Fränkisches Volksfest
Riesenrad, Festzüge und Feuerwerk
Vier Tage lang wird Crailsheim wieder zur Volksfeststadt: Vom 18. bis 21. September warten Fahrgeschäfte, Festzüge, Drais-Rennen, Musik, kulinarische Klassiker und das große Feuerwerk auf die Besucher. Auch im Engel-Zelt beginnt eine neue Ära. Dazu gibt es einen stabilen Bierpreis – und beim Parken gilt es, sich frühzeitig auf Ausweichflächen einzustellen.
Es ist die Zeit, in der in Crailsheim selbst eingefleischte Parkplatzsucher freiwillig ein paar Meter mehr laufen und Menschen plötzlich morgens um 6.30 Uhr auf den Beinen sind: Vom 18. bis 21. September steht das Fränkische Volksfest wieder auf dem Programm. Vier Tage lang wird der Volksfestplatz zum Treffpunkt für Jung und Alt, für Fahrgeschäft-Fans, Festzeltbesucher, Musikliebhaber und alle, die sich ihre ganz persönliche Portion Volksfeststimmung abholen möchten.
Viele Schausteller mit neuem Engel-Zelt
Rund 80 Schausteller sorgen dafür, dass es auf dem Festplatz nicht langweilig wird. Vom Riesenrad über rasante Fahrgeschäfte bis zu Angeboten für die jüngsten Besucher reicht die Auswahl. Dazu kommen Spielgeschäfte, Süßigkeiten, Imbissstände, Biergärten und die Festzelte. Kurz gesagt: Es gibt reichlich Möglichkeiten, das eigene Durchhaltevermögen unter Beweis zu stellen.
Eröffnet wird der Vergnügungspark am Freitag um 14.00 Uhr. Abends wird im Engel-Zelt um 18.00 Uhr das Bierfass angestochen. Beides übernimmt wie gewohnt Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer.
Im Zelt gibt es in diesem Jahr eine sichtbare Veränderung: Nach 42 Jahren hat sich die Familie Hahn als Festwirt zurückgezogen. Thomas und Ramona Reisinger aus Straubing übernehmen erstmals die Bewirtung – in neuem aber ebenso passenden Ambiente.
Abschied nach 42 Jahren
„Unser Weggang vom Fränkischen Volksfest hat nichts mit der Umgestaltung des Volksfestplatzes zu tun. Vielmehr ist es die Kombination aus termin- und kapazitätsbedingten Gründen, die schweren Herzens dazu geführt hat“, hatte Michael Hahn den Abschied erklärt.
Für die Stadt war der Schritt zunächst eine Überraschung. Susanne Kröper-Vogt, Leiterin des Ressorts Soziales & Kultur, sprach von einem „Schock“, als Hahn seinen Rückzug mitteilte. Dass er anschließend selbst den Kontakt zur Familie Reisinger herstellte, machte den Wechsel für die Stadt leichter. Auch Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer verbindet mit der Familie Hahn viele Erinnerungen: „Die Familie Hahn gehörte zum Volksfest wie das Riesenrad.“
Die neuen Festwirte wollen Bewährtes erhalten und gleichzeitig eigene Akzente setzen. Fränkische Spezialitäten und regionale Musik bleiben, das Engel-Zelt wird jedoch neu ausgerichtet. Der bisherige „Kleine Engel“ entfällt, dafür wird der Biergarten deutlich größer. Auch die Brauerei Engel blickt optimistisch auf den Wechsel.
Wenn Crailsheim früh aufsteht
Traditionell beginnt der Samstag früh – sehr früh. Um 6.30 Uhr zieht die Stadtkapelle zur Tagwache durch die Stadt. Um 10.30 Uhr folgt der große landwirtschaftliche Festzug unter dem Motto „Unsere Landwirte – bodenständig, regional, modern“. Am Sonntag wird der Festzug wiederholt. Ebenfalls am Sonntag geht es beim 53. Drais-Laufrad-Rennen sportlich-historisch zu. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie viel Rennsport man auf einem Laufrad betreiben kann, bekommt ab 10 Uhr die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen.
Am Sonntagabend richtet sich der Blick dann nach oben: Um 20.30 Uhr steigt das Höhen-Brillantfeuerwerk über dem Volksfestplatz. Dazu kommen die Engel-Oldtimer-Tage, ein Krämermarkt und am Sonntag von 12.30 bis 17.30 Uhr der verkaufsoffene Sonntag.
Bierpreis bleibt stabil
Auch beim Bierpreis bleibt in diesem Jahr alles beim Alten. Die Maß kostet 13,60 Euro und damit genauso viel wie im vergangenen Jahr. Außerdem bleibt der Literpreis weiterhin unter dem des Cannstatter Wasens. Für alle, die das Volksfest lieber mit einem kühlen Getränk als mit einem Fahrgeschäft in luftiger Höhe genießen, ist das zumindest eine Konstante.
Eine Veränderung gibt es dagegen bei der Anreise. Weil der Aufbau bereits am 5. September beginnt, wird der Volksfestplatz ab diesem Samstag als Parkplatz gesperrt. Die Stadt weist deshalb frühzeitig zusätzliche Ausweichparkplätze aus.
Ausweichparkplätze ab 5. September
Diese befinden sich unter anderem an der Trutenbachallee beim Eisweiher, im Parkhaus Grabenstraße, auf städtischen Flächen östlich der Tennishalle im Gewann Weinberg sowie rund um die Kistenwiesenhalle, den Hans-Neu-Weg und den Hauptfriedhof. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es auf der Wiese in der Alexander-von-Humboldt-Straße, an der Dammstraße im Stadtteil Türkei und am Hochwasserdamm beim Stadthotel. Aus Richtung Schwäbisch Hall und Roßfeld stehen außerdem die Jagstwiese und eine Fläche im Wohngebiet Sauerbrunnen zur Verfügung. Beim Parkplatz am Eisweiher gilt: Je nach Wetterlage kann die Fläche nur eingeschränkt nutzbar sein.
Das Volksfest selbst dürfte davon unbeeindruckt bleiben. Wenn am 18. September die ersten Fahrgeschäfte anlaufen, die Musik aus den Zelten klingt und der Duft von gebrannten Mandeln, Bratwurst und anderen Volksfestklassikern über den Platz zieht, beginnt in Crailsheim wieder jene besondere Zeit, in der für vier Tage ein bisschen andere Regeln gelten.