Aktueller Corona-Ticker

Auf dieser Seite werden chronologisch alle Pressemitteilungen sowie Meldungen aus den Sozialen Netzwerken der Stadtverwaltung seit September 2020 in Bezug auf das Coronavirus-Infektionsgeschehen in Crailsheim veröffentlicht.

Impfbus wieder in Crailsheim (13.08.2021)

Der im Auftrag des Landkreises Schwäbisch Hall fahrende Impfbus, der durch ein mobiles Impfteam des DRK betrieben wird, macht erneut Station in Crailsheim. Am Montag, 16. August, können sich Impfwillige von 10.00 bis 13.00 Uhr auf dem Volksfestplatz impfen lassen. Am Samstag, 21. August, steht der Bus von 15.00 bis 18.00 Uhr auf dem Schweinemarktplatz. Die Impfungen werden mit den Vakazinen von BioNTech und Johnson & Johnson durchgefürt. Als Ansprechpartner steht vor Ort ein Arzt im Bus zur Verfügung, um Fragen zu klären und über Impfrisiken aufzuklären. Minderjährige ab 12 Jahren können ebenfalls geimpft werden, benötigen jedoch die Einverständniserklärung der Eltern.

Interkommunales Testangebot wird angepasst (12.07.2021)

Die Infektionszahlen im Landkreis Schwäbisch Hall befinden sich seit einigen Wochen nun auf einem äußerst niedrigen Niveau, sodass fast alle Corona bedingten Einschränkungen aufgehoben werden konnten. Das Vorzeigen eines negativen Schnelltestergebnisses, was kürzlich noch Zugangsvoraussetzung für viele Geschäfte und Dienstleistung war, ist fast gänzlich weggefallen. Dementsprechend ist auch die Nachfrage nach Testungen in den kommunalen Testzentren im südlichen Altkreis Crailsheim stark rückläufig.
Die Rathäuser aus Crailsheim, Fichtenau, Frankenhardt, Kreßberg, Satteldorf, Stimpfach und Wallhausen haben sich nach einem gemeinsamen Austausch dazu entschieden, die Öffnungszeiten ihrer Testörtlichkeiten dem Bedarf entsprechend anzupassen:

Crailsheim
In Crailsheim öffnet das kommunale Testzentrum in der Kistenwiesenhalle letztmalig am Samstag, 17. Juli. Das ehrenamtliche Angebot „Bürger testen Bürger“, an dem sich zahlreiche Vereine aus der Stadt beteiligt haben, wird an dem Sonntag beendet. Der Testbus steuert hingegen weiterhin die bekannten Örtlichkeiten an, auch die Media Resource Group sowie die Apotheken halten ihr Angebot aufrecht.
Fichtenau:
Das Testzentrum zieht von der Festhalle Matzenbach nach Fichtenau-Unterdeufstetten (früherer Polizeiposten), Marktstraße 10, um. Getestet wird dienstags und donnerstags von 16.30 - 19.00 Uhr. Am Samstag, 17. Juli, finden Testungen von 09.00 - 10.30 Uhr, am Sonntag, 11. Juli, von 09.00 - 11.45 Uhr und am Sonntag, 18. Juli, von 08.15 – 10.00 Uhr statt. Eine Terminreservierung ist unter www.fichtenau.de notwendig. Das Testangebot läuft bis Ende Juli weiter und soll dann erneut eruiert werden.
Frankenhardt:
Das kommunale Testzentrum Frankenhardt (Sandberghalle Honhardt) ist bis auf Weiteres jeweils freitags von 17.30 - 18.30 Uhr mit Voranmeldung geöffnet.
Kreßberg:
Tests in der Halle Waldtann werden donnerstags von 15.00 - 17.00 Uhr ohne Anmeldung angeboten. Das Angebot wird voraussichtlich Ende Juli auslaufen.
Satteldorf:
Die Teststation Satteldorf (Sport- und Festhalle) kann donnerstags von 16.00 - 18.00 Uhr ohne Voranmeldung aufgesucht werden. Das Testangebot wird ab August eingestellt.
Stimpfach:
Im Foyer der Waldhalle Stimpfach wird bis Ende Juli immer mittwochs von 16.30 - 18.00 Uhr getestet. Die Situation soll dann neu bewertet werden.
Wallhausen:
Testungen sind im Kulturhaus freitags zwischen 16.00 und 18.00 Uhr ohne Anmeldung möglich. Ab dem 20. Juli wird das Testzentrum geschlossen.
 
Sollte sich die Infektionslage in den kommenden Wochen drastisch verschlechtern, werden die Kommunen sich erneut absprechen, ob und in welcher Form eine Rückkehr zur gewohnten Angebotsform notwendig wird.

Neue Corona-Verordnung veröffentlicht - Inzidenzstufe "unter 10" in Reichweite (26.06.2021)

Am 25.06. wurde die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg veröffentlicht, die in etlichen Bereichen deutliche Lockerungen der bisherigen Corona-Maßnahmen und gleichzeitig auch vier neue Inzidenzstufen vorsieht. Diese neue Verordnung tritt ab dem 28.06. in Kraft.

Für den Schritt in eine niedrigere Inzidenzstufe gilt dabei: Wenn die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis den Wert der niedrigeren Stufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet, treten die Lockerungen der niedrigeren Stufe am Tag nach der Bekanntmachung durch das Gesundheitsamt in Kraft. Damit könnten für den Landkreis Schwäbisch Hall und damit auch für die Stadt Crailsheim erstmals ab Mittwoch, dem 30.06. die Lockerungen für die neue Stufe "Unter 10" gelten, da wir seit Donnerstag im Landkreis unter einer Inzidenz von 10 liegen.

Umfassende Informationen, was die neue Verordnung für einzelne Bereiche, Branchen, etc. bedeutet, hat das Land in einem ausführlichen FAQ zusammengestellt, die hier abrufbar sind: FAQ aktuelle Corona-Verordnung

Inzidenz fällt unter 35: Letzte Öffnungsstufe erreicht (10.06.2021)

Die Inzidenz im Landkreis Schwäbisch Hall befindet sich am heutigen Donnerstag mit 34,6 den fünften Tag in Folge unter 35. Aufgrund von technischen Problemen hatte das Landratsamt gestern zunächst noch eine Inzidenz von 35,1 gemeldet. Für die Feststellung der Inzidenz sind jedoch die Zahlen des RKI maßgebend. Somit gelten ab Morgen folgende Lockerungen im Landkreis Schwäbisch Hall:
- Bei Zutritt zu oder Teilnahme an den nach den Öffnungsstufen 1 bis 3 zulässigen Angeboten, Veranstaltungen und Einrichtungen entfällt die Pflicht einen negativen Testnachweis oder einen Impf- oder Genesenennachweis zu erbringen, sofern diese ausschließlich im Freien stattfinden.
- Dasselbe gilt für Messen, Ausstellungen und Kongresse nach § 21 Abs. 5a S. 1 Nr. 3 CoronaVO sowie Veranstaltungen nach § 21 Abs. 5a S. 1 Nr. 4 CoronaVO soweit diese ausschließlich im Freien stattfinden.
- Insbesondere wird in der Außengastronomie und Freibädern daher kein Test- oder sonstiger Nachweis mehr benötigt.
- Feiern in gastgewerblichen Einrichtungen sind innen wie außen mit bis zu 50 Personen wieder möglich. Hier besteht nach wie vor die Pflicht einen negativen tagesaktuellen Testnachweis oder alternativ einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen. Dies gilt auch dann, wenn die Feier ausschließlich im Außenbereich stattfindet. Tanzveranstaltungen bleiben untersagt.
- Messen, Ausstellungen und Kongresse sind wieder möglich. Die Zahl der Besucher ist flächenmäßig auf eine Person pro angefangene sieben Quadratmeter zu beschränken. Ein tagesaktueller negativer Coronatest oder ein Impf- oder Genesenennachweis ist vorzulegen, soweit die Veranstaltungen nicht ausschließlich im Außenbereich stattfinden.
- Veranstaltungen wie nicht notwendige Gremiensitzungen oder Betriebsversammlungen in Vereinen, Betrieben oder ähnliches dürfen mit bis zu 750 Personen im Freien stattfinden. Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dann nicht notwendig.
- Kulturveranstaltungen wie etwa Theatervorführungen, Opern, Filmvorführungen dürfen im Freien mit bis zu 750 Personen stattfinden. Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dann nicht notwendig.
- Vortrags- und Informationsveranstaltungen dürfen im Freien mit bis zu 750 Personen stattfinden. Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dann nicht notwendig.

Sollte die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 35 wieder überschreiten, müssen diese Öffnungsschritte wieder zurückgenommen werden.

Stadtverwaltung wieder normal geöffnet (09.06.2021)

Seit dem heutigen Mittwoch ist das Crailsheimer Rathaus wieder für den Besucherverkehr normal zugänglich. Bürgerinnen und Bürger können ihre Anliegen nun ganz normal vortragen, ohne einen Schnelltest, eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen zu müssen. Da viele Mitarbeitende sich jedoch weiterhin im Home Office befinden und der Grundsatz der Kontaktvermeidung weiterhin gilt, ist es allerdings weiterhin ratsam, im Vorfeld einen Termin zu vereinbaren.

Inzidenz offiziell unter 50: Weitere Lockerungen ab Mittwoch (08.06.2021)

Ab dem morgigen Mittwoch gelten weitere Lockerungen bei uns im Landkreis, nachdem die 7-Tage-Inzidenz seit fünf Tagen in Folge unter dem Schwellenwert von 50 liegt. Somit werden die Öffnungsstufe 2-3 genauso umgesetzt, wie die notwendigen Schritte bei einer Inzidenz unter 50.Dies sind nun die wichtigsten Neuerungen.

Erlaubt ist/sind fortan:
- Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten; Kinder bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt; geimpfte und genesene Personen zählen nicht mit. Zusätzlich dazu dürfen 5 Kinder bis einschließlich bis 13 Jahre aus 5 weiteren Haushalten dazu kommen. So sind Kindergeburtstage in kleinem Rahmen wieder möglich.
- Einkaufen ganz normal und ohne vorherige Terminvereinbarung. Eine Testpflicht besteht nicht mehr. Die Zulassung erfolgt nach Verkaufsfläche. Bei einer Verkaufsfläche von über 800 qm darf sich je ein Kunde pro 20 qm im Laden aufhalten, unter 800 qm je ein Kunde pro 10 qm. In Geschäften mit weniger als 10 qm Verkaufsfläche darf sich ein Kunde aufhalten. Abweichende Werte, etwa für den Lebensmitteleinzelhandel sind möglich. Weiterhin gilt Maskenpflicht in den Geschäften und auf den Parkplätzen, außerdem ist der Zutritt zu steuern, Warteschlagen sind zu vermeiden und besondere Verkaufsaktionen bleiben untersagt.
- Gastronomiebetriebe von 6 bis 1 Uhr. Innen ist ein Gast pro 2,5 Quadratmeter möglich, Tische müssen Abstand von 1,5 Meter stehen. Außen gilt keine Flächenbegrenzung, solange die AHA-Regeln eingehalten werden.
Achtung: Weiterhin gelten hier jedoch die 3G-Regeln, d.h. ein Nachweis für einen Schnelltest, eine abgeschlossene Impfung oder Genesung muss vorgelegt werden. Diese Vorgabe entfällt erst bei einer Inzidenzfeststellung von unter 35 (näheres siehe unten).
- Shisha-und Raucherbars. Es gelten die gleichen Regelungen wie bei der Gastronomie. Rauchen ist nur im Freien erlaubt.
- Kulturveranstaltungen (in Theater, Opern, Kulturhäusern, Kinos und ähnliche) innen bis 250 Personen und außen bis 500 Personen
- Veranstaltungen wie nicht notwendige Gremiensitzungen oder Betriebsversammlungen in Vereinen, Betrieben o.ä. mit bis zu 500 Personen außen und mit bis zu 250 Personen innen
- Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder innen und außen (1 Person pro 10 m²)
- Freizeitparks und sonstige Freizeiteinrichtungen (1 Person pro 10 m²)
- Wettkampfveranstaltungen des kontaktarmen Amateursports ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl mit bis zu 500 Zuschauer/-innen außen und innen mit bis zu 250 Zuschauer/-innen
- Kontaktarmer Amateursport ist in Sportanlagen, Sportstätten und Sportstudios (Fitnessstudios) sowie Yogastudios und ähnlichen Einrichtungen wieder zulässig. Die Zahl der Besucher ist auf eine Person pro 10 qm beschränkt.
Achtung: Es besteht die Pflicht zur Beibringung eines Test-, Genesenen- oder Impfnachweises, abseits des Sportbetriebs gilt Maskenpflicht.

