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Hinweise zum Halten von Hunden/Kampfhunden

Hinweise zum Halten von Hunden/Kampfhunden

Das Land Baden-Württemberg hat eine Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde erlassen. Nach den Bestimmungen dieser Polizeiverordnung muss das Halten eines Kampfhundes bei der Ortspolizeibehörde (Sachgebiet Öffentliche Sicherheit + Polizeirecht beim Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste) angezeigt werden. 
Wird die Anzeigepflicht nicht beachtet, droht den Hundebesitzern eine Wegnahme ihres Tieres und ein Bußgeld in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Jeder Hund kann gefährlich sein

  • Im Einzelfall kann ein Hund jeder Rasse als Kampfhund eingestuft oder von Ihnen als Kampfhund angezeigt werden, wenn er besonders aggressiv oder gefährlich ist oder dies auf rassespezifischen Merkmalen oder der Zucht beruht.
    Dies kann sich auch durch die Haltung oder die Ausbildung ergeben. In diesem Fall gelten für Sie die Verpflichtungen aus der Polizeiverordnung unmittelbar.

  • Ein Hund gilt als gefährlicher Hund, wenn er durch sein Verhalten die Annahme rechtfertigt, dass er Leben oder Gesundheit von Menschen oder anderen Tieren gefährden könnte.
    Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Hund bissig ist, aggressiv und drohend Menschen und andere Tiere anspringt oder zu unkontrolliertem Hetzen, Reißen von Wild, Vieh oder anderen Tieren neigt.


Folgende Bestimmungen gelten für Sie immer

  • Sie haben Ihren Hund so zu halten und zu beaufsichtigen, dass von dem Tier keine Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachen ausgeht. Vor allem haben Sie für eine sichere Unterbringung zu sorgen, so dass ein Entweichen nicht möglich ist.
  • Ihr Hund ist außerhalb von befriedeten Bereichen stets an der Leine zu führen und hat am Halsband einen Hinweis zu tragen, aus dem sich der Hundehalter ergibt.
  • Ihr Hund darf nur von volljährigen Personen ausgeführt werden, welche die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen. Bei allen Aufsichtspersonen muss sichergestellt sein, dass ihnen das Tier gehorcht und sie jederzeit auf das Tier einwirken können.
  • Sobald Ihr Hund älter als sechs Monate ist, muss er außerhalb von befriedeten Bereichen einen Maulkorb tragen.
  • Ihr Hund hat eine unveränderliche Kennzeichnung (Tätowierung) zu tragen. Bei Kontrollen kann eine Tätowierung ohne technische Hilfsmittel schnell und unkompliziert gelesen werden. Dies erspart Ihnen unnötigen Aufwand.
  • Wenn Sie Ihren Hund veräußern oder weitergeben, haben Sie dem Sachgebiet Polizei- und Gewerberecht den Namen und die Anschrift des neuen Besitzers mitzuteilen. Wir sind auch zu verständigen, wenn der Hund abhanden kommt oder wenn Sie umziehen. Bei einem Umzug müssen Sie auch das zuständige Fachamt der Gemeinde verständigen, in die Sie ziehen.


Was bestimmt die Kampfhundeverordnung im Einzelnen?

Sie sind Halter der Rassen 

American Staffordshire
Terrier 
Bullterrier  Pit Bull Terrier 

 

Dann gelten für Sie folgenden Regelungen

  • Der Verordnungsgeber geht grundsätzlich davon aus, dass es sich bei diesen Rassen um Kampfhunde handelt.
  • Die Hunde müssen beim Sachgebiet Polizei- und Gewerberecht angemeldet werden. 
  • Sie können durch eine Verhaltensprüfung widerlegen, dass Ihr Hund ein Kampfhund ist. Soweit Sie Ihren Hund prüfen lassen wollen, können Sie beim Sachgebiet Polizei- und Gewerberecht einen entsprechenden Antrag stellen.
  • Solange Ihr Hund keine Verhaltensprüfung abgelegt hat oder wenn er diese nicht besteht, gilt er als Kampfhund.
  • Ein bestandener Wesenstest hat keinen Einfluss auf die erhöhte Kampfhundesteuer.

Folgende Bestimmungen gelten zusätzlich für Sie

  • Eine Kennzeichnung mit einem Transponder (Mikrochip) ist ebenfalls zulässig.
  • Beim Ausführen Ihres Hundes haben Sie die Anzeige über das Halten des Tieres mit sich zu führen.
  • Für Ihren Hund besteht ein absolutes Zuchtverbot.
  • Sie haben Ihren Hund dauerhaft unfruchtbar machen zu lassen, wenn er die Verhaltensprüfung nicht besteht oder wenn Sie auf eine Verhaltensprüfung für Ihren Hund verzichten.

 

Sie sind Halter der Rassen

Bordeaux Dogge Fila Brasileiro  Mastino Espanol  

 
Mastino Napoletano  MastiffDogo Argentino

 

Bullmastif

 

Tosa Inu

 

Staffordshire
Bullterrier

oder Kreuzung dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunderassen...

...dann gelten für Sie die folgenden Regelungen: 

  •  Der Verordnungsgeber stuft diese Hunde bereits dann als Kampfhunde ein, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte für eine gesteigerte Aggressivität oder Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren vorliegt.
  • Soweit Sie Anzeichen feststellen, dass Ihr Hund ein Kampfhund sein könnte, sollten Sie ihn beim Sachgebiet Polizei- und Gewerberecht anzeigen. In diesem Fall gelten für Sie die Verpflichtungen aus der Polizeiverordnung unmittelbar.

Ansprechpartner

Auskünfte in allen Fragen, die mit Kampfhunden zusammenhängen, erteilt das Sachgebiet Polizei- und Gewerberecht beim Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste der Stadtverwaltung im Rathaus-Neubau, Marktplatz 1 + 2, 74564 Crailsheim.
Dort sind auch die Vordrucke erhältlich, die der Hundebesitzer braucht, wenn er sein Tier zu einer Verhaltensprüfung anmelden will. 

Uwe Ehrmann (Zi. 0.08)
Tel.: 07951 / 403-1271
Fax: 07951 /  403-2271
E-Mail: uwe.ehrmann(at)crailsheim.de