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"Neues Land, neue Leute"

Die Austauschschülerin Chloe Bents (rechts) gemeinsam mit Lilo Herzig (links), der letzten Austauschschülerin aus Crailsheim, auf dem Worthington-Wagen während des Volksfestumzugs. Foto: privat

Chloe Bents lebt seit Ende Juli in Crailsheim. Die Austauschschülerin für das Schuljahr 2018/19 aus Crailsheims amerikanischen Partnerstadt Worthington, Minnesota, berichtet von ihren ersten Erlebnissen und Erfahrungen der letzten Monate.

Liebe Crailsheimerinnen und Crailsheimer,

mein Name ist Chloe Bents und ich bin die diesjährige Austauschschülerin aus der Crailsheimer Partnerstadt Worthington, Minnesota (USA). Ich bin 16 Jahre alt und ich bin sehr aufgeregt, hier zu sein. Zurzeit lebe ich mit Lilo und ihrer Mutter in Onolzheim. Lilo war die letzte Austauschschülerin, die nach Amerika ging.

Ich kam am 25. Juli in Crailsheim an und seitdem habe ich ein ziemliches Abenteuer erlebt. Natürlich war es schwer, Abschied von den Menschen zu nehmen, die ich liebe, aber ich glaube, dass dieses wunderschöne Land mit all seinen wunderbaren Menschen sich lohnen wird. Bisher habe ich in den letzten zwei Monaten viele nette Leute getroffen und viele schöne Sehenswürdigkeiten gesehen.

Ich habe mit Lilo, ihrem Vater und ihren zwei kleinen Geschwistern Österreich besucht. Es war so schön dort. Wir waren in einem Hotel in einem kleinen Dorf im Tannheimer Tal. Wir konnten einen der Berge besteigen, um ihn herumfahren und die Sehenswürdigkeiten besichtigen. Am meisten gefiel mir das Schwimmen in einem Bergsee. Das Wasser war so klar und die Alpen haben den See umgeben, so dass ich schweben konnte und auf die Berge schaute. Ich habe diese Reise sehr genossen.

Im September fing das neue Schuljahr an. Ich besuche die Realschule zur Flügelau, wo ich in die zehnte Klasse gehe. Ich genieße die Schule, aber es ist ziemlich anders als auf meiner Schule in Amerika. In Amerika hat man nicht verschiedene Schularten. Es gibt eine High School und am Ende bekommen alle das gleiche Diplom. In Deutschland gehen die Lehrer von Klasse zu Klasse. In Amerika gehen die Schüler von Klassenraum zu Klassenraum. Es ist anders, aber ich genieße es und ich konnte neue Leute kennenlernen und Freunde finden.

Ich hatte mein erstes Volksfest, wo ich an beiden Tagen am Umzug mitmachte. Ich habe es sehr genossen. Es war eine sehr gute, sehr deutsche Erfahrung. Ich habe viel mehr über die deutsche Kultur gelernt und deutsches Essen probiert. Ich genieße wirklich all das frische Brot und ich finde auch Käsespätzle lecker. Ich kaufte mir auch ein Dirndl, das ich jeden Tag trug. Am meisten gefiel mir, neue Sachen auszuprobieren und „Apollo 13“ zu fahren.

Ich hatte auch das Glück, mit meiner Klasse London zu besuchen. Wir waren bei Gastfamilien, so dass ich Englisch sprechen konnte. Meine Gastfamilie war sehr nett und bestand aus den Gasteltern und drei Söhnen. Während ich in London war, sah ich viele schöne Sehenswürdigkeiten wie den Buckingham Palace, die London Bridge, den Tower of London, den Piccadilly Circus, China Town, Märkte mit Verkäufern, die selbstgemachte Waren hatten, Canterbury, das Musical The Lion King, das atemberaubend war. Ich habe London von oben gesehen, als ich auf die Shard ging, Westeuropas höchstes Gebäude. Und ich ging auch auf eine Wanderung entlang der Kreidefelsen im Süden Englands. Mein persönlicher Favorit war, nach Brighton zu fahren. Ich konnte zu einem Strand mit der atemberaubendsten Aussicht gehen. Ich konnte das Meer und die Klippen sehen. Es war so ruhig und schön und ich würde gerne dort leben. Durch die Studienfahrt nach London konnte ich einige meiner Freunde besser kennen lernen und sogar neue Freunde finden. Nach London zu gehen, war eine der besten Wochen, die ich im Ausland verbracht habe.

