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Waffen- und Sprengstoffwesen

Erwerb und Besitz von Waffen

Informationen für Erstantragsteller

Zum Erwerb und Besitz von erlaubnispflichtigen Schusswaffen benötigen Sie eine Waffenbesitzkarte. Für eine Waffenbesitzkarte ist ein Antrag erforderlich.

Von der Waffenbesitzkartenpflicht ausgenommen sind

  • Gas- und Schreckschuss-waffen,
  • Luftdruck-,
  • Federdruck- und
  • CO2 - Waffen, die ein entsprechendes Prüfzeichen aufweisen.


Diese Waffen dürfen ab 18 Jahren frei erworben werden.

Die Waffenbesitzkarte berechtigt Sie, die tatsächliche Gewalt über die darin eingetragene Waffe auszuüben, sie innerhalb Ihres befriedeten Besitztums zu führen und sie z.B. zum Schießstand oder zur Reparatur zu einem Büchsenmacher zu transportieren.
Beim Transport darf die Waffe nicht zugriffsbereit und nicht geladen sein. Waffe und Munition sind getrennt und in einem geschlossenen Behältnis zu transportieren.

Voraussetzungen für die Erteilung einer Waffenbesitzkarte sind Zuverlässigkeit, persönliche Eignung, Sachkunde und Bedürfnis (Ausnahme: Bei Erben wird keine Sachkunde gefordert.)
Der Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste überprüft die Zuverlässigkeit und die persönliche Eignung des Antragstellers eigenständig. Ein Nachweis der Sachkunde und des Bedürfnisses ist vom Antragsteller zu erbringen.


Folgende Unterlagen sind bei der Antragstellung mitzubringen: 

Von allen Antragstellern:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Nachweis der ordnungsgemäßen Waffenaufbewahrung
  • Nachweis der Sachkunde (gilt nicht bei Erben)


Zusätzlich von Sportschützen:

  • Nachweis einer mindestens 12 - monatigen schießsportlichen Betätigung nach überörtlichen Regeln (z. B. Schießbuch)
  • Bescheinigung des Schützenvereins und des Dachverbands, dem der Verein angehört, über das Bedürfnis


Zusätzlich bei Jägern:

  • Gültiger Jagdschein


Zusätzlich bei Erben:

  • Erbnachweis, ggf. Verzichtserklärung der übrigen Erben


Sie sind bereits im Besitz einer Waffenbesitzkarte und wollen eine weitere Waffe erwerben?

  • Sportschützen mit gelber Waffenbesitzkarte und Jäger mit gültigem Jagdschein müssen den Erwerb von Waffen innerhalb von 2 Wochen bei Ihrer zuständigen Waffenbehörde schriftlich anzeigen, damit die Waffen in die Waffenbesitzkarte eingetragen werden kann.
  • Sportschützen, die den Erwerb einer Waffe mit einer grünen Waffenbesitzkarte beabsichtigen, müssen einen Voreintrag in Ihre Waffenbesitzkarte beantragen und einen Bedürfnisnachweis eines anerkannten Sportschützenverbandes vorlegen.
  • Jäger mit gültigem Jagdschein benötigen für den Erwerb von bis zu 2 Kurzwaffen und der dazugehörigen Munition ebenfalls einen Voreintrag in Ihrer Waffenbesitzkarte. Hierzu ist auch ein schriftlicher Antrag erforderlich.


Bitte nutzen Sie dafür das Formular am Ende dieser Seite, das Ihnen zum Download zur Verfügung steht.

Kleiner Waffenschein

Der Erwerb und Besitz von Gas-, Schreckschuss- und Signalwaffen, die das Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt aufweisen (die Buchstaben PTB sowie eine Prüfnummer in einem Kreis) unterliegen auch nach dem neuen Gesetz nur dem Alterserfordernis von 18 Jahren.
Zum Führen dieser Waffen in der Öffentlichkeit, also außerhalb der eigenen Wohn- oder Geschäftsräume bzw. des eigenen Hausrechtsbereiches sind seit dem 01.April 2003 der sogenannte Kleine Waffenschein erforderlich.
Wer seit dem 01. April 2003 eine solche Waffe führt, ohne über den Kleinen Waffenschein zu verfügen, macht sich strafbar! 

