Veranstaltungen
Städtische Nachrichten
Webcam

Bestattungen

Grabfeld im Crailsheimer Hauptfriedhof

Sie haben sich um die Bestattung eines nahen Angehörigen zu kümmern?

  • Tritt der Todesfall in der Wohnung ein, so ist ein Arzt (Notarzt) zu benachrichtigen. Von ihm erhalten Sie die Todesbescheinigung. Hierzu benötigt der Arzt den Personalausweis des Verstorbenen. 
  • Sofern der Tod in einem Krankenhaus einem Heim oder einer ähnlichen Einrichtung eintritt, kümmert sich die Verwaltung der jeweiligen Einrichtung um die Ausstellung der Todesbescheinigung.

 

Danach können Sie ein Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens hinzuzuziehen. Das Bestattungsunternehmen kann in Ihrem Auftrag die erforderlichen Formalitäten erledigen:

  • Anzeige des Sterbefalles und Beantragung der Ausstellung der Sterbeurkunde beim Standesamt, des Sterbeortes,
  • Überführung des Verstorbenen zum Friedhof,
  • Terminabstimmung und Benachrichtigung des zuständigen Geistlichen für die Trauerfeier,
  • Bereitstellung von Textmustern für einen Trauerbrief oder eine Traueranzeige,
  • Anzeige des Todes bei der Krankenkasse, bei der Sterbekasse und bei Versicherungen
  • Druck und Versand von Trauerbriefen und –anzeigen,
  • unter Umständen auch die Einziehung von Versicherungsleistungen, die anlässlich des Sterbefalls fällig werden.

  

Im Stadtgebiet kann unter folgenden Grabarten gewählt werden:

In einem Reihengrab für eine Erdbestattung darf nur eine einzelne Erdbestattung erfolgen. Die Lage dieser Grabstätte wird durch die Friedhofsverwaltung bestimmt, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht. Das Grab wird für die Dauer von 25 Jahren überlassen; eine Verlängerung dieses Verfügungsrechtes ist nicht möglich. Die Beisetzung einer Urne in einem bereits vorhandenen Reihengrab ist innerhalb der ersten zehn Jahre möglich.

In einem Reihengrab für eine Urnenbestattung kann nur eine einzelne Urne bestattet werden. Die Lage dieser Grabstätte wird durch die Friedhofsverwaltung bestimmt, eine Wahlmöglichkeit besteht nicht. Nach Ablauf der 15-jährigen Ruhezeit ist eine Verlängerung des Verfügungsrechtes nicht möglich. 

Bei Wahlgräbern für Erdbestattungen wird ein Nutzungsrecht für die Dauer von 30 Jahren erworben. Nach Ablauf dieser Zeit kann das Nutzungsrecht weiter verlängert werden, sofern Belange der Friedhofsplanung nicht entgegenstehen. In bestimmten Friedhofsbereichen ist auch eine Tieferlegung möglich. In Wahlgräbern für Erdbestattungen können auch Urnen beigesetzt werden. 

In Wahlgräbern für Urnenbestattungen können bis zu zwei oder bis zu vier Urnen bestattet werden. Nach Ablauf der 30-jährigen Nutzungszeit ist eine Verlängerung möglich, sofern Belange der Friedhofsplanung nicht entgegenstehen. 

Im Anonymen Urnengrab erfolgt die Beisetzung in einer Rasenfläche (anonymes Urnengemeinschaftsfeld). Nur die Friedhofsverwaltung kennt den genauen Ort - das Grab bleibt auf jeden Fall ungekennzeichnet. Am Gedenkstein können Blumen abgelegt werden. 

Kindergrabstätten werden eingerichtet für Verstorbene bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. 

Es gibt Rasenreihengräber und Rasenwahlgräber (Bestimmungen siehe "Reihengrab/Erdbestattungen" sowie "Wahlgrab/Erdbestattungen"). Die Pflege des Grabes erfolgt durch die Stadt. Das Setzen von Grabsteinen oder von Grabkissen ist möglich. 

Die Bestattung erfolgt in einer Rasenfläche. An einem Gemeinschaftsgedenkstein können Blumen abgelegt werden. 

Hier können Bestattungen nach islamischen Glaubensbestimmungen vorgenommen werden.

Was ist nach der Bestattung zu tun?

Gesetzliche Renten 

Hat der Verstorbene eine Altersrente erhalten?