Ich freue mich darauf, was als nächstes kommt, und bin mehr als dankbar, dass ich nach Crailsheim kommen durfte.

Herzlichst,
eure Chloe Bents

"Liebe Grüße aus der zweiten Heimat"

Liss (links) und Grace (rechts) im großen Stadion in Minneapolis. Foto: privat.

Die Crailsheimer Austauschschülerin Liss Marie Huß startete am 9. August ihr einjähriges Abenteuer in Worthington, Minnesota. In ihrem ersten Brief berichtet sie von ihren ersten Erfahrungen und Eindrücken in der amerikanischen Partnerstadt Crailsheims.

Hallo geliebtes Crailsheim!

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit doch verfliegt! Ich weiß noch genau, wie ich am Flughafen stand und mich von meinen Eltern verabschiedet hatte.

Bevor die Schule anfing hatte ich genug Zeit, mich hier etwas einzuleben. Klar, am Anfang ist alles etwas schwer und natürlich hatte auch ich Tage mit einem mulmigen Gefühl oder etwas Sehnsucht nach meiner Heimat. Doch war ich von Anfang an mit einem neuen Lieblingshobby beschäftigt: Tennis. Es ist nicht nur ein toller Sport, sondern ich kann hier auch neue Leute kennenlernen. Außerdem besuchte ich auch den Freizeitpark „Valleyfair“ und meine Gastfamilie, die Moodys, machte mit mir einen Wochenendtrip nach Minneapolis. Hier stöberten wir nicht nur stundenlang in der „Mall of America“, sondern besuchten auch das Taylor Swift Konzert im U.S. Bank Stadium. Ich durfte auch die Stadt Sioux Falls und die dortigen Wasserfälle besichtigen, welche wirklich besonders sind.

Aber selbstverständlich erkundigte ich auch meine neue Heimat Worthington. Manchmal zu Fuß, manchmal während einer Fahrradtour oder einfach so mit Freunden. Am allerliebsten gehe ich am See laufen und genieße einfach die Sonnenstrahlen.

Nach und nach fiel es mir leichter, mich einzuleben. Als dann endlich die Schule anfing, entwickelte ich meine Alltagsroutine und langsam aber sicher fühlte es sich wie ein Zuhause an – mein zweites Zuhause. Mit der Schule habe ich dann auch schnell den größten Unterschied zwischen meinen zwei Wohnorten festgestellt: Sie endet zwar jeden Tag zur gleichen Zeit, dafür variieren meine Fächer aber umso mehr, die man hier alle drei Monate wechselt. Zudem sind die Unterrichtsstunden zwischen den Stufen gemischt.

Eines meiner Fächer ist die Band. Obwohl ich kein Instrument spiele, durfte ich Mitglied der Worthington Marching Band werden und darüber bin ich nicht nur froh, sondern es ist mir auch eine Ehre, ein Teil davon zu sein. Außerdem lerne ich durch die Paraden neue Städte kennen und sehe mehr von meiner Umgebung.

Im September fand die Homecoming Week satt, zu der sich jeder zu einem bestimmten Thema kleiden konnte. Am Ende der Woche gab es nach dem Footballspiel den Homecoming Dance. Hier verwandelt sich die Turnhalle der Schule in einen Tanzclub. Die Woche hatte sehr viel zu bieten und ich hatte Spaß, bei allem dabei zu sein. Im September war auch King Turkey Day, bei dem ich etwas Heimat verspüren durfte. Es war am selben Wochenende wie das Volksfest und auch wir hatten einen Umzug, der etwas an den Volksfestumzug zu Hause erinnert hat. Es war zwar eine schöne Alternative, aber leider nicht wie mein geliebtes Volksfest.

