Auszeichnung
Crailsheim bleibt Fairtrade-Stadt
Fairer Handel ist in Crailsheim fest verankert: Die Stadt wurde erneut als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet und darf den Titel für weitere zwei Jahre tragen. Zahlreiche Projekte in Schulen, Vereinen, Kirchen und Betrieben zeigen, wie vielfältig das Engagement vor Ort ist.
„Ich freue mich sehr, dass Crailsheim erneut als Fairtrade-Town ausgezeich-net wurde“, sagt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. „Diese Bestäti-gung zeigt, dass fairer Handel bei uns fest verankert ist und von engagierten Akteuren gemeinsam getragen wird. Wir werden diesen Weg auch in den kommenden Jahren mit Überzeugung weitergehen und den fairen Handel vor Ort stärken.“
Zahlreiche Aktionen und Projekte
In Crailsheim wird der faire Handel durch zahlreiche Aktionen und Projekte sichtbar: Dazu zählen die Faire Rosenaktion, das Faire Frühstück sowie der Nachhaltigkeitstag 2024. Auf den Markttagen 2025 informierte ein Fairtrade-Aktionsstand die Öffentlichkeit. Auch Ausstellungen, Führungen und Kunstprojekte greifen das Thema regelmäßig auf.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem fairen Handel im Sport und Alltag: Gemeinsam mit dem Jugendbüro Crailsheim, der Diakonie Schwäbisch Hall und den HAKRO Merlins Crailsheim wurden Fairtrade-Basketbälle an alle Crailsheimer Schulen verteilt. Beim Jugendformat „Nightball“ überga-ben Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer und Pfarrer Uwe Langsam symbolisch die ersten Bälle an rund 50 teilnehmende Kinder und Jugendliche.
Schulen aktiv mit "RaKLA"
Sehr aktiv ist die Realschule am Karlsberg (RaK): Dort hat sich seit dem Schuljahr 2024 der Schülerladen „RaKLA“ – eine pfiffige Abkürzung für „Re-alschule am Karlsberg-Laden“ – etabliert, in dem jeden Donnerstag faire Pro-dukte verkauft werden. Betreut wird das Projekt von Lehrerin Nadine Glück-Grau, die mit den Schülerinnen und Schülern auch die Auszeich-nung als Fairtrade-Schule anstrebt. Beteiligt sind auch Schülerinnen und Schüler der Fröbelschule Ellrichshausen und bereits im vergangenen Jahr erhielt die Gruppe den Nachhaltigkeitspreis der Stadt.
Auch Kirchen, Vereine und weitere Partner bringen sich ein: Pfarrer Uwe Langsam, Sprecher der Fairtrade-Stadt, leistet regelmäßig Bildungsarbeit, unter anderem im Konfirmandenunterricht. Der Stadtmarketingverein Crailsheim unterstützt Aktionen und integriert das Thema gezielt in Veranstaltungen. Das städtische Jugendbüro ist ein wichtiger Partner, insbesondere bei Projekten für junge Menschen.
Zahlreiche Crailsheimer Betriebe und gastronomische Einrichtungen enga-gieren sich ebenfalls für den fairen Handel und bieten entsprechende Pro-dukte an. Dieses breite Netzwerk ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Fairtrade-Stadt.
Fairer Handel im Alltag
Eine lokale Steuerungsgruppe koordiniert die vielfältigen Aktivitäten und entwickelt neue Ideen. Die Stadt Crailsheim sieht die erneute Auszeichnung als Ansporn, den fairen Handel weiter auszubauen und noch stärker im Alltag zu verankern. „Es freut mich sehr, dass viele Vereine und Gruppen in der Stadt offen sind und Interesse zeigen, das Thema Fairtrade in ihre Aktionen und Veranstaltungen mit aufzunehmen. Das zeigt, dass sie es wichtig finden, auf faire Produktionsbedingungen für Dinge des täglichen Konsums hinzu-weisen“, erklärt Helene Urbain, die bei der Stadtverwaltung das Thema Fairt-rade betreut.
Mit ihrem Engagement leistet die Stadt auch einen Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) – ganz im Sinne des Leitgedankens „global denken, lokal handeln“.
Crailsheim ist eine von über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland. Weltweit umfasst das Netzwerk mehr als 2.000 Städte in 36 Ländern. Weitere Informa-tionen gibt es unter www.fairtrade-towns.de.