Teilen Sie den Tod des Verstorbenen baldmöglichst der Rentenversicherung mit. Anträge sind bei der Post erhältlich. 

War der Verstorbene vor Eintritt des Todes erwerbstätig?

Der Arbeitgeber übernimmt die Abmeldung über die Krankenkasse. Damit ist zugleich die Abmeldung zur Renten- und Arbeitslosenversicherung erledigt.

 

Witwenrente
Den Antrag auf Witwenrente erhalten Sie bei uns. 

KriegsrenteBitte melden Sie den Tod des Verstorbenen beim zuständigen Versorgungsamt.

Krankenversicherung
Bitte melden Sie den Tod des Verstorbenen bei der zuständigen Krankenversicherung. 

Versicherungen
Bitte informieren Sie - falls vorhanden - die private Unfallversicherung, Private-Sterbekasse, sowie die Lebensversicherung über den Tod des Verstorbenen.
Daneben sind auch andere Versicherungen wie z.B. die Privathaftpflicht-, Rechtschutz-, Hausrat-, Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung vom Todesfall zu unterrichten, damit ggf. für den die Nachfolge antretenden Versicherungsnehmer der Versicherungsschutz weiterhin aufrechterhalten werden kann.

Mitgliedschaften
War der Verstorbene Mitglied in einem Verein, einer Partei oder in einem Berufsverband, so ist auch dort der Tod zu melden. War der Verstorbene aktives Mitglied, sollte die Vereins- bzw. Verbandsleitung rechtzeitig vom Tode ihres Mitgliedes informiert werden, da üblicherweise eine Abordnung an der Bestattung teilnehmen möchte.

Sonstige Erledigungen
Banken, Sparkassen oder des Postscheckamt, bei denen der Verstorbene ein Konto hatte, sind zu verständigen.
Weiterhin ist zu prüfen, ob Änderungs- oder Kündigungsmitteilungen an den Wohnungsvermieter sowie für den Bezug von Strom, Gas, Wasser, Telefon oder sonstiger Verpflichtungen des Verstorbenen (Zeitungsabonnement, Buch-, oder Zeitschriftenclub usw.) erforderlich sind. Ebenso müssen Radio- und Fernsehgeräte bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) abgemeldet werden.

Tipp
Es empfiehlt sich, seine Angelegenheiten zu Lebzeiten rechtzeitig und umsichtig zu ordnen. Dies sollte vor allem dann geschehen, wenn man allein und ohne Kinder oder unverheiratet mit einem Partner zusammenlebt.
Alleinstehenden ist zu raten, Namen und Anschriften von zu benachrichtigenden Verwandten / Bekannten sowie andere wichtige Informationen an leicht auffindbaren Stellen in der Wohnung zu hinterlegen.
Ein notariell beurkundetes Testament ist in den Fällen ratsam, wo Grundbesitz oder nicht nur geringfügiges Vermögen vorhanden ist, so dass sichergestellt ist, dass der Nachlass auch demjenigen zukommt, den der Erblasser zu Lebzeiten begünstigt hat.
Ist kein Testament vorhanden, gilt die gesetzliche Erbfolge. Hier gilt grundsätzlich, dass der Verstorbene von seinem Ehegatten und seinen Kindern jeweils zur Hälfte beerbt wird, sofern die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand lebten (Zugewinngemeinschaft). Auch bei Vorabinformationen empfiehlt sich der Gang zum Notar.
Dieser befindet sich in Crailsheim, Lange Straße 38, Telefon 94610. Wird ein handgeschriebenes Testament des Erblassers gefunden, ist dies von den Angehörigen umgehend dem zuständigen Notariat auszuhändigen.

Um das Alleinsein besser bewältigen zu können, stehen zahlreiche Seniorengruppen mit interessanten Angeboten zur Auswahl. Informationen erhalten Sie beim Seniorenbüro, Spitalstraße 2a, Crailsheim, Telefon 07951 / 96 36 97.

Ihre Ansprechpartner

Standesamt Crailsheim, Marktplatz 1, 74564 Crailsheim
Ute Hanselmann - Tel. 403-1120 - ute.hanselmann(at)crailsheim.de
Angela Wenzelburger - Tel. 403-1118 - angela.wenzelburger(at)crailsheim.de
Sabine Netzel - Tel. 403-1119 - sabine.netzel(at)crailsheim.de
Katrin Hassel - Tel. 403-1117 - katrin.hassel(at)crailsheim.de

Telefax  403-2265