Laut der Veröffentlichung des RKI befindet sich der Landkreis Schwäbisch Hall seit dem 6. Juni unter einer Inzidenz von 35. Bleibt die Inzidenz unter diesem Schwellenwert, könnte frühestens am Donnerstag, 10. Juni die öffentliche Feststellung erfolgen. Weitere Lockerungen würden dann ab dem 11. Juni gelten.

Wohnungslose und Geflüchtete geimpft (02.06.2021)

Der Hangar wurde vor kurzem zu einem Impfzentrum umgebaut. Geflüchtete und Wohnungslose waren durch die Stadt zum Impftermin eingeladen worden. Gemäß der Prioritätenvorgabe des Bundesgesundheitsministerium sind die betroffenen Personen aufgrund der beengten Wohnsituation einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt, weshalb sie in die Prioritätengruppe 3 eingestuft sind. Insgesamt 95 Personen nahmen das Angebot an und bekamen den Impfstoff von Johnson & Johnson verabreicht. Das Besondere an diesem Mittel ist, dass es nur einmal verabreicht werden muss, um den vollen Impfschutz aufzubauen.
Vier Crailsheimer Ärzte unterstützten die Aktion und führten die Impfungen gemeinsam mit einem mobilen Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes durch. Im Vorfeld hatte der Freundeskreis Asyl bei den Impfberechtigten intensive Aufklärungsarbeit geleistet, um möglichst viele zu motivieren, das Impfangebot zu nutzen.

Testbus: Größeres Angebot und mehr Haltestopps (31.05.2021)

Pünktlich zur Öffnung der Gastronomie, Hotellerie sowie weiteren Einrichtungen erweitert die Stadt erneut ihr Testangebot. Der Testbus, bei dem kostenfreie Bürgertests möglich sind, hält künftig immer mittwochs und freitags von 09.00 bis 16.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 09.00 bis 14.00 Uhr auf dem Schweinemarktplatz. Ausschließlich an Fronleichnam werden ebenfalls an gleicher Örtlichkeit von 09.00 bis 14 Uhr Tests durchgeführt.

Zudem hat der Betreiber seinen Testumfang erweitertet. Künftig werden auf Wunsch auch PCR-Tests im Bus angeboten. Das Ergebnis liegt hier in der Regel 24 Stunden nach Probeentnahme vor. Die Kosten pro Test belaufen sich auf 85 Euro, die derzeit in bar gezahlt werden müssen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Um eine Registrierung auf www.buergertestbus.de oder die App „Smart Healt Check“ wird gebeten.

Modellkommune: Crailsheim kommt nicht zum Zug (31.05.2021)

Unter dem Motto „Crailsheim macht fit“ hatte sich die Stadtverwaltung am 20. Mai beim baden-württembergischen Sozialministerium als Modellkommune für kontrollierte Öffnungsschritte beworben. Die Idee war es, dass Sportvereine ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder aufnehmen und sich somit vor allem Kinder und Jugendliche wieder sportlich betätigen können. Voraussetzung hierfür war ein engmaschiges Testkonzept, das dank der Initiative „Bürger testen Bürger“ hätte umgesetzt werden können.


Das Sozialministerium sowie die Kommunalen Landesverbände haben nun mitgeteilt, welche Projektvorhaben umgesetzt werden sollen. Insgesamt 83 Anträge waren bei den Verantwortlichen eingegangen, 19 erhielten grünes Licht zur Umsetzung. Crailsheim gehört nicht dazu. Damit ist die Idee jedoch nicht komplett gescheitert. Die Stadt Tübingen hatte sich unabhängig von Crailsheim mit einem sehr ähnlichen Vorhaben beworben und darf dies durchführen. Das Sozialministerium hat die Laufzeit auf vier Wochen festgelegt. Auf Grundlage der dort erhobenen Ergebnisse könnten dann landesweite Öffnungen erfolgen, von denen letztendlich auch die Sportlerinnen und Sportler in Crailsheim profitieren würden.

Stadt setzt auf freiwilliges Testangebot in Kitas (28.05.2021)

In den vergangenen Tagen hat sich die erfreuliche Entwicklung der Infektionszahlen in Crailsheim und der Region weiter fortgesetzt. Aus diesem Grund hat sich das Landratsamt Schwäbisch Hall dazu entschieden, die noch bis Montag gültige Allgemeinverfügung zur Testpflicht in Kindertagesstätten nicht zu verlängern.

Somit ist es den Trägern freigestellt, eigene Regelungen zu treffen. Die Stadt Crailsheim hat sich am Freitag dazu entschieden, das Schnelltestangebot in Krippen und Kindergärten auf freiwilliger Basis weiterhin anzubieten. „Die positive Entwicklung ist nicht zuletzt auch das Ergebnis der bestehenden Maßnahmen und Testungen. Wir erachten es deshalb als wichtig, die bewährten Instrumente nicht vorschnell komplett über Bord zu werfen, sondern weiter anzubieten“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. „Es würde uns freuen, wenn möglichst viele Eltern für ihre Kinder weiter die zweimalige Testmöglichkeit pro Woche wahrnehmen – im eigenen Interesse und auch mit Blick auf die nach wie vor betroffenen Branchen, deren Öffnungsperspektiven an eine verlässlich positive Entwicklung des Inzidenzwerts geknüpft sind.“

Die Testung findet von Juni an somit nicht mehr in den Einrichtungen statt, sondern ausschließlich über freiwillige Testungen im privaten Umfeld. Interessierte Eltern erhalten von der Kita-Leitung bis zu zwei Tests pro Woche. Aus abrechnungstechnischen Gründen ist im Gegenzug weiterhin eine Testbestätigung in der Einrichtung abzugeben. Die Stadtverwaltung plant derzeit damit, das freiwillige Schnelltestangebot in den Kindergärten zumindest noch bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juli aufrecht zu erhalten.

Impfungen für alle über 60-Jährigen in Crailsheim (27.05.2021)

Nachdem in den vergangenen Wochen alle über 70-Jährigen durch die Stadt ein Impfangebot bekommen haben, wird die Aktion nun auf die nächste Altersgruppe ausgeweitet. Möglich wird dies erneut durch mobile Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes des Kreisimpfzentrums Wolpertshausen, die direkt in den Kommunen eingesetzt werden können. Der Landkreis Schwäbisch Hall hat mitgeteilt, dass auch alle Menschen über 60 Jahre die Möglichkeit bekommen sollen, sich in ihren Städten und Gemeinden direkt impfen zu lassen, sofern sie in den Impfzentren oder beim Hausarzt noch keinen Termin bekommen haben. Zum Einsatz wird der Impfstoff von AstraZeneca kommen. Die Impfung wird im Verlauf des Junis durchgeführt, die Zweitimpfung findet dann neun Wochen später statt.

Die Stadt Crailsheim greift auf dieses Angebot gerne zurück. Bürgerinnen und Bürger aus Crailsheim, die sich bei einem zentralen Termin in der Horaffenstadt impfen lassen möchten, können sich gerne unter den Telefonnummern 07951 403-3721 beziehungsweise -1286 zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses melden. Alternativ kann auch eine Mail an die Adresse impfen@crailsheim.de geschickt werden. Eine Impfberatung über die Rufnummern ist nicht möglich.

Mooswiesenmesse fällt erneut aus (19.05.2021)

Die für den 26. bis 28. Mai geplante Messe in der Innenstadt kann aufgrund der derzeitigen Lage auch in diesem Jahr nicht stattfinden.

Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz in Crailsheim sowie dem gesamten Landkreis in den vergangenen Wochen stark rückläufig war, ist eine Durchführung der traditionell nach Pfingsten stattfindenden Mooswiesenmesse auch in diesem Jahr nicht möglich. Gemäß der Corona-Verordnung dürfen Spezialmärkte aktuell nur nach dem „Click & Meet“-Prinzip stattfinden. Liegt die Inzidenz bei über 100, muss zudem ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

„Wir sind mit der Inzidenz bei uns im Landkreis auf dem richtigen Weg. Der Einzelhandel konnte diese Woche bereits mit Terminvereinbarung öffnen und wir hoffen, dass auch andere Branchen bald die Möglichkeit hierzu haben werden. Diese positive Entwicklung sollten wir jedoch nicht durch eine schwer zu begrenzende Marktveranstaltung gefährden“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. Um eine Durchführung zu ermöglichen, hätte die Stadt den gesamte Veranstaltungsbereich umzäunen sowie Eingangskontrollen vorschreiben müssen. „Mit der Entscheidung haben wir möglichst lange abgewartet, weil wir im Sinne der Marktbeschicker nicht vorschnell absagen wollen“, betont Grimmer, „aber nach Angabe des Gesundheitsamts liegt die Inzidenz von Crailsheim bei 139, der Landkreis zeitgleich bei 116. Es ist deshalb auch Solidarität unter den Kommunen gefordert, dass wir im Geiste aller die jüngsten Öffnungen nicht riskieren, sondern gemeinsam die noch dringend notwendigen weiteren Öffnungsmöglichkeiten in Schulen und anderen Bereichen anstreben“.

Testbusangebot wird ausgeweitet (19.05.2021)

Der seit Wochen positive Trend bei den Neuinfektionen in Crailsheim verfestigt sich. Seit Montag konnte auch der Einzelhandel in der Stadt erstmals in diesem Jahr öffnen. Zugangsvoraussetzung ist dort jedoch das Vorliegen eines negativen tagesaktuellen Schnelltests. Um den Crailsheimer Handel bei seiner Öffnung zu unterstützen, erweitert die Stadtverwaltung daher ab sofort das Testbusangebot.
„Künftig wird der Bus immer freitags zwischen 9.00 und 14.00 Uhr sowie samstags zwischen 9.00 bis 13.00 Uhr auf dem Schweinemarktplatz stehen“, kündigt Horst Herold, stellvertretender Ressortleiter Bildung & Wirtschaft, an. „Besucher des Wochenmarktes sowie alle Bürgerinnen und Bürger haben somit, zusätzlich zum bisherigen Testangebot, direkt in der Innenstadt die Möglichkeit, einen Schnelltest zu machen, mit dem sie dann im Rahmen des ‚Click & Meet‘-Prinzips shoppen gehen können.“
Aufgrund der anstehenden Feiertage werden derweil einzelne Testangebote ausgesetzt oder zeitlich verkürzt. So wird der Testbus am Pfingstmontag und Fronleichnam nicht fahren. Auch einzelne Sportvereine, die an dem Projekt „Bürger testen Bürger“ teilnehmen, haben angekündigt, das ehrenamtliche Angebot an den Feiertagen zu reduzieren.
Alle Informationen zu den Testzeiten, auch über die Feiertage, findet sich stets aktuell auf www.crailsheim.de/testangebote.