Im Oktober feierte ich dann nicht nur meinen 17. Geburtstag mit einem riesigen Kuchen, vielen Geschenken, meiner Gastfamilie und meinen Freunden, sondern erlebte bereits jetzt den ersten Schnee. Minusgrade und Schnee bereits zu dieser Zeit waren für mich etwas überraschend und verwirrend zugleich! Glücklicherweise hat er uns fürs Erste nochmal verlassen und wir konnten ein paar schöne Herbsttage genießen. Es gibt nicht umsonst ein Sprichwort in Minnesota „If you don’t like the weather, wait 5 minutes because it’ll change.“ Und es ist wahr: Das Wetter hier bleibt nicht lange gleich.

Auch wenn ich mich über jeden Tag, der mir neue Erfahrungen schenkt, freue, muss ich zugeben, dass das Taylor Swift Konzert und mein Geburtstag meine Highlights in den drei Monaten waren. Ich bin so dankbar, dass Familie Moody mir so viele schöne Erinnerungen geschenkt hat. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, noch mehr zu erleben.

Ich bin so dankbar und so froh, dass ich hier sein darf, und möchte nochmal allen danken, die mir dies ermöglicht haben. Ich genieße meine Zeit hier und freue mich, neue Bekanntschaften zu machen und auch alte Bekannte wieder sehen zu können.

Liebe Crailsheimer, ich hoffe das Lesen meines ersten Briefes hat euch erfreut. Ich könnte noch so vieles mehr erzählen!

Nun heißt es aber:
Bis ganz bald, mein liebes Crailsheim!

Die allerliebsten Grüße aus Worthington sendet euch,

Liss Marie Huss.

P.S: Es macht mich stolz, genau diese Stadt vertreten zu dürfen und bin froh, dass ich genau unser Crailsheim repräsentieren darf.

 

"Die Neue stellt sich vor"

Chloe Bents aus der amerikanischen Partnerstadt Worthington (Minnesota) freut sich schon auf ihr Austauschjahr in Crailsheim. Foto: privat

Am 25. Juli landete Chloe Bents gemeinsam mit der Austauschschülerin 2017/2018 Lilo Herzig in Deutschland. Voller Neugier und Vorfreude blickt die 16-Jährige aus der amerikanischen Partnerstadt Worthington, Minnesota, ihrem einjährigen Aufenthalt in Crailsheim entgegen und ist gespannt, was auf sie zukommen wird.

Hallo Crailsheim,

mein Name ist Chloe McGinty Bents und ich wurde ausgewählt, für das Schuljahr 2018/2019 als Austauschschülerin aus Worthington nach Crailsheim zu kommen. Zu allererst möchte ich dem Crailsheim-Komitee und all den beteiligten Personen danken, die geholfen haben, dies möglich zu machen. Meinen späteren Gastfamilien möchte ich sagen, dass ich mich jetzt schon freue, euch zu treffen! Ich kann es nicht abwarten, Teil eurer Familie zu werden und bin so dankbar, dass ihr bereit seid, mich aufzunehmen.

Ich bin 16 Jahre alt und Schülerin im zweiten Jahr auf der Worthington High School. Ich wohne mit meiner Mama, die bereits in Rente gegangen ist; sie hat früher unser Familienunternehmen gemanagt. Ich bin die Jüngste von drei Mädchen. Meine älteste Schwester Claire ist als Lehrerin für Gesellschaftskunde und Geschichte an einer High School tätig. Meine mittlere Schwester Quinn ist in ihrem zweiten Studienjahr in Biologie auf dem College und möchte Tierärztin werden. Ich habe mein gesamtes Leben auf dem Land außerhalb von Rushmore gelebt. Mein Zuhause befindet sich zirka 15 Minuten westlich von Worthington.

