Volksfest-Bilanz 2026

Neues geboten, Tradition bewahrt

Ein Platz mit Fahrgeschäften, Buden und Festzelt von oben
Am Montag war das Wetter durchwachsen, aber trocken und der Volksfestplatz um die Mittagszeit noch nicht voll besucht.

Vier Tage Volksfest, ein neu gestalteter Platz, ein neues Festzelt und ein neuer Festwirt: Die diesjährige Ausgabe des Fränkischen Volksfestes hatte einige Veränderungen im Gepäck. Und trotzdem dauerte es offenbar nicht lange, bis bei den Besucherinnen und Besuchern wieder das eintrat, worauf es ankommt: Sie kamen, feierten, fuhren Karussell, trafen Freunde – und machten den Volksfestplatz voll. Aus Sicht der Stadtverwaltung fällt die Bilanz deshalb sehr positiv aus.

Schon der erste Tag zeigte: Das Interesse am Fränkischen Volksfest ist ungebrochen: Bereits vor der offiziellen Eröffnung am Freitagnachmittag durch Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer waren zahlreich Besucher auf dem Platz, der Abend wurde noch voller. Nach den Festzügen am Samstag und Sonntag strömten die Menschen schon zu Tausenden auf den Platz, an den Abenden wurde es besonders voll.

Auch das neue Engel-Zelt mit der Festwirtsfamilie Reisinger wurde durchweg gut angenommen. Nach 42 Jahren Familie Hahn war die Umstellung für viele zunächst ungewohnt. „An die neue Aufmachung müssen sich einige noch gewöhnen, die Jüngeren schaffen das vermutlich schneller“, sagt Susanne Kröper-Vogt, Leiterin des Ressorts Soziales & Kultur und Hauptorganisatorin des Volksfestes, mit einem Augenzwinkern.

Dass der Wechsel nicht ganz geräuschlos an einer jahrzehntelang gewohnten Volksfestkulisse vorbeigehen würde, war absehbar. Entscheidend war deshalb, wie das neue Zelt angenommen wurde. Und hier fällt die Bilanz eindeutig aus: Das Reisinger-Zelt war gut besucht, die Zusammenarbeit mit Stadt und Behörden funktionierte, so der neue Festwirt, und auch die Abläufe rund um die veränderte Eingangssituation spielten sich ein. Ein paar Dinge werden sich noch einspielen müssen – wie bei einem neuen Festzelt wohl kaum anders zu erwarten. Besonders kam Reisingers Idee am Eingang an: das Bier-Karussell.

Der Platz macht sich
Auch der sanierte Volksfestplatz musste in diesem Jahr seinen ersten großen Praxistest bestehen. Die neue Baumreihe sorgte dabei im Vorfeld für Gesprächsstoff – und die Baumringe wurden dann kurzerhand zu willkommenen Sitzgelegenheiten. Gleichzeitig zeigte sich, dass der Platz trotz der Veränderungen gut funktionierte. Die Gänge sind breiter geworden, der bereits sanierte Bereich ist besser zugänglich. Gerade für Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität war das eine spürbare Verbesserung, auch optisch macht die Neugestaltung deutlich mehr her.

„Wir haben dazu viele Rückmeldungen bekommen, persönlich und auch in den Sozialen Netzwerken, dass der Platz bisher sehr gelungen ist“, berichtet Pressesprecher Mathias Grimm. Besonders die bessere Zugänglichkeit werde häufig positiv hervorgehoben. Auch kritische Rückmeldungen zur neuen Platzgestaltung gibt es weiterhin.

Auch der Mobilfunkempfang legte in diesem Jahr deutlich zu: Zwei von der Stadt organisierte mobile Funkmasten verbesserten die Kommunikation auf dem Großveranstaltungsgelände spürbar. Das kam ebenfalls bei vielen Gästen gut an.

Kritik am neuen Platz gab es ebenfalls. Die Diskussion um die Bäume war vor dem Volksfest groß. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat hatten sich bewusst für die Weiterentwicklung des Platzes entschieden. Beim Fest selbst zeigte sich dann vor allem: Die Bäume standen – und die Menschen saßen darunter. „Nichts zu tun, war und ist für die Stadtverwaltung und den Gemeinderat keine Option“, sagt Grimm – und verwies auf den Mottowagen bei den Festzügen „Crailsheim wächst – wir arbeiten daran“.