Inzidenz unter 150: Öffnung des Einzelhandels im "Click & Meet" ab heute möglich (17.05.2021)

Die 7-Tages-Inzidenz für den Landkreis Schwäbisch Hall lag am Samstag bei 133,7 und war damit am fünften Werktag in Folge unter dem Schwellenwert von 150. Dadurch kann die nächste Stufe der Öffnungsschritte in Kraft treten. Der Einzelhandel, soweit dieser nicht bereits von Ausnahmen erfasst ist (z.B. Lebensmittelläden, Drogerien, Blumenläden, etc.), kann nach dem "Click & Meet"-Modell öffnen. Die Kunden können den Einzelhandel nach vorheriger Terminvereinbarung für einen begrenzten Zeitraum und unter Vorlage eines negativen Coronatestergebnisses, das nicht älter als 24 Stunden ist, betreten. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt in der Regel das Erfordernis eines negativen Tests. Auch hierbei gelten die entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen aus der Corona-Verordnung und des Infektionsschutzgesetzes, insbesondere die entsprechende flächenmäßige Beschränkung der gleichzeitig anwesenden Kunden sowie die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

Inzidenz unter 165: Schulen und Kindergärten öffnen (14.05.2021)

Die 7-Tages-Inzidenz liegt heute im Landkreis bei 136,2 und damit den fünften Werktag in Folge unter dem Schwellenwert von 165. Somit ist eine Öffnung der Schulen ab kommendem Montag wieder im Rahmen des Wechselunterrichts möglich. Wie dies erfolgen wird, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Schulen. Sie werden deshalb die Eltern und Schüler direkt informieren.
Auch die Kindergärten können wieder öffnen. Ebenfalls ab Montag kehren die städtischen Einrichtungen also wieder zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurück. Eltern, auch ohne Anspruch auf Notbetreuung, können ihre Kinder demnach wieder in ihre Kitas bringen.
Zu beachten bleiben dabei weiterhin die geltenden Vorgaben aus den Corona-Verordnungen des Landes sowie die der Allgemeinverfügung des Landratsamts Schwäbisch Hall zu Tests in Kindertageseinrichtungen.

Mehrsprachige Kampagne informiert über Corona-Maßnahmen (11.05.2021)

Mit kurzen, einfach zu verstehenden Informationen hat die Stadtverwaltung eine Kampagne gestartet, die in Deutsch, Englisch, Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch und auf Arabisch über die Corona-Regeln und Maßnahmen informiert. Hierfür wurde auch in einem ersten Schritt die Unterseite der Homepage, die über die aktuellen, kostenlosen Testangebote in Crailsheim informiert, in die fünf genannten Sprachen übersetzt, sodass auch ohne vertiefte Deutschkenntnisse die wichtigsten Informationen in der jeweiligen Sprache abrufbar sind.

„Mit den Maßnahmen und auch einer Beilage in diesem Stadtblatt möchten wir zum einen die Bürgerinnen und Bürger direkt informieren und ansprechen, diese aber gleichzeitig auch aufrufen und animieren, die Informationen an Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen oder Nachbarn weiterzugeben,“ fasst Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer die Idee hinter der Kampagne zusammen. „Die Entwicklung der Corona-Zahlen von einer Inzidenz von über 800 Ende März auf mittlerweile unter 200 stimmt mich positiv, dass wir alle gemeinsam als Stadtgesellschaft auch die weiteren Schritte hin zu Öffnungsperspektiven für Handel, Gastronomie, Kultur sowie weitere betroffene Branchen gehen können“, so Grimmer weiter. „Das erste Ziel muss die weitere Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten sein, die bereits ab einer Inzidenz von unter 165 im Landkreis möglich wird.“

Um möglichst alle Bevölkerungsgruppen bei diesem gemeinsamen Ziel mitnehmen zu können, wurde von der Stadtverwaltung eine Kampagne entwickelt, die mit Flyern, Plakaten, Bauzaunbannern und weiteren Maßnahmen aufmerksam machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ansprechen soll. „Der Ansatz, dies mehrsprachig zu tun, kam aus dem Gemeinderat. Die Anregung haben wir gerne aufgegriffen“, betont Grimmer.

Eingebunden werden sollen bei der Kampagne auch Multiplikatoren wie das Sachgebiet Zuwanderung & Integration, die Volkshochschule, der Freundeskreis Asyl und der Integrationsbeirat. Auch die Unternehmen in der Horaffenstadt werden gezielt angesprochen und sollen in die Kampagne eingebunden werden. „Wir möchten die Menschen dort erreichen, wo sie im Alltag trotz Corona unterwegs sind und sie in ihrem gewohnten Umfeld über die Maßnahmen und Testangebote informieren“, ergänzt Kai Hinderberger, stellvertretender Leiter im Ressort Digitales & Kommunikation.

Die mehrsprachige Übersicht über alle Testmöglichkeiten in Crailsheim gibt es hier.

„Bürger testen Bürger“ im Sauerbrunnen (05.05.2021)

Immer donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr werden Testungen in der Christuskirche an der Breslauer Straße angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Auch an den Feiertagen sind die Testmöglichkeiten gegeben.

Besucher benötigen tagesaktuellen Schnelltest (30.04.2021)

In der kommenden Woche werden der Gemeinderat sowie die Ausschüsse wieder in einer Präsenzsitzung stattfinden. Um den größtmöglichen Abstand zwischen den Teilnehmenden zu gewährleisten, finden die Sitzungen ausschließlich im Hangar statt. Zudem müssen alle Bürgerinnen und Bürger, die an der Sitzung teilnehmen möchten, einen tagesaktuellen Schnelltest vorlegen. Alternativ haben sie die Möglichkeit, beim anwesenden DRK vor Ort einen Test zu machen. Die Verwaltung bittet darum, entsprechende Wartezeiten hierbei einzuplanen.
 

Drive-In Testzentrum startet am Montag (27.04.2021)

Das Projekt „Bürger testen Bürger“ findet weitere Unterstützung. Mit dem SV Ingersheim hat nun  der fünfte Sportverein Mitglieder geschult, um ein Testangebot vor Ort einrichten zu können.

Vereine testen noch mehr
Vom 29. April an können sich die Menschen immer dienstags und donnerstags zwischen 16.30 und 18.30 Uhr sowie sonntags zwischen 16 und 18 Uhr im Vereinsheim am Sportplatz in Ingersheim testen lassen. Und auch der TSV Crailsheim erweitert sein Angebot und bietet fortan im Beuerlbacher Dorfgemeinschaftshaus Testmöglichkeiten donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr an. Ebenso werden in der Christuskirche im Sauerbrunnen ebenfalls am Donnerstag ab dem 6. Mai zwischen 17.00 und 19.00 Uhr Testungen angeboten.

Drive-In-Testungen bei der Media Resource Group
Doch nicht nur die Sportvereine sind aktiv. Auch die Crailsheimer Unternehmen bringen sich aktiv in das Testkonzept der Stadt ein. Vom 3. Mai an wird die Media Resource Group auf ihrem Betriebsgelände einen Test Drive-In anbieten. „Wir haben uns entschlossen, unsere Stadt und die Region tatkräftig zu unterstützen und werden ab kommendem Montag unsere Pforten für den kostenlosen Bürgertest öffnen. Das Besondere bei uns wird sein, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht einmal das Auto für den Test verlassen müssen“, so Geschäftsführer Michael Frank. Unterstützt wurde er bei dem Aufbau der Testkapazitäten durch Horst Herold, stellvertretender Ressortleiter Bildung & Wirtschaft, der vonseiten der Stadt Kontakte vermittelt und Informationen zur Umsetzung eingeholt hat.
Eine Terminbuchung muss vorab unter www.safeon.events erfolgen. Nach dem Check-in bis zur Abstrichentnahme vergehen dafür dann nur noch zwei Minuten. Das Testergebnis kommt dann per E-Mail aufs Handy. Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an Autofahrer, sondern auch an Fußgänger Rad- und Motorradfahrer. Der Drive-In ist montags und donnerstags von 06.00-09.00 Uhr, donnerstags und freitags von 17.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags von 08.00 bis 13.00 Uhr und sonntags von 09.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Telefonisch ist das Drive-In unter 0162/29 31 230 erreichbar.

Testangebot nun an jedem Tag
„Durch die Kombination aus kommunalem Testzentrum, Testbus, dem Vereinsprojekt ‚Bürger testen Bürger‘, verschiedenen Apotheken, dem Klinikum und den Crailsheimer Unternehmen ist es uns gelungen, flächendeckend in Crailsheim an jedem Tag in der Woche eine Testmöglichkeit anzubieten“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. Somit verfügt die Horaffenstadt über ein niederschwelliges sowie engmaschiges Testangebot. „Ich bin sehr dankbar, dass die Vereine, die Media Resource Group und weitere Unternehmen mit ihren betriebsinternen Testangeboten unsere Stadtgesellschaft in der Pandemiebekämpfung unterstützen, damit wir Infektionen vermeiden, schwere Krankheitsverläufe reduzieren, die Krankenhäuser entlasten und mit dem zugleich steigenden Impffortschritt möglichst bald wieder die Aussicht auf eine Besserung in vielen Bereichen  erhalten“, so Grimmer.

Corona-Testbus nimmt in Crailsheim Fahrt auf (23.04.2021)

Montags, dienstags und donnerstags ist ab kommendem Montag ein Corona-Testbus im Crailsheimer Stadtgebiet unterwegs. Auf seiner Tour, die einer festgelegten Route folgt, steuert er insbesondere die Stadtteile und Teilorte an, wo es kein kommunales Testangebot in der Nähe gibt oder Sportvereine im Rahmen von „Bürger testen Bürger“ aktiv sind. Der Bus der Firma BFS erweitert damit das bisherige Angebot in der Horaffenstadt um eine mobile Testmöglichkeit.

„Mit dem Bus bieten wir künftig auch an Örtlichkeiten Testungen an, die entweder von vielen Menschen häufig aufgesucht werden oder wo es keine anderen Testmöglichkeiten in der Nähe gibt. Uns ist es wichtig, ein möglichst niederschwelliges Angebot zu schaffen, sodass die Bürgerinnen und Bürger keine weiten Strecken in Kauf nehmen müssen. Wir testen dort, wo die Menschen sind“, erklärt Horst Herold, Stellvertretender Ressortleiter Bildung & Wirtschaft, der in der Stadtverwaltung das Projekt umgesetzt hat. Um eine große Bevölkerungsgruppe anzusprechen, wird auf dem Bus mehrsprachig für das Angebot geworben.

Durchgeführt werden die Tests von geschulten Mitarbeitern der Firma Health Laboratories GmbH, die bereits in den vergangenen Wochen im Auftrag des Landkreises unterwegs waren. Bürgerinnen und Bürger, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich zuvor auf www.buergertestbus.de zu registrieren. Somit kann ein zügiger Ablauf vor Ort sichergestellt werden.

Folgende Örtlichkeiten werden vom Bus angefahren

Montag:
9.00 bis 11.00 Uhr: Aldi, Sulzbrunnenstraße
12.00 bis 14.00 Uhr: Altenmünster, Firma Eberl
15.00 bis 17.00 Uhr: Triensbach, Am Friedhof

Dienstag:
12.00 bis 14.00 Uhr: Netto, Zur Flügelau
15.00 bis 17.00 Uhr: Kreuzberg, Berliner Platz
18.00 bis 19.30 Uhr: Tiefenbach, Kirchberger Straße Ecke Bruckstraße

Donnerstag:
9.00 bis 11.00 Uhr: Aldi, Hofwiesenstraße
12.00 bis 14.00 Uhr: Volksfestplatz
15.00 bis 17.00 Uhr: Kreuzberg, Berliner Platz
18.00 bis 19.30: Hirtenwiesen, Parkplatz Hirtenwiesenhalle

Impfungen für alle über 70-Jährigen in Crailsheim (20.04.2021)

Insgesamt 150 Seniorinnen und Senioren der Altersgruppe Ü80 haben vergangene Woche das Angebot der Stadt, sich in einer kommunalen Aktion impfen zu lassen, angenommen. Durchgeführt wurden die Impfungen durch eines der mobilen Impfteams des Kreisimpfzentrums Wolpertshausen, die mittlerweile direkt in den Kommunen eingesetzt werden können. Der Landkreis hat nun mitgeteilt, dass jetzt auch alle Menschen über 70 Jahre die Möglichkeit bekommen sollen, sich in ihren Städten und Gemeinden direkt impfen zu lassen, ohne den teilweise beschwerlichen Weg in die Impfzentren auf sich nehmen zu müssen.

