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Fragen zur „Stadthallen-Studie“

Auf dieser Seite können Sie die Präsentation zur „Nutzungs- und Entwicklungsstudie zu den Veranstaltungsstätten in Crailsheim“ einsehen und herunterladen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre Frage zur Studie zu stellen. Im unteren Bereich wird diese in anonymisierter Form mit der dazugehörigen Antwort veröffentlicht.

Wer ein Statement im Gemeinderat abgeben möchte, muss aus organisatorischen Gründen seine Frage bis zum 20. Juni gestellt haben.

Damit die Bürgerinnen und Bürger sich ein möglichst umfassendes Bild von der Studie machen können, hat die Verwaltung verschiedene Informationen und Erklärungen zusammengestellt. Neben der Präsentation, die im Gemeinderat am 29. Mai gehalten wurde, finden Sie hier auch eine kurze Zusammenstellung der Studie aus Sicht der Stadtverwaltung. Außerdem ist die Studie selbst sowie eine Anlage aus dieser einsehbar.

Formular - Fragen zur Stadthallen-Studie

Fragen zur Stadthallen-Studie
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Ihre Fragen - Unsere Antworten

Frage 1

Wie groß ist das Grundstück, welches die Stegmaier-Gruppe verkaufen möchte? Wenn möglich das Ganze in einem Kartenausschnitt darstellen als Vergleich.
Im Falle das Crailsheim den Zuschlag für die LAGA erhält, stünde ja die Debatte an, wie man die Firmen im Stadtteil Türkei umsiedeln könnte. Eventuell auf das Grundstück hinter dem Hangargelände an der Friedrich-Bergius-Straße. Gibt es hierzu schon Überlegungen?

Da es sich um Privatfläche handelt, können wir die genaue Größe nicht benennen. Allerdings ist sicher, dass die Fläche bei Weitem nicht ausreichen wird, um die Firmen aus der Türkei dorthin umzusiedeln.
Stadt Crailsheim

Frage 2

Warum Sind die Investitionskosten bei dem vorgestellten Vorschlägen so hoch?

