Sportlerehrung
Crailsheim feiert seine Besten
Die Stadt Crailsheim hat ihre erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 geehrt – und dabei weit mehr als nur Medaillen und Platzierungen in den Mittelpunkt gestellt. In festlichem Rahmen wurde deut-lich, welche Bedeutung Sport für Gemeinschaft, Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt hat. Ein abwechslungsreiches Programm und ein inspirierendes Gespräch rundeten den gelungenen Abend ab.
„Dieser Abend gehört Ihnen – den Sportlerinnen und Sportlern unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer zu Beginn der Crailsheimer Sportlerehrung 2026. Damit brachte er auf den Punkt, worum es an diesem Abend ging: Anerkennung, Respekt und einen Blick zurück auf ein erfolgreiches Sportjahr.
Breite Unterstützung für den Sport
Zahlreiche Gäste aus Vereinen, Politik und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt, um die Leistungen der Athletinnen und Athleten zu würdigen.
In seiner Ansprache hob Oberbürgermeister Grimmer nicht nur die sportlichen Erfolge hervor, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung des Sports. Hinter jeder Medaille stünden „viele Trainingsstunden, Ausdauer, Rückschläge – und der Wille, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen“. Zugleich unterstrich er: „Sport verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und vermittelt Werte wie Fairness, Teamgeist und gegenseitigen Respekt.“ Sein besonderer Dank galt den Trainerinnen und Trainern sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, ohne deren Einsatz sportlicher Erfolg nicht möglich wäre.
Auch Dirk Beyermann, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport, betonte im Anschluss die Bedeutung des Engagements auf allen Ebenen. „Sport steht für Fairness, Teamgeist, Durchhaltevermögen und Respekt – Werte, die nicht nur auf dem Spielfeld zählen.“ Neben den Aktiven dankte er ausdrücklich Familien, Freunden, Sponsoren und Unterstützern, die maßgeblich dazu beitrügen, dass Crailsheim als sportlich engagierte und erfolgreiche Gemeinschaft wahrgenommen werde.
Im Mittelpunkt des Abends standen die Ehrungen: Zunächst wurden die erfolgreichen Mannschaften sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ ausgezeichnet. Es folgten die Einzelsportlerinnen und Einzelsportler, die im vergangenen Jahr mit herausragenden Leistungen auf regionaler, nationaler und teils internationaler Ebene überzeugten. Die Auszeichnungen wurden von Oberbürgermeister Grimmer und Dirk Beyermann überreicht – begleitet von viel Applaus und sichtbarem Stolz bei den Geehrten.
7.000 Kilometer für den guten Zweck
Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch mit Ehrengast Phil Weinmann. In einer Fotoshow berichtete er von seiner außergewöhnlichen Fahrradtour: Rund 7.000 Kilometer legte er in knapp zwei Monaten zurück – quer durch elf Länder, von Crailsheim bis nach Gibraltar und wieder zurück.
Dabei ging es dem 21-Jährigen nicht allein um die sportliche Herausforderung. Mit großem persönlichem Einsatz sammelte er fast 15.000 Euro für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und setzte damit ein starkes Zeichen für gesellschaftliches Engagement. Im Gespräch wurde deutlich, wie eng für ihn Sport und Verantwortung zusammengehören. Gleichzeitig gab er Einblicke in seine Anfänge als Radfahrer, seinen Trainingsalltag zwischen Ausbildung und Sport sowie seine Motivation, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.
„Auf meiner Tour habe ich eigentlich nur sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtete Weinmann. „Wenn du freundlich auf die Menschen zugehst, kommt das genauso zurück.“ Eine Erfahrung blieb ihm dabei besonders in Erinnerung: Kaum zurück in Deutschland, hupte ihn das erste Auto an, das ihm begegnete. „Das ist typisch“, sagte er schmunzelnd, „das ist mir auf der gesamten Tour in keinem anderen Land passiert.“
Die lockere Gesprächsatmosphäre, persönliche Anekdoten und spannende Einblicke machten den Austausch lebendig und nahbar – und sorgten für große Aufmerksamkeit im Publikum sowie viel Applaus für den jungen Sportler.