Die Stadt Crailsheim greift auf dieses Angebot gerne zurück und fragt nun das Interesse bei den 70-Jährigen ab, um ihnen im Anschluss einen Termin anbieten zu können. Seniorinnen und Senioren, die sich bei einem zentralen Termin in der Horaffenstadt impfen lassen möchten und wohnhaft in Crailsheim sind, können sich unter der Telefonnummer +49 7951 403 3800 von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 17.30 Uhr melden. Mitarbeitende der Volkshochschule werden die Kontaktdaten der Personen aufnehmen. Eine Impfberatung ist hierbei nicht möglich. Alternativ kann auch eine E-Mail mit Angaben zur Anschrift und Kontaktmöglichkeiten an die Adresse impfen@crailsheim.de geschickt werden. Im Anschluss erhalten die Seniorinnen und Senioren dann ein postalisches Schreiben, in dem ihnen das genaue Impfprozedere erläutert wird.

Gemeinsam die Pandemie in den Griff bekommen (20.04.2021)

Als Klaus-Jürgen Mümmler den Brief von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer erhielt, zögerte der Vorsitzende des TSV Crailsheim nicht lange. „Innerhalb von zwei Tagen hatten wir genug Leute für die erste Schulung zusammen“, erzählt Mümmler. Knapp zwei Wochen nach dem Schreiben standen am Freitagnachmittag die ersten Ehrenamtler im Clubhaus des TSV parat, um ihre Mitbürger zu testen.

Schaffung neuer Perspektiven

Grimmer bedankte sich für das Engagement, das viele Sportvereine in den vergangenen Tagen gezeigt haben: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Jahr nach Corona-Ausbruch, wenn viele Menschen eine gewisse Müdigkeit angesichts der Maßnahmen spüren, so viele Bürgerinnen und Bürger unsere Idee umsetzen möchten.“ Er sah in der Aktion auch eine Möglichkeit zur Schaffung neuer Perspektiven. „Sollte mittelfristig ein Trainingsbetrieb mit negativem Testergebnis möglich sein, verfügen die Clubs und deren Abteilungen bereits über die notwendige Infrastruktur und das erforderliche Know How“, hofft Grimmer, dass die Crailsheimer Modellidee auch über die Stadtgrenzen hinweg Schule machen könnte: „Dass Sportvereine in das kommunale Testkonzept miteingebunden werden, müsste deutschlandweit einzigartig sein.“

Vereine dienen als Identifikationspunkt

Mit ihrem aktiven Vereinsleben, Räumlichkeiten sowie Menschen mit Sportsgeist und Gemeinwohlorientierung seien die Sportvereine für viele Menschen ein Identifikationspunkt im jeweiligen Stadtteil. Dass Tester und Getestete sich oftmals kennen, reduziere die Hemmschwelle zu den Schnelltestungen zu gehen und gestalte das Angebot zudem so niederschwellig wie möglich, ist der Oberbürgermeister überzeugt.

Beim TSV sind es insgesamt 30 Sportlerinnen und Sportler, die künftig montags und freitags als Tester zur Verfügung stehen. „Sollten die Testungen bei uns gut anlaufen, können wir uns auch vorstellen, in die kleinen Ortsteile zu gehen und dort zu testen“, kündigte Mümmler an. Oberbürgermeister Grimmer ergänzte, dass auch die Stadt plane, in Teilorten ohne Sportvereine, ein mobiles Testangebot umzusetzen.

Weitere Vereine machen mit

An den ersten beiden Testtagen kamen insgesamt 120 Menschen zum TSV Crailsheim und VfB Jagstheim. Besonders der Montag war dabei stark frequentiert. Nachdem das Land am Wochenende seine Corona-Verordnung verschärft hatte und nun auch für Friseur-Besuche ein negativer Schnelltest benötigt wird, erschienen viele Bürgerinnen und Bürger, um sich hierfür testen zu lassen. Nach dem guten Start wird in Jagstheim die Testkapazität nun erweitert und auch der TSV Roßfeld sowie der SV Onolzheim bieten künftig Testmöglichkeiten an.

Die Testtermine bei den Sportvereinen im Überblick

  • TSV Crailsheim: Montag, 17.30 bis 19.30 Uhr, sowie Freitag, 15.30 bis 18.00 Uhr, im Clubhaus
  • VfB Jagstheim: Dienstag und Freitag, jeweils 18.00 bis 20.00 Uhr, in der Jagstauenhalle – um eine vorherige Anmeldung zwischen 10.00 und 14.00 Uhr am Testtag unter der Telefonnummer +49 160 92 22 29 65 wird gebeten
  • SV Onolzheim: Donnerstag (ab 29. April), 18.00 bis 20.00 Uhr, im Vereinsheim
  • TSV Roßfeld: Montag und Freitag, 18.00 bis 20.00 Uhr, in der Sporthalle

Fast 150 über 80-Jährige an einem Nachmittag geimpft (19.04.2021)

Genau durchgetaktet waren die Impfungen in der Kistenwiesenhalle am Freitagnachmittag. Im 15-Minuten-Rhythmus wurden in Kleingruppen die über 80-Jährigen aus Crailsheim geimpft. Knapp 150 waren zu dem Impftermin eingeladen worden, nachdem sie sich auf ein Schreiben der Stadtverwaltung gemeldet hatten. Fast alle nahmen die Impfmöglichkeit am Freitag wahr.

Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer bekam bei seinem Besuch der Impfaktion viel Lob von den Seniorinnen und Senioren. „Es freut mich, wenn unser Angebot so gut angenommen wird. In den Gesprächen mit den gerade Geimpften wurde mir deutlich, dass viele von ihnen zuvor mehrfach vergeblich versucht hatten, einen Termin über die Hotline im zentralen Impfzentrum zu erhalten. Es war zu spüren, wie groß die Sorgen in dieser bei einer Infektion besonders gefährdeten Altersgruppe ist“, so Grimmer. Dankend habe die Stadtverwaltung daher die Möglichkeit des Landkreises genutzt und durch das mobile Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes einen Impftermin direkt in der Stadt umgesetzt.  

Mit Dr. Sabine Brendel, Susanne Gellichsheimer, Karina Sitarek sowie Dr. Simone Van de Loo hatten sich vier Ärztinnen gefunden, die kurzfristig ihre Bereitschaft erklärt hatten, die 150 Impfungen in knapp fünf Stunden durchzuführen. Im Gespräch mit Oberbürgermeister Grimmer begrüßte Dr. Brendel die Aktion, hoffte allerdings auch darauf, dass zeitnah mehr Impfstoff für die niedergelassenen Ärzte zur Verfügung steht. Bereits in der ersten Woche habe man mehrere hundert Menschen impfen können, während eine Woche später kurzfristig die gelieferten Impfstoffmengen reduziert wurden. Um effektiv so viele Menschen wie möglich impfen zu können, benötige man jedoch verlässliche Liefermengen, mit denen man auch langfristig planen und Patienten zur Impfung einladen könne.

Projekt „Bürger testen Bürger“ startet am Freitag (13.04.2021)

Seit Wochen ist die Stadtverwaltung aktiv, das Testangebot in Crailsheim kontinuierlich auszubauen. Dieses muss nach Ansicht der Verwaltung dabei so niederschwellig wie möglich sein, damit viele Menschen es unkompliziert nutzen können. Ziel der Stadt ist es daher, dass sich die Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger selbst vor Ort testen und testen lassen können. Aus diesem Grund hatte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer vor Ostern alle Sportvereine angeschrieben und für die Unterstützung eines dezentralen Testangebotes geworben. Viele Menschen engagieren sich hier, kennen einander und vertrauen sich, sodass die Hemmschwelle, sich von Unbekannten testen zu lassen, abgebaut wird.

Mehrere Vereine haben daraufhin ihre Unterstützung zugesichert. Erste Sportlerinnen und Sportler wurden bereits durch das DRK am vergangenen Samstag geschult, ein weiterer Termin steht bereits fest. An diesem Freitag, 16. April, fällt nun der Startschuss für „Bürger testen Bürger“: Den Anfang machen der TSV Crailsheim und der VfB Jagstheim. Im Clubhaus des Turn- und Sportvereins können sich künftig alle Interessierten ohne Voranmeldung montags zwischen 17.30 und 19.30 Uhr sowie freitags zwischen 15.30 und 18.00 Uhr testen lassen. In der Jagstauenhalle in Jagstheim finden immer freitags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr Testungen statt. Hier wird um eine vorherige Anmeldung am Testtag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr unter der Telefonnummer +49 160 92 22 29 65 gebeten.

Auch in Onolzheim und Ingersheim wollen Sportvereine an dem Projekt teilnehmen und zeitnah Mitglieder schulen lassen. Ebenso haben weitere Vereine und Gemeinschaften ihr Interesse bekundet. In Stadtteilen und Teilorten, wo es keine Sportvereine gibt, ist die Stadtverwaltung derzeit dabei, anderweitig Testmöglichkeiten einzurichten.

Am 16. April: Insgesamt 150 Impfungen für über 80-Jährige geplant (09.04.2021)

Vor zwei Wochen hatte die Stadtverwaltung knapp 2.500 Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger kontaktiert und das Interesse nach einem kommunalen Impfangebot abgefragt. Möglich wurde dieses Angebot durch freiwerdende Ressourcen der mobilen Impfteams, die bislang in Pflege- und Seniorenheimen eingesetzt waren. Bis zum vergangenen Mittwoch hatten die über 80-Jährigen Zeit, sich bei der Stadt zu melden. Das Ergebnis zeigt, dass der Wunsch nach einer Impfung direkt in Crailsheim groß ist und noch längst nicht alle Personen der höchsten Priorisierungsgruppe 1 geimpft worden sind.

mRNA-Impfstoffe werden genutzt

In den bislang eingegangenen 780 Rückmeldungen gaben 150 Personen an, das Impfangebot der Stadt annehmen zu wollen. Die Zahl kann sich aufgrund von verspäteten Rückläufern noch erhöhen. Wie von der Verwaltung zuvor angekündigt, sollen die Impfungen nun zeitnah am 16. April ab 13 Uhr in der Kistenwiesenhalle (In den Kistenwiesen 2-5) durchgeführt werden. Zum Einsatz wird dabei einer der beiden mRNA-Impfstoffe kommen - also entweder von BioNTech/Pfizer oder Moderna. Durchgeführt werden die Impfungen durch Mediziner der Crailsheimer Ärzteschaft, die durch ein mobiles Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt werden.

Impfinteressierte erhalten Post

Alle Personen, die ein Impfinteresse angemeldet haben, erhalten nun in den kommenden Tagen durch die Stadt Post. In dem Schreiben findet sich nicht nur der genaue Impftermin, sondern es liegen auch einige Beiblätter bei, die bitte bereits ausgefüllt zur Impfung mitgebracht werden sollen. Wer bis kommenden Mittwoch, 14. April, keine Informationen erhalten hat, wird gebeten, sich bei der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer +49 7951 403 1302 zu melden.

Zum Ablauf der Impfung

Damit die Impfungen rasch und ohne lange Wartezeiten durchgeführt werden können, bittet die Verwaltung darum, pünktlich, aber nicht zu früh, zum mitgeteilten Termin zu erscheinen. Die Impfungen sind im Viertelstunden-Rhythmus getaktet und finden in der Halle in einem Einbahnstraßenprinzip statt, um die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Die Impfwilligen werden als erstes beim mobilen Impfteam registriert, gehen dann über die Aufklärung zum Impfen. Von dort aus müssen die Bürgerinnen und Bürger noch zu einer 15-minütigen Nachbeobachtung. Im Anschluss können die Geimpften wieder nach Hause gehen.

Weitere Testmöglichkeiten und Kontrollen – Inzidenzwert gesunken (07.04.2021)

Auch wenn die Infektionskurve in der vergangenen Woche erstmals seit längerer Zeit wieder einen rückläufigen Trend verzeichnete, ist die Corona-Situation in Crailsheim mit einer 7-Tage-Inzidenz von 344,6 weiterhin angespannt. Um die Pandemielage weiter zu entschärfen, hat die Stadtverwaltung in den Bereichen, in denen sie Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten besitzt, weitere Maßnahmen ergriffen.