Ein großer Zraktor mit Schild vorne dran begleitet von Männern in gelben Westen, am Rand Zuschauendeviel
Bei den Festzügen waren unter dem Motto "Unsere Landwirte - bodenständig, regional, modern" rund 70 Gruppen mit 2.000 Teilnehmende dabei.

Zwei Festzüge, volle Wege
Besonders gut passte das Wetter zu den beiden Festzügen unter dem Motto „Unsere Landwirte – bodenständig, regional, modern“. Bei Sonnenschein und bester Stimmung säumten viele Tausend Zuschauerinnen und Zuschauer die Strecke. Am Sonntag kam etwas Wind dazu, der guten Laune tat das aber keinen Abbruch. Rund 2.000 Teilnehmende sorgten für gute Unterhaltung.

Auch auf dem Festplatz selbst blieb es über die vier Tage hinweg lebhaft. Das Fahrgeschäftsangebot blieb vielfältig und sorgte für den gewohnten Mix aus Nervenkitzel, Familienprogramm und Volksfestklassikern. Und dann kam am Sonntagabend noch einmal der große Wetterwechsel. Der Regen machte das Brillant-Feuerwerk zwar etwas feucht, nahm ihm aber nichts von seiner Wirkung. Der Himmel über Crailsheim bekam damit auch in diesem Jahr seinen großen Volksfest-Schlusspunkt, der wie gewohnt am Montag ausklang.

Ruhiges Fest trotz vieler Menschen
Was aus Sicht der Organisatoren besonders zählt, lässt sich vergleichsweise unspektakulär zusammenfassen: Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Auch die veränderten Abläufe rund um das neue Festzelt funktionierten. Die Sicherheits- und Einsatzkräfte hatten zu tun, mussten aber keine außergewöhnlichen Zwischenfälle bewältigen. Das ist bei einer Großveranstaltung dieser Größenordnung durchaus nicht selbstverständlich.

Denn hinter dem sichtbaren Volksfestvergnügen steckt eine Menge Arbeit. Die Wagen-Engel sorgten bei den Festzügen für Sicherheit, die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Polizei waren im Einsatz, und die Mitarbeitenden des städtischen Baubetriebshofs waren rund um die Uhr gefordert, um den Betrieb auf dem Platz und am Rande der Festzüge am Laufen zu halten. Dazu kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts Soziales & Kultur, die das Volksfest über Wochen und Monate vorbereitet und während der vier Tage begleitet haben.

„Ohne die ganze Truppe wäre ein Fränkisches Volksfest nicht machbar“, betont Chef-Organisatorin Susanne Kröper-Vogt.

Weniger Diskussion, mehr Volksfest
Und so bleibt am Ende eines Volksfestes, bei dem in diesem Jahr besonders viel über Veränderungen gesprochen wurde, vor allem eines hängen: Das Volksfest selbst hat funktioniert. Der neue Platz wurde angenommen, das neue Zelt ebenfalls, die Festzüge begeisterten, die Abende waren voll und die großen Neuerungen haben den Charakter des Festes nicht verdrängt.

Ein paar Dinge werden sich noch einspielen, manches wird weiter diskutiert werden. Das gehört zu einem Volksfest, das von Tradition lebt und sich trotzdem immer wieder verändert. Für die Stadtverwaltung ist der erste große Praxistest für den neuen Volksfestplatz und das neue Engel-Zelt deshalb gelungen.

Und wer die vergangenen vier Tage gesehen hat, dürfte kaum bestreiten: Crailsheim kann Volksfest. Auch auf einem neuen Platz.

Von links: Ida Fössel (3.), Franziska Schneider (2.), Sandra Bidlingmaier (1.), Herbert Holl von den Laufradfreunden, René Kubat (3.), Lars Wenzelburger (2.) und Julian Ferchow (1.).

Drais-Laufrad-Rennen - Bekannte Sieger, neuer Pokal

Beim 53. Drais-Laufrad-Rennen am Volksfest-Sonntag waren 81 Teilnehmer am Start, darunter 13 Frauen und zwei Teilnehmer aus der Partnerstadt Pamiers. Sandra Bidlingmaier setzte sich in der Frauenwertung vor Franziska Schneider und Ida Fössel durch und gewann damit zum zweiten Mal in Folge. Erstmals gab es dafür einen eigenen Wanderpokal, den Siegfried Luffler gestaltet und Henry und Christel Roll gestiftet hatten.