Emotionale Würdigung des Ehrenamts
Einen besonders bewegenden Moment bildete die Ehrung zweier Persönlichkeiten, die den Sport in Crailsheim über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
In seiner Laudatio zeichnete Dirk Beyermann den beeindruckenden Lebensweg von Dieter Taubitz nach. Über viele Jahrzehnte war er eine feste Größe beim VfB Jagstheim – zunächst als Trainer, zugleich aber auch in leitender Funktion als Abteilungsleiter von 1975 bis 2014. Darüber hinaus engagierte er sich weit über den Verein hinaus, unter anderem im Förderverein der Jagstauenhalle, den er als zweiter und später als erster Vorsitzender maßgeblich mitgestaltete.
Zahlreiche Auszeichnungen würdigten sein Wirken – von Ehrennadeln auf Verbandsebene bis hin zur Landesehrennadel. Beyermann machte jedoch deutlich, dass hinter all diesen Ehrungen vor allem eines steht: jahrzehntelanges, verlässliches Engagement, getragen von Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein für Verein und Gemeinschaft.
Ebenso eindrucksvoll fiel die Würdigung für Klaus-Jürgen Mümmler aus. Seit rund 50 Jahren ist er im TSV Crailsheim aktiv und hat dort tiefe Spuren hinterlassen. Vom engagierten Mitglied entwickelte er sich über Stationen als Gesamtjugendleiter und stellvertretender Vorsitzender bis hin zum Vorsitzenden des größten Crailsheimer Sportvereins.
Beyermann hob auch hier die Dimension dieses Engagements hervor: unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, zahlreiche Projekte und richtungsweisende Entscheidungen. Besonders betont wurden seine Impulse in der Jugendarbeit sowie sein umsichtiges Handeln in herausfordernden Zeiten – etwa während der Corona-Pandemie, als unter seiner Leitung ein Testzentrum im Vereinsheim eingerichtet wurde.
„Er war einer, der sich nicht in den Vordergrund geschoben hat, sondern es möglich gemacht hat, dass andere glänzen konnten“, so Beyermann. Mit seinem Leitsatz „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ habe Mümmler den Verein nachhaltig geprägt und weiterentwickelt – hin zu einer modernen, breit aufgestellten und gesellschaftlich fest verankerten Organisation.
Auch das Hohenloher Tagblatt ehrte an diesem Abend eine Persönlichkeit für ihr sportliches Engagement: Günter Seibold zeigte sich sichtlich überrascht über die Auszeichnung als Sportler des Jahres und freute sich sehr darüber.
Der lang anhaltende Applaus im Saal machte deutlich: Diese Ehrungen galten Menschen, deren Einsatz weit über das Übliche hinausgeht – und ohne die der Sport in Crailsheim heute nicht derselbe wäre.
Mit Musik und Cheerleading
Neben den Ehrungen bot der Abend auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo Uli Hoffmann und Sarah Fox. Die Cheerleader der CTH Hurricanes/Titans begeisterten mit einer energiegeladenen Darbietung – frisch gekürt als baden-württembergische Meister vom Wochenende zuvor.
Mit einem Schlusswort und erneuter musikalischer Begleitung klang der offizielle Teil der Veranstaltung aus. Der Abend ging anschließend in einen geselligen Teil mit persönlichen Gesprächen über – ein gelungener Ausklang einer rundum würdigen Veranstaltung.
Tradition im Blut. Innovation im Kopf. Hohenlohe im Herzen.
Die Crailsheimer Sportlerehrung 2026 zeigte eindrucksvoll: Sport ist weit mehr als Wettkampf. Er verbindet Menschen und prägt das Leben in der Stadt – getragen von Leidenschaft, Engagement und Gemeinschaftssinn.
