Kinder- und Jugend-KuWo
Kultur, Kreativität und Gemeinschaft erleben
Endlich ist es wieder so weit: Vom 22. März bis zum 4. April lädt die Kinder- und Jugendkulturwoche zu zwei aufregenden Wochen voller Kreativität, Musik, Theater und Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche von 3 bis 16 Jahren ein. Mehr als 40 Veranstaltungen zeigen: Kultur ist bunt, vielfältig – und für alle da.
Organisiert wird das Programm der Kinder- und Jugendkulturwoche (KiJuKuWo) von der Stadtverwaltung: Federführend ist das Ressort Soziales & Kultur gemeinsam mit der vhs, dem Jugendzentrum, der Stadtbücherei, dem Stadtmuseum und vielen engagierten Partnerinnen und Partnern. Ziel ist es, jungen Menschen Kultur nicht nur näherzubringen, sondern sie zum Mitmachen und Ausprobieren zu begeistern – ganz gleich, ob mit oder ohne Vorerfahrung. Neu ist beispielsweise ein Angebot der vhs, „Erzählen aus dem Märchenkorb“, wo eine erfahrene Erzählerin Workshops anbietet.
Auftakt und Ausstellungen
Der Auftakt der Woche ist inoffiziell am 22. März mit dem beliebten Kindertheater „Räuber Hotzenplotz“ im Hangar Event Airport, bei dem Klassiker-Charme auf Spiellust trifft – ideal für alle Kinder ab 6 Jahren. „Das Stück haben wir ins Programm genommen, weil es einfach gut hineingepasst hat“, so Anne-Sophie Frank vom Ressort Soziales & Kultur. Bei ihr laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Am selben Tag eröffnet im Rathausforum in den Arkaden die Ausstellung „Frieden ist bunt“, ein lebendiger Blick auf Vielfalt und Zusammenhalt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Das Stadtarchiv sah das Thema als sehr passend an, meint Mitarbeiterin Lisa Darimont. „Die Ausstellung ist mit Workshops ergänzt, die nach Absprache mit uns stattfinden“, erklärt sie. „Das bringt nicht nur den jungen Leuten etwas, sondern ist auch für uns eine Abwechslung zum Arbeitsalltag“, lächelt sie.
Am 23. März, dem offiziellen Auftakttag der diesjährigen KiJuKuWo, geht es weiter mit dem Mitmach-Figurentheater „Wolle. Das mutigste Schaf im dicksten Fell“ für Kinder von 7 bis 12 Jahren im Rathaus-Ratssaal – ein fantasievolles Vergnügen, das zum Mitlachen und Mitfühlen einlädt. Ebenfalls am Montag können Jugendliche im Jugendzentrum beim Workshop „Alte Kleider in neuer Farbe“ Mode kreativ neu erfinden und upcyceln. „Wir bieten auch dieses Mal wieder einige Bastel- und Kreativ-Workshops an“, erklärt Heinrich Christoph vom Jugendzentrum. „Ich selbst biete Arbeiten im Tonstudio an. Das ist für mich auch mal Hobby mit dem Job verbinden, was richtig Spaß macht.“ Im Jugendzentrum gibt es in diesem Jahr eine Abschlussparty mit Cocktails – „natürlich alkoholfrei“, lacht Sina Macho, in Vertretung für das Juze. „Beim Jugendtag wird es coole Musik geben und einfach jede Menge Spaß.“ Das ist in diesem Jahr der Ersatz für den gewohnten Poetry-Slam, als Versuch, wie es die Veranstalter betonen.
Musikfans kommen mit Workshops der Musikschule auf ihre Kosten, beispielsweise bei einem Posaunen-Crash-Kurs, und können bei „Mit Pauken und Trompeten – Musik hautnah erleben!“ – ein interaktives Erlebnis, bei dem Jugendliche Instrumente und Klangwelten direkt erkunden können. „Die Musikschule hat ohnehin über das Jahr hinweg tolle Angebote und setzt bei der Kinder- und Jugendkulturwoche immer noch mal einen drauf“, freut sich Anne-Sophie Frank.
Mitmachen, erforschen, entdecken
Für alle, die Lust auf Neues haben, stehen am 24. März mit dem Kindertheater „Frederik“ (3–8 Jahre) und am 25. März mit der Lesung „Mein Mauerfall“ spannende Geschichten im Fokus – in der Stadtbücherei. Kreative Köpfe können beim Kunstworkshop „Ach du dicker Hund“ im Stadtmuseum eigene Ideen mit Farbe und Form umsetzen. „Wir zeigen, wie das früher funktioniert hat und wie es heute geht“, sagt Museumsleiterin Friederike Lindner. „Die Teilnehmer können selbst kreativ werden und mit einem 3-D-Drucker einen Anhänger anfertigen.“ Sie hält die KiJuKuWo für eine sehr gelungene Aktion: „Jede beteiligte Institution bietet Tolles für Kinder. Aber so ist es weiter gestreut, gerade über die Schulen können andere Kinder angesprochen werden.“
Ein Highlight für Technik- und Gaming-Fans ist der „Teamhelden – VR-Workshop“ im Jugendzentrum, der an mehreren Terminen Einblicke in virtuelle Welten bietet – ideal für Jugendliche ab 12 Jahren. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann am 27. März beim Graffiti-Workshop im Juze seine kreativen Ideen sprayen und gestalten. Auch für ältere Jugendliche gibt es spannende Angebote: So lädt das Theater „Wir das Grundgesetz“ am 26. März im Saal der vhs zu einer interaktiven Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Gesellschaft ein – eine Mischung aus Spiel, Diskussion und Performance. „Das Grundgesetz erzählt selbst über sich“, erklärt Christian Krüger von der vhs. Er betont auch, dass sich die Online-Anmeldungen für die KiJuKuWo seit vergangenem Jahr deutlich gesteigert haben. „Das spart uns Bürokratieaufwand und für die Teilnehmenden ist es auch deutlich niederschwelliger, sich über die Homepage der vhs anzumelden.“
In den darauffolgenden Tagen stehen weitere spannende Themen auf dem Programm, unter anderem Origami, die japanische Faltkunst, Hörspiel- und Tonstudioarbeit am Mikrofon, freies Sprechen trainieren, ein Trickfilmworkshop, Waldtiere entdecken und Zaubertricks lernen. In der Stadtbücherei gibt es einige Lesungen für Kinder.
Das ist das Besondere, meint Anne-Sophie Frank: „Es sind so viele Macher beteiligt, jeder sorgt für spannende Veranstaltungen. Jeder leistet seinen Beitrag für etwas Gemeinsames.“ Was sehr gut ankommt. Das Interesse steigt von Jahr zu Jahr, was wohl auch für die jetzt anstehende 17. Ausgabe der Kinder- und Jugendkulturwoche gelten wird.
Jetzt anmelden – begrenzte Plätze!
Das komplette Programm ist über die Website der vhs – www.vhs-crailsheim.de – unter der Kachel „junge vhs“ und dort unter „Kinder- und Jugendkulturwoche 2026“ zu finden.
Die Anmeldung für alle Veranstaltungen startet am Montag, 23. Februar, um 8.00 Uhr über die Website der vhs Crailsheim – unbedingt frühzeitig anmelden, denn viele Angebote sind schnell ausgebucht. Erklärtes Ziel ist es, allen jungen Menschen – auch mit Unterstützungsbedarf – die Teilnahme zu ermöglichen. Entsprechende Unterstützung kann gemeinsam mit den Offenen Hilfen des Landkreises Schwäbisch Hall organisiert werden.