Die hohen Investitionskosten der Hallenvarianten wirken auf den ersten Blick sehr hoch. Da geben wir Ihnen recht.
Die von uns ermittelten Investitionsvolumina stellen keine Kostenermittlung im konkreten Fall dar. Es sind Ableitungen, die wir anhand der dafür üblichen BKI Indexes des 4. Quartals 2019 für entsprechende Immobilienarten abgeleitet haben. Wir haben dabei die Immobilienart (Nutzungsprofil (Sport/Kultur/Gesellschaft/Business), Flächenanforderungen, Qualitätsanspruch), die Lage und den zu erwartenden und notwendigen Ausstattungsumfang mit einbezogen.
Wir müssen darüber hinaus zu einem derart frühen Zeitpunkt der „Vorplanungen“ von einer hohen Abweichung zwischen dem heute zu skizzierenden Betrag und dem später vielleicht realistischen ausgehen. Eine solche Spanne kann zwischen 40% darüber und 40% darunter schwanken, also letztlich innerhalb in einem Abweichungskorridor von ca. 80%-Punkten liegen. Diese Form der Ermittlung ist eine gängige Art, um zu einem so frühen Zeitpunkt ein Gefühl und einen ersten Kalkulationsansatz zu erhalten.
Es ist aber auch ein theoretischer Ansatz. Wenn Sie die jeweiligen Unter- und Obergrenzen der Investitionskosten der jeweiligen Varianten mit einander vergleichen, können Sie beispielsweise feststellen, dass die mögliche Untergrenze einer ligatauglichen Sporthalle mit Kultursaal in etwa im Bereich der Obergrenze einer Stadthalle mit 3-Feldsporthalle mit rund 27 Mio. EUR liegt. In einem solchen Fall wiegt der zunächst hoch wirkende Betrag von 43 Mio. für die ligataugliche Sporthalle deutlich weniger.
Aus rein praktischer Sicht ist es aber auch richtig, dass es Hallen in Deutschland zu jeder der untersuchten Varianten gibt, deren Zahlen möglicherweise unter den von uns skizzierten Zahlen liegen. Das kann dazu verleiten, zu glauben, dass alles immer günstiger geht.
Diese Option darf man in einer Planung nicht unberücksichtigt lassen. Allerdings muss man dazu sagen, dass tatsächliche Baukosten in vollen Umfang insbesondere bei Hallenprojekten nirgends gänzlich öffentlich und offen verfügbar sind. Investitionszahlen, die darüber im Raum kreisen, geben selten Aufschluss über das tatsächliche und ganzheitliche Bild der jeweiligen Halle vor Ort. In der Regel werden nicht alle Baukostengruppen der DIN 276 (Kostenplanung im Bauwesen) abgebildet oder benannt.
Insofern muss man beim Vergleich veröffentlichter Kosten zu entsprechenden Bauvorhaben (tendenziell geringer) mit anhand von BKI Benchmarks ermittelten Baukosten (theoretisch und hoch) bei der weiteren Planung mindestens den Mittelweg einschlagen. Vor allem aber müssen diese Ansätze dann mit praktischen Inhalten aus der angedachten Nutzung vor Ort, dem Grundstück und seinen Eigenheiten und den damit verbundenen Anforderungen an die Veranstaltungsimmobile konkretisiert werden. Erst dann erhält man ein konkretes und individuelles Bild vor Ort.    
Man könnte nun aber auch den von uns ermittelten Bauinvest für eine Stadthalle als hoch begreifen. Um hierfür jedoch zu einem genaueren Ergebnis für die erforderliche Investition zu gelangen, sind Detaillierungen der Planung erforderlich. Vor allem dann auch architektonische Entwürfe, anhand derer es dann zu einer konkreteren baulichen Planung kommen kann, die es über mehrere Phasen sukzessive zu verfeinern gilt (Nutzungskonzept
—> Raumkonzept—> technische Einrichtungen und Ausstattungen —> Verbräuche, etc.).
Am Ende, und das muss man ganz ehrlich sagen, wird man die richtige Zahl, den tatsächlichen Preis, erst dann kennen, wenn man nach Erhalt und Bezahlung der letzten Rechnung einen Schlussstrich zieht. Aber eine Investitions- und Finanzierungsentscheidung benötigt eine Entscheidungsgrundlage Jahre davor. Wir halten es daher für geboten, mit großer Transparenz und vielleicht hier und da auch mit einer eher konservativen Sichtweise, nicht zuletzt auch durch immense Kostensteigerungen im Bau innerhalb der letzten Jahre, mit zunächst einmal den recherchierten (theoretischen) Zahlen zu arbeiten.
Darüber hinaus arbeiten und arbeiteten wir an vielen derartigen Projekten innerhalb Deutschlands und können neben diesen theoretischen Ansätzen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, mit dem wir derartige Zahlenmodellierungen zumindest plausibilisieren und verifizieren können.
Oliver Duderstädt, Bevenue GmbH

Frage 3

Bis wann ist der Bau der Stadthalle geplant?

Zuerst wird die Stadt ein Bebauungsplanverfahren einleiten und die Fördermöglichkeiten klären. Daraufhin wird ein Architekt in einer Europaweiten Ausschreibung ausgewählt. Ein optimistischer Zeitrahmen ist drei Jahre bis zu einem Baubeginn.
Stadt Crailsheim

Frage 4

Standort: wenn ich mich recht entsinne, wurde in einem Bürgerentscheid (oder Gemeinderat?) abgestimmt für den Standort der Stadthalle. Es wurde jedenfalls für den Volksfestplatz abgestimmt.
Laut der Studie braucht eine Ballsporthalle jedoch ca. 8100 m² Platz. Der Volksfestplatz bietet aber nur ca. 7100 m². Warum überlegt man dann überhaupt diese Variante der Ballsporthalle eigentlich noch weiter, da sie dann doch da gar nicht realisierbar ist?
Ein Lärmschutzgutachten wurde angefertigt. Das Ergebnis ergab wohl eine wesentlich höhere Lärmbelästigung bei dem Bau einer Ballsporthalle. Hierzu möchte ich anfügen, dass ich als naher Anlieger leider mit den Merlins hinsichtlich Lärmbelästigung, rücksichtslosem Verhalten meine –negativen - Erfahrungen machen musste, ich mich diesem jetzt amtlich festgestellten Ergebnis also voll anschließen kann. Hierzu: es gibt nicht nur die Merlins! (auch wenn diese das glauben).
Kosten, Finanzierung: Die Baukosten liegen beim Bau einer Ballsporthalle bei ca. 40 Millionen. Bei Variante 1 jedoch bei ca. 23 Millionen. Das ist ein immenser Unterschied! Wer finanziert eigentlich diese wesentlich höhere Summe? Und was passiert eigentlich, wenn die Merlins absteigen und nicht mehr in der Bundesliga spielen?
Auch würde ich den Umgang mit Geld bei den Merlins kritisch betrachten. Mir fällt hierzu ein, dass die Merlins z. B. einmal eine Strafe von ca. 20 000 Euro zahlen mussten, weil sie nicht pünktlich zu einem Spiel erschienen sind..(!)
Sind die Merlins heute nicht eigentlich eine eigene Firma? Finanziert sich eine Firma eigentlich nicht selbst? – Und erwartet nicht von der Stadt, dass z. B. für sie gebaut wird?
Für mich persönlich wäre die Variante 1, die auch das Gutachten befürwortet, die beste Möglichkeit.
Fragen hätte ich sicherlich auch zum Hangar:
dieses Angebot kommt sicher sehr plötzlich für – alle – und für die Gemeinderäte.
Abgestimmt wurde jedoch für den Volksfestplatz als Standort für die Kulturhalle. Auch finde ich es ehrlich gesagt beschämend, dass die Stadt –ehemals den Hangar verkaufte(!) und jetzt der Stadt der Hangar wieder zum Kauf angeboten wird…..
Nichtsdestotrotz würde ich vielleicht doch überlegen, den Hangar „rückzukaufen“…aber nicht für die Stadthalle. Dies sollte meiner Meinung nach voneinander getrennt werden.

