Donnerstag, 19.11.2026 , 19:00-20:30
Gespräch über Bäume: Die Pappel - Baum des Jahres 2026
Beschreibung
Sie begegnet uns meist in Reihung, die Pappel am Fluss oder an Napoleons Heerstraßen, und sie hat ein Liebesverhältnis mit dem Wind. Kann dieser so häufige Baum auf der roten Liste stehen? In der Tat sind die allermeisten Pappeln aus Stecklingen gewonnene und gezüchtete Hybridprotze oder Pyramidenpappeln aus Norditalien. Die ursprünglich häufige Schwarzpappel ist ein Baum wilder, ungezähmter Flusslandschaften und Kiesbänke, die im regulierten Deutschland keinen Raum mehr haben. Vermutlich ist Ihnen noch nie eine begegnet.
Was macht man aus den dicken Dingern? Der Holzschuhmacher dürfte Ihnen bekannt sein, aber auch der Mollenhauer? Der macht nämlich keine Flöten. Und noch mehr: wahrscheinlich finden Sie tatsächlich Dinge aus Pappel daheim bei sich im Schrank. Das wertvollste Stück Pappelholz hingegen finden wir in Paris.
Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026, sie hat das Zittern natürlich ganz besonders in den Genen, aber warum nur? Hier lassen wir den Volksmund, den Dichter und den Forstbotaniker zu Wort kommen, wir beleuchten die Rolle der Pappel in der französischen Revolution und in der griechischen Antike, und, und, und …
Jörg Brucklacher ist Förster im Forstamt Schwäbisch Hall.
