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BürgerRad Crailsheim

Das Symbol des BürgerRads

Im BürgerRad Crailsheim engagieren sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt, um dem Fahrrad im Stadtverkehr mehr Gewicht zu verleihen. Ein gemeinsames Ziel ist, die Radinfrastruktur zu optimieren und die Vorteile des Verkehrsmittels Fahrrad aufzuzeigen. Die Teilnehmer sind Multiplikatoren auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt. 

Der BürgerRad wurde im November 2014 gegründet und besteht aus rund 30 Mitgliedern, die sich in drei Arbeitsgruppen engagieren:

  • Öffentlichkeitsarbeit 
  • Radwege, Markierung, Beschilderung
  • Schulradwegplanung, Schulradler

Ansprechpartner
Rolf Zwiener, Ehrenamtlicher Koordinator des BürgerRads:
arf.zwiener(at)t-online.de

Herbert Holl, Baubürgermeister, Stadt Crailsheim
Tel. 07951 / 4031301, herbert.holl@crailsheim.de

Interview mit Herbert Holl

Bürgerrad
Baubürgermeister Herbert Holl und der BürgerRad laden am 29. April zu einem Infotag rund um das Fahrrad auf den Marktplatz ein. Foto: Stadt Crailsheim

Rad fahren ist gesund, ist umweltfreundlich und kostengünstig – ein verkehrstaugliches Fahrrad vorausgesetzt und vernünftige Fahrweise vorausgesetzt. Der Crailsheimer BürgerRad will mit einer Aktion am Freitag, 29. April von 9.30 bis 11.30 Uhr das Thema Sicherheit beim Fahrradfahren auf dem Marktplatz thematisieren.

Baubürgermeister Herbert Holl zeichnet nicht nur für die Fahrradwegekonzeption der Stadt verantwortlich, er rief auch den ehrenamtlichen BürgerRad ins Leben. Stadt und Ehrenamtliche streben an, dass Crailsheim offiziell in den Kreis der „fahrradfreundlichen Kommunen“ aufgenommen wird und das Fahrrad mehr Bedeutung im innerörtlichen Verkehr erhält. Mit der Aktion am 29. April startet der BürgerRad in eine neue Saison.

Der Aktionstag am 29. April ist dem Thema Sicherheit gewidmet. Sie selbst tragen Helm. Ist das nicht lästig?

Herbert Holl: Bei meinen wenigen Haaren fällt ein Fahrradhelm nicht ins Gewicht. Es wäre schwerwiegender, wenn ich auf den Kopf fallen würde. Dies gilt allerdings auch für Menschen mit reichlichem Haupthaar. Die Haare, und seien sie noch so schön, schützen nicht bei einem Sturz. Deshalb mein Wunsch und Bitte „Helm auf beim Rad fahren“

Was erwartet Interessierte am Aktionstag genau?

Natürlich wieder viel Interessantes zum Thema Fahrrad. So können zum Beispiel Helme getestet werden. Man darf aber keine Aktion erwarten wie im letzten Jahr, wo wir an unserem BürgerRad-Aktionstag regelrecht überrannt wurden. Dieses Jahr wird es etwas bescheidener.

Herr Holl, Sie radeln selbst fast täglich in Anzug und Krawatte mit dem Fahrrad zur Arbeit ins Rathaus. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass nicht mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen?

Viele geben als Entschuldigung vor, sie würden schwitzen, wenn sie mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Ich gebe dann immer zur Antwort, dass frischer Schweiß nicht „stinkt“ und dies somit kein Entschuldigungsgrund ist. In vielen Fällen ist es aber auch Bequemlichkeit oder aber reine Gewohnheit. Gewohnheiten kann und sollte man aber ändern, insbesondere wenn die Veränderung  gesunder und fitter macht.

Falls mehr Crailsheimer aufs Fahrrad umsteigen, wird es auf den Straßen schnell eng. Die Verbesserung des Radwegenetzes in Crailsheim scheitert an manchen Stellen am Raum, oder? 

Ja, das ist richtig. Wenn es eng wird, sollte man deshalb etwas mehr aufeinander Rücksicht nehmen. Ich denke, dann funktionieren auch die Eng- und Schwachstellen im Radwegenetz. Unser Ziel ist es aber, ein Radwegenetz in guter Qualität und mit gutem Standard zu entwickeln.

Ihnen stehen rund 350.000 Euro pro Jahr für den Ausbau des Radwegenetzes zur Verfügung. Wie setzen Sie das Geld sinnvoll ein?

Zum einen versuchen wir natürlich Schwachstellen, wie oben angesprochen, zu beseitigen beziehungsweise das vorhandene Netz zu ertüchtigen. Wir sind dabei auf einem sehr guten Weg. Hier helfen uns auch die vielen Aktiven aus dem BürgerRad, welche uns nützliche Hinweise und Anregungen liefern. Ein weiteres Arbeitsfeld wird dieses Jahr die Schaffung von Radabstellanlagen in der Innenstadt sein, damit man seine Fahrräder und eventuell auch die Einkaufstaschen geschützt abstellen kann.

Sie haben vor rund einem Jahr den BürgerRad gegründet. Warum? Was versprechen Sie sich von den Ehrenamtlichen?

Nur wenn viele zeigen, dass man gut mit dem Fahrrad in Crailsheim fahren kann, können wir weitere Bürger bewegen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Wir haben sehr engagierte Bürger im BürgerRad, welche uns bei unserer Arbeit auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Kommune unterstützen. Leider ist die Anzahl der Aktiven im BürgerRad etwas rückläufig. Wir sind deshalb froh, wenn wir noch weitere aktive Bürger gewinnen können. Es kostet nichts, außer etwas Zeit. Es lohnt sich, wenn man dann sieht wie sich das Radwegenetz in Crailsheim verbessert.