Partnerstadt Jurbarkas
Jugendliche halfen beim Work-Camp
In den Osterferien nahm eine Gruppe Jugendlicher aus Crailsheim unter der Leitung von Margit Fuchs und Uwe Langsam am Work-Camp des evangelischen Bezirksjugendwerks teil. Ziel war die Crailsheimer Partnerstadt Jurbarkas in Litauen, wo es galt, das ausgebrannte Pfarrhaus weiter zu sanieren und wieder aufzubauen.
Dabei legte die Crailsheimer Gruppe nicht allein Hand an, sondern arbeitete stets gemeinsam mit freiwilligen Helfern aus Jurbarkas. Schnell wurde ein Weg der Verständigung gefunden, es wurde gearbeitet, gelacht und gemeinsam gegessen. Auf der Baustelle gab es allerhand zu tun: Gipsplattenwände wurden verschliffen; verkohlte, rußgeschwärzte Möbel gereinigt und wiederaufbereitet; unbrauchbar gewordene Geräte oder Holz entsorgt; Schränke aus Räumen mit Wasserschäden wurden umgeräumt und ihr Inhalt auf weitere Verwertbarkeit geprüft und sortiert.
Gegenseitige Verständigung
Neben der vielen Arbeit gab es auch zahlreiche gemeinsame Freizeitaktivitäten, die der Vertiefung gegenseitiger Verständigung dienten. So stand auf dem Programm auch ein offizieller Empfang bei Bürgermeister Skirmantas Mockevičius auf dem Rathaus, bei dem die Jugendlichen von ihrem Alltag und ihren Hobbies erzählten.
Beim Besuch im Tischtennis-Club gab es eine Trainingsstunde mit einer ehemaligen Weltmeisterin sowie ein Turnier mit litauischen und ukrainischen Jugendlichen. Das örtliche Jugendzentrum öffnete seine Tore und ermöglichte interessante Einblicke in den Alltag litauischer Gleichaltriger.
Spannendes Programm
Gemeinsam gab es einen Tagesausflug in die alte Hafenstadt Kleipeda an die Memelmündung, wo die Kurische Nehrung an die Ostsee grenzt. Der Besuch im Meeresmuseum inmitten der alten Festungsanlage war beeindruckend. Mutige Jugendliche stürzten sich in die kalten Fluten, bevor anschließend die Altstadt erkundet und ein traditionelles litauisches Abendessen eingenommen wurde.
Am letzten Tag wartete noch ein Besuch auf dem restaurierten Schloss Panemune auf die deutschen Gäste, wo die Geschichte der Festung am Memelufer anschaulich vertieft wurde. Auch die Burg und die Altstadt in der Hauptstadt Vilnius wurden erkundet. Jugendliche und Betreuer waren erfüllt mit vielen Eindrücken aus herzlichen Begegnungen sowie unbezahlbaren Momenten und Erlebnissen.
Engagierte Botschafter
Möglich wurde die Teilnahme am Work-Camp auch dank des Jurbarkas-Komitees Crailsheim, das die Reise aus seinem Fonds finanziell unterstützte. Ebenfalls unterstützten das Bezirksjugendwerk, die ökumenische Pfarrerhilfe in Württemberg, die das Baumaterial spendete, Bürgermeister Skirmantas Mockevičius mit seiner Hilfe beim Bustransfer vor Ort und die Gastgeber mit ihrer Fürsorge und dem spannenden Freizeitprogramm.
Die Crailsheimer Jugendlichen, die unermüdlich auf der Baustelle arbeiteten und Land und Leute erforschten, gaben ein hervorragend freundliches und engagiertes Botschafter-Team in Crailsheims Partnerstadt ab.