Im Bürgerentscheid wurde der Standort für eine Stadthalle am ZOB abgelehnt. Der Standort Volksfestplatz für eine Stadthalle wurde erst später vom Gemeinderat entschieden.
Eine Ballsporthalle für 3.500 Besucher wäre durchaus möglich, allerdings die große Variante 5.000 Besucher übersteigt die Möglichkeiten am Volksfestplatz. Die Studie hatte den Auftrag alle Varianten zu beleuchten.
Die Stadt Crailsheim ist nicht in der Lage den Hakro Merlins Crailsheim eine Ballsporthalle für die alleinige Nutzung zu bauen. Nur, wenn die Halle auch für den Schul- und Vereinssport genutzt wird, wird sich die Stadt finanziell einbinden.

Frage 5

Warum wurde bei der Betrachtung des Wettbewerberumfeldes Aalen nicht berücksichtigt?

Weil es sich bei der Studie um keine allumfassende Wettbewerbsanalyse handelte. Anzahl und Umfang der untersuchten Orte wurden mit dem Auftraggeber abgestimmt. Nach Analyse der wesentlichen, umliegenden Städte trägt die Hinzunahme einer weiteren allerdings auch nicht zur Änderung der Erkenntnisse bei. Auch wenn Aalen rein theoretisch in die gleiche Argumentation wie Künzelsau, Rothenburg und Ansbach fiele, mit leichten Überschneidungen des Einzugsgebietes zu Crailsheim.
Durch unsere Befragung der lokalen Unternehmen war im Übrigen Aalen nie ein Thema. Dies wurde von den befragten Mitarbeitern weder als private Personen der Region noch in Verantwortung aus geschäftlicher Sicht genannt. Auch die Stadt hat Aalen als Wettbewerber nicht genannt.
Ein kurzer Check dazu ergab: Aalen hat ein Theater mit wechselnden Spielstätten auch innerhalb Aalens und eine Stadthalle (Großer Saal + Kleiner Saal kombinierbar mit über 1.000 Sitzplätze). Dies deutet auf ein ähnliches Veranstaltungsspektrum wie das skizzierte in Crailsheim hin. Etwas größer dimensioniert (Aalen ist mehr als doppelt so groß wie Crailsheim) aber gleichfalls lokal, maximal leicht regional. Aalens Reichweite wird wesentlich durch das Congresszetrum und Konzerthaus in Heidenheim und Schwäbisch Gmünd begrenzt.
Bevenue GmbH

Frage 6

Für welche Schulen ist die Dreifeldsporthalle vorgesehen und welche Auswirkungen ergeben sich aus einer Neustrukturierung der Schullandschaft in Crailsheim für die Hallenbelegung (Stichwort Campusschulen)?

