Freitag, 10.07.2026 , 19.00-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung "Gustav Schleicher (1887-1973): Künstler - Architekt"
Kurzbeschreibung
Seine Gemälde und Aquarelle eröffnen einen neuen Blick auf Gustav Schleicher - den Architekten des Crailsheimer Wiederaufbauplans. Die Ausstellung zeigt ihn als vielseitigen Künstler mit Arbeiten vom Spätimpressionismus bis hin zu expressiven und abstrakten Kompositionen.
Beschreibung
Die ausgestellten Werke stammen aus einer Stuttgarter Privatsammlung und umfassen Arbeiten bis in die 1970er Jahre. Es scheint das Schicksal Schleichers zu sein, dass er meist nur im Zusammenhang mit seinem berühmten Künstler-Freundeskreis, darunter Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Otto Mayer-Amden und Ida Kerkovius, Erwähnung findet. Dabei hinterließ er ein umfangreiches künstlerisches Werk: rund 100 Gemälde und etwa 1000 Aquarelle.
Ab 1906 studiert Gustav Schleicher an der Technischen Hochschule in Stuttgart Architektur. Parallel dazu besucht er als Gaststudent zeitweise die Akademie der Bildenden Künste und die Kunstgewerbeschule Stuttgart. Mehrmals belegt der Architekt Malkurse bei der Künstlerin Ida Kerkovius. Die Malerei bleibt für ihn zeitlebens eine private Leidenschaft.
Sein beruflicher Weg führt ihn von Stuttgart aus nach New York, Wien, Berlin, Hamburg und immer wieder zurück in seine Heimatstadt. Am 1. Juli 1946 übernimmt Baurat a.D. Schleicher die Leitung des „Aufbauamtes Crailsheim Stadt“. Fast 95% der Innenstadt sind zu diesem Zeitpunkt kriegszerstört. Gemeinsam mit seinem engen Mitarbeiter Dipl.-Ing. Ludwig Schweizer, entwickelt der freie Architekt einen Stadtbauplan, der den Grundstein für die heutige Crailsheimer Innenstadt legt.
Abb. Gustav Schleicher: Selbstporträt, 1952 (Foto privat)