Aufbau eines dezentralen Testangebots

Bereits heute verfügt die Horaffenstadt durch das zentrale Testzentrum, die Apotheken sowie niedergelassene Ärzte und das Kreisklinikum über ein großes Testangebot. Damit noch mehr Menschen von ihren Testmöglichkeiten Gebrauch machen, arbeitet die Stadtverwaltung daran, das Angebot so niederschwellig wie möglich zu gestalten. Künftig soll daher in möglichst jedem Teilort Crailsheims wöchentlich eine Testmöglichkeit geschaffen werden.

Es ist das Ziel der Verwaltung, dass die Menschen sich selbst vor Ort testen und testen lassen können. Ähnlich wie in Betrieben, wo Kollegen andere Kollegen testen, soll es dann künftig beispielsweise auch „Roßfelder testen Roßfelder“ oder „Onolzheimer testen Onolzheimer“ geben. „Wir sind davon überzeugt, dass dort, wo ein großes Vertrauensverhältnis herrscht, Bürgerinnen und Bürger eher bereit sind, sich testen zu lassen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. „Aus diesem Grund habe ich vergangene Woche alle Crailsheimer Sportvereine angeschrieben und um Unterstützung beim Aufbau eines dezentralen Testangebots geworben. Die Vereine sind in ihren Stadtteilen ein Identifikationspunkt und Orte für Begegnung und Gemeinschaft.“ Die ersten Rückmeldungen der Vereine waren dabei überwiegend positiv.

In vom DRK durchgeführten Schulungen sollen Vereinsmitglieder in einem nächsten Schritt auf ihren Testeinsatz vorbereitet werden, die benötigten Testkits sowie Schutzausrüstungen erhalten die Vereine durch die Stadt. Mit den Testungen in den Vereinsheimen soll dann begonnen werden, sobald jeweils die Voraussetzungen geschaffen wurden. Parallel zu den laufenden Vorbereitungen prüft die Verwaltung derzeit, ob zwischenzeitlich noch andere Möglichkeiten für Testungen vor Ort kurzfristig umgesetzt werden können.

Kommunales Testzentrum stark genutzt

Wie wichtig die Nutzung des kommunalen Testangebots ist, zeigen auch die Osterfeiertage. In die Kistenwiesenhalle kamen am Karsamstag 591 Menschen, um sich testen zu lassen – und damit fast doppelt so viele wie an den zurückliegenden Testtagen. Anscheinend wollten viele Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger vor dem Osterbesuch ihrer Familien sicherstellen, dass sie nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind. Dieses umsichtige Handeln machte sich bezahlt. Denn bei fünf Personen waren die Schnelltests positiv, sodass hier unbemerkte Infektionsketten möglicherweise durchbrochen wurden. PCR-Tests müssen klären, ob tatsächlich Infektionen vorliegen.

Testpflicht an Kitas

Ebenfalls ausgebaut wird das Testangebot in den städtischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Aus diesem Grund hat die Stadt kürzlich insgesamt 24.000 Schnelltests für die Schulen sowie 3.500 Lolly-Tests für die Kitas bestellt, die nach den Osterferien zum Einsatz kommen sollen. Ab Montag, 12. April, gilt in den städtischen Kindergärten dann eine Testpflicht für die betreuten Kinder. „Die Daten aus dem Landkreis belegen, dass eine hohe Zahl an Infektionen ihren Ursprung zuletzt in den Kindergärten hatte. Kinder und die Betreuungskräfte haben sich hier angesteckt und das Virus dann in ihre Familien weitergetragen“, so Grimmer. Um Schließungen in der dritten Welle bestmöglich zu verhindern, gelte daher künftig die Testpflicht wie in Schwäbisch Hall. In den Schulen muss das Land entsprechende Vorgaben machen. Die Landesregierung hat bereits angekündigt, ähnliche Regelungen ab dem 19. April veranlassen zu wollen.

Kontrolle der Maskenpflicht intensiviert

Neben den Testungen gehört auch die Kontrolle von Maßnahmen zu den Aufgaben der Verwaltung. Seit Gründonnerstag wurde das Personal des Ordnungsamtes deshalb aufgestockt. An drei Tagen in der Woche werden die städtischen Mitarbeiter bei ihren Kontrollen nun durch externe Dienstleister unterstützt. An den Osterfeiertagen haben die Teams dabei 20 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Kontrolliert wurde sowohl der öffentliche Raum samt Spielplätzen und Skateranlagen als auch der Einzelhandel. Viele Menschen äußerten sich verständnisvoll und lobten teilweise den Einsatz der Stadt. Allerdings nimmt auch die Zahl derer zu, die auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden und dabei aggressiv reagieren. Bei einer Kontrolle wurden die städtischen Mitarbeiter körperlich angegriffen, sodass die Person letztlich durch die Polizei in Gewahrsam genommen wurde.

Um in der Innenstadt die durch den Landkreis verfügte Maskenpflicht noch besser zu verdeutlichen, wurden außerdem durch die Stadtverwaltung am Wochenende an 30 Standorten entsprechende Hinweisschilder aufgestellt.

Abfrage für kommunales Impfangebot

Zusätzlich zu den Testungen und Kontrollen versucht die Stadtverwaltung auch ein Impfangebot für die vom Corona-Virus am stärksten bedrohte Altersgruppe der über 80-Jährigen aufzubauen. Insgesamt 2.500 Menschen wurden hierzu vor zwei Wochen aktiv angeschrieben, ob sie an einer zentralen Impfaktion in Crailsheim teilnehmen möchten. Bewusst hatte die Verwaltung den Seniorinnen und Senioren über Ostern bis zum heutigen Mittwoch Zeit zur Rückmeldung gegeben, damit diese möglicherweise gemeinsam mit ihren nahen Angehörigen die mehrseitige Abfrage über die Feiertage besprechen können. In einem nächsten Schritt wird die Verwaltung dann gemeinsam mit dem Landratsamt eine zeitnahe Umsetzung der Impfungen organisieren.

Hohe finanzielle Belastung erfordert Eilentscheidung des Oberbürgermeisters

Testen, kontrollieren und impfen – die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass es mit diesem Dreiklang gelingen kann, die Pandemie-Situation in Crailsheim noch besser in den Griff zu bekommen. Allerdings zeigt sich auch, dass all diese Maßnahmen auch kurzfristig viel Geld kosten, solange Erstattungsfragen nicht geklärt sind. Im ersten Quartal 2021 hat die Stadtverwaltung bereits 260.000 Euro für Testkits sowie Arbeitsschutzmittel investiert. Weitere 45.000 Euro wurden für Quarantäne- und Kontrollmaßnahmen ausgegeben. Wie viel die Stadt hierbei aus Unterstützungsmitteln von Bund und Land zurückerhalten wird, ist derzeit noch unklar.

Hinzu kommen Einnahmeausfälle. Da die Kindergärten weiter geschlossen sind, wird die Stadt auf den Einzug der Kita-Gebühren bei allen Kindern, die die Notbetreuung nicht besuchen, vorerst verzichten. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass sie hierfür keine Erstattung von Land oder Kreis erhalten wird, sodass voraussichtlich weitere Lücken im städtischen Finanzhaushalt im sechsstelligen Bereich entstehen. Aus diesem Grund hat Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer in einer Eilentscheidung verfügt, zusätzlich 200.000 Euro im Haushalt für Corona-Maßnahmen bereitzustellen.

Er greift damit einen Wunsch und Vorschlag aus dem Gemeinderat auf: In der Sitzung vor Ostern hatte die Grünen-Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt, der fraktionsübergreifend auf Zustimmung stieß, aus formalen Gründen jedoch nicht behandelt und beschlossen werden konnte, da Tagesordnungspunkte vorab bekanntzumachen sind. „Es freut mich, dass auch der Gemeinderat die Verwaltung bei ihren Bemühungen, die Corona-Situation in der Stadt unter Kontrolle zu bekommen, intensiv unterstützt“, dankt Grimmer den Stadträtinnen und Stadträten. Mit der getroffen Eilentscheidung könnten im April entstehende Kosten nun ausgeglichen werden. In der kommenden Mai-Sitzung soll der Grünen-Antrag dann regulär auf der Tagesordnung stehen, sodass der Gemeinderat hier in einem weiteren Schritt zusätzliche Gelder beschließen könnte.

Kindertageseinrichtungen bleiben bis mindestens zum 11. April geschlossen (31.03.2021)

Das Landratsamt Schwäbisch Hall hat am 18.03.2021 eine Allgemeinverfügung bzgl. der Schließung der Kindertageseinrichtungen im Landkreis Schwäbisch Hall erlassen. Da sich die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis auf einem anhaltend hohen Niveau befindet (Stand Dienstag, 30.03.2021: 470,1) wird die Allgemeinverfügung bis mindestens zum 11. April 2021 verlängert. Die Notbetreuung wird auch weiterhin angeboten. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, diese nur bei zwingender Notwendigkeit in Anspruch zu nehmen.

Die Allgemeinverfügung gilt als aufgehoben, sobald die 7-Tages-Inzidenz von 200 im Landkreis Schwäbisch Hall an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde.

Stadtverwaltung verstärkt Kontrollen in der Innenstadt und im Lebensmittelhandel (31.03.2021)

Mit den nun steigenden Außentemperaturen wird auch der Wunsch nach einem Aufenthalt im Freien verständlicherweise größer. Die Stadtverwaltung weist allerdings darauf hin, dass auch hier die gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen gelten. Demnach dürfen nur fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Nachbarschaftliche sowie freundschaftliche Besuche sind weiterhin nicht erlaubt. Lediglich Familienmitglieder und Lebenspartner dürfen sich besuchen.

Maskenpflicht in der Innenstadt

Seit dem 12. März gilt zudem eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Innenstadtbereich von Crailsheim. Das Landratsamt Schwäbisch Hall hatte hier eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Stichpunktartige Kontrollen in den vergangenen Tagen haben jedoch gezeigt, dass sich viele Menschen nicht an diese Regelung halten. „Angesichts einer 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 700 im Stadtgebiet ist unser Verständnis für diese Missachtung aufgebraucht. Es gibt diese Regeln seit nunmehr zwei Wochen und jeder und jede, die in die Innenstadt geht, muss sich daran halten“, betont Sozial- & Baubürgermeister Jörg Steuler.

Die Kontrollen werden deswegen in diesem Bereich nun verstärkt. Die Mitarbeiter der Ordnungsdienste werden Personen, die die Maskenpflicht nicht beachten, ansprechen. Im Falle, dass sich die Betroffenen uneinsichtig zeigen, können entsprechende Bußgelder in Höhe von mindestens 50 Euro verhangen werden. Das Personal wird hierzu an zwei Tagen in der Woche zusätzlich aufgestockt. Auch an den Osterfeiertagen werden Kontrollen stattfinden.

Kontrollen auch im Einzelhandel

Angesichts des zu erwartenden Kundenansturms an Gründonnerstag sowie Karsamstag wird die Stadtverwaltung zudem im Lebensmittelhandel verstärkt präsent sein. Besonderes Hauptaugenmerk der Kontrollen wird auch hier auf die Einhaltung des korrekten Tragens einer medizinischen Maske gelegt.

Nur gemeinschaftlich kann die Lage unter Kontrolle gebracht werden

Raimund Horbas, Ressortleiter Sicherheit & Bürgerservice, bittet jedoch auch um Verständnis, dass die Ordnungskräfte nicht überall sein können. „Wir kontrollieren aktuell mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften an sieben Tagen in der Woche eine große Bandbreite von Maßnahmen: von der Quarantäneeinhaltung über die Hygienekonzepte in Betrieben bis zur Maskenpflicht in der Innenstadt. Dass wir jeden Verstoß dabei mitbekommen und darauf eingehen können, ist aufgrund der Stadtgröße mit ihren 35.000 Einwohner allerdings nicht möglich.“

Daher sei es umso wichtiger, dass die Stadtgesellschaft nun zusammensteht. „Kontrollen und Bußgelder sind nur das letzte Mittel. In der gegenwärtigen Situation liegt es an jedem Einzelnen von uns, seinen Beitrag dazu beizutragen, dass die Infektionszahlen wieder sinken und eine Überlastung unseres Krankenhauses abgewendet wird“, betont Steuler.