Bei den Herren siegte Julian Ferchow vor Lars Wenzelburger und René Kubat. Mit seinem 13. Erfolg übertraf Ferchow den bisherigen Rekord von Klaus Fuchs, der zwölf Siege errungen hatte.

Einen besonderen Abschied gab es ebenfalls: Der 78-jährige Karl Klingbeil nahm zum 50. Mal am Rennen teil. Fünfmal hatte er es in früheren Jahren gewonnen. Seine letzte aktive Fahrt absolvierte er auf der restaurierten Draisine seines ersten Rennens aus dem Jahr 1976.

Ein Mann steht an einem Rednerpult und spricht
Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer begrüßte bei seiner Rede im Ratssaal die geladenen Gäste und verabschiedete zugleich Sozial- & Baubürgermeister Jörg Steuler mit emotionalen Worten.

Volksfestempfang - Altbewährtes und neue Anfänge

Dass der Volksfestsamstag am frühen Vormittag mit dem Empfang der Ehrengäste im Ratssaal beginnt, ist gute Tradition. So auch dieses Jahr. Zunächst lief alles wie gewohnt: Die Gäste trafen ein, es gab Snacks, Getränke, gute Unterhaltungen und eine ordentliche Portion Vorfreude aufs Volksfest – und doch schien etwas anders zu sein als in den vergangenen Jahren. Es lag etwas in der Luft, und spätestens in der anschließenden Rede von Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer wurde auch klar, was es war: Der letzte Volksfestempfang in offizieller Funktion für Sozial- & Baubürgermeister Jörg Steuler. Dieser nämlich verabschiedete sich an diesem Vormittag von den Vertretern aus Politik und Gesellschaft. Tradition also, verbunden mit neuen Perspektiven – und auch den ein oder anderen emotionalen Momenten.

Dass diese nicht ausbleiben können nach acht Jahren der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit, wurde den Zuhörerinnen und Zuhörern schon nach den ersten Sätzen von Oberbürgermeister Grimmer klar. „Sie waren bereit, Dinge auszuprobieren, Haltung zu zeigen und fachlich begründete Entscheidungen zu vertreten. Dafür danke ich Ihnen persönlich. Doch fachliche Kompetenz allein erklärt nicht, warum eine Zusammenarbeit über acht Jahre so gut funktioniert. Entscheidend ist Vertrauen“, sagte Grimmer in seiner Rede, als er auf das vielfältige Wirken des scheidenden Sozial- & Baubürgermeisters einging.

Engagement in vielen Bereichen
Grimmer erwähnte dabei vor allem die große Energie, mit der sich Steuler in den vergangenen Jahren in die Verwaltung und das Gemeinwesen eingebracht hat. „Die Bandbreite Ihres Wirkens ist beeindruckend“, so Grimmer, und erwähnte unter anderem den Neubau des Kindergartens Parkstraße, die Sanierung des Kindergartens Goldkiste, die Generalsanierung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und der Käthe-Kollwitz-Schule und ganz aktuell den Neubau der Realschule zur Flügelau. Auch im Bereich Wohnen und Stadtentwicklung habe Steuler vieles bewegt: Die Umnutzung der alten Schule in Jagstheim, zahlreiche neue Baugebiete, der soziale Wohnungsbau im Heckenbühl und die Sanierung der Burgbergstraße 39 seien Beispiele hierfür. In Sachen Innenstadt und Infrastruktur ging Grimmer, passend zum aktuellen Anlass, auf die Neugestaltung des Volksfestplatzes ein, erwähnte aber auch die Freiraumplanung, die Modernisierung des Bahnhofes und die Sanierung der Tiefgarage.