Ich bin katholisch aufgewachsen und hoffe, eine katholische Kirche in Crailsheim zu finden, um die Messe besuchen zu können. Mein Glaube ist mir sehr wichtig, aber ich bin auch offen gegenüber anderen Religionen und akzeptiere diese. Ich wünsche mir, ebenfalls andere Kirchen in und um Crailsheim kennen zu lernen. Ich bin bereits durch die Vereinigten Staaten und nach Europa gereist und habe an einer Missionsreise nach Afrika teilgenommen. Ich lerne gerne etwas über andere Religionen, Politik, Kulturen und Traditionen, die sich von meiner unterscheiden.

Ich bin auch aktiv an der Worthington High School: Ich spiele Klarinette in der Band, bin Mitglied der Color Guard [Anm. d. Red.: mit den Majoretten zu vergleichen] – einem Teil der Marching Band, des Chors, spiele Cello im Orchester und bin Mitglied in anderen kleineren ähnlichen Gruppen. Ich bin sehr aktiv im musikalischen Bereich und hoffe, das während meiner Zeit in Deutschland fortzuführen; sei es in der Stadtkapelle oder in einem Orchester.

Ich bin auch als Schülersprecherin im Schüler-Rat tätig, der Ideen in die Schule einbringt und Aktivitäten für die Schüler plant. Im Herbst spiele ich Tennis und hoffe, auch in Deutschland Tennis zu spielen, aber ich bin auch offen, hier neue Sportarten auszuprobieren. Außerdem habe ich auch im Musical der High School mitgewirkt und bin Mitglied des Robotics Teams.

Ich bin Mitglied und Vize-Präsidentin des Okabena Bees 4-H Clubs, der Führungstätigkeiten lehrt und in der Freiwilligenarbeit der Gemeinde tätig ist. Durch meine Tätigkeit im Club habe ich bereits eine jahrelange Erfahrung darin, Reden vor einem Publikum zu halten.

Mein Lieblingsessen ist Eis und ich bin schon sehr gespannt auf das deutsche Eis! Beim Essen bin ich nicht sehr wählerisch und bin offen, typisch deutsche Gerichte zu probieren. Ich freue mich darauf, mehr über die deutsche Kultur und Familientradition zu erfahren.

Meine freie Zeit verbringe ich sehr gerne mit Freunden. Ich kann es kaum erwarten, neue Freunde zu finden und mit ihnen die Zeit n Crailsheim zu verbringen. Außerdem freue ich mich auf die Zeit mit meinen Gastfamilien und darauf, verschiedene Aktivitäten mit ihnen zu unternehmen. Ich bin bereit, in jeder Familienkonstellation zu leben. Ich habe keine Allergien und kann auch bei einer Familie mit Haustieren wohnen. Ich bin es gewohnt, daheim bei den Hausarbeiten zu helfen und bereit, diese auch in meiner Gastfamilie zu erledigen.

Ich bin sehr kontaktfreudig und knüpfe schnell Freundschaften. Ich habe Sinn für Humor und komme gut mit anderen Menschen aus. Ich kann es kaum erwarten, Crailsheim meine Heimat zu nennen, neue Dinge zu erleben, mit verschiedenen Gastfamilien zusammen zu leben und mehr über die deutsche Kultur zu erfahren.

Vielen Dank nochmal für die wunderbare und lebensverändernde Möglichkeit, ein Jahr in Crailsheim leben und zur Schule gehen zu dürfen. Ich bedanke mich bei den Komitee-Mitgliedern in Crailsheim und Worthington dafür, dass sie diesen wunderbaren Austausch der Freundschaft und des Friedens mit vollem Einsatz fortführen.

Viele Grüße,

Chloe Bents