Fast 4.000 Tests in vier Wochen (29.03.2021)

Das kommunale Testangebot in Crailsheim steht auf immer breiteren Füßen und wird weiter ausgebaut. Beginnend mit den Testungen von Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften und weiteren Beschäftigten an Schulen hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen die Möglichkeiten für Schnelltests in der Horaffenstadt konsequent erweitert.

Im März haben sich in den von der Stadt eingerichteten Stellen rund 3.800 Menschen testen lassen. Dabei wurden 2.100 Tests an Lehrkräften und schulischem Personal durchgeführt. In die Kistenwiesenhalle sowie in das Arkadenforum kamen zu den bislang vier öffentlichen Bürgertestungen mehr als 900 Menschen. In den Einrichtungen der Verwaltung selbst wurden ebenfalls 800 Tests durchgeführt.

Zusätzlich zu den kommunalen Testangeboten bieten auch Apotheken und teils auch die Ärzteschaft entsprechende Schnelltests an. Konkrete Zahlen sind der Stadtverwaltung hier nicht bekannt. Entsprechende Rückmeldungen der Betreiber lassen jedoch darauf schließen, dass das dortige Angebot ebenfalls gut angenommen wird, sodass im gesamten Stadtgebiet in den zurückliegenden Wochen deutlich mehr als 4.000 Schnelltests durchgeführt worden sein dürften. Auch die kommunalen Testzentren der umliegenden Kommunen, die ebenfalls von Crailsheimerinnen und Crailsheimern genutzt werden, melden eine gute Auslastung.

„Ein breites Testangebot ist ein wichtiger Baustein, um die Pandemie und insbesondere die derzeitige dritte Welle unter Kontrolle zu bekommen. Dass so viele Menschen unsere Testmöglichkeiten in Anspruch nehmen, zeigt mir, dass viele sich ihrer Verantwortung für sich und ihr Umfeld bewusst sind“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. Solange weiterhin nicht ausreichend Impfmöglichkeiten zur Verfügung stehen, bleibe das Beschränken von Kontakten jedoch weiterhin das wirksamste Mittel.

„Dort, wo keine Kontakte entstehen, kann auch keine Virusübertragung stattfinden“, so Grimmer. Angesichts der bevorstehenden Ostertage bittet er die Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger darum, sich an die geltenden strengen Kontaktbeschränkungen zu halten: „So gerne wir auch mit anderen Menschen zusammenkommen. In der derzeitigen Situation ist es besonders wichtig, die Zahl der unterschiedlichen persönlichen Kontakte zu reduzieren.

Nur vereinzelnd Nachbesserungsbedarf in Unternehmen (29.03.2021)

Das Infektionsgeschehen in Crailsheim bleibt diffus. Nach Auskünften des Gesundheitsamtes des Landkreises Schwäbisch Hall ist jedoch weiterhin auffällig, dass es immer wieder in Unternehmen zu größeren Ausbrüchen kommt. Das Ordnungsamt hat daher in den vergangenen Tagen sechs Crailsheimer Großunternehmen genauer überprüft.

„Besonderes Augenmerk haben wir dabei vor allem auf die Pausen- und Sozialräume gelegt, da hier viele Menschen zusammenkommen können“, berichtet Raimund Horbas, Ressortleiter Sicherheit & Bürgerservice. Um sich einen möglichst realitätsnahen Eindruck verschaffen zu können, kamen die städtischen Ordnungskräfte stets zur Mittagszeit. Bei den Kontrollen wurde eine zuvor entwickelte Check-Liste abgearbeitet, in der sowohl Hygienekonzepte als auch Betriebsabläufe überprüft wurden. „Ziel ist es nicht, die Firmen zu bestrafen, sondern Hilfestellungen zu geben, sofern wir Verbesserungsmöglichkeiten sehen“, so Horbas.

Die Kontrollen ergaben, dass vier Betriebe vorbildliche Arbeit leisten und alle Maßnahmen ergriffen haben, um Infektionsgeschehen zu verhindern. „Bei zwei Firmen sahen wir jedoch Nachholbedarf in den Aufenthaltsräumen. Dort war die Bestuhlung zu eng sowie zu wenige Plexiglasscheiben zwischen den Plätzen aufgestellt. Dadurch konnten sich zu viele Menschen zeitgleich in dem Raum aufhalten“, erklärt Horbas. Die Stadt hat den Firmen nun Zeit zur Nachbesserung gegeben, ehe sie erneut kontrollieren will.

Bereits vor zwei Wochen hatte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer die Crailsheimer Firmen in einem Schreiben ermutigt, eigene Testkapazitäten aufzubauen oder das kommunale Testzentrum mit zu nutzen. Ferner bot Grimmer die Unterstützung der Stadt an, beim Aufbau von Teststrukturen mit Fachwissen und Kontakten zu unterstützen.

Bis zu 300 Quarantäne-Kontrollen täglich (26.03.2021)

Täglich gehen derzeit beim Ressort Sicherheit & Bürgerservice dutzende neue Quarantäneanordnungen durch das Gesundheitsamt des Landkreises Schwäbisch Hall, die in Crailsheim umgesetzt werden müssen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen wird die Nachverfolgung aller Kontakte immer schwieriger, was mittlerweile zu zeitlichen Verzögerungen der zu übermittelnden Daten vom Gesundheitsamt an die Stadt führt. „Wir ordnen die Quarantäne dann noch am gleichen Tag an, wenn wir die Unterlagen erhalten“, erklärt Raimund Horbas, Ressortleiter Sicherheit & Bürgerservice.

Am Donnerstag befanden sich insgesamt 1.196 Personen in Crailsheim in Quarantäne. Um die Einhaltung der Maßnahmen zu kontrollieren, hat das Ordnungsamt personell aufgestockt. „Zusätzlich zu unseren bisherigen Kollegen, die aber aktuell vor allem den Einzelhandel und die Unternehmen bezüglich der Corona-Regelungen überprüfen, haben wir vier Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung abgezogen, damit diese uns unterstützen“, berichtet Horbas. Bis zu 300 Personen werden derzeit täglich kontrolliert. Die Ordnungskräfte suchen die in Quarantäne befindlichen Bürgerinnen und Bürger dabei unangemeldet zuhause auf. Sollte eine Person nicht angetroffen werden, kommen die städtischen Mitarbeiter kurze Zeit später noch ein zweites Mal. „Wenn auch dann niemand erreicht werden kann, stellen wir konkrete Nachprüfungen im Umfeld der Betroffenen an und leiten ein Bußgeldverfahren ein“, teilt Horbas mit. Der Verstoß gegen die Quarantänemaßnahmen kann bei erstmaligem Feststellen bis zu 300 Euro kosten. Bei mehrfachen Missachtungen kann die Strafe auch im vierstelligen Bereich liegen.

Das Fazit der Kontrollen fällt positiv aus. „Die Menschen haben großes Verständnis für die Maßnahmen und zeigen sich äußerst kooperativ“, lobt Horbas die Crailsheimerinnen und Crailsheimer. „Nur in sehr wenigen Fällen haben wir niemanden angetroffen, wobei sich diese Fälle rasch haben aufklären lassen.“ Bußgeldverfahren mussten bislang nur sehr wenige eingeleitet werden.

Crailsheim möchte Modellstadt für testbasierte Öffnungen werden (23.03.2021)

Seit mehreren Wochen gehört der Landkreis Schwäbisch Hall und dort besonders die Horaffenstadt Crailsheim zu den Spitzenreitern der Corona-Hotspots in Deutschland. Während in anderen Regionen zumindest zeitweise der Einzelhandel wieder öffnen durfte, blieben die Geschäfte hier weiter geschlossen. Die Testmöglichkeiten für die Bevölkerung wurden derweil durch die Stadtverwaltung in Kooperation mit diversen Partnern in den vergangenen Tagen massiv ausgebaut.

Öffnungen dank Testungen

Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer schlägt in einem Schreiben an die Landesregierung, das Regierungspräsidium sowie den Landkreis nun vor, eine „Modellstadt Crailsheim“ zu schaffen. Ähnlich wie bei dem bundesweit vielbeachteten Vorgehen in Tübingen sollen dabei Öffnungen des Einzelhandels, der körpernahen Dienstleistungen, der Sport- und Fitnessstudios, der Gastronomie, der Hotellerie oder auch der Kultur- und Veranstaltungsbranche eng mit Schnelltestungen der Bevölkerung verknüpft werden. „Die Grundphilosophie ist hierbei, nicht den Weg der Angst und Einschränkung zu gehen, sondern den Weg des Muts und der Freiheit“, so Grimmer. Ziel sei es, mit einer kontrollierten Wiedereröffnung eine Abmilderung des Inzidenzwertes zu erzielen. Dazu der Oberbürgermeister: „Dieser Weg basiert auf einem Anreizsystem, um die Menschen hier in der Region zum Testen zu motivieren um Infektionen in alltäglichen Lebensroutinen zu identifizieren und dadurch Infektionsketten zu unterbrechen.“

Anreize für Tests sollen geschaffen werden

Dadurch, dass aufgrund der bereits vorherrschenden Inzidenzwerte der Handel gar nicht erst aufgemacht hatte, könne er auch als Antreiber der derzeitigen Pandemiesituation ausgeschlossen werden, so Grimmer. Daher würden sich in der Region aktuell vor allem die Menschen testen lassen, die dies im beruflichen Kontext für notwendig erachten oder Angehörige besuchen wollen, die sich im höheren Alter befinden oder Vorerkrankungen haben. „Ein Anreiz, einen Test ‘für sich‘ zu machen, um beispielsweise wieder einkaufen oder ins Fitnessstudio gehen zu können, ist bei uns im Landkreis so gut wie nicht gegeben, weil diese Bereiche leider aufgrund der Vorgaben der Landesregierung geschlossen sind. Es bleibt bei ‚arbeiten, einkaufen, spazieren – und den Lockdown akzeptieren“, stellt Grimmer fest.

Hygienekonzepte der Branchen beachten

Er schlägt daher vor, im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung für die „Modellstadt Crailsheim“ von der Corona-Verordnung abzuweichen und gemeinsam in zuvor definierten Bereichen und unter festgelegten Rahmenbedingungen wieder zu öffnen. Hierbei sollen auch die vielfältig ausgearbeiteten und oftmals wenig beachteten Hygienekonzepte der Branchen berücksichtigt werden. Um eine tägliche Testung zu ermöglichen, schlägt Grimmer eine Unterstützung durch die aktuell nur wenig ausgelasteten Impfzentren oder die Bundeswehr vor.

Perspektiven schaffen und Versuch wagen

„Wir ermöglichen hiermit den von Insolvenzen bedrohten Bereichen eine echte Perspektive. Und ich bin überzeugt, dass wir mit dieser klugen Lösung den Bürgerinnen und Bürgern wieder einen wichtigen Teil des normalen Lebens zurückgeben können. Gleichzeitig können wir sogar den positiven Effekt erzielen, dass wir täglich Menschen für Tests begeistern können, die sich sonst nicht testen lassen würden, weil sie derzeit ihrerseits gar keinen persönlichen Mehrwert dadurch erlangen, sondern vielmehr noch fürchten müssen, für mehrere Tage in Quarantäne gehen zu müssen“, wandte sich Grimmer an seine Adressaten, wobei er auch erklärte, dass der Versuch scheitern könnte. „Wenn sich das Infektionsgeschehen in eine falsche Richtung entwickelt, haben wir es zumindest versucht.“
Er appellierte abschließend, nicht einfallslos so weiterzumachen wie bisher, sondern kreativ zu denken und lösungsorientiert zu handeln.

Landratsamt erlässt ab 20.03.2021 Außgangsbeschränkungen (19.03.2021)

Das Landratsamt Schwäbisch Hall hat am Donnerstagabend eine weitere Allgemeinverfügung veröffentlicht. Diese sieht ab dem kommenden Samstag, 20. März, eine Ausgangssperre auch in der Zeit zwischen 5.00 und 21.00 Uhr im gesamten Landkreis vor, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Diese Allgemeinverfügung ist zunächst bis zum 29. März 2021 befristet. Zwischen 21.00 und 5.00 Uhr gilt weiterhin die bereits bestehende Ausgangssperre.