Verlässlichkeit und Vertrauen
„Hinzu kamen die ärztliche Versorgung, der Hangar als Raum für kulturelle Veranstaltungen, die Städtepartnerschaften, der Integrationsbeirat und vieles mehr. All diese Aufgaben zeigen die enorme Bandbreite Ihres Dezernats – und die Verantwortung, die damit verbunden war“, sagte Grimmer, und weiter: „Sie waren für mich ein verlässlicher Partner in der Verwaltungsspitze. Wir waren oft einer Meinung – und wo wir es nicht waren, konnten wir unterschiedliche Perspektiven zulassen. Das war wichtig und häufig sehr nützlich.“ Denn Zusammenarbeit heiße nicht, immer gleich zu denken. Sie heiße, miteinander zu sprechen, Argumente auszutauschen – und sich am Ende aufeinander verlassen zu können. „Diese Verlässlichkeit habe ich in all den Jahren sehr geschätzt. Und eigentlich kann ich mir ein Leben ohne Sie gar nicht mehr vorstellen – es fällt mir wirklich schwer, Sie gehen zu lassen“, sagte Oberbürgermeister Grimmer, der sich auch bei Steulers anwesender Familie für die Unterstützung und das Verständnis in all der Zeit bedankte.

„Lieber Herr Steuler, Sie hinterlassen Spuren in Crailsheim – in der Stadtentwicklung, in unserer sozialen Infrastruktur und in der Verwaltung. Und Sie hinterlassen Projekte, an denen andere weiterarbeiten werden. Vielleicht ist genau das ein besonders schönes Vermächtnis eines langen Berufslebens: dass nach dem letzten Arbeitstag Dinge bleiben, die man angestoßen, aufgebaut oder verbessert hat“, so Grimmer.

mehrere Menschen stehen in einem Saal
Jörg Steuler (Mitte) verabschiedet sich nach acht Jahren aus dem Amt des Sozial- & Baubürgermeisters und nahm zum letzten Mal in offizieller Funktion am Volksfestempfang teil.

Crailsheimer Diskussionsfreude
„Ich freue mich, dass ich mich in diesem Rahmen von der Stadtgesellschaft verabschieden kann“, sagte Jörg Steuler in seiner Abschiedsrede und ging auf einige Punkte ein, die ihm am Herzen lagen. „Ich meine, wir haben viel bewegt. Einiges gelang in breitem gesellschaftlichem Konsens, über anderes wird vermutlich noch in vielen Jahren diskutiert werden. Ich kann mich an sehr verbissene Diskussionen erinnern“, sagte Steuler und nannte als Beispiel seine allererste Gemeinderatssitzung, in der es eine Kampfabstimmung über die Frage gegeben habe, ob die Sitzungen um 17.00 oder um 18.00 Uhr beginnen sollten – „die Entscheidung fiel mit einer Stimme Mehrheit. Im Rheinland, wo ich herkam – undenkbar. Nach zwei Blicken hätte man sich auf 17.30 Uhr verständigt. An Diskussionsfreude jedenfalls hat es uns in Crailsheim nie gefehlt.“

Acht Jahre voll guter Zusammenarbeit
Gemeinsam habe man sehr viel umgesetzt, um einer wachsenden und sich verändernden Gesellschaft ein lebenswertes Crailsheim heute und auch in Zukunft zu bieten. „Das schafft niemand allein. Das gelingt nur im Team, dem es zu danken gilt. Herrn Dr. Grimmer danke ich für die Kollegialität, den offenen Austausch und den Konsens bei ca. 4.000 gemeinsamen Entscheidungen. Gute Politik besteht darin, tragfähige Kompromisse zu erarbeiten – so, wie es uns im Juli beim Thema Parken gelungen ist“, sagte Steuler und dankte anschließend nicht nur dem Team der Stadtverwaltung mit allen Ressorts und dem Gemeinderat für die Zusammenarbeit in den vergangenen acht Jahren, sondern auch der Stadtgesellschaft und ganz besonders seiner Frau für ihre Unterstützung.

Traditionen und neue Perspektiven
Langanhaltender Applaus bekräftigte, welch wichtige Rolle Steuler im Stadtleben, der Gesellschaft und der Verwaltung in den zurückliegenden acht Jahren eingenommen hat. Mit „Time to say Goodbye“ sorgte das Saxophonquartett mit Maren Wolf, Nele Herzog, Gerhard Amler und Frieder Scheerer für einen würdigen musikalischen Abschluss, bevor die Anwesenden sich auf den Weg zur Ehrentribüne begaben, um den anschließenden Festzug der Landwirtschaft unter dem Motto „Unsere Landwirte – bodenständig, regional und modern“ mitzuverfolgen.

