden.

  • Auf die Auslegung ist durch auffallende Warnzettel deutlich hinzuweisen. Die Warnung muss das verwendete Präparat und den Wirkstoff nennen und für den Fall der Vergiftung von Haustieren das Gegenmittel bezeichnen.

  • Schädlingsbekämpfungsunternehmen dürfen das Gift nur in Gegenwart eines nach der Verordnung Verpflichteten oder seines Beauftragten auslegen.


Was muss nach Abschluss der Rattenbekämpfung beachtet werden?
Nach Beendigung der Rattenbekämpfung sind die Rattenlöcher mit einem hierzu geeigneten Mittel (Glasscherben, Zement usw.) zu verschließen. Es sind sonstige Vorkehrungen (u.U. baulicher Art) zu treffen die einen erneuten Rattenbefall unmöglich machen oder - soweit dies nicht möglich ist - erschweren.