Persönliche Ehrung für Sportler
Im Bereich Einzel der Damen ragte Bianka Engelmann vom TSV Roßfeld im Sportstacking heraus, die gleich mehrere nationale und internationale Titel erringen konnte, darunter deutsche Meistertitel sowie Weltmeistertitel in verschiedenen Disziplinen. Auch Paula Gelbing vom Schützenverein Crailsheim-Jagstheim überzeugte mit starken Leistungen bei den Landesmeisterschaften, unter anderem mit einem ersten Platz im Luftgewehr. Jessica Koch vom TSV Crailsheim erreichte zudem einen zweiten Platz über 100 Meter bei den baden-württembergischen Meisterschaften. Seniha Kilic vom VfR Altenmünster dominierte die Tischtennis-Entscheide auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene. Im Schwimmen erzielten Dr. Tina Pfänder-Meißner, Sina Vogt und Barbara Wahl (alle TSV Crailsheim) mehrere zweite Plätze bei den württembergischen Masters-Wettkämpfen.
Einzelleistungen der Herren
Bei den Herren überzeugte Moritz Gelbing vom Schützenverein Crailsheim-Jagstheim mit einer herausragenden Serie an ersten Plätzen bei den Landesmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen. Ebenfalls erfolgreich war Wolfgang Hägele vom TSV Crailsheim mit mehreren Podestplätzen bei den württembergischen Masters im Schwimmen, darunter zwei erste Plätze. Günter Seibold glänzte in der Leichtathletik mit einem deutschen Vizemeistertitel sowie einem ersten Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Halbmarathon. Weitere starke Leistungen zeigten Stefan Ohr im Triathlon mit einem dritten Platz bei den württembergischen Meisterschaften sowie Christoph Seibold mit einem dritten Platz über 5.000 Meter.
Erfolgreich als Team
In den Mannschaftswettbewerben erzielte das Schwimmteam des TSV Crailsheim mit Barbara Wahl, Sina Vogt, Dr. Tina Pfänder-Meißner und Katharina Glock einen zweiten Platz in der 4x50m-Lagenstaffel. Die Cheerleading-Teams des SV Onolzheim waren ebenfalls erfolgreich: Die PeeWees mit Louise Albig, Mila Bermanseder, Isabelle Hartmann, Lotta Schmauß und Aileen Unger belegten Platz zwei, während die Juniors mit Ella Dollmayer, Lis Ebert, Lotta Goede, Olivia Hirmann und Nele Schuster den dritten Platz erreichten. Im Sportschießen sicherten sich Moritz Gelbing, Paula Gelbing, Laura Lenz, Jasmin Storz und Sarah Storz als Team den Vizemeistertitel in der Landesliga Nord und stiegen in die Verbandsliga Württemberg auf. Weitere erfolgreiche Mannschaften des Schützenvereins CR-Jagstheim waren Paula Gelbing, Annika Raible und Mia Baumann sowie Moritz Gelbing, Marius Petter und Fabian Grässlin, die jeweils mehrere erste Plätze bei den Landesmeisterschaften erreichten.
Erstplatzierte Schulmannschaften
Im Schulwettbewerb „Jugend trainiert“ war das Tischtennis-Team des ASG mit Amelie Neumann, Lisa Ehrmann, Luisa Pernfuß, Marissa Abrudan, Lenia Henn, Finja Henn und Trainer Andreas Keinert erfolgreich und gewann den ersten Platz bei den baden-württembergischen Meisterschaften. Ebenso siegreich war das Basketball-Team des ASG mit Julian Gössl, Finn Gundel, Linus Ohr, Janne Roßmanith, Mika Roßmanith, Jan Schreiber, Ben Strubo, Henry Wüst, Patrick Schenkok und Coach Markus Schmidt, das ebenfalls den ersten Platz erreichte.