Ein Volksfestsamstag, der ganz der Tradition folgte und doch nicht wie immer war – nicht nur wegen des neu gestalteten Volksfestplatzes oder der neuen Festwirtsfamilie Reisinger im Engel-Zelt, sondern vor allem auch wegen des bewegenden Abschieds von Jörg Steuler, der zugleich neue Perspektiven aufzeigte.

Fünf Männer sitzen lächelnd in einem Karussell
Bei der Fahrt im venezianischen Doppelstock-Karussell ging es für die Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Lehnert (CDU), Dennis Arendt (SPD), Sebastian Karg (GRÜNE), Sebastian Klunker (AWV) und Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer (von links) entspannt zu.

Werden zwei Schläge zur Tradition?

„Zwei, zwei, zwei“, skandierten die gut gelaunten Besucher im neuen Engel-Festzelt und meinten damit die Schläge, die Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer beim Fassanstich zur Volksfest-Eröffnung brauchen sollte – oder würde? Sie hatten ein gutes Näschen, denn wieder floss das Bier wie schon in den Jahren zuvor unter dem Jubel der Zuschauer bereits nach zwei kräftigen Schlägen. Zuvor besuchten Vertreter der Verwaltung sowie des Gemeinderates die gewerblichen Aussteller und testeten die Fahrgeschäfte des Vergnügungsparks.

Das Wetter meinte es gut mit den Volksfest-Besuchern, und so konnte sich Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer bei seiner Eröffnungsrede auf die Neuerungen fokussieren, die die 157. Auflage in diesem Jahr mit sich bringen würde – angefangen beim umgestalteten Volksfestplatz, für den er schon „zahlreiche positive Rückmeldungen“ entgegennehmen durfte. Und natürlich auch auf das neue Festzelt ging Grimmer ein, dankte nochmals der Familie Hahn für 42 Jahre Volksfest und zeigte sich gleichzeitig optimistisch, dass die neue Festwirtsfamilie Reisinger dem in nichts nachstehen werde.

Für Lorenz Kalb, den Vorsitzenden des Süddeutschen Schaustellerverbandes, ist der Besuch in Crailsheim immer wie „nach Hause kommen“. Auch er lobte stellvertretend für seine anwesenden Kollegen den neu gestalteten Platz („A la bonheur!“) und meinte schmunzelnd im Bezug auf den rot markierten Radweg auf dem Platz, dass man ja viel gewohnt sei, aber nicht, dass einem sogar der Rote Teppich ausgelegt werde.

Ein Mann mit Brau-Schürtze verteilt Bier von eienr Bühne aus
Nach dem Fassanstich verteilte Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer die ersten Maß Bier an die durstigen Besucher.

Anschließend nutzten die Vertreter des Gemeinderats und der Stadtverwaltung traditionell die Möglichkeit, die Fahrgeschäfte selbst auszuprobieren. Am höchsten hinaus ging es mit dem „Around the world“, einem 80 Meter hohen Kettenkarussell. Viel Mut erforderte die Fahrt auf dem „Nightfly“, während man auf dem Venezianischen Doppelstock-Karussell, dem Riesenrad oder dem Wellenflug eher genießerisch unterwegs war. Der Autoscooter weckte bei fast allen Teilnehmern nostalgische Gefühle, so dass kurzzeitig alle Autos belegt waren.

Rund um die Hakro-Arena hatten wie gewohnt die Gewerbetreibenden ihre Ausstellung aufgebaut. Auch sie boten wie in jedem Jahr eine große und interessante Bandbreite von Produkten an: Von Wintergärten über Fassadenverkleidung, Fensterbauer, Massagesessel, Raumdesign, Insektenschutzgitter bis hin zum Fitnessstudio gab es allerlei zu entdecken und zu bestaunen. Und natürlich gab es eine große Auswahl von typischen Speisen und Getränken.

Und als zum Ende des Rundgangs dann auch beim Fassanstich alles wie am Schnürchen lief, war klar: Der Anfang ist gemacht – der Rest kann jetzt auch nur noch gut werden.

(Erstellt am 22. September 2026)