Das bedeutet, öffentliche Einrichtungen, wie beispielsweise Frisöre, Buchläden und Baumärkte können weiterhin besucht werden. Auch der Besuch von Lebenspartnern, sowie die Fahrt zur Arbeit ist weiterhin erlaubt. Im öffentlichen Raum ist es gestattet alleine oder mit einer weiteren nicht im selben Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes zur Bewegung an die frische Luft zu gehen. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Auch das Abholen von Essen in der Gastronomie sowie die Fahrt zu Corona-Testungen ist weiterhin möglich. 

Durchfahrten des Landkreises Schwäbisch Hall sind weiterhin möglich. Die Allgemeinverfügung wurde am 19.03.2021 nochmals angepasst. Rein freundschaftliche und nachbarschaftliche Besuche im Landkreis und aus anderen Landkreisen sowie Fahrten zu diesem Zweck in andere Landkreise und im Landkreis Schwäbisch Hall sind nicht mehr möglich. Besuche von Lebenspartnern sowie Familienangehörigen sind unter Einhaltung der Corona-Verordnung weiterhin erlaubt. Das Landratsamt empfiehlt, nur wirklich notwendige Fahrten und Einkäufe vorzunehmen.

Auch Umzüge gelten als triftige Gründe. Die Kontaktbeschränkungen der Corona – Verordnung müssen allerdings eingehalten werden.

Kindertagesstätten im Landkreis ab 22.03. geschlossen – Stadtverwaltung richtet Notbetreuung ein (19.03.2021)

Die Kindertagesstätten im Landkreis werden ab dem 22. März auf Grund der hohen Inzidenzwerte geschlossen. Die Stadtverwaltung Crailsheim richtet daher kurzfristig eine Notbetreuung ein.
Auf Grund eines Inzidenzwerts von 270,9 im Landkreis Schwäbisch Hall, hat das Landratsamt am Donnerstag eine Allgemeinverfügung erlassen, die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens die Schließung aller Kindertagesstätten im Landkreis vorsieht. Die Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 2. April erlassen worden. Sie tritt bereits vor dem 2. April außer Kraft, wenn die landkreisweite Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 sinkt.

Die Stadtverwaltung Crailsheim richtet kurzfristig ab dem 22. März eine Notbetreuung ein. Die Notbetreuung findet in der jeweiligen Kindertageseinrichtung des Kindes statt und umfasst die bisher gebuchten Betreuungszeiten. Eltern, die eine Notbetreuung für ihr Kind in Anspruch nehmen möchten, finden auf der Internetseite der Stadt Crailsheim das entsprechende Antragsformular. Die Allgemeinverfügung schreibt ausdrücklich eine Arbeitgeberbescheinigung vor, mit der der Arbeitgeber bestätigt, dass die Eltern unabkömmlich sind. Ein Vordruck hierfür ist ebenfalls auf der städtischen Internetseite abrufbar. Die Bestätigung und das Antragsformular müssen in der jeweiligen Kindertagesstätte abgegeben werden.

Für die Kinder, die in den Kindertageseinrichtungen eine Notbetreuung erhalten, wird ein warmes Mittagessen angeboten. Die Eltern dieser Kinder können wie gewohnt das Mittagessen buchen. Eltern, die bereits ein Mittagessen für Ihr Kind gebucht haben, obwohl dieses nicht in der Notbetreuung ist, werden gebeten, die Bestellung zu stornieren, da die Essen ansonsten in Rechnung gestellt werden müssen.

Maßnahmepaket für Handel und Gastronomie vorgestellt (16.03.2021)

In zwei Videokonferenzen tauschte sich Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer mit Teilnehmern aus Einzelhandel und Gastronomie zur aktuellen Situation aus. Dabei wurde auch ein von der Verwaltung erarbeitetes, umfangreiches Maßnahmenpaket vorgestellt, das beim Wiederhochfahren von Gastronomie und Einzelhandel unterstützend wirken soll.

Jeweils zwischen 10 und 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Handel und Gastronomie waren der Einladung von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer gefolgt und haben in den vergangenen Tagen an zwei Videokonferenzen teilgenommen. Gemeinsam mit weiteren Vertretern aus der Verwaltung beantwortete Grimmer Fragen, erläuterte das bisherige Vorgehen der Verwaltung in der Corona-Pandemie und stellte ein umfassendes Maßnahmenpaket vor.

„Uns ist bewusst, dass bei den aktuellen Inzidenzwerten in Crailsheim und dem Landkreis eine Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie nur schwer absehbar ist. Trotzdem war es uns wichtig, Maßnahmen zu erarbeiten und vorzustellen, die dem massiv vom Lockdown betroffenen Einzelhandel und der Gastronomie helfen sollen, sobald es möglich ist“, fasste Crailsheims Oberbürgermeister die konkreten Vorschläge in den Besprechungen zusammen und ergänzte: „Auch wenn die Maßnahmen noch nicht unmittelbar greifen können, werden wir diese in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses zum Beschluss vorlegen, damit wir zeitnah handeln und die Maßnahmen sofort anstoßen können, sobald die Inzidenzen gesunken sind.“

 Das Maßnahmenpaket, das am 29. März in der Sitzung des Hauptausschusses auf der Tagesordnung steht, ist dabei an die vom Land Baden-Württemberg festgelegten Inzidenzwertgrenzen angepasst.
Das Paket, das von den Teilnehmenden aus Handel und Gastronomie begrüßt wurde, umfasst die folgenden konkreten Vorschläge:  

Inzidenzunabhängige Maßnahmen

  • Die Stadtverwaltung verzichtet, wie bereits 2020, auf die Erhebung der Gebühren für Außenbewirtschaftungsflächen (Einnahmeverzicht ca. 19.000 Euro im Jahr).
  • Flächen im öffentlichen Raum werden durch das Ressort Sicherheit & Bürgerservice großzügig für Handel und Gastronomie genehmigt.
  • Die Stadt stellt dem Stadtmarketingverein Crailsheim ein einmaliges, zusätzliches Budget in Höhe von 10.000 Euro für das Jahr 2021 zur Verfügung. Das Budget kann insbesondere genutzt werden, um Aktionen, Events und Werbemaßnamen begleitend zu den Öff-nungsschritten durchzuführen.
  • Intensive Beratung durch das Ressort Sicherheit & Bürgerservice für Gastronomie und Handel hinsichtlich Hygienekonzepten.
  • Wechselnde Kunst- und Bilderausstellungen während des ganzen Jahres an den städtischen Betonsitzelementen, die aktuell für die Ausstellung zum Stadtfeiertag genutzt werden.

Maßnahmen ab einer Inzidenz unter 100 („Click & Meet“ ist möglich)

  • Ausweitung der gemeinsam von Stadtverwaltung und Stadtmarketingverein initiierten Aktion „Stadtretter“ auf „Click & Meet“-Angebote.
  • Werbemaßnahmen für „Click & Meet“-Angebote in enger Abstimmung zwischen Stadtmarketingverein und Stadtverwaltung.

Maßnahmen ab einer Inzidenz unter 50 (Öffnungen unter Einhaltung von Hygienemaßnahme möglich)

  • Für einen Zeitraum von acht Wochen nach der Öffnung entfallen die Parkgebühren auf bewirtschafteten, oberirdischen Parkplätzen ab 16 Uhr (Montag bis Freitag) bzw. 11 Uhr (Samstag).
  • Die Stadtwerke Crailsheim GmbH stellt das Parkhaus Grabenstraße an den Samstagen nach der Öffnung kostenlos zur Verfügung.
  • Durch den Stadtmarketingverein werden Lange Einkaufsnächte an den Freitagen nach der Öffnung unter dem Motto „Das Warten hat ein Ende – wir nehmen uns Zeit für Sie“ durchgeführt, um den Kunden Zeit zum Einkaufen zu geben.
  • Es wird eine Konzertreihe „Samstags Sounds“ jeden Samstag ab 11:30 Uhr in der Innenstadt durchgeführt, sobald Konzerte im öffentlichen Raum wieder möglich sind. Damit sollen lokale Musiker und Bands, der Handel und der Wochenmarkt unterstützt werden.
  • Aktion „Innenstadt als Outletcenter“, bei der Händler Waren der Vorsaison, Restposten und Lagerbestände günstig verkaufen und auch ein Verkauf „auf der Straße“ möglich ist. Gemeinsame Aktion mit dem Stadtmarketingverein.

„Mit diesen Maßnahmen setzen wir klare Impulse, um gemeinsam mit Han-del und Gastronomie den Menschen nach dem Lockdown einzuladen und aufzurufen, unsere lokalen Betriebe zu unterstützen“, zeigte sich Grimmer überzeugt.

Weitere Bürgertestungen auf dem Volksfestplatz (16.03.2021)

An diesem Donnerstag, 18. März, sowie am Montag, 22. März, haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich auf dem Volksfestplatz kostenfrei testen zu lassen. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird an beiden Tagen mit einem Testbus auf dem Volksfestplatz stehen. Während vormittags die Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen sowie der Sprachheilschule getestet werden, können am frühen Abend zwischen 17.00 und 19.00 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger kommen, um einen kostenfreien Antigen-Schnelltest zu machen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Allgemeinverfügung des Kreises wird umgesetzt (15.03.2021)

Am Freitagabend veröffentlichte der Landkreis Schwäbisch Hall auf Anordnung des Sozialministeriums eine Allgemeinverfügung speziell für das Stadtgebiet Crailsheim. Notwendig wurde dies aufgrund der hohen 7-Tages-Inzidenz, die Ende vergangener Woche bei über 500 lag. Künftig ist im Innenstadtbereich das Tragen eines medizinischen OP-Maske oder einer FFP2-Maske verpflichtend.

Zahl der Einkaufswagen wurde reduziert

Als Sofortmaßnahme wurden am Samstagmorgen die Crailsheimer Lebensmittelgeschäfte angewiesen, weitere Vorkehrungen zu treffen, damit deren Kundinnen und Kunden größere Abstände einhalten. Gemäß Allgemeinverfügung des Landkreises wurde die Anzahl der zulässigen Kunden auf der Verkaufsfläche halbiert. Um dies auch nachvollziehen zu können, ordnete das Ressort Sicherheit & Bürgerservice an, die Anzahl der verfügbaren Einkaufswagen auf die erlaubte Maximalkundenanzahl zu reduzieren. Zusätzlich muss jeder Erwachsener ab sofort einen Einkaufswagen nutzen. Kinder sind von dieser Regelung ausgenommen.
Am Wochenende hat sich gezeigt, dass es dadurch auch zu Warteschlangen vor den Supermärkten gekommen ist. Um Wartezeiten so gering wie möglich zu halten, bittet die Stadtverwaltung darum, Einkäufe in der aktuellen Situation nur noch alleine oder mit so wenig weiteren Personen wie möglich durchzuführen. Dadurch könnten am Ende mehr Haushalte gleichzeitig in die Supermärkte, was im Interesse aller ist. Außerdem hat die Verwaltung angeregt, mehr Desinfektionsmöglichkeiten für die Einkaufswagen anzubieten, damit die Kundinnen und Kunden selbstständig die Kontaktflächen vor ihrem Einkauf reinigen können. „Eine Pflicht hierzu können wir jedoch nicht erlassen, sodass wir hoffen, dass die Geschäfte unsere Vorschläge auch in ihrem eigenen Interesse aufnehmen und umsetzen“, so Raimund Horbas, Ressortleiter Sicherheit & Bürgerservice.

Verstärkte Kontrollen in Unternehmen

Da ein Hauptschwerpunkt für Corona-Ausbrüche nach Angaben des Gesundheitsamtes des Landkreises Schwäbisch Hall weiterhin in Unternehmen und Betriebe gesehen wird, wird die Stadtverwaltung diese in dieser Woche besonders intensiv kontrollieren. Dabei geht es um die Überprüfung der Hygienevorgaben nicht nur im Produktionsbereich, sondern auch in den Ruhe- und Sozialräumen. So müssen die Betriebe beispielsweise sicherstellen, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zur Mittagspause sowie zum Schichtwechsel die Mindestabstände einhalten. Verstöße gegen die Corona Verordnung können durch die Stadt mit Bußgeldern geahndet werden. Temporäre Betriebsschließungen bei eklatanten Vergehen oder einem größeren Cluster von Infizierten können indes ausschließlich vom Landkreis veranlasst werden, da bei einer landkreisweiten Inzidenz von über 50 nur das Gesundheitsamt über die entsprechenden Entscheidungsbefugnisse verfügt.