Der Kleine Waffenschein wird auf Antrag nach Überprüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit unbefristet ausgestellt. Die Gebühr für die Ausstellung beträgt 50.-€. 

Beachten Sie bitte:
Diese Erlaubnis berechtigt nicht

  • zum Führen von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen oder Versammlungen
  • zum Schießen mit derartigen Waffen außerhalb von Schießstätten / des eigenen, befriedeten Hausrechtsbereiches (bezieht sich auch auf das Schießen an Silvester) 

Beim Führen einer Schusswaffe ist generell neben dem Waffenschein bzw. dem Kleinen Waffenschein ein gültiger Personalausweis oder Reisepass mitzuführen. 

Sprengstoffgesetz

Eine Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz berechtigt grundsätzlich zum Erwerb und Umgang von den in der Erlaubnis eingetragenen explosionsgefährlichen Stoffen (in der Regel Schwarzpulver zum Vorderladerschießen, Böllerpulver zum Böllern und / oder Nitrozellulosepulver  zum Wiederladen von Patronenhülsen). Sie berechtigt nicht zum Herstellen solcher Stoffe.

Die Erlaubnis ist auf maximal fünf Jahre befristet und wird für eine bestimmte Höchstmenge an explosionsgefährlichen Stoffen erteilt.
Voraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz sind:

  • Zuverlässigkeit,
  • Sachkunde,
  • Bedürfnis und
  • eine geeignete Lagerstätte.


Die sprengstoffrechtliche Zuverlässigkeit wird vor der Erteilung der Erlaubnis durch das Sachgebiet Polizei- u. Gewerberecht (Waffen- und Sprengstoffwesen) geprüft.
Die Sachkunde für den Umgang mit Schwarz-, Böller- oder Nitrozellulosepulver kann in Lehrgängen erworben werden, die von privaten Lehrgangsträgern angeboten werden. Bei Lehrgangsbeginn ist eine sogenannte "Unbedenklichkeitsbescheinigung" vorzulegen, die ebenfalls von uns ausgestellt wird (Beantragung ca. 3 - 4 Wochen vor Lehrgangsbeginn).
 

Folgende Unterlagen sind bei der Antragstellung mitzubringen: 

  • Personalausweis/Reisepass
  • Lehrgangsbescheinigung
  • Bedürfnisbescheinigung (für Vorderladerschützen oder Wiederlader)
  • gültiger Jagdschein (für Wiederlader)
  • Mitgliedsbescheinigung (Böllerschützen)
  • Nachweis der Aufbewahrung explosionsgefährlicher Stoffe

Ausnahmegenehmigungen für Kleinfeuerwerke

Grundsätzlich ist das Abschießen von Kleinfeuerwerken durch Personen, die nicht über eine entsprechende Erlaubnis gemäß § 27 SprengG oder über einen Befähigungsschein gem. § 20 SprengG verfügen, außer an Sylvester verboten.

Zu besonderen Anlässen wie z. B. Hochzeiten, Firmenjubiläen oder ein „runder Geburtstag“ ab 50, kann hierfür auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Eine Haftpflichtversicherung des Antragstellers ist zwingend vorgeschrieben.

Es liegt allein im Ermessen der Sprengstoffbehörde, ob ein Antrag auf ein Kleinfeuerwerk genehmigt werden kann. 

Ansprechpartner

Die Stadt Crailsheim ist zuständig für Personen, die ihren Hauptwohnsitz im Stadtgebiet von Crailsheim haben.
Bitte wenden Sie sich an das Sachgebiet Polizei-und Gewerberecht (Waffen- und Sprengstoffwesen), Marktplatz 1 und 2 (Rathaus Neubau), 74564 Crailsheim.

Herr Günter Irsigler (Zi. 0.13)
Tel. 403-1213
Fax  403-2213
E-Mail: guenter.irsigler(at)crailsheim.de