Die Dreifeldsporthalle ist für alle Schulen und Vereine vorgesehen. Hauptnutzer werden voraussichtlich die umliegenden Schulen sein. Bezüglich der Neustrukturierung der Schullandschaft können wir im Moment noch nichts sagen, da diese noch in Arbeit ist.
Stadt Crailsheim

Frage 7

a) Wie viele der angesetzten 182 Veranstaltungen stehen in direktem Wettbewerb zum Hangar 

Der Schwerpunkt zur Ansetzung und Grundlage für mögliche Veranstaltungen lag auf einer Stadthalle. Hierfür haben wir Statistiken sämtlicher Veranstaltungen, die bisher in kommunalen Spielstätten stattfanden, zur Verfügung gestellt bekommen und ausgewertet. Der Hangar ist eine privatwirtschaftlich geführte Location, in dessen Spielplan wir keine Einsicht hatten. Wir haben uns dennoch per Internet (soweit möglich) zurückliegende Veranstaltungen angeschaut und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass das Überschneidungspotenzial gering ist. Die Veranstaltungsschwerpunkte des Hangars nach bisheriger Ausrichtung und die der Stadthalle weichen voneinander ab bzw. können sich aus gesamtcrailsheimer Sicht tendenziell gar ergänzen. In unserem Modell haben wir nur einen geringfügigen Teil von Veranstaltungen angenommen, der mit dem Bau einer Stadthalle ggf. aus dem Hangar in diese umziehen könnte. Gleichwohl besteht für wiederum einen Teil von gesellschaftlichen oder Businessveranstaltungen auch für die Stadthalle die „Gefahr“, dass diese auch im Hangar stattfinden könnten. Nur bei einer kleinen Schnittmenge von Veranstaltungsorten gibt es eine Konkurrenzsituation. Die kurze Antwort auf die Frage lautet demnach: In unserer Modellsimulation nahezu keine. 

b) und wie viele mehr wären es, gäbe es im Hangar einen "kleinen Saal“?

Unser Stadthallenmodell sieht einen großen Saal und einen kleinen Saal vor. Im kleinen Saal finden bis zu 282 Personen Platz, der Saal ist teilbar, so dass auch Tagungs- und Seminarkonstellationen aufgebaut werden können für deutlich kleinere Veranstaltungen zwischen 20 und 50 bis zu 100 Teilnehmern. In den vergleichenden Varianten mit einem sogenannten Kultursaal (ist nicht gleich "Kleiner Saal" im reinen Stadthallenmodell) haben wir angeregt, diesen ggf. Mithilfe einer Empore auf 400 Teilnehmer zu erweitern. Dies wiederum kann aber die angestrebte Teilbarkeit und damit Anzahl möglicher Veranstaltungen negativ beeinflussen. Hier kommt es auf bauliche Umsetzungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Investitionen an.
In unserem Modell sind wir für den "Kleinen Saal" (mehrfach teilbar) als Teil der gesamten Stadthalle von 117 Veranstaltungen ausgegangen, die darin separat stattfinden könnten (Tagungen, Seminare, Versammlungen, Workshops, Feiern, kleinste Konzerte, Theater, Diavorführungen, Treffen, Börsen). Würde ein solcher Saal auch am Hangar gebaut, könnten diese theoretisch dann auch dort stattfinden. (Mögliche Argumente für oder gegen den Standort Hangar für einen Kultursaal seien hierbei annahmegemäß explizit ausgeschlossen.)
Vorausgesetzt: Der Saal ist teilbar und ebenerdig bespielbar, was einen Auf- und Abbau einer ggf. podienartigen Bestuhlung voraussetzt.

Hätte ein solcher Kultursaal eine fest installierte Bestuhlung (= keine Teilbarkeit), fiele ein Großteil von Kleinst- und Tagungsähnlichen Veranstaltungen weg. Wie viele der bisher skizzierten Veranstaltungen dann letztlich in einem fest bestuhlten Kultursaal stattfinden, ist abhängig von dessen Sitzplatzkapazität. Denn sobald feste Sitzplatzkapazitäten > 300/400 angestrebt werden, steht ebenso der große Saal bzw. Teilsegmente davon in der Stadthalle zur Verfügung. Der kleine Saal stünde dann in Konkurrenz zum großen Saal. Er wäre gar ggf. zu groß und/oder ohne Teilbarkeit zu unflexibel. Hierbei ist die Zahl möglicher Veranstaltungen ohne nähere Untersuchung nicht so ohne weiteres spezifizierbar, da gegenläufige Effekte einer Verringerung und Erhöhung im Vergleich zum Ausgangsmodell (117 Veranstaltungen) wirken. Es ist bei allem stets zu bedenken, dass es sich um reine Modellierungen handelt.  
Bevenue GmbH

Frage 8

Sollen auch Gemeinderatssitzungen in einer Stadthalle stattfinden?

Im Moment gibt es hierzu noch keine Entscheidung. Voraussichtlich werden diese weiter im Ratssaal abgehalten.
Stadt Crailsheim