Bürgerbüro-Besuche nur noch nach Terminabsprache

War das Bürgerbüro der Stadtverwaltung zuletzt wieder geöffnet, sind künftig wieder nur noch Besuche nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich hierbei telefonisch bei der Zentrale unter der Telefonnummer +49 7951 4030 zu melden.

Info: Personen, die Fragen an die Stadtverwaltung zum Thema „Corona“  haben, wie Verhalten bei Auslandsreisen, zur Ausstellung von Quarantäne-Bescheinigungen oder der Vorlage von Corona-Testergebnissen haben, können sich an die zentrale Mailadresse corona@crailsheim.de oder die Telefonnummern +49 7951 403-1207 oder -1257 wenden. Die komplette Allgemeinverfügung mit einer Karte bezüglich der Maskenpflicht findet sich auf der städtischen Internetseite www.crailsheim.de

Kommunales Testzentrum startet am Samstag (15.03.2021)

Am vergangenen Samstag hatte die Stadtverwaltung Crailsheim im Arkadenforum des Rathauses erstmals den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, sich kostenfrei testen zu lassen. Insgesamt 72 Menschen haben dieses kommunale Testangebot angenommen. Eine Person wurde dabei positiv auf das Coronavirus getestet.

DRK testet zweimal die Woche

Parallel zu den Vorbereitungen für die zurückliegenden Testungen fanden im Rathaus zahlreiche Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern zur Einrichtung eines kommunalen Testzentrums statt. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz wird die Stadtverwaltung dieses nun ab dem 20. März betreiben. Künftig erhalten alle Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger zweimal die Woche, samstags von 9 bis 16 Uhr sowie mittwochs von 13 bis 18 Uhr, die Möglichkeit, sich in der Kistenwiesenhalle kostenfrei testen zu lassen. Die Teilnahme kann ohne vorherige Anmeldung erfolgen. Getestete erhalten eine Bescheinigung über ihr Ergebnis.

Während das DRK im Zentrum die Tester stellt, wird die Stadtverwaltung mit Verwaltungspersonal unterstützen, das die Daten der Getesteten aufnimmt. Im Falle eines positiven Testergebnis werden die persönlichen Daten an das Gesundheitsamt des Landkreises Schwäbisch Hall übermittelt. Es können sich alle Crailsheimerinnen und Crailsheimer testen lassen. Personen mit Krankheitssymptomen sind von der Testung ausgeschlossen und müssen stattdessen, wie bisher auch, einen PCR-Test in einer Arztpraxis durchführen lassen.

Zusätzliche Impfdosen gefordert

Neben dem Ausbau der Testkapazitäten setzt sich die Verwaltung auch für zusätzlichen Impfstoff in der Region und vor allem in der Stadt ein. Bereits Anfang vergangener Woche hatte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer sich in einem Schreiben an Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha gewandt, in dem er um weitere Impfdosen für Crailsheim und den Landkreis bittet. In einem Telefonat mit Landrat Gerhard Bauer betonte Grimmer ebenfalls die dringende Notwendigkeit, neben Schnelltests auch eine rasche Durchimpfung der impfwilligen Bevölkerung zu erreichen, um so die nach wie vor hohen Infektionszahlen zu reduzieren. Der Landrat ist seinerseits ebenfalls mit der Bitte an das Sozialministerium herangetreten.

Aktuell liegt der Landkreis Schwäbisch Hall mit einer Inzidenz von 217 auf Rang 8 der meistbetroffenen Stadt- und Landkreise. Die Stadt Crailsheim verzeichnet mit einer 7-Tages-Inzidenz von 425,3 noch deutlich höhere Werte.

Stadt hält an Verschiebung der Schulöffnungen fest (12.03.2021)

Nach wie vor ist die Inzidenz im Crailsheimer Stadtgebiet mit 497,3 auf sehr hohem Niveau. Auch der Landkreis verharrt mit einer 7-Tages-Inzidenz von 194,7 auf einem hohen Level und befindet sich deutschlandweit auf Platz 10 der Hotspot-Regionen. Angesichts der diffusen Pandemielage in der Stadt hält die Verwaltung es weiterhin für angebracht, die für den 15. März geplante weitere Öffnung der Schulen auf die Zeit nach den Osterferien zu verschieben.

Schulen sind überwiegend für Entscheidung dankbar

Gestern hatte die Stadt angekündigt, die Grundschulen im Wechselbetrieb belassen zu wollen und die 5. und 6. Klassen weiterhin im Homeschooling zu unterrichten. Unterstützung für diese Entscheidung gab es von fast allen weiterführenden Schulen in der Stadt. Die Schulleitung des Lise-Meitner-Gymnasiums hat derweil angekündigt, dennoch in den Präsenzbetrieb am Montag zurückzukehren. „Herr Schulleiter Wöllner will den erweiterten Schulbetrieb ermöglichen. Ich kann und werde dem nicht im Wege stehen. Er hat diesen Schritt mit allem Für und Wider selbst zu vertreten“, kommentiert Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer den Entschluss des Lise-Meitner-Gymnasiums und führt weiter aus: „Die anderen Schulleitungen waren bislang dankbar, dass ich die Hängepartie und Ungewissheit mit meiner Entscheidung vom Donnerstag beendet habe."

Kultusministerium kann Stadt überstimmen

Die Stadt kann als Schulträger zwar anordnen, dass die Schulen weiterhin im Wechselunterricht bzw. im Fernunterricht sind, die Schulleitungen sind jedoch an die Weisungen des Kultusministeriums Baden-Württemberg gebunden. Dieses hatte zuletzt erklärt, dass es keine Gründe dafür sehe, von den Öffnungsplänen zum 15. März abzurücken. „Das Kultusministerium will öffnen. Das Sozialministerium rät bei einer Inzidenz über 100 zur Schließung. Das Gesundheitsamt des Landkreises Schwäbisch Hall kann nach eigener Aussage erst bei einer Inzidenz ab 200 und wenn ein Infektionsgeschehen an den Schulen vorliegt, über deren Schließung entscheiden. Niemand will die Verantwortung tragen, aber Schulleitungen, Eltern sowie Eltern- und Schülervertreter fragen uns Bürgermeister, wie es weitergeht und ob die weitere Öffnung der Schulen bei einer Inzidenz von 500 zu vertreten sei“, erklärt Grimmer. Er bedauert: „Auch die Schulleitungen in Crailsheim sind sich uneins: Einer will aufmachen, die anderen wollen bis Ostern so weitermachen wie bislang.“

Infektionsgeschehen ist diffus

Als Stadt habe man nun gestern eine Entscheidung getroffen und steht weiter hinter dieser. „Das Infektionsgeschehen in Crailsheim ist derzeit diffus. Erste Ausbrüche an den Grundschulen zeigen, dass sich auch dort das Virus ausbreitet. Jetzt die Schulen weiter zu öffnen, ist das verkehrte Signal und wird nicht dazu beitragen, die Pandemiesituation in unserer Stadt unter Kontrolle zu bekommen.“

Positive Testergebnisse an Schulen (12.03.2021)

An zwei städtischen Schulen wurde das Corona-Virus nachgewiesen. An der Grundschule Altenmünster ist eine Lehrkraft betroffen und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne. An der Eichendorffschule wurde bei einem Schüler der 1. Klasse das Virus festgestellt. Das Gesundheitsamt des Landkreises Schwäbisch Hall hat für alle Kontaktpersonen Quarantänemaßnahmen angeordnet. Betroffen ist die Hälfte der Schulklasse des Betroffen sowie weitere Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe, die sich in der Notbetreuung befunden haben.
Bei den obligatorischen Schnelltestungen, die die Stadt allen Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften anbietet, lag bei zwei weiteren Mitarbeitern von städtischen Einrichtungen ein positiver Befund vor. Hier müssen nun angeordnete PCR-Tests Klarheit bringen, ob die Personen tatsächlich infiziert sind. Es wird nachberichtet.

Weitere Öffnungen der Schulen werden ausgesetzt (11.03.2021)

Die von der Landregierung beschlossene Öffnung der Schulen mit einer Rückkehr in den Präsenzunterricht der Grundschulen sowie 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen wird in Crailsheim und Gaildorf verschoben.

Virusausbreitung in Crailsheim stoppen

Crailsheims Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer veranlasste diesen Schritt am Donnerstag: „Mit Blick auf die hohen Inzidenzwerte halte ich es für angebracht, den Betrieb des Wechsel- und Fernunterrichts weiter aufrechtzuerhalten und nicht in den Präsenzbetrieb zurückzukehren.“ Die 7-Tages-Inzidenz in Crailsheim ist in den letzten Tagen stark angestiegen und liegt aktuell bei 468,5. Der Landkreis Schwäbisch Hall gehört mit einer Inzidenz von 193,1 ebenfalls zu einer der Hotspot-Regionen in Deutschland.

Als Schulträger habe die Stadt die Pflicht, eine Ausbreitung des Virus an den Einrichtungen zu verhindern. „Das Pandemiegeschehen ist alleine durch Testungen nicht unter Kontrolle zu bekommen. Wenn wir die Schulen nun für zusätzliche Klassenstufen öffnen, könnte es bei einer weiteren Ausbreitung des Virus auch zu einer Gefährdung der Abschlussklassen kommen, was unbedingt zu verhindern gilt. Im Übrigen wurde die Entscheidung zum Wohle der Eltern und ihrer Kinder getroffen“, erklärt Margit Fuchs, Ressortleiterin Bildung & Wirtschaft in Crailsheim.

Stadt Gaildorf öffnet ebenfalls nicht

Ähnlich wird auch die Stadt Gaildorf agieren. Der städtische Krisenstab hatte bereits gestern entschieden, dass eine Rückkehr der Schülerinnen und Schüler zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein zu großes Risiko darstellt. „Sobald die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Schwäbisch Hall wieder deutlich sinkt, können selbstverständlich weitere Öffnungsschritte an den Gaildorfer Schulen angedacht werden“, teilt Bürgermeister Frank Zimmermann mit. Er hat Verständnis für alle Eltern, die seit Weihnachten ihre Kinder im Homeschooling betreuen müssen und sich eine Rückkehr in den Präsenzunterricht gewünscht hätten. Der Gesundheitsschutz für alle Teile der Bevölkerung müsse jedoch Vorrang genießen vor den Interessen Einzelner.

Ansteckungsrisiko in den Schulen zu hoch

„Das Ansteckungsrisiko in den Schulen, wo viele Menschen beispielsweise auch schon auf dem Weg in den Bussen auf engen Raum zusammenkommen, halte ich für deutlich höher, als im Handel mit strengen Hygienekonzepten“, so Grimmer. Die Stadt Crailsheim werde sich daher weiter für die mittelfristige Möglichkeit eines „Click&Meet“-Angebotes unter entsprechenden Hygienebedingungen einsetzen. Bedingung sei jedoch, dass das Pandemiegeschehen unter Kontrolle gebracht wird und die 7-Tages-Inzidenz wieder sinkt. „Auch im Sinne für Perspektiven des Handels, der körpernahen Dienstleitungen und der Gastronomie ist es unbedingt notwendig, den Inzidenzwert wieder in den Griff bekommen“, betont der Oberbürgermeister Crailsheims.

Entscheidung nach Ostern

Sowohl in Crailsheim als auch Gaildorf gilt damit: die 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen lernen weiter im Home Schooling, die Grundschulen bleiben im Wechselunterricht. Für Crailsheim kündigte Dr. Christoph Grimmer an, Anfang April die Lage neu bewerten und über eine Öffnung nach den Ferien entschieden zu wollen. Auch die Stadt Gaildorf wird so verfahren.